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Was für einen Kartenstapel hast du?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Zeitipower, 5. September 2005.

  1. Zeitipower

    Zeitipower Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    Vor kurzem sass ich wieder mal vor dem meistbenützten PC in unserer WG und spielte versonnen eine Runde Solitär. Natürlich bin ich nicht so ein typischer Alltagszocker der in den „einfachen Modi“ spielt, nein, für mich muss es schon die Vegas Variante sein. Ich liebe es wenn das Spiel irgendwann auch mal ein klar gesetztes Ende hat, und ich entweder gewonnen oder verloren habe. + oder - , top oder flop, die Gegensätzlichkeit der beiden Extreme, und die Rolle des Akteurs in der Mitte, der die Aufgabe hat die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten optimal zu nutzen, das alles hat natürlich schon seinen eigenen Reiz. Und da geschah es, dass ich obwohl ich gar kein so übles Blatt gezogen hatte und mich der virtuelle Kartengeber mit spitzenmässigen Karten versorgte, ich es trotzdem nicht zuwege gebracht habe, die optimale Vorlage auch optimal umzusetzen. Obwohl also die Umstände günstig und die Möglichkeiten heftig gewesen sind, kam am Ende des Spiels ein fettes Minus für mich raus.

    Wenn du diesen Beitrag liest, siehst du vielleicht schon die Parallelen zwischen dem Ablauf des Spiels und unserem Leben. Es ist doch so, du wirst geboren, du lebst, du hast theoretisch einen Haufen gute und einen Haufen schlechte Voraussetzungen die du mitbringst, aber so sehr du dich auch anstrengst, irgendwie fehlt was. Verschiedene geistgewirkte Strömungen haben eben dieses Faktum aufgegriffen und versucht dem Phänomen einen Namen zu geben. Die einen sprechen von Kismet als einer Art vorherbestimmten Schicksal dem der Mensch mehr oder weniger hilflos gegenübersteht, die anderen Reden davon dass letztlich jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, aber eine dritte Möglichkeit wie du aus einer Gesamtsituation die ein fettes Minus als Vorzeichen hat, noch ein fettes Plus machen kannst, möchte ich dir heute aufzeigen. Genau genommen geht’s mir nicht um eine besondere Strategie, eine psychische Grundeinstellung des positiven Denkens oder dergleichen, sondern um eine konkrete Person, die sozusagen das grösste Plus in der Geschichte der Menschheit gewirkt hat. Genau, du weißt schon wen ich meine oder? Die Rede ist von Jesus.

    Gott hat in ihm alle Fehler, alle schlechten Karten die du vielleicht mitbekommen hast, auf sich genommen, und ER bietet dir die Möglichkeit an deinen Kartenstapel neu zu mischen, sodass du irgendwie immer die Chance hast aus dem Spiel deines Lebens am Ende nicht als Looser, sondern als Gewinner auszusteigen. Ok in unserem Leben ist nicht alles Eitel, Wonne, Sonnenschein, dass ist klar. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“ schreibt Luther dazu. Vielleicht verunsichert dich was ich hier schreibe, oder du denkst, du möchtest dir über das Thema keine Gedanken machen…. Dann stell dir doch die einfache Frage: Was geschähe wenn heute abend dein Leben zu Ende ginge? Hättest du die Ziele deines Lebens erreicht? Wäre das Vorzeichen deines Lebens ein plus oder ein minus? Lass dich nicht täuschen, mit deinem Leben ist es im Grunde so wie in einer harmlosen Solitärpartie, wenn du das letzte Blatt gezogen, die letzte Karte verschoben hast, sind deine Handlungsmöglichkeiten verbraucht. Und deinen Punktestand nimmst du mit, soviel ist sicher.

    Die Bibel lehrt uns, dass wir Menschen aus eigener Kraft heraus niemals einen positiven Punktestand erreichen können. Irgendwo liegen wir in unserem Leben immer daneben, sei es der negative Gedanke gegenüber den Schreibern solcher Beiträge den du immer wieder bekommst, das eine Mal als du deinen Nachbarn angeschrien hast weil du nicht gut drauf warst, oder die Episode deines Lebens in der du dich in okkulte Praktiken verstrickt hast….. Paulus, ein krasser Diener Gottes, schrieb dazu, indem er Stellen aus dem Alten Testament zitierte: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner der Verständig ist; da ist keiner der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner der Gutes tut, da ist auch nicht einer.“ (Römer 3,10b-12)

    Eine ziemlich bedrückende Situation oder? Obwohl der Geist Gottes immer noch in dir wohnt, ist deine Ebenbildlichkeit Gottes von negativen Dingen überdeckt.

