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von der Liebe getragen

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Katarina, 8. November 2007.

  1. Katarina

    Katarina Guest

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    Hi miteinander,

    habe ein schönes Gedicht von Elli Michler gelesen:

    "Wo du geliebt wirst, kannst Du getrost alle Masken ablegen,
    darfst Du Dich frei und ganz offen bewegen.
    Wo Du geliebt wirst, zählst Du nicht nur als Artist,
    wo Du geliebt wirst, darfst Du so sein, wie Du bist.

    Wo Du geliebt wirst, musst Du nicht immer nur lachen,
    darfst Du es wagen, auch traurig zu sein.
    Wo Du geliebt wirst, darfst Du auch Fehler machen,
    und Du bist trotzdem nicht häßlich und klein.

    Wo Du geliebt wirst, darfst Du auch Schwächen zeigen
    oder den fehlenden Mut, brauchst Du die Ängste
    nicht zu verschweigen, wie das der Furchtsame tut.

    Wo Du geliebt wirst, darfst Du auch Sehnsüchte haben,
    manchmal ein Träumender sein, und für Versäumnisse,
    fehlende Gaben räumt man Dir mildernde Umstände ein.

    Wo Du geliebt wirst, brauchst Du nicht ständig zu fragen
    nach dem vermeintlichen Preis. Du wirst von der Liebe getragen, wenn auch unmerklich und leis."

    Ist das nicht schön?
    Kennt jemand dieses "Wo"? Ich kann mir das nur erahnen, wenn ich an meine Herzensverbindung zu meinen Kindern denke. Die können tatsächlich machen, was sie wollen. Ich liebe sie dennoch immer.

    Katarina :)
     
  2. Niviene

    Niviene Mitglied

    Registriert seit:
    13. Februar 2006
    Beiträge:
    950
    Ort:
    Stmk.
    Hallo, ein wunderbares gedicht, das mich daran erinnert das dieser (mein) Ort bei mir zuhause ist.

    ich denke, jeder (die meisten) mensch fühlt sich zuhause bei seiner familie am wohlsten und geliebt.

    :)
     
  3. Phoenix07

    Phoenix07 Mitglied

    Registriert seit:
    31. August 2007
    Beiträge:
    967
    Das ist wunderschön das Gedicht und ich denke es kann jeder Ort sein egal wo der sich befindet wenn dort Menschen wären die einen lieben auch.

    Einfach nur schön.

    lg
    phoenix
     
  4. La Dame

    La Dame Guest

    Danke für die schönen Zeilen, liebe Katarina...

    für mich heißt es:

    "Weil ich mich liebe...."



    Mercie
    La Dame
     
  5. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    16.224
    Ort:
    Saarland
    Zitat:für mich heißt es:
    "Weil ich mich liebe...."

    Das hättest du dir auch sparen können.Dss bei dir Liebe eine Projektion
    aufs eigene Ego ist, liest man in jeder 2.Zeile.
     
  6. Katarina

    Katarina Guest

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    Ich sinniere gerade mal wieder über die Liebe und die Essenz von allem. Wir reden immer so von der Liebe als wäre völlig klar, was das ist. Und viele gehen davon aus, dass die Liebe die Essenz allen Seins sei.
    Mir ging dieses Gedicht, dass ich irgendwo in einer Kirche gelesen habe, sehr ans Herz. Ich war sehr berührt, merke das immer an dezent feuchten Augen und innerer Sprachlosigkeit. Aber was ist diese Liebe, von der sie da spricht, eigentlich? Annahme? Bedingungslose Annahme? Und liegt nicht auch in der Ablehnung Annahme? Denn würde ich jemanden oder etwas nicht erstmal annehmen, könnte ich ihn gar nicht ablehnen. Klingt erst mal verwirrend, aber doch, wenn ich ganz ganz tiefe Gefühle für jemanden habe, dann impliziert das, dass ich ihn auch ablehnen können muß. Andernfalls wäre er mir egal.

