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Was ist Karma? Und wie unfrei macht es uns?

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Tommy, 27. Juli 2014.

  1. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2006
    Beiträge:
    12.507
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    Der *Karma*-Begriff bezieht sich auf ein Ursache-Wirkungsverhältnis und ist mit dem philosophische Konzept der Wiedergeburten verknüpft. Als Grundlage der hoffentlich spannenden Debatte kann vielleicht erst einmal eine Definition in Wikipedia dienen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karma

    Fragen könnten sein: Wie mechanistisch wirkt dieses Prinzip? Und wozu dient es? Ist mein gegenwärtiges Leben durch karmische Verstickungen aus meinem Vorleben determiniert? Was ist mit der Handlungsfreiheit unter dem ehernen Gesetz des Karmas? Ist das Gesetz des Karmas überhaupt *ehern*? Und: Gibt es Karma überhaupt?

    All diese schönen Dinge können hier diskutiert werden. :)
     
  2. Es macht uns nur so lange unfrei, bis wir verstehen, warum es so ist wie es ist, das Schicksal.

    Würden wir das Leben nicht immer so Ernst nehmen, wäre es nämlich urkomisch.:lachen:
     
  3. Piovra

    Piovra Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juni 2014
    Beiträge:
    213
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Ein Danke an Tommy der Lesen kann und in der Lage ist,
    richtig zu recherschieren. Und diesen Thread eröffnet hat, und eine gute Ursache für eine Gute Diskusion geliefert hat. :thumbup:

    um es um Wissenschaftliche Erkenntnisse zu erweitern:
    das stimmt, was Du Schreibst :

    http://www.amazon.de/Warum-fühle-fü...sr=8-1&keywords=warum+ich+fühle+was+du+fühlst

    In den Buch wird Beschrieben, warum Menschen zurück Lächeln,
    wenn wir sie Anlächeln, und warum Gähnen Ansteckend ist.
    Wegen "neu" Entdeckter Spiegelneurone.
    Wir können also gar nicht anders, als die Ursache mit gleicher Wirkung zurück zu geben.
     
  4. alphastern

    alphastern Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2007
    Beiträge:
    24.276
    Ort:
    Deutschland
    Hallo Tommy,
    auch von mir ein danke für den neuen, gut gemeinten Thread. Ich hoffe wir können hier konstruktiv diskutieren, wer mit dem Thema eh nichts anfangen kann, muß sich ja nicht in die Diskussion einmischen.

    Zu deinen Fragen, versuche ich mal eine "erste" Antwort zu geben:

    Ich verstehe die "Gesetze des Karmas" auch als "Lebensprinzipien", die uns helfen sollen, seelisch, geistig und moralisch zu reifen. So wie ein kleines Kind lernt, mit seiner für ihn komplett neuen Umgebung klar zu kommen (Essen, Laufen, Toilette, Schreiben und Lesen usw.) so geht es auf einer anderen Ebene darum, daß wir uns "spirituell-geistig" weiterentwickeln und uns von einem eher primitiven Bewußtseinszustand (in dem es erstmal nur ums Überleben geht) zu einem höheren, in den Kosmos eingebundenen und mit allem in harmonie lebendem Menschengeist zu entwickeln.

    Es gibt in der Geschichte ja viele berühme Persönlichkeiten, die die Karmalehre in aller Ausführlichkeit betrachtet haben, ich erwähne hier z.B. Rudolf Steiner, dessen Bücher man auch in öffentlichen Bibliotheken kostenfrei ausleihen kann.

    Wir sind solange an unser Karma (= unsere Vergangenheit) gebunden, bis wir es lernen, selbst verursachtes Leiden und Schuld aufzulösen, auszugleichen und uns positiv ins Leben einzubringen. Der Spiegel von uns selbst ist stets unsere Umwelt, unsere Mitmenschen, da wo wir evtl. noch ernsthafte Probleme mit anderen haben, gilt es genauer hinzublicken.

    Schlußendlich befreit uns die Liebe (so wie sie auch Jesus z.B. gelehrt hat) zum Nächsten, zur Natur und dem Kosmos von allem Negativen und macht uns frei (in der Liebe) als neuer Mensch aufzuwachen. Daß das ein langer, nicht einfacher Weg ist, der viel mit Ehrlichkeit und Mut zu tun hat, mag jeder selbst spüren, der ein bißchen versucht, in diese Richtung sich zu verändern.

    Je unbewußter der Mensch ist, desto mehr leidet er auch an Schicksalsereignissen (vielleicht ein anderes Wort für Karma) - je bewußter und wahrhaftiger jemand wird, desto weniger können z.B. Enttäuschungen oder Angriffe andere uns wirklich treffen - was die innere Freiheit ausmacht.
    Aus meiner inneren Freiheit heraus, füge ich anderen auch kein bewußtes Leid mehr zu, da mein Mitgefühl sich so entfaltet hat, daß jedes bewußte Leid mir selbst "Schmerzen" zufügen würde. (da ich aus meiner Harmonie falle)

    Daher ist Karma auch ein Wächter, der mir stets zeigt, ob ich in Harmonie mit allem bin oder nicht.

