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Was ist euer Lieblingsgedicht?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von MorningSun, 16. Juli 2009.

  1. MorningSun

    MorningSun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. März 2006
    Beiträge:
    12.684
    Ort:
    wo die Wirren irren ...
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    Als Gedichtefreak würde mich interessieren was euer Lieblingsgedicht ist.
    An so milden Sommerabenden, genieße ich Gedichte besonders.

    Ich verrate euch auch meines.:)

    Die Liebende


    Das ist mein Fenster. Eben
    bin ich so sanft erwacht.
    Ich dachte, ich würde schweben.
    Bis wohin reicht mein Leben,
    und wo beginnt die Nacht?

    Ich könnte meinen, alles
    wäre noch Ich ringsum;
    durchsichtig wie eines Kristalles
    Tiefe, verdunkelt, stumm.

    Ich könnte auch noch die Sterne
    fassen in mir, so groß
    scheint mir mein Herz; so gerne
    ließ es ihn wieder los

    den ich vielleicht zu lieben,
    vielleicht zu halten begann.
    Fremd, wie niebeschrieben
    sieht mich mein Schicksal an.

    Was bin ich unter diese
    Unendlichkeit gelegt,
    duftend wie eine Wiese,
    hin und her bewegt,

    rufend zugleich und bange,
    daß einer den Ruf vernimmt,
    und zum Untergange
    in einem Andern bestimmt.
    R.M. Rilke
     
  2. Xchen

    Xchen Guest

    Das erste Gedicht meines Lebens, MorningSun - mein Onkel las es mir vor, ich lernte es dann mit ihm auswendig - dieses Gedicht ist bei mir für lebenslange Lust an Poesie, Lyrik, Sprache verantwortlich. Eines meiner Lieblingsgedichte natürlich, die erste Prägung.

    Die Lokomotive von Julian Tuwim

    Die grosse Lok ist heiss
    ihr Öl tropft auf das Gleis,
    und Öl ist, wie man weiss,
    Lokomotivenschweiss.

    Der Heizer, der füllt ihr mit Kohle den Bauch,
    drum keucht sie und jammert und stöhnt unterm Rauch:
    "UCH ist das heiss!
    HUK soviel Schweiss!
    PUH welche Glut!
    DAS tut nicht gut!"

    Kaum kann sie schnaufen, kaum sich noch mucken:
    Immer mehr Kohlen muss sie verschlucken.
    Und so viel Wagen stehn auf den Gleisen,
    grosse und schwere, aus Stahl und aus Eisen.
    Die soll sie schleppen. Je, welche Mühe!

    Im einen sind Pferde, im andern sind Kühe.
    Im dritten sind Männer, sehr dick und sehr rund,
    die futtern dort Würste, fast viereinhalb Pfund.
    Im vierten Waggon stehn sechs grosse Klaviere.
    Im fünften sind wilde und seltene Tiere:
    Ein Bär, zwei Giraffen und ein Elefant,
    im sechsten, da werden Bananen versandt.
    Im siebten sind eichene Tische und Schränke,
    im achten gar eine Kanone - man denke!
    Im neunten sind Schweine, die fett sind vom Mästen,
    im zehnten nur Koffer und Kisten und Kästen.

    Und dabei gibt´s vierzig solch riesiger Wagen,
    was da alles drin ist, das kann ich nicht sagen!
    Und kämen selbst tausend der stärksten Athleten,
    und schmausten sie jeder wohl tausend Pasteten,
    und würden sie noch so viel Mühe sich geben:
    Sie könnten die Lok mit den Wagen nicht heben!

    Plötzlich - tschuff,
    plötzlich - puff,
    da staunt jeder:
    Roll´n die Räder!

    Erst ging es langsam, schildkrötenlangsam,
    bis die Maschine allmählich in Gang kam.
    Mühselig zieht sie mit Schnaufen und Grollen,
    aber die Räder, die Räder, sie rollen.

    Und nun geht es fort mit Getös und Gebraus
    und rattert und tattert und schnattert und knattert.
    Wohin denn? Wohin denn? Wohin denn? Gradaus!
    Auf Schienen, auf Schienen, auf Brücken, durch Felder,
    durch Berge, durch Tunnel durch Wiesen, ddurch Wälder.

    Die Räder, sie plappern ihr Sprüchlein (ihr wisst es):
    "So ist es, so ist es, so ist es, so ist es!"

