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Warum wir die Inspiration brauchen - und unseren Verstand

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Nasfiler, 26. August 2012.

  1. Nasfiler

    Nasfiler Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2012
    Beiträge:
    7
    Ort:
    Oberbayern, Deutschland
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    Vielleicht fühlt sich das alles schon bekannt an. Oder es kommt Euch bekannt vor, so wie ein Deja-Vu. Der Mensch besitzt zwei Gehirnhälften, eine rechte und eine weitere links davon. Wieso eigentlich? Hm. Wir Menschen nennen auch zwei Nieren unser Eigen. Zwei Lungenflügel, zwei Hoden, zwei Eierstöcke… und all dies verdoppelt die entsprechende Kapazität. Mit einer Hälfte aber würde es, wie wir wissen, auch noch gehen. Beim Gehirn verhält es sich aber anders. Gerade in den letzten fünf Jahren hat nicht nur die Wissenschaft evident festgestellt, dass beide Hälften – im Gegensatz zu den vorgenannten Organpaaren – sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Aufgaben haben.
    Mit unserer linken Gehirnhälfte denken wir rational, das bedeutet, wir verfügen hier über alles Wissen, was wir über Jahre erlernt und studiert haben, z. B. dass 3 + 3 = 6 ergibt oder was „Liebe“ auf Englisch heißt. Und Liebe auf Chinesisch? Hmm... keine Antwort. Das kennen wir doch. Jemand fragte etwas, manchmal wussten wir es nicht, hatten es nicht gelernt. Im Abitur, Physikum, Examen oder im Kindergarten ging einfach nicht alles. Unser diesbezügliches Wissen war und ist begrenzt, selbst wenn es riesig sein sollte. Andererseits fragten wir uns doch einige Male: Hätten wir manche Frage oder Aufgabe nicht dennoch beantworten oder lösen können? Möglicherweise, lautet die Antwort - es fiel es uns nur nicht ein.
    Hier kommt die rechte Gehirnhälfte ins Spiel. Sie verfügt über das so genannte irrationale Denken, wir kommen hier in die Lage, Inspirationen und Ideen zu empfangen, wir denken vorausschauend und können erkennen, was aus einer Situation entstehen könnte. Sie symbolisiert also wesentlich mehr das, was wir manchmal als Weisheit bezeichnen.
    Die verblüffende Quintessenz lautet: Es ist in uns angelegt, zu wissen, obwohl wir es eigentlich nicht wissen (können). Vielleicht haben wir so etwas schon erfahren. Dann durchfloss es gleichsam unser rechtes Gehirn „und die Worte waren plötzlich da“. Natürlich können wir nicht erwarten, dass uns plötzlich doch das chinesische Wort für „Liebe“ einfällt. Darauf kommt es auch gar nicht an, denn das können wir schließlich im Lexikon nachschlagen. Einfallen kann uns aber, was sehr viel wichtiger ist, zum Beispiel die Lösung eines Problems. Eine Idee, gar eine Vision. Mancher erlebt dies von Zeit zu Zeit sehr intensiv. Weniger spektakulär, aber nicht minder bedeutsam ist es für die Praxis, wenn man in dieser inspirierten Weise auf für manchen Klienten wichtige Fragen antworten darf. Dann spricht sich die Antwort fast von allein.
    Ich würde hier gerne noch einen Schritt weiter gehen.

