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Vorstellungen prägen Erfahrung

Dieses Thema im Forum "Engel" wurde erstellt von Conrad, 1. September 2010.

  1. Conrad

    Conrad Guest

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    Hallo liebe Engelfreunde,



    ich wage mich an einen ersten längeren Text, der sich ein wenig kritisch mit dem Begriff und den Vorstellungen zum Thema "Engel" auseinander setzt. Ich möchte nachdrücklich darauf hinweisen, dass meine Gedanken niemanden in seinem Glauben und Handeln kritisieren oder gar beleidigen sollen. No offense.


    ---



    Engel, die sogenannten Angeloi, sind nach dem patriarchalischem, christlichem Weltbild die "BOTEN" des allmächtigen Schöpfergottes. Hier begegnen uns schon in der Regel unhinterfragte dualistische Vorstellungen.

    Etwa die Vorstellung einer allmächtigen Vaterfigur, die eifrige Diener braucht, um überhaupt einen Kontakt mit den von Erbsünde belasteten unfähigen und unwerten Erdenmenschen herstellen zu können. Diese geschickte Spaltungskonstruktion dominiert auch in unserer scheinbar postchristlichen Zeit immer noch das allgemeine Bewusstsein.

    Es ist patriarchalisches Kirchendenken.

    Die Kirche hat ein hierarchisches Engelsbild geschrieben, indem dem Menschen jeder Hauch von innewohnende Göttlichkeit abgesprochen wird. Die unerreichbaren Himmelsboten stellen auf der einen Seite den Kontakt her zwischen bombastischem Schöpfergott und unreinen, wertlosen Erbsündern. Auf der anderen Seite gibt es laut Kath. Kirche keinen Weg zu Gott, außer durch ihre ALLEINIGE Vermittlung. Sie halten also den anderen Weg, von hier "nach oben", zum bärtigen Mann mit dem goldenem und schwarzem Buch - unter ihrer demütigen Kontrolle! *fg*

    Das soll jetzt nicht mein Thema sein, diesen Knebelvertrag zu analysieren, sondern das uns diese Sachen alle nur erzählt werden/worden sind, ist DER PUNKT.

    Es sind Konstruktionen, die von beauftragten/angestellten Theologen entwickelt wurden, die natürlich zuerst einmal das Wohl ihres Brötchengebers, des Vatikans, im Auge hatten.

    Sie sind also als authentische Zeugen über Engel gar nicht zulässig. Diese Jungs sind "befangen".

    Auch auf der "anderen Seite" --- etwa die Vorstellung eines "gefallenen Engels" als Widerpart des monotheistischen Lichtgottes ..... das ist eine mehr als wackelige theologische Konstruktion. Man muß sich ja nur mal angucken, das Luzifer der antike Name des Morgensterns, also der VENUS ist. Der Teufel ist nach Theologensicht demnach eine vermännlichte GÖTTIN! PeNG! Schon hat man diese ganze angsterzeugende Satanshysterie lahm gelegt.

    Also .... sich mit Begriffen und Geschichte zu befassen, kann sehr lohnend sein.



    ---



    Mein eigentlicher Punkt ist - ich mache hier keine neuen Bescheidwissungen "über" Engel. Ich habe auch keine Zeit, Religionen oder Antireligionen ständig zu kritisieren. Ich bin ein Erforscher meiner Realität, dazu gehört Geschichte ebenso wie außer/innersinnliche Erfahrungen. Ich möchte letztendlich nur dazu auffordern, sich vom Hörensagen, vom unhinterfragtem Akzeptieren zu befreien - hin zu einer eigenen Wertschätzung. Hin zu einer Ablehnung von machtorientierten Konstruktionen, die mich systematisch klein machen sollen. Die dabei "Das Heilige" von mir trennen wollen, gleichzeitig unerreichbar & protzend erhöhen. Throne, Cherubine, wer soll da alles herum schwirren? ... ich weiß davon nichts. Ich weiß nur, das ich sie fühlen kann. Und es sind keine Boten. Mehr weiß ich nicht. Denn ich weiß nur, was ich selber erfahren habe!

    Ich kenne Menschen, die sie sehen und hören können. Ich nicht. Also mache ich dazu keine Aussagen.


    ---



    Wir wissen einfach und ehrlich - nicht genau, was "Engel" sind.

