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Warum Placidus?

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von louve, 15. November 2008.

  1. louve

    louve Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2008
    Beiträge:
    209
    Ort:
    Wien
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    Hallo alle zusammen,

    ich frage mich gerade, warum so oft in der Astrologie mit dem Häusersystem nach Placidus gearbeitet wird. Manche verwenden doch auch Koch und noch ganz andere. Was genau ist der Unterschied? Wieso ist die "Mehrheit" zu dem Schluss gekommen, Placidus-Häuser zu verwenden (ist soviel ich weiß Standard). Wie sind eure Erfahrungen mit Koch?

    Ich finde die Unterschiede in einem Radix dann soch sehr groß, zumal ja die Häuser sehr viel aussagen über einen HE.

    lieb grüßend
    eine neugierige
    louve
     
  2. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
    Hallo, lovue,

    je nachdem, in welchem land du dich befindest, werden unterschiedliche haeusersysteme praeferiert ;-) - die schweizer verwenden haeufig koch ;-)

    der unterschied liegt in der bildung der haeuser. bei den meisten haeusersystemen sind ac, dc, ic, mc identisch, nur die teilung der zwischenhaeuser unterscheidet sich.

    es gibt keine begruendung dafuer, dass placidus "besser" als andere haeusersysteme ist - aber auch nicht "schlechter". am nordpol versagen inaequeale haeusersysteme wie placidus oder koch voellig.

    :)
     
  3. louve

    louve Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2008
    Beiträge:
    209
    Ort:
    Wien
    Hallo und guten Morgen, Stefan


    danke für deine Antwort. Manche Häusersysteme haben fixe Größen, was die Häuser betrifft, so wie Koch (?), bei Placidus können manche Häuser größer ausfallen als andere.

    Dass es was mit der geografischen Lage zu tun hat, wusste ich schon mal überhaupt nicht, sehr interessant :)

    Da ist aber noch was anderes, was ich meine:
    Ich hab mal vor längerer Zeit im Net gelesen, dass das Häusersystem von Placidus mehr das Potential und die Möglichkeiten einer Person aufzeigt, also auch das KANN bzw. KÖNNTE einer Person, wenn sie ihre Anlagen "gut" lebt. Wogegen bei Koch mehr der IST-Zustand gezeigt wird, also nicht, wohin sich die Persön entwickeln könnte, was in ihr drin ist, sondern, was sie lebt, wo ihre Probleme liegen, also eher problemorientiert.

    Stimmt das?

    Wer von euch arbeitet mit Koch, hier in Ö, und warum?

    lieb grüßend
    und immer noch neugierig
    louve
     
  4. Pholus

    Pholus Mitglied

    Registriert seit:
    16. Mai 2006
    Beiträge:
    270
    Hallo louve,

    kann ich nicht bestätigen!

    Die verschiedenen Häuserteilungen werden nach den verschiedensten Methoden unterteilt. Da gibt es: die ekliptikalen Häusersysteme, die Raumsysteme und die Zeitsysteme (Placidus, Koch).....
    Wie jeder Entdecker und Anhänger einer Methode, vertritt dieser dann sein System. Seine Argumente zählen, Gegenargumente nicht. Geht ja auch nicht. Würde der Entdecker Gegenargumente anerkennen, müsste er ja sein System bezweifeln. Hm...und wer macht das schon! Hier prallen immer pro und kontra aufeinander und das mitunter sehr heftig.

    An den Hörnern seiner Eitelkeiten lässt sich fast jeder Mensch packen. Wird oft gemacht (und habe ich selbst im Fernseher gesehen) um zu beweisen, wie trügerisch astrologische Aussagen sein können und sind. Da geben drei Probanden ihre Geburtsdaten und ein Astrologe erstellt für diese dann ein Horoskop; natürlich nur im positiven, schmeichelnden Kontext, das andere wollen ja ohne die wenigsten hören, eigentlich keiner, - ist aber ein anderes Thema.
    So und diese Horoskopanalysen erhalten nun die Probanden zum Lesen jedoch vertauscht. Und ob man’s glauben will oder nicht, alle fanden sich gut getroffen und strahlten, selbst danach noch, als man ihnen zu erklären versuchte, das das Horoskop, was sie gelesen hatten, gar nicht ihrs war. - So ist das manchmal mit dem Selbstkritischen.
    Ja und so ähnlich ist es mit den Häusersystemen. Tut jetzt ein Astrologe ein Horoskop auf Placidus berechnen und in dem befindet sich beispielsweise die Venus in Haus 6, dann würde er vielleicht dazu sagen: Sie sind in ihren Anpassungsverhalten sehr vernünftig und vermeiden mit viel Charme und Geschick jede Auseinandersetzung. Daraufhin staunt der Horoskopeigner, weil es ja bei ihn so ist und sagt: Wow!
    Und im selben Atemzug fühlt sich der Astrologe mit seinem Häusersystem bestätigt und sagt ebenfalls: Wow!
    Das selbe macht nun ein Astrologe und verwendet die Kochhäuser. Bei diesem System liegt nun die Venus nicht mehr in Haus 6, sondern vielleicht in Haus 5. Der Astrologe sagt dann dazu: Sie sind ein glücklicher Mensch. Sie brauchen selten etwas allein zu machen. Viele Menschen gehen ihnen zur Hand. Ist das nicht toll. Auch hier staunt der Horoskopeigner und sagt: Wow!
    Und auch dieser Astrologe fühlt sich in seiner Kunst mit diesem einen Häusersystem bestätigt.
    Aber wer hat denn nun recht? Wer sagt denn, das nicht beides zutreffend sein darf? Und wer sagt, das der Horoskopeigner nicht auch wie die Probanden im obigen Beispiel sich selbst hörnen!?

