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Warum werten - und warum nicht?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von lichtluder, 26. Februar 2008.

  1. lichtluder

    lichtluder Mitglied

    Registriert seit:
    2. Februar 2008
    Beiträge:
    354
    Ort:
    Wolkenkukucksheim
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    Ich bin mir nicht so sicher, ob die Frage hier richtig plaziert ist, aber ich weiß sonst nicht, wohin damit....

    Mir ist ja aufgefallen, das der Begriff "Wertung" oder "werten" häufig negativ besetzt ist. Viele Menschen wünschen sich, nicht mehr zu werten.
    Warum?
    Wenn man "werten" automatisch mit "abwerten" gleichsetzt, hat es natürlich meist einen negativen Beigeschmack. Aber warum eigentlich? Etwas "abwerten" ist doch nur ein Vorgang der Selektion. Es kommt auf den Grund an, warum man etwas abwertet. Geschieht es aus Mißgunst z.B. ist es natürlich nicht gut. Wenn ich jemanden oder etwas schlecht mache, weil ich zornig, neidisch, voreingenommen ect. bin, dann sollte man natürlich lieber die Gründe für diese Haltung hinterfragen, anstatt platt niederzumachen. (wobei die Frage ist, wie z.B. Voreingenommenheit ensteht und inwieweit sie manchmal auch schützt). Aber wenn man etwas ablehnt, weil es einem nicht gut tut, dann ist es doch ein Schutzmechanismus. Im Gegenzug steckt in "Wertung" und "werten" auch die Frage nach dem Wert. Nach dem persönlichen Wert in diesem Falle. Das kann ja auch wertvoll oder wertschätzend sein.
    Ich habe oft gehört, wenn man in jedem Augenblick im Licht schwingt, wertet man nicht mehr, es gibt kein richtig und falsch oder gut und böse mehr. Wäre das nicht völlig falsch - und auch noch verdammt langweilig dazu? Selbst wenn man mit sich im Reinen ist und sogar erleuchtet wäre - man lebt doch immer noch auf diesem Planeten, unter vielen anderen Menschen. Da muß man doch automatisch immer wieder Tätigkeiten und Situation für sich bewerten, um zu handeln, wie man es dann für angemessen hält. Also ist doch der Wunsch nach "nicht werten" unpraktikabel. Küchenesoterik oder philisophische Frage? Einen Menschen vernichtend zu bewerten aufgrund von Äußerlichkeiten z.B ist natürlich nicht die feine Art und ziemlich blöde. Aber: selbst wenn man nicht "lästert", man wertet doch automatisch in "gefällt mir" oder nicht, bei z.B der Partnerwahl.
    Ist also "werten" grundsätzlich schlecht oder nur die Art und Weise und die Beweggründe? Und wer legt fest, welche Art und welcher Grund gerechtfertigt sind? Und ist die Auswahl in "gut für mich" und "schlecht für mich" nicht sinnvoll? Wer nicht mehr wertet, wird auch nicht tätig werden bei Unrecht, weil er es als solches ja nicht mehr bewertet...oh je, das wird ja ne Endloskette...
    Da mich das Thema sehr beschäftigt, weil ich selbst sehr oft gewertet werde und manchmal mir auffällt, das ich selber auch abwertend bin, würde ich gerne eure Meinung dazu lesen.
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

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    30. Juli 2003
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    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Lichtluder,

    geniale Fragen - darf ich noch eine dazu tun?

    Ist es nicht auch schon eine Wertung, wenn man davon ausgeht, dass man (nicht) werten sol? Anders gesagt - wenn ich behaupten würde, dass ich nicht werte, ist das ja eigentlich auch ne Wertung - oder?

    Ansonsten stimme ich dir voll zu :daisy:
     
  3. tekfrog

    tekfrog Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    AKW55
    wenn ich behaupte, dass ich nicht werte, ist es keine wertung.
    wenn ich davon ausgehe, dass man nicht werten soll, isses eine wertung, da ich das werten bewerte. das sind 2 verschiedene sachen

    lg, frosch :blume:

    ps: werten is nicht gut oder schlecht - sondern nur mit vorsicht zu genießen, um keine (vor)urteile zu erzeugen, die einem behindern können alles zu sehn.
     
  4. lichtluder

    lichtluder Mitglied

    Registriert seit:
    2. Februar 2008
    Beiträge:
    354
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    Wolkenkukucksheim
    Stimmt, lieber Frosch - das Werten des Wertens ist ja ne Wertung (mann, da kann man ganz schwurbelig werden):confused:
    Du hast die (Vor-)Urteile angesprochen. Kann man wirklich ganz ohne leben? Ist jemand wirklich frei davon? Kann man das überhaupt sein?
     