    In der Antike galten Engel zB als GÖTTER.

    Da waren sie sowas wie Hochelfen, Lichtelfen oder Elben. In der "Herr der Ringe" ähnelt GALADRIEL ( EL - Endung) nicht zufällig GABRIEL. Doch das war kein Zuckergußwesen. das war eine MÄCHTIGE FRAU. Eine Unsterbliche. Tolkien bringt die antike Sichtweise, macht andere Kontexte aktuell für seine Geschichte. Siehe etwa den germanischen Weltenbaum, die Welten der Engel waren Lichtalbenheim und Vanaheim.


    Bei den Navajos gibt es ein "heiliges Volk", das klingt sehr nach diesen Wesen.

    Diese "SPIRITS" ... das sind meine "Engelchens"! ;)


    ---




    Ich weiß nur, ( ich kann sie fühlen, aber nicht "sehen") ....

    * Das jeder Mensch es diesen Lichtwesen wert ist, einen sehr persönlichen Kontakt zu ihm/ihr zu haben. Ohne einen Schöpfergott dazwischen. Sie sind FÜR DICH DA. JEDERZEIT. Für jeden. Ohne Ausnahme. Man muß nichts tun oder können, braucht nicht dienen oder beten etc. Kein Ego muß weg. Dieser Kontakt, diese zeugenartige ---> BEGLEITUNG ( kein Botensein! sondern sowas wie ZEUGEN) - kommt aus dem eigenen Inneren! Sie kommen nicht "von oben"! Sie treten durch die Chakren in deine duale Materialität - nach meiner Sicht und was ich gefühlt habe.

    * Es gibt Unterschiede, unterschiedliche Qualitätenebenen, aber keine Hierarchien. Ich sehe es in etwa so - ein "Erzengel" hat mehr Entwicklung, eine größere Reife. Damit fungieren sie in einer Art geistigem Netzwerk als Knotenpunkte, als Verteiler.

    * Es sind andere Wesen, als wir sie uns vorstellen. Es gibt sehr viel persönlichere Verbindungen, als wir glauben.

    Weil - die "EngeL" - was für ein scheußlicher Name, eine Dienstbotenbezeichnung - *eg* - für mich! sowas wie unser eigener abgespaltener geistiger Kern sind. Sie sind mit Sicherheit nicht außen und oben, sie erscheinen aus dem Geistigen, aus dem Chakren ( Herzchakra etwa) der Menschen. Die keine Erbsünder sind. Sondern in Vorstellungen gefangen wurden, der Geist, das Heilige, ... das seien Erfahrungen, die nicht für sie bestimmt seien. Für die sie nicht wert genug seien.

    Sagt die Kirche.

    Dunkle, sehr dunkle Jahrhunderte lang.



    ---





    Ich danke für eure Aufmerksamkeit, Namaste!
     
  2. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Mai 2005
    Beiträge:
    23.378
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    home sweet home
    Hi Conrad,

    schöner Text, seh ich sehr ähnlich. :zauberer1

    So hab ich das auch erlebt; man wird Zeuge seiner eigenen Muster, ohne sie zu bekämpfen. Das Ego bzw. ein Teil davon verschwindet paradoxerweise gerade dann trotzdem. *g*

    LG Annie
     
  3. Conrad

    Conrad Guest


    Hallo Annie,

    ich habe mir die Art angewöhnt, alles genau anzuschauen. Das bin ich & du mir wert, sozusagen. ;)

    Was heißt dieser Satz genau? Hast du dich als Geistkern erlebt, der dich in materiellem Dasein erlebt hat?

    ( Interessanter Punkt übrigens dazu die hawaianische Huna-Vorstellung eines KANE)




    Das ist ein ganz anderes Thema! *ggg*

    Die KUNST ist .... seine IDENTITÄT in die Stille hin aufgeben zu können, ohne mit den Spaltungskonzepten eines erhabenen Selbst und eines unwerten, behindernden Egos, die alle aus okkulter Absicht kommen .... auch nur in Berührung zu kommen!

    Es gibt kein Problem.

    Was wir als Ego bezeichnen ist letztendlich doch nur das Kranke, Verängstigte, Unsichere, das Opfersein, die Trennung vom SEIN. Wenn da die Okkulten, die Patriarchen zur Endlösung kreischen .... die jagen ihre krankes inneres Kind, was dann wieder umso gieriger, empfindungsloser etc wird.

