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was ist eine Verhaltenstherapie?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von helllena, 13. August 2014.

  1. helllena

    helllena Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2014
    Beiträge:
    46
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    Hallo Leute

    Ich war zum ersten mal bei einem therapeuten um meine panikattacken in den griff zu bekommen. Er meinte eine verhaltenstherapie ist sinnvoll. Nur jetzt habe ich erst in knapp 4 wochen den nächsten termin. Hat jemand schon damit erfahrung gemacht? Was wird da genau beigebracht? Im internet habe ich gelesen es gibt übungen oder methoden. Kennt sich vielleicht jemand aus?

    Danke
     
  2. helllena

    helllena Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2014
    Beiträge:
    46
    Ich hab schon so einiges im internet gelesen aber kann mir nichts genaues darunter vorstellen. :) ich möchte gerne diese aufgaben oder übungen gerne mal selbst ausprobieren bis zum nächsten arzttermin.
     
  3. terramarter

    terramarter Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Januar 2012
    Beiträge:
    2.512
    Du lernst ein neues Verhalten für die (dann ehemals Panik-)Situation.
    Was möchtest du denn konkret wissen?
    Ein Überblick

     
  4. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    12.709
    Liebe Helena,

    Wie ich es erfahren habe werden die Probleme und Zielstellungen mit dem Therapeuten klar ausgearbeitet.
    Das sind die ersten Schritte.
    Schon ab da habe ich gemerkt das das Ganze nicht so einfach werden wird und letztlich ich so gut wie alle Übungen oder Erkenntnisse selbst machen und erarbeiten muss.
    Der Therapeut ist nur ein Begleiter, er unterstützt in diesem Prozess.
    Du solltest es wirklich wollen, um durchzuhalten, sie erfordert Kraft, Mut zur Veränderung und Ausdauer.

    Und genau das ist eben individuell auf deine Hauptanliegen zugeschnitten.
    Deswegen wird dir niemand sagen können, welche Übungen in deinem speziellen Fall die richtigen sind.

    Es wird aber wohl so aussehen das du dich mit den Situationen die dir Ängste auslösen beschäftigen wirst. Und das macht Angst.

    Mir fallen da so Übungen ein wie :
    wenn jemand Angst vor der Aussenwelt hat und sich nicht mehr so wirklich aus dem Haus traut............zB Übung: jeden Tag allein raus gehen und das täglich steigernd in Zeit und Raum.

    Den Zeitfaktor finde ich das Schwierige an dieser Therapie, weshalb ein großer Anteil es nicht durchhält.
    Es dauert einfach sehr lange.
    Erwarte nicht vom Therapeuten die Lösungen, diese liegen in dir verborgen.

    mein Therapeut sagte mir, aus seiner Erfahrung heraus sind nur 1Drittel derer die das Angehen wirklich bereit was zutun, an sich zu arbeiten,
    das wäre die Grundvorraussetzung für eine erfolgreiche Therapie, das Wollen.
    (Ich denke das kann man wohl mit dem Aufhören von Rauchen und Trinken vergleichen)

    Einige Erfahrungen und Beobachtungen

    Alles Liebe
    flimm und viel Glück
     
  5. Da wird getestet wie man sich in bestimmten Situationen verhält.
    Und wenn man sich zb. etwas nicht traut aus Angst gibt's verschiedene Therapieformen.;)
     
  6. helllena

    helllena Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2014
    Beiträge:
    46
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    Hab danke :) der link den du mitgeschickt hast mit den beispielen war sehr einleuchtend.jetzt kann ich mir mehr darunter vorstellen.
     
  7. helllena

    helllena Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2014
    Beiträge:
    46
    Hi, danke.ja weiss schon dass es nicht von heute auf morgen geht.bin aber taff und will das schon für mich schaffen
     
  8. Immano

    Immano Mitglied

    Registriert seit:
    7. Oktober 2013
    Beiträge:
    85
    Hi helllena!

    Wenn Deine Panikattacken durch bestimmte Situationen ausgelöst werden, dann musst Du Dich in der klassischen Verhaltenstherapie mit genau diesen Situationen absichtlich und bewusst konfrontieren, um den Effekt (also die Angst) von Mal zu Mal abzuschwächen. Damit programmierst Du Dich sozusagen selbst um. Wenn Du zum Beispiel Angst vor Spinnen hast, kann der Therapeut Dir zum Beispiel zum Anfang eine ausgestopfte Vogelspinne mitbringen, die Du dann berühren sollst. Dabei kannst Du Deine Ängste dann ganz bewusst wahrnehmen, während Du Dir gleichzeitig ganz sicher sein kannst, dass keine reale Bedrohung mit Deiner Angst verknüpft ist.