  5. tekfrog

    tekfrog Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2006
    Beiträge:
    5.469
    Ort:
    AKW55
    das is genauso wie mit der objektivität - man kann nur so objektiv wie möglich sein, aber 100% geht nicht, da man ein subjekt ist.

    wenn man tot is, gehts wahrscheinlich

    lg, frosch
     
  6. Sternenatemzug

    Sternenatemzug Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    44.846
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    hear(hier)
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    bei mir gehts hin und her zwischen werten und feststellen .was ist eine feststellung und wo beginnt die wertung.
    alles liebehw
     
  7. vittella

    vittella Guest


    Fest stellen ist keine Wertung...
    Werten ist es wenn ein Gedanke dazu kommt und eine Geschichte daraus wird....
    zum Beispiel: Du stinkst nach Zigarrettenrauch....ist eine Feststellung...
    die Wertung dazu ist dann :und es ist ungesund , wiederlich , umweltverschmutzend u.s.w.
    Nur beobachten was ist,feststellen ohne zu bennen was es, für einem,ist....das ist Feststellen und nicht werten...
     
  8. vittella

    vittella Guest


    Selektion ist nicht wertten in der Verurteilshaltung....
    Es macht einen Unterschied ob Du etwas ablehnst weil Du es für Dich ungesund findest wie z.B. nicht zu rauchen,oder ob Du das Rauchen verurteilst....
    Selektieren und für einem Gut oder nicht Gut einzuteilen ist nicht gleich werten über das was es ist,es ist ein aussortieren für sich ohne weiter darüber zu urteilen, resp. es zu verurteilen,sondern man wählt das was man als für sich gut festestellt....
     
  9. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.310
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    Hi Lichtluder!

    Wow... was ein Name :D

    Das mit dem Bewerten bzw. Urteilen hat schon einen Grund. Der ist sogar durchaus praktischer Natur, wenn man es mal durchschaut hat. Das in aller Klarheit hier darzustellen ist allerdings nicht so leicht.

    Es hat letztlich mit einem Irrtum zu tun, einer Umkehrung von Ursache und Wirkung. Wenn Du etwas verurteilst/abwertest, tust Du das weil Du es als Grund für Leid ansiehst. Du verurteilst nur, was für Dein Empfinden in gewisser Weise "Macht" hat Schmerz zu schaffen. Das ist ein Unterschied zu einer Vorliebe... Denn etwas verurteilen, oder eine Vorliebe ausdrücken, ist ein Unterschied. Letzteres bleibt erhalten und ist kein Problem. Wenn jemand eine Vorliebe ausdrückt, kann das sogar durchaus wie Urteilen "aussehen". Es kommt aber darauf an, was in einem stattfindet. Und das wirkliche Verurteilen findet statt, wenn man sich als machtlos erlebt und Schuld zuordnet. Die Ursache für eine befürchtete Wirkung zu sein wird etwas/jemandem zugeschrieben und verurteilt. Und da liegt der Fehler. Denn damit besiegelst Du selbst Deine Machtlosigkeit, während Du sie Dir zurücknimmst, wenn Du vergibst, die Schuldlosigkeit siehst und für alles Verantwortung übernimmst.

    Das ist es eigentlich schon: Wenn Du etwas abwertest hast Du einen Grund. Aber Du irrst Dich in der Bewertung dessen was Du wahrnimmst und glaubst. Es ist ein bisschen so, als wenn Du einen Streit nur von einem erzählt bekommst der ein paar Details wegläßt. Für Dich steht der Schuldige fest... Dann erfährst Du ein winziges Detail und das ganze Bild dreht sich. Aber wann weißt Du jemals wirklich alles? Wann kannst Du Dir sicher sein, die Ursache wirklich zuordnen zu können? Dann wenn Du verstehst, das es nur eine wirkliche Ursache gibt und nichts was Du wahrnimmst, einen höheren Wert hat als etwas anderes, oder gar Schuld.


    Es ist aber ein Unterschied, ob Dir etwas gefällt weil es Dich erfreut, oder ob es wertvoll für Dich ist. Wenn etwas wertvoll für Dich ist, entsteht das aus dem Glauben, es sei eine Ursache für Dein Glück. Würde es Dir genommen, wäre das eine Ursache für Dein Leid. Und da ist wieder der Irrtum. Nichts was Du wahrnimmst hat letztlich in diesem Sinne "Wert" wenn Du es nicht als Ursache für Freude oder Leid erklärst und damit Deine eigene Macht weggibst, weil Du daran glaubst. Wenn Du z.B. nur noch mit einer bestimmten Substanz im Blut Glück oder Entspannung empfinden kannst, dann gibst Du dieser Droge die Macht, die Du eigentlich selbst hast. Du machst sie zur Voraussetzung, zur Bedingung. Sie wird wertvoll für Dich.