    "Schlimmes Ego" ist eine patriarchalische Unterwerfungsagenda. Es ist ein okkulter Weg. Es ist die solare Selbstauslöschung der Willensmagier, die dann mit angeblicher Selbstlosigkeit angeben.


    Denn ... WER will denn ein Ego weghaben!

    Das Ego!

    Ok, darüber kann ich wochenlang schimpfen! *hihihi*



    gute nacht & cu
     
  4. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    Hi Conrad,

    Hab gleich mal gegoogelt danach, weil ich schon so den Verdacht hatte, dass du auf das Göttliche im Menschen da hinauswillst. ^^

    Mein Satz ist nicht direkt auf so eine "Gotteserfahrung" bezogen. Die hatte ich noch nicht. Aber es war durchaus eine Art mystische Erfahrung. Ich war in einem Konflikt, und die Gegensätze waren praktisch für einen kurzen Augenblick lang aufgehoben. Wahrscheinlich kann man das mit verschiedenen Worten ausdrücken (ich bin aber nicht so der Erklärungs- und Benennungsspezialist). Jedenfalls kann ich´s am besten damit beschreiben, dass es eine Art Gedankenstille war, der Verstand kam zur absoluten Ruhe, und es war da ein einfaches Schauen/Sichten dessen, was ist (in dem Falle eine bestimmte Angst). Ohne dranrum zu friemeln. Weil genau das hat mir bis dahin die Probleme überhaupt erst erschaffen. "Ich" war da in dem Moment auch nicht mehr wirklich da, aber gleichzeitig doch vollkommen. Naja, paradox eben. :rolleyes:

    Ich auch, Conrad, ich auch, und wie. :D
    Erst bekämpft man die eigenen Ängste/das eigene Ego, dann sichtet man´s, und dann versucht man die anderen Egos zu bekämpfen, die einen so dermaßen anpiepen. :D
    Aber darauf, dass es auch nur das Ego ist, unter dem Deckmantel der "Liebe zu den anderen", bin ich auch schon gekommen, Gott sei Dank. :rolleyes:

    Schaumer mal, wie´s weitergeht...

    Gute N8 ebenso,
    A.
     
  5. Conrad

    Conrad Guest

    Nein, da geht es um andere Kontexte. HUNA ist matriarchalischer Schamanismus, ganz auf Selbsterfahrungen bezogen. Lono = der rationale Aspekt, Ku = Körperwissen, und Kane = sowas wie Ätherwesen. Gesamtwesen. Spirit. Nix Heiliges!





    *hüstel* *umgucke* Da "oben" is ja och keener! *ggg*






    Ehm, nach meinen Erfahrungen ist es ein DAS, WAS IST.

    Stille, ein Stillpunkt, ein Ruhen des Verstandes, das geht dann immer tiefer. Ich habs mal so erlebt, das Göttliche war nur eine Ebene, eine Benennung. Ganz unten war ..... *hüstel* *wieder umgucke* .... Nichts! ^^





    Ah, yes! Exactly.




    genau.

    Paradox.

    Und das absolut Verblüffende - das eigentlich wirklich UMWERFENDE - wenn man danach eine Pizza essen will, .... kein Problem. *LOL*






    Das Lustigste war mal, wie ich zwei katholische Frauen hörte, wie die eine die anderen mit Worten niederprügelte ( wirklich fies & gehässig) ... siiiiiiiiiie wäre viel demütiger und egoloser als die andere!

    Habsch gelacht.





    Du bist auf einem tollen Weg! Es genießen?
     
  6. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    Es ist ja auch ein Trugschluss, Gott als alten Mann mit weissem Rauschebart auf Wolke 7 zu sehen. Sag ich jetzt mal so; auch ohne entsprechende Einheitserfahrung oder wie auch immer. Selbsterfahrung ist im Grunde doch das Gleiche wie Gotteserfahrung. Weil Selbst = Gott. (Mensch, ich greif meiner Entwicklung schon wieder vor, immer diese Ungeduld :rolleyes:)

    Ja, das war´s in meinen Erfahrungen auch. Nur ich hab so den Eindruck, dass das, was ist, jeweils verschiedene Ebenen hat, also innerhalb dieses Einen gibts halt noch verschiedene Schichten oder so. Das Bild der Matroschka-Puppen passt da auch ganz gut, falls du die kennst.
    Ich hab hier das System der 7 Bewusstseinsstufen kennengelernt. Deepak Chopra hat drüber geschrieben, falls du den kennst.