    Die Bibel lehrt auch, dass es einen konkreten Grund für die ganze Misere in der wir stecken gibt. Es gibt eine geistliche Macht, die beinahe alles tut um uns von Gott zu trennen. Und diese geistliche Macht hat das ersten Menschen dazu verführt, so sein zu wollen wie Gott. Und dies obwohl er doch schon die gottesebenbildliche Herrlichkeit innehatte, obwohl er ein vollkommenes Wesen gewesen sein dürfte, ist es dieser anderen geistlichen Macht gelungen, ihn zu verführen….. Seither müssen wir alle mit dieser Trennung von Gott leben, ja, unser wesen schreit geradezu danach uns an uns selbst zu ergötzen und unseren Blick von Gott abzuwenden…… So sind wir Menschen eben immer schnelle damit schlechtes zu tun, als gutes. Es fällt uns in unserem Momentanen Zustand einfacher zu zerstören als konstruktiv zu erbauen, etc. Auch wieder eine ziemlich heftige Situation, oder?

    Was kann man da machen? Zum Glück zeigt uns Gott in seinem Wort auch einen Ausweg aus dieser Situation der Verlorenheit und Gotttvergessenheit auf:

    „Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist, und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben – denn bis zum Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist. Aber der Tod herrschte von Adam bis aus Mose selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Bild des Zukünftigen ist.

    Mit der Übertretung aber, ist es nicht so wie mit der Gnadengabe. Denn wenn durch des Einen Übertretung die vielen gestorben sind, so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des einen Menschen Jesus Christus gegen die vielen Überreich geworden.

    Und mit der Gabe ist es nicht so, wie (es) durch den einen (kam), der sündigte. Denn das Urteil (führte) von einem zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit.

    Denn wenn durch die Übertetung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen; Jesus Christus.“ (Römer 5,15-17)

    Der erste Mensch von dem wir oben bereits gesprochen haben, wird im 1. Buch Mose als „adam“ bezeichnet, was zugleich das hebräische Wort für „Mensch“ ist. In diesem Namen klingt ein weiteres biblisches Bild für die Erschaffung des Menschen mit an, denn das hebräische Wort „adamah“ bedeutet Erdboden. So wie der Leib des Menschen, von irdischen Elementen erschaffen wurde, wird unser Leib auch zu irdischen Elementen zurückkehren, der Geist Gottes aber, der in des Menschen Brust wohnt, wird zu Gott, der ihn gegeben hat, zurückkehren. Vergiss nicht: Deinen Punktstand nimmst du mit. Im Grunde ist es mit unserem geistlichen Punktestand aber nicht so, dass wir durch viele gute Taten alles was wir vergeigt haben wieder aufwiegen könnten. Das verlangt Gott auch gar nicht. Wenn deine Lebensgleichung etwa so aussehen würde: +1000 – 3000 = - 2000 möchte Gott dir die Möglichkeit bieten, dass er in deine Gleichung eingreift. Die Botschaft die ich euch da verkünde ist also, auch wenn du gerade jetzt in deinem Leben das Gefühl hast das absolut gar nichts mehr geht, dann lass Gott deine Rechnung umgestalten. Gott sagt: du hast zwar ein negatives Ergebnis, aber ich will, dass es trotzdem positiv ist. Ich will dein – in ein + verwandeln. Ich schenke dir alles was dazu nötig ist, dass du so weit wie du jetzt im Negativen Bereich bist, vor mir in der Ewigkeit im positiven Bereich sein kannst. Alles was du tun musst um dieses Geschenk anzunehmen, ist, es auch auszupacken.

    „Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung die in Christus Jesus ist.“ (Römer 3,22-24)

    Und wenn du gerade jetzt diese Einladung Gottes annehmen möchtest, wenn gerade jetzt Gottes Geist in dein Herz spricht und dir sagt: "Es klingt unglaublich, aber es ist die Wahrheit", dann lade ich dich dazu ein, im Gebet an Jesus alles abzulegen was dich bisher von Gott getrennt hat. Egal was geschehen ist, was du erlebt hast, was dir angetan wurde: Gott liebt DICH! Darum komm auch du in die Gemeinschaft mit Gott, nimm sein Angebot an. Mein Gebet ist, das Gott dir seinen Segen schenken wird, dass er auch dir, so wie er es mir und Millionen anderer Christen zu allen Zeiten und an allen Orten der Welt geschenkt hat, ein neues Leben, durch seinen Heiligen Geist schenken wird.