    Sie rollen, sie tollen durch Hügel und Tal, als wär die Maschine kein Dampfross aus Stahl,

    als wär sie, als wär sie - potz Schwefel und Pech -
    was Kleines, was Feines, ein Spielzeug aus Blech.
    Warum nur, wieso nur, weshalb nur so flink.
    Wer treibt denn, wer treibt denn, wer treibt denn das Ding?
    Wer macht dies Gestöhn und Geschnauf und Gestampf?
    Der Dampf, liebe Leute, der zischende Dampf!
    Der Dampf aus dem Kessel, (das weiss ja ein jeder)
    der Dampf treibt die Kolben, die Kolben die Räder,
    die Räder, sie treiben die schwere massive,
    die keuchende eiserne Lokomotive.

    Und immer plappern die Räder (ihr wisst es):
    "So ist es, so ist es, so ist es, so ist es!"


    (aus dem Polnischen übersetzt von James Krüss)

    http://www.youtube.com/watch?v=CpI6OnlcIZk

    http://www.youtube.com/watch?v=qxc9WlRpy4U
     
  3. Aurora

    Aurora Mitglied

    Registriert seit:
    14. Juni 2009
    Beiträge:
    416
    Mein absolutes Lieblingsgedicht ist "The Hound of Heaven" von Francis Thompson

    (kenne keine Uebersetzung- hier aber mal der Link falls es sich jemand auf Englisch antun moechte http://http://www.cs.drexel.edu/~gbrandal/Illum_html/hound.html)


    Auch nicht schlecht- esoterisches Gedicht von Robert Gernhardt:

    Gleichnis

    Wie, wenn da einer, und er hielte
    Ein frühgereiftes Kind, das schielte,
    Hoch in den Himmel und er bäte:
    Du hörst jetzt auf den Namen Käthe!
    Wär dieser nicht dem Elch vergleichbar,
    Der tief im Sumpf und unerreichbar
    Nach Gräsern, Halmen, Stauden sucht
    Und dabei still den Tag verflucht,
    An dem er dieser Erde Licht...
    Nein? Nicht vergleichbar? Na dann - nicht.
     
  4. Belle

    Belle Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2008
    Beiträge:
    3.386
    Ort:
    Niflheim
    Das - weils anders ist:

    Mein Hals

    Einmal
    hast du mich gewürgt
    mit deinen Forderungen.
    Da wollte ich dich umbringen.

    Ich habe es nicht getan.
    Nicht einmal mit fortgehen.
    Ich bin geblieben.
    Du auch.

    Inzwischen
    sind deine Fingerabdrücke
    an meinem Hals
    Liebeslieder
    an dich.

    Hans-Jürgen Trabert
     
  5. Alles von Hermann Hesse.....und dann noch

    vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    durch des Frühlings holden, belebenden Blick
     
  6. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
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    Hi MorningSun! :)


    Mein Lieblingsgedicht ist eine Übersetzung aus dem Japanischen.


    Wenn auch die Worte geschrieben sind,
    Nicht pflückt die Blüten,
    Sind lebend Wesen!
    Die Zeichen vermögen nichts
    Wider den Wind!
    Denn der Wind kann nicht lesen!



    Das ist der Prolog in einem Buch von Richard Mason (der auch Suzie Wong geschrieben hat, falls jemand das kennt) und es heißt wie die letzte Zeile!


    Liebe Grüße

    believe :)
     
  7. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

    Hat der alte Hexenmeister
    Sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    Auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort´ und Werke
    Merkt ich und den Brauch,
    Und mit Geistesstärke
    Tu ich Wunder auch.

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Und nun komm, du alter Besen!
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
    Bist schon lange Knecht gewesen:
    Nun erfülle meinen Willen!
    Auf zwei Beinen stehe,
    Oben sei ein Kopf,
    Eile nun und gehe
    Mit dem Wassertopf!

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Seht, er läuft zum Ufer nieder,
    Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
    Und mit Blitzesschnelle wieder
    Ist er hier mit raschem Gusse.
    Schon zum zweiten Male!
    Wie das Becken schwillt!
    Wie sich jede Schale
    Voll mit Wasser füllt!

    Stehe! stehe!
    Denn wir haben
    Deiner Gaben
    Vollgemessen! -
    Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
    Hab ich doch das Wort vergessen!

    Ach, das Wort, worauf am Ende
    Er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Besen!
    Immer neue Güsse
    Bringt er schnell herein,
    Ach! und hundert Flüsse
    Stürzen auf mich ein.

    Nein, nicht länger
    Kann ichs lassen;
    Will ihn fassen.
    Das ist Tücke!
    Ach! nun wird mir immer bänger!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O, du Ausgeburt der Hölle!
    Soll das ganze Haus ersaufen?
    Seh ich über jede Schwelle
    Doch schon Wasserströme laufen.
    Ein verruchter Besen,
    Der nicht hören will!
    Stock, der du gewesen,
    Steh doch wieder still!