    Naja, am Ende alles nur Konzepte, die einen auch hindern können.

    Wie weit bist du denn schon "vorgedrungen"?

    :lachen: Jaja, wenn zwei sich streiten... :D
    Was meinste, steckt da dahinter?

    Was geniessen? :confused:
     
  7. Conrad

    Conrad Guest

    Ich glaube, das was du vorhin beschrieben hast, war MEHR als .... diese krampfige Hecheln nach einem Papagott. Obwohl es ja weniger war. Paradox! *gg*

    Ich verrate dir was - ich mache um Mystik einen RIESENBOGEN! Ich ziehe es entschieden vor, ganz normal zu sein. Und manchmal .... mein -immer noch nervendes- Personaabwicklungsprogramm zu vergessen - nicht zu sein. Oder ... Erkenntnis? Jedenfalls nix mit Gott und nix mit Schwülstig oder so. Sehr klar und weit.

    Kennste Bodhidharmas Spruch? Sinngemäss: Fragt der König, wie denn es denn sei. Er: "Nix von Heilig oder so, Weite und Klarheit."



    Ja, kenne ich. Sieben Stufen sind .... mein Thema.

    Ich lass dir mal etwas Selbstgeschriebenes zukommen, man muß ja nicht soviel hier ausbreiten.



    Das spielt eigentlich keine Rolle. Es geht mehr darum, die echte Reife anzugehen, solche Erfahrungen sind Bonbons, die vergehen. Aber auch dazu mehr per PN oder so.


    Keine Ahnung, aber sie war voll Ego, ein beistiger Tyrann, die eine andere HAUTE, weil die es angeblich sei.

    Es war die Hölle.




    Deinen tollen Weg? *ggg* He, du machst Erfahrungen, da träumen andere viele Leben lang von - mal so nebenbei.
     
  8. Mipa

    Mipa Guest

    Ich bringe meinen engel nicht in verbindung mit einem "Gott" oder einer kirche. Er war auf einmal da, ohne dass es um diese themen ging. Er ist mein begleiter, mein zuhörer, mein weggefährte.
    Er ist da, wenn ich ihn nötig habe, aber er ist auch da, wenns mir gut geht.
    Er ist auch keinesfalls da, um mir händchen zu halten, denn er ist kritisch und mich nachdenklich stimmend, aber er ist immer liebevoll.


    Er ist auch nicht Gottes bote, niemandem rechenschaft schuldig, kein überbringer von botschaften, nicht strafend, ermahnend oder belehrend, sondern einfach nur mir zugehörig.:D

    Und wenn das jetzt auch nach einem netten patriarchalischen märchen klingen sollte - egal - für mich funktioniert es bestens.:)
     
  9. Conrad

    Conrad Guest

    Das hört sich doch sehr schön an - deine Erfahrung.

    Ihr habt anscheinend eine gute Kommunikation und .... wen interessiert der Rest dann?


    nach einem netten patriarchalischen märchen klingen sollte

    Noo! Die haben keine entspannten Win-Win Erfahrungen! ;)
     
  10. angelviola

    angelviola Mitglied

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    Gott ist in allem. Soweit so gut. Erbsünde find ich blöd- in meinem glauben abgeschafft!!! Satan- damit kann ich nix anfangen- gibt es so nicht für mich. Gott als alter Mann- nett aber eine Vorgabe von der kath. Kirche- also etwas einseitig. Jesus gab es sicher- seiner Rolle für uns Menschen und dem göttlichen bin ich mir noch nicht bewusst. Engel- so wie sich das die Kirche vorstellt- naja. Ich denke, es wird schon Engel geben- nur eben nicht so wie es der Vorstellung der Kirche entspricht...

    Es gibt ca 6. 000.000.000 Wege zu Gott und jeder ist anders und jeder ist richtig. Gott ist in allem und nicht nur für welche mit "exklusive Rechte" vorgesehen :)
     

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