    Es gibt (Protest ist mit eingegriffen) keine eindeutigen Belege welches Häusersystem innerhalb der Interpretationsmöglichkeiten nun besser oder schlechter ist, tiefgreifende oder nur an der Fassade kratzende Betrachtungen zu lässt. Wer das Gegenteil behauptet, der bleibt innerhalb seines Systems ein Gefangener und somit begrenzt.

    Ich kann keinen zu einem System raten, sondern mich nur mitteilen. Ich arbeite mit dem topozentrischen sowie dem Placidus Häusersystem und gelegentlich mit der Campanus- Methode und bin mit ihnen zu frieden.

    Pholus
     
  5. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
    Hallo zusammen,

    das was pholus beschreibt, kann ich nur bestätigen. ich arbeite mit regiomontanus-haeusern und ziehe placidus und evtl. campanus noch dazu heran.

    die frage nach dem "richtigen" haeusersystem stellt sich ja vor allem dann, wenn abweichungen vorhanden sind, d.h. ein planet einmal in haus a und einmal in haus b faellt (ansonsten waere es ja voellig gleichgueltig, welches haeusersystem man verwendet, die deutung bleibt immer gleich) :).

    was mir am koch-system nicht gefaellt ist seine ahistorische, "unastrologische" bildung:

    http://www.astrophoenix.de/glossar/gohs-haeusersystem-auch-koch-haeuser/

    und kurzgefasst:

    "Wenn wir davon ausgehen, dass ein Horoskop die Abbildung des Himmels zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort ist, und sich in diesem speziellen Augenblick die Zeitqualität offenbart, ist es fraglich, warum man Häuserspitzen heranziehen sollte, die sich definitiv vor dem Zeitpunkt der Geburt gebildet haben. So gesehen verstößt es gegen eine der grundlegenden Voraussetzungen astrologischen Denkens. Ungeachtet dessen hat sich das GOHS zu einem der beliebtesten Häusersysteme entwickelt."

    Ich denke, jeder muss seinen eigenen Weg in der Astrologie finden - ich ziehe die Koch-Haeuser aus o. g. Bedenken nicht heran. Es ist aber natürlich jedem selbst überlassen, was und womit er deutet und womit nicht.

    Es gibt auch ein Buch, in dem die Häusersysteme miteinander verglichen werden:
    Ralph William Holden: Astrologische Häusersysteme, Chiron Verlag (keine Ahnung, ob es noch neu erhältlich ist).

    Dort sind die Bildung der Häusersysteme ausführlich erläutert.

    :)
     
  6. louve

    louve Mitglied

    Registriert seit:
    6. April 2008
    Beiträge:
    209
    Ort:
    Wien
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    Danke Pholus und vergnuegt für eure informativen Antworten!

    Neugier gestillt!
    :)
     
  7. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
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    Deutschland
    Sehe ich so.

    Allerdings würde ich nicht unbedingt von "gut leben" sprechen, das wäre schon eher Koch. Man lebt, was man ist und das gut.
    Sondern man muss bei Placidus in gewisser Weise eine Anstrengung aufbringen, um das Potential zu verwirklichen. Es ist der Reiz des Neuen. Die Hinwendung zu einem persönlichen Wachstum, der sich aus einer grundlegenden Mentalität ergibt (die nötig ist einzunehmen). Mit der entsprechenden Mentalität wird der Wille erzeugt, der nötig ist, um einen Planeten nach Placidus Art zu leben.

    Wenn bei Placidus ein Planet im 5. Haus steht, der ansonsten bei Koch im 4. Haus steht, dann kann die Orientierung auf das 5. Haus (also Placidus) eine Erweiterung (=Placidus) der Möglichkeiten zeigen. Aber wenn man untersucht, was jemand schon ist und lebt, was er durch Sozialisierung und persönlicher Geschichte "geworden ist", lohnt sich die Stellung des Planeten bei Koch zu beurteilen.
    Placidus ist auch etwas mehr auf das Schicksal bezogen, und auf Freisetzung des Willens (der aber erst noch gebildet werden muss) - seine Definition leitet sich vom MC ab. Während Koch sich vom AC ableiten lässt.
    Übrigens: Insofern man dies berücksichtigt (Koch analog AC; Placidus analog MC) sollte man sorgsam unterscheiden, was in der Berechnungsmethode den wirklichen Bezugspunkt darstellt, und was symbolisch gesehen wirklich dabei ausschlaggebend ist. Denn oberflächlich betrachtet, könnte man meinen, dass es genau umgekehrt ist, und Koch mit dem MC analog ist. Aber dem ist nicht so.