    Mal praktisch: einer meiner Söhne ist ein sog. schwarzes Schaf, der im Moment größten Kummer über sich selbst und andere bringt. Ich liebe ihn über alles, aber dieses "ich liebe ihn" hat auch eine Kehrseite. Die "schwarze Seite" seines Seins, mit der er mich und andere, die ihn lieben, so sehr verletzt hat, die hasse ich. Und liegt nicht gerade in diesem Hass auch die Liebe? Sonst wäre er mir ja wurscht, oder?

    Wir reden oft von der bedingungslosen Liebe. Aber was soll das eigentlich sein? Liebst Du Dein Gegenüber, wenn er zusticht und dreimal umdreht? Nein!
    Also, mir scheint, die sog. bedingungslose Liebe ist einfach ein Zustand, in dem man völlig mit dem Leben verbunden ist und sich von nichts abschneidet, was es da so an unangenehmen Gefühlen gibt. Die bedingungslose Liebe beinhaltet auch den Hass. Aber ob wir dass dann noch Liebe nennen wollen?


    Katarina :)
     
  7. Agapine

    Agapine Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2007
    Beiträge:
    183
    Ort:
    Schweiz
    Hallo Katarina,

    ein wunderschönes Gedicht. Ein Zustand, in dem man sich immer wie zu Hause fühlt, egal wo man ist... hm, leise regt sich da eine Erinnerung, muss schön sein dieser Zustand :) Das ist eine gute Frage, ob wir das dann noch Liebe nennen wollen, die alten Griechen z.B. kannten 3 verschiedene Wörter für die das Deutsche nur eines kennt :).

    LG, Agapine
     
  8. Simi

    Simi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2005
    Beiträge:
    5.768
    Hass ist enttäuschte Liebe, Katarina. Du wünschst dir, dass dein Sohn dich liebt- tut er aber nicht, er benimmt sich wie ein Ar***loch. Wenn du dir das bieten lässt, dann liebst du dich selbst nicht- du wartest darauf, dass er es tut. Das ist deine "schwarze Seite"- das Warten, geliebt zu werden.

    Die bedingunglose Liebe liebt sich selbst- und ist deshalb unabhängig von der Liebe anderer. Konkret heisst das, sich von der Vorstellung zu verabschieden, jemals von anderen geliebt zu werden.
     
  9. Simi

    Simi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2005
    Beiträge:
    5.768
    Nee, nee, PsiSnake.
    Nicht: eine Projektion auf's eigene Ego- eine Projektion auf's eigene Selbst.
    Liebe dich selbst- und zwar vollkommen. Bis du selbst die Liebe bist.

    Alles andere ist bloss romantische Vorstellung.
     
  10. Lucille

    Lucille Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2006
    Beiträge:
    734
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    Wie kommst du darauf, dass er seine Mutter nicht liebt?

    Hallo Katarina,

    dein Gedicht ist wirklich sehr schön und beschreibt den vollkommenen Zustand in der Liebe. Warum nur schaut die Realität so anders aus?

    Diese bedingunglose Mutterliebe - diese Herzensverbindung zu den Kindern, wie du das so treffend beschreibst - die kenne ich auch.
    Die sog. "schwarzen Schafe" sind diejenigen, die der Liebe am meisten bedürfen. Man macht sich endlose Gedanken um sie, in ihnen sucht man seine eigenen dunklen Seiten ("was habe ich falsch gemacht...?"), sie sind Spiegel der besonderen Art.

    Mein Sohn (kein schwarzes, aber zumindest ein dunkelgraues Schaf), zB, "kann" immer nur dann zu mir kommen, wenn ich "gut drauf" bin. Mich verletzt diese Einstellung, die er freimütig zugibt, zutiefst. Aufgrund meiner derzeitigen Lebenssituation (natürlich auch selbst mit-verursacht) kann ich aber nicht immer den vergnügten no-problem-Optimismus an den Tag legen. Aber was tue ich? Damit er überhaupt kommt (das ist selten genug) gebe ich mich so, wie er mich haben will. Es fühlt sich so furchtbar an. Aber im tieferen Bewusstsein, dass mein Anteil an seinem so-sein nicht unerheblich ist, mache ich dieses Theater mit. Es ist schwer zu erklären.

    LG
    Lucille
     
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