    Gott möchte dir das alles schenken, einen Segen der so überreich ist, dass alle menschlichen Worte nicht ausreichen würden ihn zu beschreiben. Aber du triffst die Entscheidung. Du kannst genau jetzt zu Gott sagen: „Ja, Vater, ich komme zu dir.“ Wir sehn uns in der Ewigkeit

    Gottes Segen,
    Markus
     
  2. Ilsa S.

    Ilsa S. Mitglied

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    hallo Zeitipower,

    ich habe schon öfters davon gehört, daß man sein Leben Jesus übergeben soll, aber was heißt das genau? Soll ich wirklich sagen, Christus, komm in mein Leben, ich möchte mit dir leben?
    Ich denke, ganz so einfach ist es nicht, ich denke, daß jeder seinen Weg findet und ihn einfach gehen muß, wenn wir abschweifen ist es unsere Schuld und es ist schwer, wieder zurück zu kommen. Je weiter wir getrennt sind von Gott desto schwerer ist es, umzukehren, diese Erfahrung hab ich gemacht. Oder gibt es da etwas, was einem hilft, schneller wieder umkehren zu können?
    Ich glaube, wenn man ein Problem an Gott oder das Universum abgibt, so läßt man los und es geht einem besser, es wird einem geholfen. Ich glaube, diese Methode ist dieselbe wie die von Bärbel Mohr, die sie in dem Buch "Bestellungen beim Universum" beschreibt. Hier geht es auch darum, Wünsche loszulassen wodurch sie einem wieder zufliegen.
    Aber ich kann ja erst etwas loslassen wenn ich es akzeptiert habe oder wenn ich mich meinem Schicksal füge oder wenn ich um Hilfe bitte und vertraue, daß mir geholfen wird. Aber alle drei Methoden finde ich oft ungemein schwierig.
    Nehmen wir an, ich bin in einer Situation, in der ich weiß, ich muß kämpfen, aber wenn ich immer zu faul bin um mein Bestes zu geben, weil ich kraftlos bin und auch vom Weg ab gek. bin und ich weiß, daß ich erst dann mehr Kraft habe wenn das Problem gelöst ist, dann, wenn ich in einer Phase bin in der ich nicht bereit bin mein Bestes zu geben (war ich schon mal, hatte aber nicht den Mut für den nächsten Schritt und bin wieder abgeschweift weil ich nicht mehr durchhalten konnte), obwohl ich es gerne möchte, dann gelingt es mir nicht um Hilfe zu bitten. Weil ich mich schäme und weiß, ich muß mehr tun. Das Vertrauen zu Gott ist also kleiner geworden, es hilft mir nicht mehr. Ich kann ja nur vertrauen wenn ich ein volles Herz habe, mir als o Mühe gebe. Was mache ich in so einer Situation? Wenn ich weder meine Lage annehmen kann (weil sie nicht auf Dauer ok ist und sehr schmerzhaft), noch mich ihr fügen, sie also als Pflichtgefühl anzunehmen noch Vertrauen und beten kann, dann bin ich schon arm dran. Ich habe mich meiner Lage sogar mal kurzfristig gefügt aber es hat auch nicht geholfen, weil ich selber da raus wollte. Aus Ehrgeiz und Pflichtgefühl und weil ich spüre, daß es so richtig ist. Trotzdem gelingt es mir alleine nicht sofort, da raus zu kommen.
    Was kann man denn in so ner Lage tun? Ich denke, da hilft doch nur, sich von sich aus wieder Gott zu nähern, wenn dieses sich nähern aber so viel Kraf kostet daß ich nicht immer durchhalten will oder kann? Hilft es da auch, sein Leben Christus zu übergeben, indem man sagt daß man es möchte? Ich habe das schon mal gesagt, weil die evang. gläubigen sagen, man soll es und ich bin zwar nicht evang. aber christlich und glaube im großen an die Bibel, in der das steht (oder ist es nur so gedeutet?)
    Kannst du dazu etwas sagen? Vielleicht hilft mir auch die Einsicht, daß ich es zwar im Prinzip alleine schaffen kann, aber praktisch doch nicht mehr. Dann habe ich ja doch mein Bestes -naja- gegeben und kann wieder bitten. Oder ich öffne trotz allem mal mein Herz ohne Anstrengung.
    Irgendwie ist da auch das Gefühl, daß jeder im Innern spürt, was zu tun ist. Egal ob er Christus mit Namen in sein Leben gerufen hat oder nicht. Trotzdem muß man auch mal suchen, fragen und überlegen.
    Ich denke, es ist schon wichtig, immer sein Bestes zu geben, nur das ist manchmal bes. schwer. Ich bin auch deshalb nicht bereit, mein Problem abzugeben, weil ich den Ehrgeiz und das Pflichtgefühl habe, da alleine wieder raus zu kommen. Aber auch weil ich Gott nicht vertraue, daß es einen andren Weg gibt, weil ich keinen anderen sehe. Das ist der vierte Punkt. Wie komme ich da wieder raus? Vielleicht um die nötige Stärke bitten, wenn ich einsehe, daß ich Hilfe brauche?

    Viele Grüße

    Ilsa S.