    LG
    Stefan
     
  8. louve

    louve Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Stefan,

    danke für deine Antwort. Du erklärst genau, was ich wissen wollte.
    In meinem Radix sind bei Placidus 5 Planeten in H5, bei Koch sind sie dann in H4, das macht doch einen großen Unterschied. Ich finde beide Häusersysteme interessant, da sie eben zwei unterschiedliche Dinge aussagen. Froh bin ich nun auch, dass mir jemand das bestätigt, was ich damals gelesen habe. Ich höre immer nur, nicht Koch, und habe nicht verstanden weswegen - konnte mir auch keiner wirklich beantworten, bis eben heute Pholus.

    Das IST und das KANN - kann ich es also so vereinfacht ausdrücken?

    Eine Frage noch: Was sagst du zu Pholus´ eigentlich einleuchtendem Argument GEGEN Koch: was die Häuserspitzen anbelangt, die eigentlich bei Koch vor der Geburtszeit liegen? Wieso liegen sie eigentlich bei Koch VOR der Geburt? Versteh ich nicht :)

    lg
    Sabrina
     
  9. louve

    louve Mitglied

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    Ach ja, was ich vergessen habe:

    Wieso "gut leben" bei Koch? Ich meinte dieses "gut" leben, dass ich mein Potential gut aussschöpfe (bei Placidus)

    Wie hast du es gemeint?
     
  10. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

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    8. August 2005
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    Hi Louve

    ich kann nur sagen, wie ich es erlebe: Koch funktioniert und bedarf nur einer anderen Deutungsperspektive als wie bei Placidus.

    Bei Koch macht es auch Sinn, einen Planeten der im letzten Drittel des Hauses steht, überwiegend ins nächste Haus zu deuten. Was bei Placidus nur dann statthaft ist, wenn der Planet etwa 1-3° vor der Hausspitze steht (dieser Planet dämmert zunächst ins nächste Haus, und umso näher er an der Spitze seht, umso deutlicher kommt dann tatsächlich das nächste Haus zur Geltung für diesen Planeten).
    Der massgebliche Unterschied, zwischen Placidus und Koch, ist nicht allein die Häusergrösse. Die möglichen Widersprüche verschwinden (zB wenn man meint, ein Planet Ende Koch ist sowie schon ein Placidus-Planet, da man ihn ja ins nächste Haus deutet), die Widersprüche verschwinden, wenn man mit Koch eine andere Perspektive einnimmt. Es ist schwer zu beschreiben. Die Draufsicht ist einfach anders; ich gewichte den Planeten anders. Bei Koch hat die Stellung in der Mitte eines Hauses zB eine grössere Bedeutung, als wie bei Placidus.
    Wenn ich es besser formulieren kann, werde ich das übrigens auf meiner Homepage noch verbessern, denn da habe ich auch schon etwas drüber geschrieben. Aber das reift nur langsam. Doch bislang verdichtet sich das, was ich darüber eben schon vermutet habe und da kann ich nur sagen: Koch ist ebenso richtig wie Placidus - nur die PERSPEKTIVE ändert sich. Und beide Häusersysteme sind im GRUNDE verschieden.

    Ein Transit auf die Spitze eines Koch Hauses birgt oft eine Entfaltungsebene des Inneren, und/oder regt Bewusstwerdungsprozesse an, zB: man wird sich seines inneren Reichtums des kreativen Ausdrucks oder Möglichkeiten bewusst bei 5. Haus ; kann auch darin bestehen, dass man endlich Ruhe findet und mal seiner Lieblingsmusik lauscht usw. - und bei Placidus desselben Hauses (aber gewöhnlich an einer anderen Stelle!) kann man oft beginnen konkret tätig zu werden, zu manifestieren oder nach aussen beginnen zu wirken oder sehr oft bei jedem Placidus Transit (Konj.): es tauchen gewisse Erfahrungsebenen auf, die man als problematisch erfahren könnte (für die akute Zeit des Transits über die Hausspitze) .

    Naja, was das mit den "gut leben" angeht, ist es letztlich eine Frage, was man darunter versteht. Man kann es sicher auf beide Häuser anwenden.

    Wenn ich betrachte, was ich geworden bin, sind damit auch Komplexe gemeint, und wenn ich "gut leben" will, dann bereinige ich diese, besonders über Koch.
    Bei Placidus kommen diese Komplexe natürlich auch zustande, aber gerade wenn ein Planet bei Placidus in einem anderen Haus als wie bei Koch steht, kann man feststellen, dass Koch eher die Komplexe anzeigt und Placidus "Integrations-Defizite". Placidus muss bei einer solchen Konstellation (sprich: zB wenn Placidus 5, und Koch 4 ) nicht bedeuten, dass man sich diesem 5. Haus schon angenähert hätte. Daher gibt es dort auch weniger Probleme in Bezug zum 5. Haus.
    Sich sein Potential entwickeln helfen, bedeutet Integration (des Placidus Hauses). Integration ist immer nötig, wenn ein neuer bezug aufgestellt werden soll.

    LG
    Stefan
     
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