    Wenn man "erwacht" und erkennt was man ist, bzw. die illusionäre Existenz dessen begreift was man "ICH" nennt, ist es wohl wahr das man nicht mehr urteilt, und etwas nicht mehr zwingend braucht. Das heißt aber nicht, das man nicht weiter Vorlieben hat und wählt. Das was vorher ein Urteil war, ist nun eine Vorliebe. Es ist ein bisschen wie wenn Du Dir die 3 schönsten Musikalben aussuchst die Du kennst. Sie mögen dann alle denselben Wert für Dich haben, in verschiedenen Momenten hast Du aber verschiedene Vorlieben. Für einen romantischen Abend hörst Du dann vielleicht eher etwas ruhigeres, zum joggen dann eher etwas härteres. Aber beides ist erstens nicht die Voraussetzung das Du glücklich sein kannst, und beides schließt kein "Aburteilen" mit ein. Wenn Du das eine wählst, heißt es ja nicht das Du das andere deshalb gleich in die Tonne trittst. ;)


    Das ist ein perfektes Beispiel... Wenn Du einen Menschen liebst, kann der durchaus auch Eigenschaften haben, die Dir nicht gefallen, die nicht Deiner Vorliebe entsprechen sozusagen. Aber: Das er diese Eigenschaft hat, mindert nicht Deine Liebe. Du leidest nicht unter dieser Eigenschaft. Wenn Du es tust ist das ein Urteil. Auch ein Erwachter kann seiner Frau sagen, das ihm das Kleid wo sie viel Haut zeigt besser gefällt als der Rollkragenpullover...
    Nur wird die Liebe nicht weniger, auch wenn sie eine Ritterrüstung anlegt... ;)


    In etwas oder jemandem die Ursache für Leid zu sehen, ist letztlich nicht gerechtfertigt, weil man nicht tief genug schaut. Man hat die wirkliche Ursache nicht erkannt.


    Du solltest bewusst erkennen, wenn Du etwas für "schlecht für Dich" hältst und Dich fragen warum das so ist. Dann wirst Du auf Überzeugungen stoßen, die zum Teil sehr eng mit Deinem Selbstbild verknüpft sind. Das Hinterfragen Deiner Überzeugungen ist sinnvoll, letztlich um Dich davon freizumachen. Dann wirst Du auch der wahren Ursache näher kommen, die Du selbst bist, und damit auch die Machtlosigkeit ablegen und dem "Opfer-dasein". Und zwar sehr konkret. Es geht nicht nur darum, das Du unter ein und derselben Situation dann nicht mehr leidest, obwohl sie vielleicht haargenau so abläuft. Es bringt eine Veränderung mit sich und die ist nicht nur psychischer sondern auch physischer Natur.


    Das ist nicht wirklich richtig. Es ist da wie mit dem Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid. Mitgefühl ist jede Menge da, aber kein mit-leiden. Wenn ein "Erwachter" sieht wie eine Frau verprügelt wird, und er fähig ist ihr zu helfen, wird er das tun. Und das kann auch durchaus gewalttätig sein, das kann sogar bis zum töten gehen. Trotzdem liegt darin kein Urteil. Das ist etwas schwer zu erklären, wahrscheinlich schwer nachzuvollziehen. Aber es ist wirklich ein wichtiges Thema, es zu verstehen kann einen weit nach vorne bringen.

    Das ist auch ein Beispiel woran Du vielleicht den Unterschied erkennen kannst. Stell Dir D/einen Partner vor, der Dich wegen einer Eigenschaft kritisiert... Das kann einmal recht liebevoll sein, vielleicht ein kleiner Scherz auf Deine Kosten, aber Du weißt genau das es nichts an seiner Liebe zu Dir verändert, ob Du diese Eigenschaft hast oder nicht hast. Das kann aber eben auch ein krasses Urteilen sein, für Dich tief verletztend. Du siehst, das es für ihn ein wirkliches Thema ist, das es für ihn durchaus eine Bedingung ist Dich lieben zu können. Denn eins ist auch Fakt: In dem Moment wo verurteilt wird, existiert da keine Liebe. Einen Moment später kann das anders sein, aber wenn verurteilt wird, ist da keine Liebe. Wenn Dein Partner hingegen lediglich eine Vorliebe ausdrückt, Dir etwa sagt, das Du ihm mit Deiner normalen Haarfarbe besser gefallen hast, als mit der neuen Färbung, dann kratzt das nichts an. Allerdings musst Du immer noch entscheiden, wie Du so etwas aufnimmst... Es gibt Menschen die sehr unsicher sind, die sich immer sofort verurteilt und angegriffen fühlen. Das sind aber auch Menschen die im Gegenzug häufig angreifen.

    Urteilen ist immer mit Mangel und Angst verbunden und auch immer mit einer "Verwirrung" was die Ursache betrifft. Es wird Schuld gesucht, und dabei ist es egal ob sie bei sich selbst oder außen gesucht wird. Verurteilen schließt immer ein Selbst-Verurteilen mit ein, weil man sich zum Opfer erklärt. Würde man klar sehen, wüßte man das man nie Opfer ist.

    VG,
    C.
     
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