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Von Gott träumen

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von frommywindow, 26. Juni 2010.

  1. frommywindow

    frommywindow Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2010
    Beiträge:
    25
    Ort:
    da und dort
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    Guten Morgen Esoterikgemeinde,

    heute hatte ich einen Traum, der mir schwer symbolbeladen scheint, darum dachte ich mir - einfach mal registrieren und nachfragen, wie man den Traum deuten könnte. Danke euch schon mal jetzt für euren Input. :danke:

    Ich träumte von Che Guevara, besser gesagt von Benicio del Toro als Che (er hat ihn ja tatsächlich im Kino gespielt), aber im Laufe des Traumes wurde Che/Benicio immer mehr "ich", er war auch nur an Orten und in Wohnungen, die mit meiner Famlie/Kindheit zu tun haben. Er war anscheinend immer auf der Flucht und zugleich auf der Suche, die ihn in die Wohnung meiner Eltern führte. Dort betrat er das Badezimmer und fischte zwei Kugeln aus der Badezimmer, legte sie mitten in einem Zimmer zusammen und sie verschmolzen ineinander, aus ihnen trieb im Zeitraffer ein wunderschöner Baum voller Blüten.

    Meine Eltern und meine Neffen beobachteten das staunend, da sagte Che: Das ist ein Gottesbeweis, dass es diesen Baum gibt und er so wunderschön ist und fiel vor dem Baum auf die Knie und betete ihn.
    Da sprach plötzlich eine Stimme aus dem Baum: du hast mich erkannt.
    Und Che fragte voller Inbrunst: kannst du mir verzeihen, was ich getan habe? Das ist das einzige, was ich von dir wissen will.
    Und die Stimme antwortete: ja, ich verzeihe dir.
    Daraufhin Che total selig: das ist das allerwichtigste im Leben, dass einem Gott verzeiht.

    An mehr kann ich mich nicht erinnern, außer die eher unbeteiligte Familienmitglieder, zwar schon staunend, aber irgendwie auch ungläubig.
     
  2. Deckard66

    Deckard66 Mitglied

    Registriert seit:
    13. Oktober 2009
    Beiträge:
    265
    Ort:
    Deutschland
    Die wichtigste Erkenntnis aus dem Traum sollte der "Sünden"-teil sein: Abgerechnet wird nicht nach dem Tod, Bestrafung für Sünden erfolgt während deines Lebens und somit ist Vergebung jederzeit möglich solange du atmest. Sprich der Weg zurück zur Quelle steht jedem frei der willig ist.

    Namaste,

    Deckard
     
  3. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Einer jener nicht allzu häufigen Träume mit stark spiritueller Bedeutung.

    Che Guevara ist ein Kämpfer, jemand der sich für Gerechtigkeit einsetzt. In deinem Traum ist er auch ein Suchender und Flüchtender. Das alles bist du: Kämpfer, Sucher, Flüchtender. Ein Abbild für einen Menschen, der starken inneren Kräften ausgesetzt ist. (Das muss übrigens nichts mit dem realen Che zu tun haben, sondern nur mit dem inneren Abbild dieser beinahe archetypischen Figur.)

    Dabei ist Che auf der Suche nach der "Wohnung der Eltern". Wohnung ist ähnlich wie das Haus im Traum ein Sinnbild für das Ich bzw. jenen Teil des Ichs, der überlieferte Werte der Eltern und der Herkunft symbolisiert. Ich würde das in diesem Traum spirituell deuten: Anscheinend gibt es einen Suchenden in dir, welcher nach dem Ort seiner geistigen/seelischen Herkunft, nach der spirituellen Rückverbindung zum grossen Vater und zur grossen Mutter sucht.

    Badezimmer ist der Ort der Reinigung.
    Kugel ist ein Symbol für Ganzheit, Vollständigkeit, "Abgerundetheit".
    Zwei ist die Zahl der uranfänglichen Dichotomie, Trennung, Zweiheit.
    Baum ist ein uraltes Symbol des Lebens, des Daseins und des Kosmos schlechthin. Er verkörpert die Welt, das Leben (und nicht zuletzt auch das menschliche Nervensystem). (Siehe auch "Baum der Erkenntnis" in der biblischen Schöpfungsgeschichte, "Yggdrasil" in der nordischen Mythologie usw.)

    Zusammengenommen:
    Der Suchende, der sich nach Rückverbindung zu seinem spirituellen Vater und zur spirituellen Mutter (also seiner spirituellen Verwandtschaft/Herkunft) sehnt, betritt einen Ort der Reinigung. Dort findet er das, was getrennt ist, wobei jede der Hälften jedoch in sich wiederum auch ganz und vollständig ist (Kugeln). Er vereinigt die beiden Hälften und daraus entsteht die (neue) Welt und das (spirituelle) Leben in seiner ganzen Schönheit und Pracht (Blüten).

    Und das ist ein Gottesbeweis. Es ist ein Beweis für die Göttlichkeit des Daseins. Der Traum-Che demonstriert, dass es möglich ist, ein spirituelles Leben zu finden und zu leben (dafür kämpft er ja!). Das ist das, wonach er die ganze Zeit über gesucht hat. Der Traum symbolisiert für ihn alles, wonach er sich gesehnt und was er gesucht hat. Und jetzt hat er es gefunden, darum betet er es an.

    Nun fehlt aber noch ein wichtiges Element: Der Suchende kann niemals Gott werden. Er kann seinen Ursprung, seine Göttlichkeit erkennen, aber er ist nicht Gott. Gott ist er, aber auch unendlich viel mehr. Um den letzten Schritt der Rückverbindung zu tun, ist vollständige Demut nötig. Deshalb fragt Che, ob Gott ihm verzeihen könne. Er liefert sich ihm vollständig aus. Der letzte Schritt kann nur durch Gnade passieren, nicht durch eigene Willensanstrengung. Aber der Suchende muss dafür bereit sein, er muss bereit sein, sich selbst aufzugeben. Das ist das Verzeihen, um welches zuerst gebeten werden muss.
    (Im Garten Gethsemane betete Jesus: "Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Aber nicht mein sondern dein Wille geschehe.")

    Die Verwandten (soziales Umfeld) sind und bleiben jedoch eher skeptisch und ungläubig.
     
  4. frommywindow

    frommywindow Neues Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2010
    Beiträge:
    25
    Ort:
    da und dort
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    @fckw: wow, ich danke dir für diese umfangreiche Deutung. Damit hast du mir einen echten Schlüssel in die Hand gegeben und zugleich vieles, über dass es sich weiter nachzudenken lohnt. :danke::danke::danke::umarmen:
     
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