    "Wer weniger gibt als sich selbst gibt nicht genug" aus die Antwort der Engel
     
  3. Zeitipower

    Zeitipower Neues Mitglied

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    Hey Ilsa,
    erstmal ein herzliches dankeschön für deinen ehrlichen beitrag. Ich hatte schon befürchtet dass nur so rückmeldungen wie "wie kannst du uns jetzt blos was von jesus erzählen" kommen würden, aber du fragst ehrlich in deinem herzen was du tun kannst und, soweit ich dich verstanden habe, ob und wie es die möglichkeit gibt, Gottes Segen in deiner Situation freizusetzen und dir soz. himmlischen Beistand zukommen zu lassen.

    Mir scheinen da 2 grosse Problemzonen wesentlich. Zum einen ist es mE so, dass wir Menschen nur über ein ausgesprochen begrenztes Mass an Kraft und Geist verfügen. Es gibt zwar diese riesige Kraftquelle in uns, aber es gibt 100erte und 1000te Probleme in unserem Alltag die alle an unserer Energie zehren. Es gibt aber auch die Möglichkeit dass wir uns unser Kraftreservoir von der Kraftquelle Gottes, dem Heiligen Geist, wieder auffüllen lassen können. Die eröffnet sich, soweit ich es erlebt habe und immer wieder erlebe, in erster Linie durch die persönliche Beziehung zu Jesus. Da ist wahrscheinlich die frage was genau das bedeutet, mir würd das wenn ich es so lese und ich nicht genau wüsste was ich meine eher nix sagen :) Also ich versuch das mal so gut ich kann zu erklären.

    A)Wir Menschen werden gegenwärtig in einem Zustand geboren, in dem wir von Gott getrennt sind. Das hat zur Folge dass wir zeit unseres lebens entweder in die Beziehung zu Gott, für die wir von Gott erschaffen wurden, zurückkehren können, oder dass wir getrennt von Gott am eigentlichen Ziel unseres Lebens vorbeigehen. Nun ist es nicht so, dass Gott sich einfach lässig in seinen Sessel zurücklehnt und einfach beobachtet wer sich irgendwie für ihn interessiert, sondern Gott spricht aktiv die Einladung aus, dass wir zu ihm zurückkehren können, dass er ein offenes Ohr für unsere Anliegen und Probleme hat und wir ihm nicht egal sind, sondern ihm enorm viel an uns liegt. Die Bibel lehrt, dass Gott Liebe ist. Er ist aber nicht ausschlieslich die Liebe, sondern sein Wesen geht auch farüber hinaus. Er hat sich im Laufe der Heilsgeschichte immer wieder als konkrete Person mit einer konkreten Persönlichkeit zu erkennen gegeben, was eingang in das kollektive wissen der Menscheit gefunden hat. Der Glaube als unspezifische Charaktereigenschaft des Menschen gilt auch in der Theologie als anthropologische Grundkonstante, d.h.: als eine Eigenschaft die zum Menschsein an sich immer schon wesentlich dazu gehört. Aber nur weil ich an irgendetwas glaube, muss dieser Glaube nicht zwangsläufig der freimachende, heilschaffende Glaube sein, der mir die Beziehung zu Jesus (wiederrum als ganz konkreter Person) eröffnet. Es wäre zum Beispiel auch denkbar, dass ich mich in eine Art Aberglaube verirren könnte, der mich nicht frei macht, sondern mich eher bedrückt und so als menschliches wesen unterdrückt. Die Bibel würde das als "Götzendienst" bezeichnen, ein Begriff der eben einen Aberglauben bezeichnet, der die Menschen von Gott trennt und sie dazu verführt ihre Hoffnung auf Dinge zu lenken, die ihnen aber nicht helfen können. Und deshlab treten die Apostel in der APostelgeschichte auch gegen diese Kulte auf; nicht weil sie so böse fundamentalisten sind, sondern weil sie im wesentlichen aussagen: "Gott liebt euch, und er möchte dass euch wirklich geholfen wird, ja, er selbst möchte euch helfen. Aber die statuen und bilder die ihr da verehrt, können das einfach nicht..."

    Als Gott sich Mose erstmals mit seinem Namen vorgestellt hat, da stellte er sich als der "ich bin da" vor. (manche übersetzer schriebenb hier auch: "der ich bin" oder "der ich werde sein", das liegt daran dass man den gottesnamen der in sich mehrere hebräische zeitstufen beinhält nicht 1:1 ins deutsche überrtagen kann. die ursprachliche bedeutung zielt aber auf die anwesenheit gottes zu allen zeiten: Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft) Er sagt also: "Wo immer du bist, ich bin da. Ich war bei dir als du deine ersten Schritte getan hast, und ich war bei dir als du im Leibe deiner Mutter langsam herangewachsen bist. Ich bin bei dir, in der stunde deiner grössten Freude und ich werde bei dir sein, in der stunde deiner grössten not. Denn ich bin da. Du kannst jederzeit zu mir rufen und ich werde die worte deinse herzens nicht verschmähen. Ich höre was du zu mir sagst und werde antworten, so wie du ganz persönlich einer antwort bedarfst."