    Möglicherweise finden wir, dass - in letzter Zeit oder auch immer schon - viele geistig unreife Behauptungen aufgestellt werden. Nicht unbedingt nur hier im Forum oder sonstwo. Das resultiert auch einfach gesetzmäßig aus der Tatsache, dass jeder das sagen oder schreiben kann, was er will. Eine Sandburg an einem Strand beispielsweise ist ganz bestimmt kein Bauwerk für Jahrhunderte, selbst wenn uns das ganz bestimmte Menschen manchmal weismachen wollen (und selbst wenn nie jemand nach der Burg schaut). Das ist eine Burg für den Urlaub in Italien, für Kinder, alles ganz hervorragend. Wenn wir aber ein überdauerndes Werk an einem Strand bauen wollen oder sollen, ist Sand ganz sicher nicht die richtige Wahl. Eine dieser sandigen Behauptungen jedenfalls sagt aus, dass der Verstand (oder gleich der ganze Kopf) unwichtig ist, ständig stört und am besten sofort und für immer abzuschalten ist. Also… natürlich kennen wir einige äußerst hartnäckige Zeitgenossen, deren Weltanschauung mutmaßlich der linken Gehirnhälfte entspringt.
    Das bedeutet aber nicht, dass die Gleichung Verstand = Irrtum richtig wäre. Die menschliche Ratio gibt nur das wieder, was sie zuvor an Wissen bekommen hat, unabhängig vom Wahrheitsgehalt oder vom Wert der Informationen. Es kann also nicht die Aufgabe des Verstandes sein - der nicht zufällig eben nur die Hälfte unseres Gehirnes einnimmt – unser gesamtes Leben zu bedienen und zu erklären. Das kann er schlichtweg nicht, für so etwas ist er aber auch nicht gedacht. Und dennoch erfüllt er wichtige Aufgaben.

    Ein gutes Beispiel hierzu liefert – Brahms. Der Komponist und Musiker, der eine Zeitlang in Tutzing lebte und komponierte, ging bei seinem Schaffen folgendermaßen vor (nachzulesen in „Gespräche mit berühmten Komponisten“, dem Reprint eines damaligen Interviews von Arthur M. Abell mit Brahms, Strauß und Puccini u. v. m., Artha Verlag): Zunächst bat er um göttliche Hilfe und kam zur Ruhe. Dann setze er sich ruhig an sein Klavier und versetzte sich allmählich in einen meditativen Zustand. „Alsbald“, so ist im Interview zu lesen, „befinde ich mich in einem tranceähnlichen Zustand, ich bin wohl bei Bewusstsein aber hart an der Grenze, dieses zu verlieren. In solchen Augenblicken strömen die Ideen und Melodien ein.“ So erstaunlich es erscheint, dies waren tatsächlich seine Worte.
    Brahms hatte jedoch nicht nur schöpferische Begabungen und Fähigkeiten, sondern er war durch sein Wissen aus dem Musikstudium in der absoluten Lage, das Gehörte richtig und mit Einsatz seines Verstandes in Noten umzusetzen und es so erst wirklich zu übertragen. Denn wenn es nach dieser Inspiration keinen Verstand, keine Ratio gegeben hätte, mit deren Hilfe die wunderbaren Klänge und Melodien genau zu Papier gebracht worden wären: Sie wären in Brahms verhallt und niemals zu den Menschen gelangt. Wir wissen, dass dies nicht geschehen ist. Bis heute haben Milliarden von Menschen die Werke von Bach und Mozart, Brahms und Beethoven gehört und erlebt. Und das sind nur wenige Beispiele von vielen, vielen anderen. Bekommen wir die Inspiration, die Vision, die Idee - bei der Umsetzung hilft unser Verstand.
    Der David-Bildhauer Michelangelo sagte: „Nach einer Zeit sah ich bereits die Schemen, dann die ganze Skulptur im Marmor, und ich musste nur noch das Überflüssige entfernen.“ Den David gibt es heute noch. Dieses wahre Gelingen erfüllt mich mit Ehrfurcht. Schritt für Schritt verwirklicht sich so das Großartige, dessen Ursprung zunächst nur in einer Idee lag und sich nun in der Materie wieder findet – im Dienste der Menschheit. Es existieren sehr alte Werke in der Kunst, der Architektur und der Musik, welche heute noch Menschen erheben, zu Tränen rühren oder schlichtweg staunen lassen können.

    Und es gibt auch eine Konsequenz meiner Nacht-Gedanken. Nehmen wir den geneigten Leser.

