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Was denken Intersexuelle?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Déguórén, 26. November 2005.

  1. Déguórén

    Déguórén Guest

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    Ich dachte, nachdem all die leidigen Mann-Frau-Geschichten hier im Forum schon eine (zu) große Rolle spielen, sollte im Zuge der Gleichberechtigung auch für die Intersexuellen ein Thread eröffnet werden.

    hmmm, nur irgendwie dumm, dass sich da kaum jemand wird äußern können...

    Na egal, ich habe jedenfalls meinen Teil zur Gleichberechtigung ein gebracht.

    Aber da fällt mir ein, man könnte alternativ folgendes diskutieren: es heißt doch immer, man solle einen Menschen akzeptieren, wie er ist. Also: wenn Ihr ein intersexuelles Kind bekämet - würdet ihr es operativ verändern lassen? Oder rechtzeitig abtreiben? Oder würdet Ihr es tatsächlich akzeptieren?
     
    vloryahn gefällt das.
  2. Shanna1

    Shanna1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. März 2005
    Beiträge:
    1.527
    Ort:
    Graz
    Huhu,

    ich mußte mal googeln, um die "richtige" Definition von "intersexuell" zu finden *g* - laut Wikipedia ist "intersexuell" analog dem Begriff "Zwitter".

    Von dieser Info ausgehend:

    Nein, ich würde ein intersexuelles Kind natürlich NICHT abtreiben, denn ich würde sowieso "nur" in einem Extremfall abtreiben - wenn überhaupt.
    Und ich würde es lieben, denn es wäre MEIN KIND. Wurscht, ob Bub oder Mädel, Homo- oder Heterosexuell, Bücherwurm oder Sportskanone oder...

    Vermutlich hätte ICH "Probleme" (besser gesagt: haufenweise Kopfzerbrechen über die "Alltagsprobleme") damit - einfach deshalb, weil es sich (physisch) weder in die Schublade "Bub" noch "Mädel" einordnen ließe. Und dieses Kind sollte irgendwann selbst entscheiden, mit welchem Geschlecht es sich besser identifizieren kann und dann dementsprechend evtl. operiert werden.
    Aber die Zeit bis dahin? Zieht man das Kind als Bub oder Mädel auf, zumindest einen Namen braucht es ja...
    Wie sieht es in der Schule aus? Zieht sich das Kind dann mit den Buben oder den Mädels um, wie reagieren die darauf und wie kann ich mein Kind auf seltsame Reaktionen vorbereiten?

    Zur OP: das sollte das Kind entscheiden dürfen, wenn es soweit ist. Schließlich soll es dann auch die "richtigen" Möglichkeiten haben (Fruchtbarkeit, sexuelle Orientierung...).
    Sollte es gesundheitliche Gründe geben, sich bereits vorher für ein Geschlecht entscheiden zu müssen, würde ich die gesundheitlich weniger riskante OP wählen.

    LG

    Shanna
     
  3. Goldhamsi

    Goldhamsi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2005
    Beiträge:
    10
    Ort:
    Ungefähr in Wien? *rofl*
    Öhm... könnte ich mal eine Definition bekommen was genau ein Intersexueller ist? Ich habe auch im Google nachgeschaut, aber nicht wirklich befriedigende Infos bekommen. Ist das ein Mensch, der mit zwei Geschlechtern geboren wurde oder wie?
     
  4. Leilani

    Leilani Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. August 2005
    Beiträge:
    807
    ich denke ich würde das kind operieren lassen - und zwar so wie es weniger riskant wäre, bzw wenn eine seite mehr ausgeprägt ist als die andere dann halt dorthin.

    auch wenn das risiko besteht, dass es dann das "falsche" geschlecht ist - es ist immerhin ne 50% chance, dass es die richtige entscheidung war und das kind "normal" aufwachsen kann.
    wenn ich es lasse wie es ist, dann gibt es 0% chance auf "normalität"

    das sag ichjetzt einfach mal gefühlsmäßig - würde ich wirklich in die situation kommen, dann würd ich mich aber näher informieren, mit ärzten und psychologen sprechen, versuchen an erfahrungsberichte heranzukommen.

    lg
    leilani
     
  5. Déguórén

    Déguórén Guest

    ...ja, so ginge es mir wohl auch. Wenn die Menschen etwas toleranter und weniger süchtig nach Schubladen wären, so könnte man das Kind einfach lassen, wie es ist. Andererseits wollen ja die meisten Eltern auch, dass das eigene Kind möglichst gut durchs Leben kommt. Selbst wenn man tatsächlich bereit ist, das Kind als intersexuell zu akzeptieren, so würde wahrscheinlich über kurz oder lang der "Normalisierungsdruck" unerträglich.

    ...so z.B. kann das aussehen:
    Den Anhang 2259 betrachten


    ...das wäre wohl am schlauesten. Dennoch: wie auch immer man sich entscheidet, letztlich wird einem das Kind, sobald es in die pubertäre Rotzgören-Phase kommt, auf jeden Fall vorwerfen, dass man die falsche Entscheidung getroffen hat.

