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Waldorfschule

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von SilverTear, 14. Dezember 2005.

  1. SilverTear

    SilverTear Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2005
    Beiträge:
    68
    Ort:
    im schönen NRW
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    die waldorfschule ist den meisten usern wohl ein begriff, der ja auch ab und an mal hier fällt. oft sind es mütter die sich mit der geeigneten schulform für ihr kind nicht sicher sind oder einfach nur leute, die mehr über diese schulform wissen wollen. die antworten die ich dann lese enthalten irgendwie immer nur das selbe. ja, kunst, philosophie, religion und diese tollen fächer werden gefördert, das kind wird als individuum gesehen, die kindheit kann auf eine ganz eigene, besondere weise gelebt werden, hin und wieder fällt vielleicht auch mal der begriff eurythmie... aber das wars. das liegt wohl daran, das viele diese schulform einfach nur vom hörensagen kennen. und die, die aus eigener erfahrung sprechen, auch nur von "damals" reden können. sicherlich gibt es mitlerweile auch viele gute bücher, aber auch die sind inhaltlich ziemlich ähnlich. und vieles geht meiner meinung nach auch nicht wirklich klar daraus hervor, weil sie sich mehr auf herrn steiners idee und philosophe beziehen, als auf die wirkliche unterrichtsform an waldorfschulen (und schöngeredet wird in büchern ja allgemein gerne).

    deshalb, und weil ich des öfteren gemerkt habe das interesse da ist, habe ich jetzt dieses thema eröffnet. ich bin selbst seit dem kindergarten mit dieser form aufgewachse und mache bald mein abi an einer waldorfschule. vielleicht gibt es hier noch einige "(ex)waldis" die sicherlich auch gerne antworten "aus erster hand" zur verfügung stehen. :move1:

    alles liebe,
    Lioba
     
  2. *Mina*

    *Mina* Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2005
    Beiträge:
    54
    Liebe Lioba, gehöre auch zu denen die Waldorf nur vom hören-sagen kennen. Ich finds sehr positiv was dort geboten wird, aber echt mitreden kann ich nicht wirklich. Erzähl Du doch mal von Deinen Erfahrungen!
     
  3. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    1.986
    In meiner Schullaufbahn gab es mal eine Zeit, zu der ich unbedingt in eine Waldorfschule wechseln wollte. Damals, vor 19 Jahren, in der 7. Klasse wurde, nach langem Drängeln und Quengeln meinerseits, der Schulwechsel angestrebt.

    - kein Radio + TV - wäre OK für mich gewesen
    - Musik nur selber machen dürfen, keinerlei Datenträger dieser Art zu benutzen - kein Problem und auch OK
    - 900 DM Schulgeld pro Monat - wäre einfach NICHT zu erbringen gewesen.

    Und heute bin ich doch froh über das damals gescheiterte Projekt Schulwechsel!
    Warum? Diese Antwort wäre jetzt nicht mehr aus 1. Hand. Aber wers wissen will, darf gerne nachfragen. :)

    Gruß
    Moludeami
     
  4. Karuna

    Karuna Guest

    Also...
    ich bin Waldorfschülerin...
    ich habe acht verschiedene Waldorschulen
    in der Weltgeschichte besucht...

    war die ersten zwei Jahre in Benefeld im Waldorfinternat
    bei Walsrode...

    1993 war ich bei einem Treffen von Waldorfschülern
    aus meiner Schulzeit in São Paulo

    Das Treffen fand in München statt
    wir waren zu zehnt... alle waren
    in meinen Augen hervorragen im
    Leben situiert...

    Top-Manager in der Industrie
    bei Phillip Morris und Hoffman La Roche
    Schiffsingenieur
    Reiki-Meisterin
    Public Relation


    durch die Erziehung wird man kreativ
    man wird nicht zu früh in den Intellekt
    geführt... lernt Englisch und Französisch
    ab der ersten Klasse... bevor man überhaupt
    schreiben und Lesen lernt...

    In den späteren Jahren
    wird man dann um so mehr
    lernmässig dran genommen
    aber dann ist man auch dazu wirklich fähig


    Karuna:liebe1: :weihna1 :liebe1:
     
  5. Artisan

    Artisan Guest

    Hm, Steinzeit...
    Radio, Tv, Handy, MP3´s, Walkmen, Discmen, PC´s....alles vorhanden und erlaubt mittlerweile.

    Datenträger auch normal, abe auch selbst Musik machen...

    Schulgeld lehnt sich an der wirtschaftlichen Situation der Haushalte an. Wird prozentual ermittelt.
    Eine ganz normale Privatschule halt. Zumindest bei uns, aber auch bundesweit die Norm.