    Gott steht dabei zu seinen Verheissungen, und er hat uns auch in der Heiligen Schrift zu erkennen gegeben, welche gebete er von uns haben möcte und welche nicht. Gott ist nicht nur Liebe, sondern auch Wahrheit. Und deshalb möchte er auch, dass wir in unseren Gebetn ehrlich sind. Jesus sagt dazu: "Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihn in Geist und Wahrheit anbeten." (Johannes 4,23-24) Das heisst ja, Gott sucht ganz bewusst nach Leuten die ehrlich zu ihm sind. Gott möchte nicht dass wir ihm irgendwelche frommen Floskeln hinwerfen, sondern dass wir ganz offen zu ihm sagen: "Da und da hab ich voll die probleme und komm allein nicht weiter. Ich hab zwar noch nicht oft gebetet, aber hier und jetzt Gott wende ich mich mit dieser sache an dich......"

    B)Das Übergabegebet ist, um den vorhergehenden Gedanken gleich aufzugreifen, in dieser Hinsicht eine Einladung an Jesus in dein Herz zu kommen. Das heisst es ist keine magische Formel die man spricht und -schwups- ist alles besser, sondern setzt die bewusste Entscheidung für Gott voraus. (Ich schreib das weil ich den Eindruck habe das es in einigen Gemeinden zu einem rituellen brauch geworden ist, was es aber nicht sein sollte ;) ) Und in der Lehre der Bibel gibt es zwei Dinge die aufeinander aufbauen, das sind einerseits die bewusste Umkehr zu Gott und andererseits die Wiedergeburt durch den Heiligen Geist. Die Wiedergeburt im Sinne Gottes vollzieht sich dabei nicht in irgendeinem anderen Leben, sondern schon jetzt in deinem gegenwärtigen Leben. Als ich noch kein Christ gewesen bin hätte ich mir wohl gedacht: "Hä, was erzählen diese Typen denn da für stranges zeug von einer wiedergeburt in meinem jetzigen leben? nur weil sie irgendwelche ethischen wertmasstäbe haben...." Und so ähnlich dachte auch Nikodemus, dessen Gespräch mit Jesus uns diese Begebenheiten auf der geistlichen Ebene erklären. Jesus sagte daraufhin zu Nikodemus: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist. Wundere dich nicth dass ich dir sage: IHR müsst von neuem geboren werden." (Johannes 3,5b-7) Dabei gebraucht Jesus einige für die damalige Kultur typische Redewendungen, die uns teilweise nicht mehr so zugänglich sind. Das der eigentlichen Aussage vorangehende "Wahrlich, Wahrlich" ist eine Redefigur der Repetition, d.h.: wiederholung, und bedeutet in etwa soviel wie: "es ist ganz bestimmt die wahrheit". Das heists Jesus stellt hier einmal fest, dass er sich die aussage nicht irgendwie zusammenüberlegt hat, sondern dass es ganz gewiss eine Tatsache ist, was er hier sagen möchte. Paulus führt diesen Gedanken dann weiter aus und erklärt, dass s ein unterschied ist ob ich als Mensch dem Fleisch untertan bin, oder ob ich durch den Geist Gottes erkannt habe, dass mein Leben viel mehr ist als nur das Überleben meines Körpers.

    Die Redewendung aus Wasser und Geist bezieht Jesus auf den heiligen Geist um zu erklären, dass er nicht von einer Fleischlichen Angelegenheit redet, sondern von einer anderen Ebene: der Geistlichen. Das heisst gemäss dem biblischen bericht ist klar, dass wir Menschen solange wir leben sowohl als körperliche Lebewesen mit einzigartiger Würde leben, als auch als lebendige Seelen, die einen Geist wie den Geist Gottes in sich tragen. Und eben auf dieser Ebene möchte Gott uns nochmal die Möglichkeit anbieten uns durch seinen Heiligen Geist eine ganz neue Art der Freue und des Lebens an sich "einzuschenken". Unser Herz ist dabei so eine Art für alles offenes Gefäss. Was wir von aussen in unser Herz einfliessen lassen, wird auch unser Leben bestimmen. Und das können dann entweder Zweifel, Ängste, depressionen und dergleichen sein, oder positive dinge. Gottes Geist ist dabei klar positiv und geht über die positiven dinge die wir selbst bewerkstellingen könnten noch einmal weit hinaus.

    Man könnte den Satz von Jesus in etwa frei so wiedergeben: "Wer durch den Körper lebt, ist als Kind dieser Welt geboren. Wer sich aber bewusst für Gott entschieden hat, der wird durch seine entscheidung wirklich als Kind Gottes wiedergeboren - Er wird ein anderer Mensch, aber in positiver Art und Weise".