    Kommen die Panikattacken eher spontan und ohne erkennbaren Auslöser, so wie das auch bei mir der Fall war, dann wird der Psychologe mit Dir wahrscheinlich eine "kognitive Verhaltenstherapie" machen. Dabei wird versucht, rein verstandsmäßig und systematisch den Ängsten auf die Schliche zu kommen und die negativen Gedanken, die zu diesen Ängsten führen, durch positive, beruhigende Gedanken zu ersetzen. Das ist ein hartes Training, aber es lohnt sich. Denn Du hast damit ein wirksames Mittel in der Hand, um mit akuten Ängsten umzugehen und Dich ihnen nicht mehr hilflos ausgeliefert zu fühlen. Bei mir hat das jedenfalls funktioniert, hat aber auch die volle von der Krankenkasse erlaubte Zeit von etwas mehr als 2 Jahren gedauert.

    So eine Therapie ist sehr mühsam, da man das Training sehr häufig wiederholen muss, bis das Gehirn "umprogrammiert" ist. Außerdem geht die Therapie nicht sehr in die Tiefe, sondern eignet sich wie gesagt "nur" als Sofortmaßnahme. Die wirkliche Ursache der Ängste liegt meistens tiefer und wird in der Verhaltenstherapie nicht behandelt. Aber sie gibt Dir zumindest das Rüstzeug, damit Dich eine spätere tiefergehende Therapie nicht überfordert und Du in akuten Situationen Deine Ängste regulieren kannst. Du kannst dadurch die Kontrolle über Dein Leben zurückbekommen, und das ist als erster Schritt meiner Meinung nach eine ganz tolle Sache.
     
  9. helllena

    helllena Mitglied

    Registriert seit:
    13. August 2014
    Beiträge:
    46
    Hallo Immano.
    Heisst das, dass kognitive therapie etwas mit gedanken umprogrammieren zu tun hat? Wenn das hilft brauche ich gar nicht mehr die Ursache zu kennen ;)
     
  10. Mipa

    Mipa Sehr aktives Mitglied

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    20. Juli 2012
    Beiträge:
    3.158
    Ort:
    zwischen burgen, klöstern und reben
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    :thumbup:

    So habe ich es auch erlebt.:)


    Es werden negative gedankenmuster aufgedeckt, die sich in deinem denken festgesetzt haben und die du als 'normal', 'selbstverständlich', etc. praktisch schon fast nicht mehr bewusst wahrnimmst, die dich aber als rattenschwanz 'gedacht' plötzlich in eine angstspirale ziehen können, deren initialzündung du nicht wahrgenommen hast. Hier wird bewusstseinsarbeit geleistet.
    Ich konnte das bei mir nach der therapie sehr gut beobachten: Die art, wie ich von mir sprach, welche worte ich benutzte, die art, wie ich mit stress umging. Das waren teilweise scheinbar unbedeutende begriffe, zusammenhänge, die ich herstellte, etc., die sich dann in eine panikattacke auswuchsen.
    Nein, die ursache/n brauchst du als solche nicht zu kennen, denn die therapie setzt an einem früheren punkt an. Es gibt prädispositionen, die allenfalls deine angstbereitschaft erhöht haben, was aber eben nicht bedeuten muss, ihr ausgeliefert zu sein.
    In erster linie geht es um eine symptombekämpfung und der fähigkeit zu erkennen, wann's gedanklich eben 'losgeht'. Hier lernst du anzusetzen.

    Es kann der angst als generalisierte form eine tiefe ursache oder ganz viele zugrunde liegen. Hier ist dann ev. eine andere therapie erforderlich, z.b. eine familienaufstellung, etc.

    Nachtrag: M.e. ist eine solche therapie sehr sinnvoll, denn panikattacken oder eine generalisierte angststörung sind extrem erschöpfend. Es ist so, als ob man sich in einem dauersprint befindet, der einen um die ganze kraft bringt. Hier wird durch die therapie wichtige hilfe geleistet, weil dieses sprintniveau langsam herabgesetzt wird und dadurch energie frei wird, die anders genutzt werden kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. August 2014

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