    Willst am Ende
    Gar nicht lassen?
    Will dich fassen,
    Will dich halten
    Und das alte Holz behende
    Mit dem scharfen Beile spalten.

    Seht, da kommt er schleppend wieder!
    Wie ich mich nur auf dich werfe,
    Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
    Krachend trifft die glatte Schärfe.
    Wahrlich! brav getroffen!
    Seht, er ist entzwei!
    Und nun kann ich hoffen,
    Und ich atme frei!

    Wehe! wehe!
    Beide Teile
    Stehn in Eile
    Schon als Knechte
    Völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

    Und sie laufen! Naß und nässer.
    Wirds im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! -
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    Werd ich nun nicht los.

    "In die Ecke,
    Besen! Besen!
    Seids gewesen.
    Denn als Geister
    Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
    Erst hervor der alte Meister."

    von Friedrich Schiller Der Zauberlehrling

    Das habe ich einmal komplett auswändig vorgetragen.
    Deshalb ist es mir gut in Erinnerung. Zumal es ja eine sehr schöne Geschichte ist.
     
  8. DadalinSpa

    DadalinSpa Guest

    Dadas Version:

    Der böse Zauberlehrling

    Hat der junge Meisterhexer
    Sich doch einmal herbegeben!
    Doch nun sollen meine Geister
    Auch nach seinem Willen streben.
    Seine Werk' und Worte
    Vergaß ich und den Brauch,
    Und mit Geistesschwäche
    Tu ich Plunder auch.

    Ruhe! ruhe
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Feuer lege
    Und mit schwachen, leeren Rauche
    Zu dem Himmel sich erhebe.

    Und nun geh, du alter Besen!
    Nimm die besten Hüllenlumpen;
    Bist zu kurz ein Knecht gewesen;
    Nun verbrenne wie ein Stumpen!
    Auf zwei Beinen lege,
    Unten sei ein Kopf,
    Schlafe nun und gebe
    Mir dein Feuertopf!

    Ruhe! ruhe
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Feuer lege
    Und mit schwachen, leeren Rauche
    Zu dem Himmel sich erhebe.

    Seht, er steht am Ufer wieder;
    Wahrlich! ist am Brennen wie aus Guße,
    Und mit Blitzesschnelle wieder
    Ist er hier als strömend Flusse.
    Erst zum zweiten Male!
    Wie der Himmel quillt!
    Wie sich jede Wolke
    Voll mit Rauch erfüllt!

    Gehe! Gehe!
    Denn wir haben
    Deiner Gaben
    uns gemessen! -
    Ach, ich merk es! Sehe! Sehe!
    ich hab' bewusst das Wort vergessen!

    Ja, das Wort, worauf am Ende
    Er das wird, was nie gewesen.
    Ach, er steht und bringts zu Ende!
    Verbrenn noch nicht, du alter Besen!
    Immer neue Feuergüsse
    Rauch bringt er ins Heim,
    Ach! und hundert Blitzgeschosse
    Stürzen auf ihn ein.

    Ja, noch länger
    Kann ich's lassen;
    Will ihn kaum fassen.
    Das ist Tücke!
    Oh! nun findet er den Frieden!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O du Schöpfung eines Himmels!
    Lass das ganze Haus sich raufen?
    Seh ich schon an jeder Ecke
    tausend Feuerströme rauchen.
    Ein verruchter Besen,
    Der mir hören will!
    Stock, der du gewesen,
    Steh nie wieder still!

    Willst's am Ende
    Gar doch lassen?
    Wills' nicht fassen,
    Will dich halten
    Und durch neues Holz behende
    Mit dem scharfen Beil erhalten.

    Seht, da steht er kantig wieder!
    Wie ich Stock um Stocke werfe,
    Gleich, o Engel, brennst du wieder;
    Krachend trifft das Holz mit Schärfe.
    Wahrlich! brav getroffen!
    Seht, er brennt zu zweit!
    Und nun kann ich hoffen,
    Und es rauchet frei!

    Lebe! Lebe!
    Beide Teile
    Stehn gelassen
    Schon als Knechte
    Völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr großen Mächte!

    Und sie brennen! heiß und heißer
    Wird's im Saal und auf den Stufen.
    Welch gewitzte Feuerbeißer
    Herr und Meister! Du sollst ruhen! -
    Ach, da geht der Meister!
    Herr, die Angst war groß!
    Die ich rief, die Geister,
    Werd ich dich nun los.

    »In verrecke
    Besen! Besen!
    Du warsts' gewesen.
    Denn deine Geister
    Ruftest du, zu deinem Zwecke,
    Erst durch mich den jungen Meister.
    Ahhh«

    (c) Dadalin Spa
     
  9. ALnei

    ALnei Sehr aktives Mitglied

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