    Soweit ein paar erste Gedanken dazu :)
     
  5. Piovra

    Piovra Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juni 2014
    Beiträge:
    213
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Karma ist auch :

    Jede form von Physik ist Ursache und Wirkung ( Karma )
    Jede Chemische Reaktion ist Karma.
    Das Gesetz von Ursache und Wirkung zu Leugnen,
    beutet auch: Physik und Chemische Prozesse zu Verleugnen.

    Jemand der ein Thema in einem Forum eröffnet,
    schafft dadurch eine Ursache,
    und dadurch Entstehen Antworten die gegeben werden.
    Aus-Wirkung :

    „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt.“
    Paul Watzlawick

    Auch das ist Karma.
     
  6. Tommy

    Tommy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Mai 2006
    Beiträge:
    12.507
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    Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Aus deinem Link zu einem Vortrag von Armin Risi möchte ich mal eine Passage zitieren, die ich für bemerkenswert halte, und die vielleicht beleuchten kann, wie mechanistisch/nicht mechanistisch Karma wirkt (1:13:20)

    In dem Karma-Konzept ist der freie Wille stets wirksam, wir können uns so oder so entscheiden (sonst wäre ja auch gar keine Entwicklung möglich). Von unseren Entscheidungen hängen aber die situativen Bedingungen ab, auf die wir in Zukunft treffen.

    So beinhaltet Karma beides: Freiheit und Bedingtheit. So habe ich zumindest Armin Risi verstanden.
     
  7. alphastern

    alphastern Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2007
    Beiträge:
    24.276
    Ort:
    Deutschland
    Ja, gute Vergleiche und Beispiele, danke :)

    Man kann auch eine Sprung in ein Wasserbecken bei bißchen mit Karma vergleichen. An der Stelle, in der ich gerade (ins Leben) springe, erzeuge ich Wellen - je nachdem wie stark und auf welche Art und Weise ich mich im Leben bewege, so erzeuge ich Wirkungen.

    Wie jemand anderes mit den Wirkungen umgeht, hängt von seinem "Energielevel" oder Bewußtseinsgrad ab und meiner eigenen Ausrichtung.

    Wirke ich auf jemanden sympathisch, kann ein Austausch und gute Kommunikation entsehen, so daß beide dadurch ein Stück auch seelisch wachsen. Sympathie entsteht meist dann, wenn man in Harmonie mit allem lebt, dazu gehört auch das Leben, so wie es ist, annehmen können.

    Im Gegensatz dazu stehen die Miesepeter, die ständig nörgeln oder etwas an einem auszusetzen haben... Diese "Wellen" erzeugen Abgrenzung und Rückzug beim Gegenüber.

    Beziehung ist ja ein auf jemanden oder etwas "Bezug" nehmen - also ein Austausch von Gedanken, Worten, Handlungen... Ein guter Austausch hilft allen Beteiligten. Das "Universum" ist ein stetiger Austausch von Informationen - schwingt man sich darin ein, erfährt man Glück. Glück ist ein guter Indikator für "in Harmonie sein" - so erfüllt sich Karma schlußendlich auch im Lebensglück.
     
  8. alphastern

    alphastern Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. September 2007
    Beiträge:
    24.276
    Ort:
    Deutschland
    Karma wird ja oft negativ empfunden, so nach dem Motto "das ist halt mein Karma".. Karma ist jedoch völlig neutral - es zeigt sich mir als eher negativ, wenn ich in Disharmonie (mit dem Kosmos) bin.

    Anderseits birgt die Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung - weise genutzt - ein immenses Potential in sich, wenn man es aufbauend und positiv im Leben umsetzt. So wie ich meine "Energie" einsetze, so erhalten ich ganz von selbst vom Kosmos ein positives Feedback, wenn meine Absichten "edel" sind und nicht egoistisch.

    Viele Esoteriker sprechen ja auch von "geistigen Gesetzen" - Prinzipien von Ursache und Wirkung die wir selbst setzen oder gesetzt haben und die daraus entstehenden Folgen. So braucht man sich auch nicht dran "verbeißen", sondern darf darauf vertrauen, daß jede gute "Saat" irgendwann auch aufgeht. So entsteht Gelassenheit und Frohsinn, ein positiv gelebtes Lebensgefühl, im Bewußtsein, daß alles auch sein Sinn hat. Ja sogar im höheren Sinne betrachtet, alles so "in Ordnung" ist.
     
  9. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    9.784
    Karma macht überhaupt nicht unfrei. Du kannst trotzdem jede Art von schädlicher Tat begehen, niemand verbietet es dir.

    Du musst halt die dadurch verursachten Konsequenzen akzeptieren.


    Die Tatsache daß du in den Knast kommst wenn du eine Bank überfällst macht dich ja auch nicht unfrei, du kannst das durchaus trotzdem tun.
     
  10. Hedonnisma

    Hedonnisma Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    16.880
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    Naja, da der ein oder andere InvestmentBanker ja ab und an mal seine ihm anvertrauten Gelder veruntreut und im blanken Eigennutz investiert oder absaugt, beraubt er quasi die Bank - und er wird kaum behelligt, es sei denn er ist privat haftender Gesellschafter einer AG.
    Aber das sind nicht die, die Profit handeln am Markt als obs kein Morgen gäb.
    Gibt ja auch keins. :D
     
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