    Grüße, Artisan ( stellvertretend für Sohn) :clown:
     
  6. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    1.986
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    Ich weiss, aber herrschte vor 19 Jahren nicht noch die pädagogische Steinzeit? Nicht nur in Waldorf Institutionen, meine ich! :stickout2

    Ist mir jetzt auch bekannt. Trotzdem völlig überzogen für die damalige Zeit. Die wollten mich einfach nicht. :clown:
    Ich habe eine liebe Freundin, die ihre beiden Kids in Waldorfschulen und Kindergärten hatte.
    Inzwischen sind die 2 auf Regelschulen mehr oder weniger glücklich... wenn man in der Pupertät überhaupt glücklich sein kann. :party02: :nudelwalk :escape:


    Gruß Moludeami
     
  7. Karuna

    Karuna Guest

    Schulgeld haben meine Eltern meist nicht viel bezahlt
    sie waren nicht sehr bemittelt als ich noch Kind war

    später zahlten wir 200 DM für unsere Tochter
    die auch zwei Waldorfschulen besuchte


    Karuna:liebe1: :weihna1 :liebe1:
     
  8. SilverTear

    SilverTear Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2005
    Beiträge:
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    Ort:
    im schönen NRW
    warum denn? ist wirklich alles daran gescheitert, das sie dich nicht angenommen haben? (ich persönlich halte von dem auswahlverfahren ehrlich gesagt auch nicht besonders viel...) :weihna1
     
  9. Moludeami

    Moludeami Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Mai 2004
    Beiträge:
    1.986
    Quark.
    Das Warum besteht aus Erfahrungen aus 2. Hand, und ich bin froh diese nicht gemacht zu haben.
    Hier wurde nach Erfahrungen 1. Hand gefragt. :morgen:
    Restliches per PN, falls Interesse besteht.
     
  10. SilverTear

    SilverTear Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2005
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    jaa... zu meinen erfahrungen. erst mal bin ich wahnsinnig glücklich und dankbar das sich meine eltern damals, wo waldorfschulen ja doch noch recht umstritten waren (was sie ja heute teilweise auch noch sind) für diesen weg entschieden haben und ich eine solche schule besuchen kann. meiner meinung nach sind diese schulen kaum mit staatlichen zu vergleichen, weil alles viel freier und individueller gestaltet ist. (deswegen heißt es ja auch freie waldorfschule :weihna1 )

    Wie Karuna ja schon geschrieben hat, lernt man dort zwei fremdsprachen gleich ab der ersten klasse, noch bevor man richtig schrieben kann. natürlich ist der unterricht, wie in allen fächern in den unteren klassen mehr spielerisch angelegt. es vorallem viel gesungen und musik gemacht. jedes kind bekommt bei seiner einschulung eine flöte und lernt in musikunterricht spielen. (das ist zwar nicht bei allen waldorschule so, aber bei den meißten) Es ist auch ein großes anliegen, das jeder ein instrument spielen sollte, was sich aber später vreliert. man kann ja schließlich niemanden zwingen ;) es wird auch sehr viel praktisches gemacht, sodass die kinder eingene erfahrungen sammeln und vieles selber ausprobieren können.
    Auch werden regelmäßig ausflüge und klassenfahrten gemacht um die gemeindschaft zu stärken.

    das künsterliche und praktische kommt dann ab der achten klasse verstärkt. da gibt es ein achtklassspiel (d.h. jede achte klasse erlernt im laufe des schuljahres eine zweistündiges theatherstück und führt es am ende des schuhljahres in in einer öffentlichen veranstaltung vor) und jeder schüler sucht sich in diesem schuljahr ein thema - meißt etwas praktisches - mit dem er sich dann intensiv beschäftigt um seiner erfahrungen dann in einem vortrag zu erzählen. mit diesen sachen wird einfach das selbstbewusstsein gestärkt und es soll sicherheit aufgebaut werden. so hat man z.b. später weniger probleme vor anderen menschen frei zu sprechen. in dieser zeit wirden sehr viele praktische fächer und kurse angeboten (kupfertreiben, plastizieren, töpfern, schreinern, schneidern, zeichen, theater und schauspielerei, viel sportliches...)
    bei alle dem steht jedoch der spaß im vordergrund, von dem auch reichlich vorhanden ist...

    Wie Karuna ebenfalls sagte, wird man aber spätestens in der oberstufe hart rangenommen und hat teilweise extrem viel zu büffeln wie ich momentan jeden tag feststellen darf :rolleyes: im künsterlichen sind jetzt eher geisteswissenschaftliche themen aktuell. in der zwölften klasse schreibt man dann eine weitere jahresarbeit, die sich eben mehr auf soche themen beziehen sollte.

    in der waldorfschulzeit gibt es 5 praktika: das forstpraktikum 8. klasse, das bauerhofpraktikum 9. klasse, vermessungspraktikum 10. klasse, sozialpraktikum 11 Klasse ,und betriebspraktikum 11./12.klasse. diese können alleine oder mit der besten freundin/freund angetreten werden. (ob der spaß - oder der lernfaktor hierbei höher ist, sei jetzt mal dahingestellt :clown: ) ich habe in diesen paraktika sehr viele erfahrungen gemacht, die ich sonst nicht machen würde. wer geht schon freiwillig vier wochen auf einen biobauernhof wo es keine maschinen gibt und man das unkraut noch mit der hand zupft??

    was technische geräte angeht sie diese wie schon gesagt wurde mitlerweile alle erlaubt und auch für den unterricht vorhanden.

    ich hoffe ich konnte den ganz ahnunglosen jetzt mal einen kleinen einblick gewähren...
    wer fragen hat, immer her damit:banane:
     

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