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Was der Mensch in einem anderen Menschen sieht...

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Elin, 13. Februar 2010.

  1. Elin

    Elin Guest

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    ...sind Teile von ihm selbst.


    Aber eben nur Teile und nicht sich selbst als Ganzes.


    Was meint ihr, was für Probleme daraus entstehen?
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    sieht er nur Teile von sich selbst oder auch Teile vom gegenüber?

    ein ständiges, gegenseitiges Missverstehen und dadurch so gut wie alle Probleme die die Menschheit so hat ;)
     
  3. hoho

    hoho Mitglied

    Registriert seit:
    19. April 2008
    Beiträge:
    118
    nehmen wir mal an eine frau ist in einer beziehung mit einem mann, und plötzlich zeigt der mann seinen aggressiven teil und schlägt die frau.
    das wäre ein problem als resultat das man nicht alle teile wahrnehmen kann
     
  4. Elin

    Elin Guest

    Wenn er sich dessen bewusst ist, dass er auch ein Individuum vor sich hat,
    das einer eigenen Kausalkette folgt,
    dann kann er die Teile seines Gegenübers erkennen.
    Das Gegenüber ist ein eigenständiges Wesen,
    aber leider wirkt es auf mich oft so, als ob sich manche nicht die Mühe machen,
    mal außerhalb ihrer Kausalkette zu denken um zu begreifen,
    dass Dinge wie sie aufgrund von eigener Erfahrung scheinen, nicht so sein müssen. Sie beschneiden im Prinzip ihre Wahrnehmung durch Voreinganommenheit...

    Ebenen!

    Wenn man immer nur sich selbst als Mittelpunkt der Welt sieht und
    andere ständig abwertet um sich aufzuwerten,
    dann kann die Kommunikation und das Miteinander ja nur zum Scheitern verurteilt sein.
    Doch es sind zum größten Teil unbewusste Mechanismen,
    die da zum Vorschein kommen und eben weil sie einem oft nicht
    bewusst sind, kann man sie nicht erkennn und etwas dagegen machen.
     
  5. Laras

    Laras Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Februar 2008
    Beiträge:
    1.523
    Ort:
    Österreich

    Es müssen nicht immer die Teile von einem selber sein... Sondern einem einfach die Vielfalt des anders sein der Menschen aufzeigen...

    Oder - Das eigene Empfinden/Fühlen üben und diesem vermehrt VERTRAUEN schenken...
     
  6. fremde

    fremde Mitglied

    Registriert seit:
    13. Februar 2010
    Beiträge:
    92
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    "Was der Mensch in einem anderen sieht, sind Teile von ihm selbst"???
    Ich behaupte:
    Ich erkenne in einem einem anderen Menschen Eigenschaften, die ich selbst besitze, weil sie mir dadurch sehr bewusst sind, aber vor allem nehme ich die Wesenszüge an ihm wahr, denen ich nicht habhaft bin.
    Bis jetzt kann ich noch keine Problematik feststellen, ich habe keinen Drang danach, meinen Gegenüber bis ins kleinste Detail zu entdecken oder mich in ihm wieder zu entdecken.
    Eine nicht notwendige Entblößung.
     
  7. Elin

    Elin Guest

    Gerade die negativen Seiten werden gern versteckt,
    wenns darum geht eine Beziehung einzugehen.
    Das würde die Frau sofort abschrecken,
    wenn sie wüsste,
    das sie Gefahr läuft, in der Beziehung geschlagen zu werden.
    Man kann aber niemanden einen Vorwurf deswegen machen,
    wenn er nicht sofort bemerkt,
    welche Anlagen im Gegenüber schlummern.
    Aber sicher, ein Problem wäre es als Resultat des nicht Wahrnehmens von allen Teilen.

    Aber ich behaupte jetzt einfach mal, dass man,
    wenn man ein Gespür für das Gegenüber entwickelt,
    auch sowas wie Aggressivität wahrnehmen kann.
    Wenn versucht wird, das Wesen des jeweiligen anderen Menschen
    zu erspüren,
    ihn so wahrzunehmen wie er tatsächlich ist,
    nicht wie man sich ihn wünscht,
    oder eben auf grund von gemachten Erfahrungen abstempelt,
    dann ist alles wahrnehmbar.
     
  8. FIST

    FIST Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. Februar 2004
    Beiträge:
    25.988
    hm... Viele Menschen können sich einfach nicht vorstellen, dass es einen anderen Angelpunkt des Lebens gibt, ausser sie selber. Ausserdem haben viele Angst ihren Standpunkt zu hinterfragen, weil sie sich zusehr mit ihrem Standpunkt idendifizieren. Dann ist ja: negieren des eigenen Standpunktes = Negieren seines eigenen Selbst - und das kann für viele mit Existenzängsten verbunden sein (und führt dann zu all den Dogmatischen Weltsichten, Verhärteten Standpunkten bis hin zu "heiligen" Kriege)

    ... schlimm ists ja noch, dass viele Philosophien, gerade sogenannte "alternative" Weltsichten dieses Absolutsetzen des eigenen Standpunktes bis ins Transzendente ausdehnen (z.b. dass es kein Sein ausserhalb seiner selbst gibt, oder dass die Welt nur das ist was wir uns unter ihr vorstellen - also fast alle Esoterischen Weltsichten die mehr oder weniger von einer Allmacht des eigenen Willen (ich bin Gott) und der eigenen Wahrnehmung ausgehen)

    hm... der beste Satz den man gegen diesen Fehler immer mal wieder bedenken kann ist (meiner meinung nach): der wahrhaft liebende sagt nicht: ich hab Gott in meinem Herzen sondern: ich bin im Herzen Gottes. Selbst wenn man nicht an Gott glaubt, wird durch diesen Satz das Absolute ausserhalb von einem selbst gesetzt und nur dadurch wird ein Gegenüber und daher eine Achtung des Nächsten möglich.

    um noch ein weiterer Seitenhieb auf die Esoterik zu verteilen: Im Grunde genommen ist doch der Glaube das "alles Eins ist eins", die ultimative Erniedriung von allem Individuellen und Einzigartigen - man kann den Nächsten gar nicht als Nächsten Schätzen, wenn man ihn nicht als etwas absolut einzigartiges, eigenständiges wahrnimmt.

    Um ein "wir" zu erzeugen ist halt ein Du und ein Ich wesentlich (und zwar in dieser Reihenfolge ;) )

    viel schlimmer, die meisten Menschen verstärken diesen Egoismus noch im namen einer "ganzheitlichen", "spirituellen", "esoterischen" oder "Mystischen" Weltsicht weil ihen von allen Ecken gesagt wird, das eben gerade das Erläuchtung, Einsicht, Weisheit ist.

    Okay, dass ist jetzt alles sehr auf meine hauptsächliche Denkenswelt gemünzt, aber es gibt sicher genügend andere Beispiele wie diese Egomanie verstärkt wird (auch die Werbung hat ein gesteigertes Interesse daran, diese Uneinsicht zu stärken ;) )

    Hm... du kannst dich übrigens hier unter "Religion & Spiritualität" sehr gut davon überzeugen, wieviele Menschen ihre Sicht absolut setzen, wenn sie den Biblischen Satz "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" dahingehend interpretieren, dass sie zuerst sich selber Lieben müssen um den Nächsten zu lieben - wo doch die Reihenfolge gerade anders herum währe ;)

    eben nicht, manchmal muss man gerade seinem Empfinden/Fühlen misstrauen, weil dieses Empfinden/Fühlen ja durch die eigene Sicht geprägt ist und daher die Sicht auch versperren kann ;)
     
  9. Elin

    Elin Guest

    Im besten Falle sollte es so auch sein.
    Doch kann man sich sicher sein, dass es wirklich so ist?
    Täuscht du dich vielleicht nicht manchmal
    und siehst Dinge im Anderen,
    die gar nicht da sind?

    Wie sieht es dann eigentlich aus, wenn du jemanden schon lange kennst...
    Siehst du die Veränderungen im Wesen des anderen oder nimmst du
    ihn nur so wahr, wie er schon immer auf dich wirkte?

    Ist es nicht auch so, das verschiedene Wesenzüge einen gewissen Moment, eine Situation erfordern,
    damit sie zum Vorschein kommen, oder vielleicht doch nicht?

    Warum wundern sich Eltern manchmal über ihre Kinder,
    wenn sie an ihnen Wesenzüge entdecken,
    die sie überraschen?
    Macht Nähe und Freundschaft nicht auch irgendwann blind,
    weil man zu wissen glaubt wie das Gegenüber tickt,
    da man sich ja schon seit ewig langer Zeit kennt?
    Menschen verändern sich, natürlich nicht völlig,
    aber man reift, egal wie alt man ist, dennoch geistig.
    Ist doch schade, wenn das niemand wahrnimmt...


    Man muss sich doch im Anderen nicht wiederentdecken.
    Darum geht es nicht.
    Mir geht es darum, das es jeder Mensch verdient hat so
    wahrgenommen zu werden,
    wie er tatsächlich ist - sein Wesen.



    Geht das überhaupt?....hm....
     
  10. Elin

    Elin Guest

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    Wird man nicht auch oft zu einem Standpunkt gedrängt,
    abgestempelt und deswegen missverstanden?
    Klar gibts viele Dogmatiker,
    die nicht merken, wie farblos ihre Denke ist.
    Aber wenn dir jemand nicht richtig zuhört und seine Schiene
    von Vorutreilen fährt,
    wenn man sich beispielsweise über ein Thema unterhält,
    bei dem es gerade wichtig ist, genau hinzuhören und wahrzunhemen
    und nicht auf grund eigener Erfahrungen
    den anderen abzustemplen,
    weil er dies oder das sagte, was sich so ungefähr in die Richtung deuten lässt,
    gegen die man selber was hat und dann verbal schön zu hauen kann,
    um möglicherweise das Gegenüber schön als Ventil missbrauchen zu können...;)

    Das Problem dabei ist u.a., das solche "Theorien" geschaffen werden,
    um Bestand zu haben. Wenn dieser Standpunkt (da ham wann wieda)
    nicht außreichend verteidigt werden kann, dann findet er keine Aufmerksamkeit, keine Anhänger,
    keine Verbreitung
    ....er stirbt aus.
    Das sowas auch mächtig aufhalten kann, ist generell das Problem von vielen Wissenschaftsbereichen. Grad auch was Pädagogik oder Psychologie anbelangt.
    Die Verfechter der alten Theorien stellen denen ein Bein,
    die sich Neues erdenken, was meistens eine Weiterentwickling bedeutet.
    Aber die Alteingesessenen, die schon immer sich an die alten Theorien gehalten haben,
    haben Angst, sie würden als unbrauchbar, als fehl am Platze erscheinen...eben überholt. Jahrzehnte haben sie nach den alten Theorien gearbeitet und geforscht,
    die müssen einfach gut sein...:rolleyes:



    Meinst du, "alles ist eins"?

    Im dionysischen Rausch kann ich mir durchaus vorstellen,
    dass die Grenzen zum Anderen so verwischen,
    dass man in völliger Selbstauflösung den Anderen evtl. so spürt,
    wie er ist. Die Selbstauflösung geht mM mit einer Wahrnehmungserweiterung einher.
    Ich vergesse mich, meine Erfahrungen und bin ganz Gefühl.
    Aber wer kann sich schon in so einen Zustand auf Dauer versetzen?
    Wäre es überhaupt gut, sich immer in so einem Zustand zu bewegen?

    Ich sehe es eigentlich so wie du.
    Natürlich kann ich den Anderen nur so schätzen,
    wenn ich weiß, wie er wirklich ist.
    Dazu muss man sich die Mühe machen
    und mal genauer hinschauen.
    "Alles ist eins", ""wir sind Brüder und Schwestern"
    hilft zwar über schlechte Momente hinweg, tröstet vielleicht,
    aber es beleidigt gleichzeitig auch,
    weil so viele Menschen - ihr wahres Wesen - verkannt wird...

    Man kann den Menschen so viel erzählen und als Wahrheit verkaufen,
    eben weil sie nicht reflektieren.
    Was nützt es schon sich erläuchtet zu wähnen,
    sich aber in einer Rolle zu bewegen,
    durch die das Leben an sich nicht mehr aus dem eigenen Naturell heraus gelebt werden kann?
    Selbst angelegte Ketten.....mich erinnerts im Ansatz grad an das
    Märchen "Des Kaisers neue Kleider"....:D

    Klar, alles was man denkt und äußert,
    kann keinen absoluten Wahrheitsanspruch haben,
    aber deswegen
    kann man sich ja auch austauschen
    und abtasten. Die Herangehensweisen an Themen sind so unterschiedlich wie gleichzeitig auch spannend, solange man dafür empfänglich ist und das Gegenüber
    wegen seiner Meinung nicht bewertet und verurteilt.
     
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