    So nun ist es etwas länger geworden, aber ich hab versucht die so gut als möglich zu antworten. Als resümee würd ich daher sagen: Wo du das Gefühl hast dass du mit deiner eigenen Kraft in deiner Situation nicht mehr weiterkommst, kannst du mit all deinen Zweifeln und Gedanken vor Gott kommen. Du kannst ihm ganz ehrlich alles hinwerfen was dich bedrückt und um seine Hilfe bitten. Ich bin der Überzeugung dass Gott weis was das Beste für dich in deiner Situation ist, und er wird dir Hilfe zukommen lassen. Wenn du dich dazu entschliessen möchtest, dein Leben an Jesus zu übergeben, weil du Gott vertauen schenken möchtest, wird Gott dich mit offenen Armen willkommen heissen und du wirst eine Menge Segen und Liebe, persönliches Wachstum in deinem Leben erfahren.

    Und wenn du möchtest bet ich auch gerne für dich :)

    Gottes Segen,
    Markus
     
  4. Ilsa S.

    Ilsa S. Mitglied

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    hallo Zeitipower,

    vielen Dank für deine Antwort. Ich finde auch gut, daß du den Mut hast von Jesus und dem was wirklich wichtig ist zu erzählen. Andere haben es schon getan und es fing bald ein Streit an. Ich denke, daß man die Bibel und auch die Auslegung der Bibel nicht so wörtlich nehmen darf. Es ist schon gut zu wissen, daß man nicht sagen muß "Jesus komm in mein Leben" usw., sondern daß es keine einmalige Sache ist und daß ein Gebet schon eine Hinwendung an Gott ist. Jeder sollte doch die Möglichkeit haben, zu Gott zu kommen, auch wenn er nicht die Bibel kennt und nie was von Jesus mitbekommen hat. In einer evang. Teestube hieß es immer, man müsse sich einmal hinsetzen und sein Leben Jesus übergeben und dann würde man das Schlechte auch nicht mehr so wollen und sei vor der Hölle gerettet.
    Ich denke und habe es auch so erlebt, daß man einfach seinen Weg zu Gott findet mitten im Leben- obwohl ich eben auch die Menschen in der Teestube getroffen habe. Oder muß man die Bibel lesen um ein christlicher Mensch zu sein? Ich glaube auch, man muß Gott immer wieder in sein Leben einladen, es ist keine einmalige Sache. Gott mag doch keine Faulheit, man kann immer abschweifen und muß immer wieder umkehren.
    Das ist dann wahrscheinlich die Wiedergeburt, von der gesprochen wird. Sie findet nicht durch eine einmalige Bitte und Umkehr statt sondern dadurch indem man sich der Liebe öffnet, wie du ja auch geschrieben hast. Liebe ist ja Positivität. Es gibt auch sehr christlich lebende Leute die nicht mal an Gott glauben. Aber diese Menschen haben vielleicht doch ein gew. Vertrauen in sich, daß sie aus einer schwierigen Situation wieder raus finden.
    Und das mit der Hölle sehe ich auch anders. Ich glaube nicht, daß eine einmalige Bekehrung zu Gott notwendig ist und dann ist man gerettet, egal was man getan hat, hauptsache man hat Jesus gekannt.
    Die Hölle schafft man sich selbst im Leben, indem man sich von der Liebe abwendet und indem man nach dem Tod auf seine nichtgewollten Taten schaut und auch die Lebensweise bestimmt mit, wie es mir nach dem Tod geht. Besser oder schlechter, aber es gibt nicht nur entweder Himmel oder die absolute Finsternis. Es ist gut, wenn es auch Christen gibt, die den gewöhnlichen evangelischen Glauben nicht ganz wörtlich nehmen. Auch Toleranz ist wichtig und die Leute in der Teestube waren sehr von ihrer Meinung, also von dem herk. Glauben überzeugt, daß sie eine Abweichung davon nicht annahmen.
    Zum Glück kann ich manchmal noch um Hilfe bitten und sie kommt auch, gestern konnte ich es wieder weil ich eingesehen habe, daß ich Hilfe brauche, und es kam Hilfe, nur die Zähigkeit sie zu ergreifen muß ich selber aufwenden. Ich glaube, mir hilft es auch, öfters an Christus zu denken, das schafft in mir ein Stück Vertrauen und ich kann mein Herz mehr öffnen. Trotzdem finde ich es schwer, sehr schwer, stark zu sein, wenn man das Gefühl hat, daß man absinkt. Aber eine Umkehr und Besserung ist immer möglich.
    Die Beziehung zu Gott ist denke ich im Alltag vorhanden, dann, wenn ich voller Liebe und Mitgefühl bin. Und wenn ich z. B. bete und sehe daß Hilfe kommt.
    Bei den Politikern herrscht nicht immer ein christlicher Umgang, aber ich will auch nicht urteilen. Angeblich hat jedes Land die Politiker, die es verdient. So müssen wir uns erstmal ändern wenn sich an der Spitze was bessern soll.
    Manchmal habe ich doch daran gezweifelt, ob ich die Auslegung der Bibel nicht wörtlicher nehmen soll. Gut zu wissen wenn ich schon meinen Weg gefunden habe. Auf sein Herz zu vertrauen ist schon mal wichtig. Nicht nur weil wie ich gehört habe, daß etwa 40% der Bibel gefälscht ist.

    Viele Grüße

    Ilsa S.
     
  5. Zeitipower

    Zeitipower Neues Mitglied

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    hey ilsa,
    freut mich wieder von dir zu lesen :)
    hm also ich nehme die bibel und ihre Lehre schon sehr genau und sehr ernst :) Manche würden sagen ich verstehe sie "wörtlich", was de facto richtig ist, wenn es so verstanden wird, dass ich daran glaube was die Bibel überliefert. Natürlich gibt es aber einen Unterschied zwischen einer wörtlich zu verstehenden Lehraussage der Bibel und etwa einem prophetischen Bild, das dazu gebraucht wird uns eine Wahrheit der geistlichen Ebene zu verdeutlichen. Ich glaube dass die Bibel uns ganz gewisse die Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen und Gottes Willen für uns schildert und erklärt. Gott gibt uns durch die Worte der Bibel einen Einblick in Dinge die noch geschehen werden. So ist es eine Fundamentale Wahrheit, dass unser Leben irgendwann einmal sein Ende finden wird und wir vor Gott stehen werden. Eine weitere fundamentale Wahrheit über unser Leben ist auch, dass in unserer Brust eine Seele wohnt, die entweder in Gemeinschaft mit Gott leben kann, oder fern von Gott in der Verlorenheit.

    Ja, an irgendeiner Stelle im Leben, muss ich, wenn ich Gottes Angebot ein ewiges Leben (ein ausdruck der auch ein Leben in Fülle meint) zu bekommen annehmen möchte, wirklich eine bewusste Entscheidung für Gott treffen. Ein Lebensübergabegebet kann ein deutlicher Ausdruck dessen sein, aber es kann mir die Entscheidung nicht ersetzen. Der dahinter stehende theologische Grundgedanke ist, dass ich mein Leben das ich fern von Gott geführt habe, in Gottes Hände geben möchte. Daher ist es auch druchaus eine gute praxis, dass ich wenn ich das Gefühl habe wieder ferner von Gott zu sein, mein èbergabegebet wiederhole und ganz bewusst einen neuen Input Gottes scuhe. Die Wiedergeburt von der ich gesprochen habe ist dann natürlich auch mit der Erneuerung des Sinnes verbunden, von der die Geschwister in der Teestube gesprochen haben. Dann gibt es auch einen Unterschied zwischen Gottes punktuellem Heilshandeln am Menschen und Gottes fortdauerndem Heilshandeln am Menschen. So wollte ich an einer Stelle meines Lebens einfach nicht mehr "nur auf party" in irgendwelchen verrauchten lokalen herumhängen, sondern ich wollte stattdessen lieber gemeinsam mit anderen Christen Gott erleben. Das war ein punktuelles ereignis, das aber seine auswirkung in die zukunft überträgt. Eine Spontanheilung nach einem Gebet wäre auch so ein punktuelles event. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Lernprozesse, durch die gott uns führen möchte, was aber die bewusste beziehung zu gott bereits vorraussetzt. wenn ich zb einzelne dinge nicht verstehe, kann ich darauf vertrauen dass sie mir vom Heiligen Geist aufgeschlüsselt werden, und Gott mir ein Wort der Wahrheit, oder der Erkenntnis schenkt.

    Gott hat im Laufe der biblisch bezeugten Heilsgeschichte klar erklärt, dass er Gemeisnchaft mit uns haben möchte. Diese Gemeinschaft mit Gott zeigt sich dann auch sehr deutlich an der Lebensführung eines Christen. Jesus sagt ja: "Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reissende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch (kann) ein fauler Baum gute Früchte bringen. Jeder Baum der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." (Matthäus 7,15-20)

    Im selben Kapitel schildert uns Matthäus, dass auch nicht jeder der "Herr, Herr" ruft, wirklich ins Reich der Himmel hineinkommen wird, sondern nur die, welche den Willen Gottes tun. Jesus wendet sich also sehr direkt gegen eine falsche Frömmigkeit und gegen leute die, wie etwa die Anhänger der inquisition (ok das ist ein drastisches beispiel) es getan haben, ihren eigenen willen tun, aber vom willen gottes nichts wissen. Diese Verheissung Jesu ist nun nicht nur endzeitlich zu verstehen, sondern auch ganz gegenwärtig. Denn das Reich Gottes bricht immer schon mitten unter uns an. Es ist eine grösse, die schon jetzt wirklichkeit wird. In der Gemeinschaft von Menschen, die im Namen Jesu zusammengekommen sind und deren Herzen wirklich bei gott sind, geschehen auch heute noch grosse Zeichen und Wunder. Da werden Kranke geheilt, Ausgestossene finden eine neue Heimat, Menschen investieren ihr Leben in andere Menschen und die Worte der Bibel werden lebendig.

    Man hört auch öfter, das grosse Teile der Bibel gefälscht oder "nicht im urtext" enthalten sein sollen. Das halte ich für so nicht korrekt, denn diese ansichten entstehen meistens bedingt durch 2 Faktoren. Einerseits ist es korrekt dass das kanon der bibel in der katholischen Kirche nicht 1:1 dem Kanon der Bibel ind er evangelsichen Kirche entspricht. Dies deshalb, da der katholische Kanon selbst verschiedene Bücher die eigentlich nicht zum überlieferungsgut des hebräischen Alten Testaments (auch bekannt als TaNaK, ein Kunstwort das für ToRa, NeTuBIim WeKeTuBIim = Gesetzt, Propheten und Schriften; steht) gehören, aber auch in der Meinung Luthers und einiger Kirchenväter nützlich zu lesen seien. Luther selbst hat aber bewusst darauf verzichtet diese Schriften selbst der Heiligen Schrift zuzuzählen, und bezeichnete sie als Apokryphen. Wenn du also auf einer Lutherbibel den Untertitel "mit Apokryphen" findest, bedeutet dies, das eben diese Schriften trotzdem gemeinsam mit den biblischen Texten in einem Band gedruckt wurden. Mitunter wird in Einleitungserklärungen der einzelnen Bücher aber noch einmal bewusst auf deren Stellung als "Apokryphen" hingewiesen. Paradebeispiel für apokryphe Schriften des evangelischen Sprachgebrauchs wären etwa das 1. und 2. Makkabäerbuch und das Buch Tobit.

    Ein weiterer Faktor, der die entstehung der "bibelfälschungsmythen" bedingt, ist auch die teilweise unverstandene tatsache, dass jede übersetzung bis zu einem gewissen gard immer eine interpretation ist, da die ursprachlichen Bedeutungsinhalte der einzelnen Begriffe nicht immer 1:1 den deutschen (oder anderen neusprachlichen Übersetzungen) Begriffen entspricht. Das Hebräische RuACH etwa, bedeutet "Windhauch, Hauch, Geist, Atem," kann aber logischewrweise nur in eienr einzigen deutschen variation wiedergegeben werden. So muss der Übersetzer aus der grossen Vielzahl der möglichen Bedeutungsinhalte aus dem Textkontext heraus die naheliegendste deutsche verwendung erschliessen. Das tut aber der Wahrhaftigkeit der biblischen Übersetzungen keinen Abbruch, sofern der Bedeutungsinhalt der Begriffe wirklich gewissenhaft überdacht wurde.

    Fakt ist, dass die Bibel keinerlei "gefälschte" Lehre in diesem Sinne des Wortes enthält, sondern der Text der Heiligen Schrift im Laufe der Jahrtausende von gewissenhaften Menschen auf gewissenhafte Art und Weise weitergegeben wurde. Dem gläubigen menschend es Alten Testaments etwa, war der Text der Heiligen Schrift, so heilig, dass selbst nicht ein einziges wort falsch geschrieben werden drufte. Zu diesem zweck gab es eigene geistliche Zentren, deren einzige aufgabe es gewesen ist den biblischen text 1:1 abzuschreiben, immer und immer wieder. Das ganze wurde mW auch noch streng kontrolliert, denn ein etwaiger Abschreibfehler wäre bei Lesungen sofort aufgefallen und hätte das Ansehen des geistlichen Zenrtrums ennorm geschmälert. Mitunter verpflichtet die Liebe zur Quantität also auch zur Liebe zur Qualität :)

    Gottes Segen,
    Markus
     
  6. Ilsa S.

    Ilsa S. Mitglied

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    hallo zeitipower,
    interessant, das alles zu wissen. Ich finde es auf jedenfall sehr erfüllend mit Gott zu leben, es ist nicht immer einfach, teilweise sehr schwer, aber darin irgndwie auch wieder einfacher, auf jeden Fall viel erfüllender. Ich denke, ich bin an so einem Punkt, wo ich mich für Gott entscheiden muß, durch einen Entschluß und eine Tat. Nicht durch irgendein Versprechen, ihm zu dienen. Und öfters beten kann mich bei allem nur unterstützen. Eine Beziehung zu Gott habe ich wohl auch nur dann wenn ich mich richtig entscheide und diese Entscheidung auch umsetze.

    Viele Grüße

    Ilsa S.
     
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