1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Was genau ist Empathie

Dieses Thema im Forum "Sensitivität und Empathie" wurde erstellt von Inti, 26. November 2015.

  1. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    Werbung:
    Kurz gesagt heißt es ja: Ich kann spüren, wie sich der andere fühlt. Ich nehme den anderen so wahr wie er sich fühlt.

    Ist dies ein Wahrnehmungssinn, der unabhängig von den 5 physischen Sinnen existiert, oder liefern mir die 5 Sinne die Daten, die ich dann umsetze, also interpretiere?

    Ein objektiver Wissenschaftler würde doch sagen, ich nehme mit meinen 5 Sinnen den Gegenüber wahr und interpretiere das. Ich erkenne die Mimik, die Gestik, die Körperspannung, Körperhaltung, Hautfarbe, ob er schwitzt etc. etc. und auch beim zuhören kann ich nicht nur den Inhalt des Gesagten hören, sondern da höre ich auch, ob sich die Tonhöhe verändert, er schneller oder langsamer redet, Dinge betont, ob er stockt etc.etc. und zusammenkommende Wahrnehmungen wie z.B. dass ihm die Tränen bei bestimmten Themen kommen. All das interpretiere ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen und weiß dann dieser Mensch hat Demütigungen erfahren, oder Erniedrigung, Beleidigung etc. etc. Dies widerum löst dann bei mir Reaktionen aus, die denen gleichen, die der andere zeigt.

    Wenn ich das so betrachte würde alle Empathie einfach nur auf einer guten Beobachtungsgabe beruhen plus exakter Interpretationsgabe aufgrund eigener umfangreicher Erlebnisse (hier müsste ich alle Emotionen durch eigene Erfahrung kennen, um sie bei anderen bestimmen zu können). Das würde heißen, dass das alles nur in mir passiert. Ein Argument, das dafür spricht ist z.B. die Tatsache, dass viele Empathen auch so reagieren, wenn sie Szenen aus einem Film anschauen, also gar kein direkter Gegenüber vorhanden ist

    Ich selber neige dazu, anzunehmen, dass ich tatsächlich den Gegenüber wahrnehmen/spüren kann, im esoterischen Rahmen würde man da von "morphogenetischem Feld" sprechen. Aber wie kann man dies erkennen, und vielleicht auch abgrenzen von "nur im mir stattfindenen Zuständen"?

    Wenn ich mich z.B. in Umfelder begebe, die sehr stark emotional aufgeladen sind, wie z.B. in der Fan-Kurve eines Fussballstadions, oder aber im religiösen Rahmen in Taize oder bei einem Voodoo-Ritual. Ganz sicher kann ich mich distanzieren, aber dann gehöre ich nicht mehr dazu - kann ich denn im Geschehen sein, mich identifizieren aber mich außerhalb des emotionalen Strudels befinden? Hier kommt das Thema "Hingabe" dazu, wenn ich mich hingebe, bin ich einfach voll drin und ich schwimme mit, egal wos langgeht. Was gebe ich auf, wenn ich mich hingebe?

    Ich kenne einen Zustand, bei dem ich mich total anderen Menschen verbunden fühle - ich bezeichne das als "die Seele des anderen berühren". Was ist das? Ist das nur ein narzistisches Gefühl von einer Einheit, die nie erreichbar ist? Oder spüre ich da wirklich mit einem innern Sinn den inneren Sinn des Gegenübers? Es fühlt sich genau so an. Manchmal spüren die anderen Menschen das auch, manchmal spüren sie es nicht, oder sind verwirrt. Es passiert auch recht selten, da es etwas Übung und auch ein "Einlassen können" und ein "Einlassen wollen" voraussetzt.

    Was sagt ihr dazu?

    LGInti
     
    Claudya30, Sabsy, Daniela81 und 8 anderen gefällt das.
  2. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2015
    Beiträge:
    3.524
    Ort:
    In der Mitte
    ...dass du Recht hast.

    Man braucht eigene Lernerfahrungen, um empathisch sein zu können. Wenn ich bspw. nicht weiss, wie es sich anfühlt, wenn sich jemand um mich Sorgen macht, verwechsele ich das u.U. mit Wut. Meine Reaktion ist dann allerdings eine ganz andere.
    Ohne eigene Empfindungen - keine Empathie.
     
  3. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    22.042
    Ort:
    VGZ
    Empathie =

    "Die emotionale Einfühlung in das Empfinden eines anderen Menschen"

    Und nun frag dich mal "welche Menschen" sehr oft nicht wollen, dass "Emotionen" sichtbar werden, auch hier im Forum anpreisen, stets "kalt und sachlich" zu kommunizieren.
     
    Glückskeks333 gefällt das.
  4. Chloroplast

    Chloroplast Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    666
    Ort:
    Berlin, in einem Blatt
    Ich denke es ist beides wahr. Wir schaffen mit Erfahrungen die körperlichen Vorraussetzungen für Empathie. Und können dann auch darüber hinaus gehen. Mit dem Lernen über die Sinne legen wir eine Empfangsfähigkeit im Körper an. Und somit kann das Wahrgenommene Ausdruck und Resonanz in uns finden. Ich kann aber auch alles andere empfinden, nicht nur die Gefühlslage anderer Menschen, alles, was in mein Gewahrhsein kommt wird nicht nur z.B. mit den Augen gesehen, sondern auch empfunden. Der Ahorn da drüben fühlt sich anders an als die Platane. Ich kann alles, was ich betrachte gleichzeitig sehr umfassend fühlen, wenn ich mich darauf einlasse. Je mehr desto intensiver.