    Es gibt einen essentiellen Zustand des Menschen, ohne den er nicht leben kann. Vom Schlaf ist hier die Rede. Unabhängig, wo wir leben, was wir denken, an was wir glauben – schlafen müssen wir alle. Du und ich – wir schlafen sogar annähernd zur gleichen Zeit. Und: Mussten wir das Schlafen lernen? Wir konnten das doch schon immer, zu allen Zeiten, von Geburt an, und sogar vor der Geburt schliefen wir schon, als wir noch gar nicht atmeten. Aber noch etwas macht einen großen und eigentlich den dimensionalen Unterschied schlechthin in unserem Leben aus: Unser Bewusstsein. Auch jenes von uns selbst, also unser Selbstbewusstsein. Das bedeutet: Sind wir inspiriert, denken und fühlen wir (selbst)bewusster, und wir handeln auch dementsprechend. Dazu müssen wir nicht unbedingt unser bisheriges Leben aufgeben, nein, wir durchwirken es gleichsam mehr denn je mit jener schöpferischen Kraft, von der Brahms und viele andere sprachen, und mit der wir alle und immer schon verbunden sind. Wenn diese Kraft unser Bewusstsein berührt oder gar erfüllt, wird es augenblicklich heller, wärmer und klarer. Unabhängig davon, ob wir Mechaniker, Bäcker, Therapeut oder auch Schriftsteller sind: Unsere Taten und Werke werden unmittelbar davon inspiriert und geführt, und die Ergebnisse sprechen für sich – siehe oben. Es könnte sein, dass der Mensch erst dann wirklich zu leben beginnt, und zumindest lebt er schon einen Schritt wesentlicher.
    Lasst uns nicht vergessen, dass wir alle die Möglichkeit haben, durch verschiedene Wege, z.B. eine heilvolle, echte Meditation oder eine tiefe Entspannung zu mehr Erkenntnis zu kommen. Anders als den Schlaf müssen wir dies manchmal erst lernen, ein anderes Mal dürfen wir das bereits Gelernte anwenden und – handelnd – umsetzen, damit es gelingt. Ich wünsche uns das in jedem Falle von ganzem Herzen.
     
  2. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    470
    Ich weiss jetzt nicht genau,worüber du diskutieren willst,dein Beitrag ist etwas zu lang geraten für allgemeine Forenbedürfnisse,aber die Inspiration ist immer ein schönes Thema.

    Wo kommt die Inspiration her ?
    Aus uns selbst ?
    Aus höheren Sphären ?
    Macht sie Sinn ,ausser für Künstler ?
    Wäre das Leben überhaupt schön ohne Inspiration oder einfach nur pragmatisch ?
    Bietet Inspiration kreative/neue Lösungsmöglichkeiten ?
    Sollte Inspiration vom Verstand her beurteilt werden ?

    Mein Leben ist irgendwie schöner und auch vollständiger geworden,seit ich diese Impulse zulasse.
    Mehr Magie.
    Mehr Märchenwelt.
    In der Phantasie und der Kunst sind viele Dinge möglich.

    Die Träume von heute sind die Realität von morgen !
     
  3. Reason22

    Reason22 Guest

    Hallo Vego!

    Schöner Beitrag! Danke.

    Ja, das ist so, dass die Inspitation ist für jeden Beruf, nicht nur für die Künstler, ein sehr wichtiger Anteil für die weitere Entwicklung.

    Man spricht dann auch von Genies, wenn die beiden Gehirnhälften wunderbar in der Verbindung funktionieren. Wie man das perfekt erreichen kann, ist eine andere Frage.
     
  4. Nasfiler

    Nasfiler Neues Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2012
    Beiträge:
    7
    Ort:
    Oberbayern, Deutschland
    Sehr wahr, Reason. Das mit den Gehirnhälften stimmt - ist aber weitgehend unbekannt. Und noch mehr, das man selbst etwas dafür tun kann.

    LG Nasfiler
     
  5. Reason22

    Reason22 Guest

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    Liebe Nasfiler!
    Ich sehe gerade, dass ich in meinem Beitrag mich verschrieben habe, den ich mich an User Vego gewandt habe.
    Entschuldige mich, bitte!:umarmen:

    Wahrscheinlich habe ich in dem Moment an sie gedacht....:)


    Ja, dann können wir vielleicht weiter diskutieren....

    Wie erreicht man diese wunderbare perfekte Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften, die so wichtig für kreatives Schaffen in jedem Beruf ist?

    Wird man damit geboren? Oder kann man das entwickeln? Angefangen im Kleinkindesalter?

    LG
     
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