    Allgemein finde ich es aber sehr interessant, von solchen Situationen zu träumen. Viele Leute krähen rum, weil sie angeblich zu wenig Geld haben oder zu wenige Freunde oder zu wenig Sex. Aber das finde ich alles irgendwie kleinkariert.

    Neulich kam so eine Sendung über den ersten Weltkrieg im Fernsehen. Gezeigt wurde da auch eine chirurgische Klinik, die spezialisiert war auf Kriegsversehrte. Da waren Männer, denen Mund, Nase, Ohren, beinahe halbe Schädel weggeballert worden waren. Die wurden dann - entsprechend den damaligen Möglichkeiten - notdürftig wieder zusammengeflickt und stellten sich anschließend einer Kamera zur Schau... ENTSETZLICH!!!, das reinste Horrorkabinett.

    Das sind so Bilder, wo man als erstes denkt: "ich an deren Stelle würde mich ohne zu zögern umbringen. So könnte ich nie und nimmer weiter leben.". Wenn man die Bilder später nochmal Revue passieren lässt, ist man - obwohl es ja eine ganz andere Welt war - doch heilfroh, dass man selbst wohl nie in eine solche Situation kommt.

    Das folgende bitte nicht falsch verstehen: ähnliche Gedanken beschleichen mich nämlich auch, wenn ich ganz furchtbar hässliche Menschen sehe. Es ist nicht so, dass ich etwas gegen diese Menschen hätte, sondern so, dass mir in solchen Fällen oftmals wieder obige Gedanken durch den Kopf schießen, nach dem Motto: "Wie mutig muss man sein, sich mit so einem unwahrscheinlich hässlichen Gesicht überhaupt auf die Strasse zu wagen? Hat dieser Mensch keine Angst vor feindseeligen Reaktionen?" Und dann bin ich wiederum heilfroh, dass ich nicht in dieser Situation sein muss. Nochmal: ich habe nichts gegen hässliche Menschen, ich stelle mir nur vor, dass ein Leben furchtbar schwer sein muss, wenn man wirklich so "richtig hässlich" ist.

    Und eine ähnliche Situation ist es eben auch mit den Intersexuellen.

    Im Gegensatz zu den üblichen "Problemen" der üblichen Menschen, glaube ich, sind die hier genannten Dinge wesentlich unangenehmer für die Betroffenen.

    LG
     
  6. ChaliceQueen

    ChaliceQueen Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. November 2004
    Beiträge:
    433
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    Ich habe in einem Forum mal jemanden kennengelernt, der war ein Zwitter. Seine Eltern haben ihn dann operieren lassen, und zwar mit ungefähr vierzehn, und zwar ohne irgendein Wort fallen zu lassen aus Verklemmtheit.... Dass dieser Mensch mit dem Schicksal dieser Operation leben muss und bittere Vorwürfe gegen seine Eltern und deren ganze "MORAL" in sich trägt, brauche ich wohl nicht zu sagen.
    Ich weiß nicht, wie ich entscheiden würde (kommt wohl darauf an, ob es bei meinem kleinen Hermaphroditen eine Tendenz zu einem Geschlecht gäbe), aber dieser ganze pseudomoralische Rattenschwanz, der da dranhängt, ist doch grauenvoll. Nein, da streite ich mich lieber mit den Behörden herum, mit der Grundschullehrerin (hat meine Mutter auch gemacht), lasse von dummen Nachbarn über mich und mein komisches Kind lästern (die können mir eh gestohlen bleiben), bis das Kind selbst entscheiden kann. Aber nicht dieses ganze verklemmte Gekrampfe!

    Grüße!
    ChaliceQueen
     
  7. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    Text geloescht, da ueberfluessig!
    Die untere mail sagt alles...
    Ich hoffe, dass ich hier nicht die einzige bin, die so empfindet!

    Bijoux
     
  8. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    so, hier ist die mail, die ich gerade an Walter geschickt habe, denn das koennen alle gern lesen:
    ------
    Lieber Walter,
    ich bitte dich, im Forum "Allgemeines" dir den thread "Was denken Intersexuelle" anzuschauen und dir durchzulesen, was der Threadsteller ueber das Thema (inklusive Detailphoto!!!) zu berichten hat.
    Andere haben ernsthaft geantwortet, ich bin nur entsetzt und denke, dass hier jemand "mit Entsetzen Scherz" treibt und in perverser voyeuristischer Art und Weise ein ganz trauriges Thema zynisch und scheinheilig vorstellt, um sich daran zu ergoetzen.
    Bitte schliesse den thread schnell!
    -------

    Bijoux
     
  9. jesus

    jesus Guest

    ...und genauso zynisch-scheinheilig erscheint es mir, wenn der unbewusste mensch mit seinen programmierten vorurteilen in sachen ethik und moral versucht, sich den anstrich von erhabenheit zu geben.
    oh ihr ARMEN ENTSETZTEN moralapostel...... :D :D :D
     
  10. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
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    Quatsch, ich pfeif auf jede Moral, aber ich habe einen natuerlichen Anstand, der mich weiten Abstand davon nehmen laesst, genuesslich im Leid anderer Menschen herumzupulen, und das geschieht hier!
    Da nehme ich auch kein Blatt vor den Mund!

    Bijoux
     
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