    Dass ich im Alltag diesen Sinn nicht ständig nutze ist praktisch, aber es ist immer da und könnte sicher auch trainiert werden. Die Erdnussbutter soll ja auf diese Weise entdeckt worden sein. Der Typ hat sich so in die Erdnuss hineingefühlt, dass sie ihm irgendwann diese Idee verraten hat. Ob es stimmt oder nicht, es ist für mich plausibel.
     
    Bukowski und Miramoni gefällt das.
  5. Sadivila

    Sadivila Guest

    Hingabe

    ist das Aufgeben der Kontrolle
    Kontroll - ver - LUST

    für mich als introvertierten Steinbock ein "schwieriges" Thema.
    Ich gebe mich, mir, vor allem in der Malerei hin.

    Vertrauen
    vertrauen in mich Selbst.
    Wenn ich mir selbst nicht vertraue, dann suche ich die Hingabe im Aussen, in der Gruppe, zb. im Fussballstadium.

    Ist es dann Hingabe, oder Abgabe oder beides. Was meint ihr?

    Empathie ist die Fähigkeit die Biographie eines Menschen "auszulesen".
    Ich kann das nicht. Mir steht da meine eigene unbewusste Biographie im Weg.

    Was weisst du von deiner Geburt?
    Was ist deine eigene Biographie?
     
    Hatari, Greenorange und Inti gefällt das.
  6. übermütig

    übermütig Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. August 2015
    Beiträge:
    1.799
    Werbung:
    Ich bin vorsichtig geworden mit dem, was ich als mein "Einfühlungsvermögen" bezeichne. Denn letztendlich habe ich nur meine eigenen Erfahrungen als Referenzrahmen.

    Ich kann letztlich nur mutmaßen, wie ein anderer Mensch sich fühlt und ihm ansonsten ein offenes Ohr geben.
    Ich möchte mich im Zuhören üben.

    Manchmal habe ich gestaunt als mir der andere Mensch seinen Umgang mit der Situation geschildert hat.
    Meine eigene "Betroffenheit" erschien mir im Nachhinein größer.


    Dieses Gefühl kenne ich auch. Ich glaube nicht, dass es narzisstisch ist. Es entsteht oft im wortlosen Zusammensein. Auch mit Menschen, die ich kaum kenne.
     
  7. ralrene

    ralrene Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. Juli 2011
    Beiträge:
    18.557
    Ort:
    Insel Sylt
    Auf der einen Seite ist das wohl richtig.
    Ich kann die Mimik, Stimme, Gestik usw. interpretieren & dann Empathie empfinden.
    Auf der anderen Seite jedoch, empfinde ich Empathie auch am Telefon, also wenn ich mein Gegenüber nicht sehe, sondern nur höre.
    Meine Mutter z.B. braucht sich nur am Telefon zu melden & ich weiß aufgrund ihrer Stimme, wie es ihr geht.
    Manchmal ist es bei mir aber auch so, daß ich keinen direkten Kontakt zu bestimmten Personen (die mir nahe stehen) habe, & trotzdem weiß wie sie sich gerade fühlen.
    Dann bekomme ich einen Impuls, denke gerade an sie & habe ein bestimmtes Gefühl dabei.
    Oftmals hat sich dieses Gefühl bestätigt, wenn ich dann anrief.

    Ich schätze einfach mal, daß es mehrere Arten von Empathie gibt?
     
    Inti, Fee777 und Lincoln gefällt das.
  8. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    22.042
    Ort:
    VGZ
    Ich würd eher sagen, mehrere Interpretationen von Empathie und unterschiedliche Stärken. (Wie stark kann sich ein Wissenschaftler selbst wahrnehmen, wenn er seine Haupttätigkeit mit dem Messgerät "Rationalus" betreibt?)
     
    Inti und Fee777 gefällt das.
  9. Mrs. Jones

    Mrs. Jones Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2015
    Beiträge:
    3.524
    Ort:
    In der Mitte
    Das Deckenlicht war an. Es war grell und viel zu hell. Instinktiv wusste ich, es ist mitten in der Nacht.
    Meine Mutter wandte sich erschöpft ab und schlief direkt ein. Das löste eine unfassbare Trauer aus, die mich lange Zeit verfolgte. Es hat sehr viel gebraucht, diese aufzulösen, aber es hat sich gelohnt. Letztlich half mir das Gespräch mit meiner Mutter darüber.
     
  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.544
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Werbung:
    Ist es nicht so, dass die Empathie in keinem Zusammenhang mit dem Wissen, Erinnern oder Erfahren steht, sondern mit dem unbewussten Wahrnehmen und Mitfühlen? Etwas, das sich also außerhalb unseres Wollens abspielt?

    Merlin
     
    Hatari, Fee777 und Anevay gefällt das.
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen