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Völliges Chaos

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Armdran, 17. Juni 2008.

  1. Armdran

    Armdran Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2008
    Beiträge:
    6
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    Grüß euch,

    ich habe ein ziemliches Problem am Hals. Mein Mann und ich führen schon längere Zeit eine Ehe, wenn ich es in Prozent ausdrücken müßte sind es 60% unglücklich, 37% nicht unglücklich und nicht zufrieden und 3% glücklich (die sind sehr großzügig geschätzt).
    Von Scheidung/Trennung reden wir schon oft aber bisher sind wir noch immer von der Idee abgekomen und wir sind durch Haus und Kredit aneinander gebunden. Wir haben auch ein Kind (von 8 Jahren).

    Vor einem Jahr habe ich einen Mann getroffen - es war eine kurze Begegnung, beinahe wortlos noch dazu, aber etwas hat mich sehr getroffen. Dann haben wir uns eine längere Zeit nicht gesehen, aber ich habe ihn nicht vergessen.
    Vor kurzem habe ich ihn wiedergesehen und seitdem habe ich Probleme mich im Alltag zurechtzufinden, ich laufe irgendwie aus dem Ruder, kann nicht essen, schlafen, arbeiten gar nichts - ich denke ständig nur an ihn. Irgendwie hoffe (fühle) ich dass es ihm ähnlich geht, aber mein gebundener Status hält ihn sehr wahrscheinlich zurück, unser spärlicher Kontakt war bisher nur freundschaftlich.

    Ich muss vielleicht erläutern dass ich wirklich attraktiv bin, im Laufe meiner Ehe haben sich einige Männer für mich interessiert, ein, zwei sogar ernsthaft verliebt. Aber: ich bin nie auf irgendwas eingegangen, ich dachte ich würde meinen Mann lieben oder sowas Ähnliches zumindest. Ich dachte ich sei innerlich tot, völlig unempfänglich für Gefühle ausser Schmerz und Liebe für mein Kind. Das empfinde ich seit Wochen anders, ich kann kaum ausdrücken was ich innerlich für diesen Mann fühle. Obwohl wir insgesamt nicht mehr als 10 Minuten geredet haben.

    Seit einiger Zeit ist mir auch klar dass ich meinen Mann nicht liebe, vielleicht nie geliebt habe. Ich war irgendwo emotional abhängig von ihm, so wie er von mir. Das habe ich für mich gelöst (rational und mit therapeutischer Hilfe).

    Ich weiß ich muss meine verwickelte Situation mit meinem Mann lösen, es geht nicht anders. Ich soll in den kommenden Wochen eine Unterschrift unter einen Vertrag setzen der uns finanziell für die nächsten Jahrzehnte binden würde, aber ich kann das nicht. Ich weiß nicht ob ich jetzt völlig überreagiere, aber ich weiss ich kann es nicht.

    Wir werden das Haus verlieren, mein Kind das Zuhause, ich bin total am Ende. Ich habe Angst vor Verlust der relativen Sicherheit und wir werden an den Kreditschulden bis an unser Lebensende zahlen ohne irgendwas davon zu haben. Außerdem bringt mich mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Mann fast um, er ist so liebevoll in letzter Zeit und geht ganz anders als sonst mit mir um (komischerweise). Wenn ich daran denke wie ich ihm jahrelang nachgelaufen bin und um Zuneigung, Sex, etc. gebettelt habe...
    Übrigens ist mein Mann ein wirklich anständiger Mensch (aber sehr labil) und ich möchte ihm nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. Vor 2 Wochen hat er selbst gemeint wir sollten uns trennen und schauen dass wir auf irgendeine Weise glücklich werden, denn gemeinsam würden wir das anscheinend nicht schaffen. Jetzt hat er seine Meinung anscheinend geändert und ist aufmerksam und liebevoll wie nie zuvor.

    Ich bin so verzweifelt und weiss einfach nicht mehr ein oder aus.

    LG C.
     
  2. MariaMarmelade

    MariaMarmelade Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    915
    Ort:
    Berlin
    Da wirst Du wohl zugunsten der Sicherheit deiner Familie dein Ego zurückstellen müssen. Oder ihr betrachtet eure Ehe als Geschäft. D.h. ihr bleibt in gegenseitigem Einvernehmen für den Alltag und für das Kind beisammen, behandelt euch höflich und wie Partner, die ein Unternehmen führen. Wobei dann jedem sein Privatleben zugestanden wird. Also jeder von euch seine/n Geliebte nebenbei hat. Fragt sich, ob die Geliebte/n das mitmachen würden.
    LG
    MM
     
  3. MisterFrankie

    MisterFrankie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. Februar 2008
    Beiträge:
    778
    Hallo,

    Möchte dich hier im forum herzlich begrüssen!

    Wie lange seit ihr schon zusammen ?
    Du schreibst, er hat seine meinung anscheinend geändert....Ich würde mal mit ihm darüber sprechen.
    Was meinst du mit labil ?

    Ihr habt doch auch eine glückliche zeit miteinander gelebt, was glaubst du, ist der grund der veränderung ?
    Und wie reagiert euer gemeinsames kind auf eure bezihungssituation ?

    LGMFrankie
     
  4. hexchen1000

    hexchen1000 Mitglied

    Registriert seit:
    12. Juli 2006
    Beiträge:
    286
    Ort:
    Bayern
    Liebe Armdran,

    auch von mir, ein herzliches Willkommen hier im Forum und fühl Dich mal ganz lieb gedrückt. Ich hab`mir Deine Geschichte durchgelesen und kann mir schon vorstellen, welches Gefühls-Chaos Du gerade durchlebst, auf der einen Seite das Herz, auf der andren Seite der Kopf. Auf der einen Seite das Gefühl, dass in Eurer Ehe etwas ganz, ganz Wichtiges fehlt, auf der andren Seite, die materiellen Dinge, die Existenz und dann noch dieser neue Mann. Es ist für einen Außenstehenden sehr schwierig, da Ratschläge loszulassen, das mal vorneweg, denn entscheiden, wie und was Dir wichtiger ist, kannst eh nur Du alleine. Beim Durchlesen kam mir der Gedanke, dass Du vor einer wichtigen Entscheidung stehst, nämlich was ist Dir mehr WERT? Liebe und Gefühle oder Materielles, was zählt im Leben mehr für Dich? Weißt Du, ich denke, dass dieser neue Mann "aufgetaucht" ist, um Dich auf Dein jetziges Leben aufmerksam zu machen, hinzusehen, was mit Dir und Deinem Mann passiert, wenn ihr nix ändert, was geschehen kann, wenn ihr beide Euch nicht drüber klar werdet, wie es weitergehen soll, ob gemeinsam oder getrennte Wege. Ob Du und der neue Mann eine gemeinsame Zukunft haben könnt, denke ich, ist eher nebensächlich, vielleicht "dient" er nur dazu, um Dich auf "Dein völliges Chaos" wie Du es beschrieben hast, hinzuweisen.

    Ich wünsch Dir ganz viel Kraft bei Deiner Entscheidung, alles Liebe vom Hexchen :liebe1:
     
  5. Lucille

    Lucille Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2006
    Beiträge:
    734
    Hallo Armdran,

    zu deinem gegenwärtiges Gefühlschaos darfst du dich durchaus auch deinem Mann gegenüber bekennen. Sein verändertes Verhalten ist ein Indiz dafür, dass er ohnehin etwas spürt. Wenn man lange zusammen ist, dann entwickelt man dafür ganz eigene Sensoren.

    Dich scheint vorallem die anstehende Vertragsunterzeichnung bzw. die daraus entstehenden Konsequenzen zu belasten. Würdest du unterzeichnen, dann würdest du vermutlich die finanzielle Bindung als den Beginn einer Geiselhaft empfinden. Deiner Ehe wäre das wahrscheinlich eher abträglich. Wenn sich alles in dir sträubt, den gemeinsam geplanten Weg weiter zu gehen, dann wäre es vermutlich eine Fehlentscheidung, gegen deinen Wunsch zu handeln.

    Innerlich hast du dich anscheinend schon von deinem Mann getrennt. Die äußere Trennung wird auf eine Formsache reduziert. Nicht schön, wenn ein Kind im Spiel ist. Aber auch ohne Kind ist und bleibt eine Trennung eine schmerzhafte Erfahrung.

    Ihr würdet das Haus verlieren, sagst du. Auch das ist ein einschneidender Verlust im Leben, aber es gibt Schlimmeres, das sage ich ohne einen Anflug von Zynismus. Es ist sozusagen das kleinere Übel im Verhältnis zu anhaltendem Unglücklichsein.


    Vielleicht wäre es ja gut und notwendig, bevor endgültige Entscheidungen gefällt werden, dass ihr eine zeitlang Abstand von einander gewinnt, emotional und räumlich.
    Denn ihr beide - du und dein Mann - scheint gleichermaßen die Orientierung verloren zu haben.

    LG
    Lucille
     
  6. Armdran

    Armdran Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2008
    Beiträge:
    6
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    Hallo,

    danke für die liebe Aufnahme hier. Heute geht es mir etwas besser, ich bin gefasster und wieder ruhiger. Es kam die Frage wie unser Kind mit der Situation umgeht? Tja, das ist einer der Punkte wo ich Handlungsbedarf sehe und das seit Jahren. Man sagt dass Kinder die Beziehung der Eltern spiegeln, das glaube ich auch. Sie ist sehr nervös und tlw. agressiv unterwegs, fordert extrem viel von uns. Gutgetan hat ihr sicher auch nicht dass der Papa schon einmal 3 Monate weg war (davor einmal einen Monat) und ihr schon vor 2 Monaten gesagt hat dass wir uns trennen. Er neigt zu solchen Ausbrüchen und überlegt es sich dann wieder, für die Kleine natürlich nicht toll. Ich habe ihm damals auch klipp und klar gesagt dass er sowas nie wieder machen darf und dass er sich vorher überlegen soll welche Auswirkungen sowas auf eine Kinderseele haben kann.

    Bisher war ich halt zu feig dazu mir auch nur zu überlegen ob ich mich trennen soll oder nicht.

    Was ich ganz sicher nicht will ist mit ihm unter einem Dach zu leben und einen Liebhaber nebenbei zu haben, das entspricht mir absolut nicht.


    @Lucille
    Vielleicht hast du recht und ich habe mich innerlich schon getrennt, aber den äußerlichen Schritt zu vollziehen ist unendlich schwerer.
    Wir haben schon 2 Trennungen hinter uns, beide auf Zeit und beide haben anscheinend nichts geändert.

    Momentan bin ich nicht in der Lage irgendwas zu entscheiden, ich lasse mir jetzt mal Zeit.

    LG
     
  7. renate9898

    renate9898 Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    236
    Ort:
    in der Nähe von Wien
    Hallo Armdran!

    Du bist ja wirklich nicht grad zu beneiden. Ich kenn dieses Gefühl sehr gut.
    Ich habe zwei Kinder und eine Scheidung mit allem Drum und Dran schon hinter mir.

    Du sprichst Dein Kind an. Ich kann Dir nur sagen, Kinder bemerken sofort wenn etwas zwischen Mama und Papa nicht stimmt. Da braucht man eigentlich gar nichts zu sagen oder zu streiten.
    Ich machte in dieser Zeit auch eine Ausbildung, wo mir einiges klarer wurde.
    Vorallem beim Thema Prägung dachte ich dann sehr stark auch an meine Kinder.
    Schlussendlich wollte ich ihnen nicht die Prägung fürs Leben mitgeben, wie eine Mann/Frau Beziehung so abläuft (so ohne Liebe, ohne Zärtlichkeiten, ohne vieler Worte...)
    Ich denke, eine Trennung ist für Kinder wirklich schlimm, aber eine unglückliche Mama und ein unglücklicher Papa sind sicher noch schlimmer...

    Vielleicht hat ja jetzt Dein Mann kapiert, wie ernst es wirklich um Euch steht.
    Wenn er jetzt zu Dir so nett ist - gibts denn keine Chance mehr für Euch zwei????

    Die Ent-Scheidung liegt natürlich ganz allein bei Euch!
    Wünsche Dir viel Kraft und dass Du bald den richtigen Weg findest.

    Alles Liebe
    Renate
     
  8. Armdran

    Armdran Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2008
    Beiträge:
    6
    Hallo Renate,

    ich habe meinen Mann um die Scheidung gebeten weil ich inzwischen jenem bewussten Mann im Eröffnungsthread sehr nahe gekommen bin - er empfindet ähnlich wie ich und ich bin so glücklich wie noch nie.

    Nein, ich sehe keine Chance mehr, ich empfinde das erste Mal in meinem Leben wie es ist jemanden zu lieben und in gleicher Stärke widergeliebt zu werden, ohne Wenns und Abers.

    2 Wochen Nettigkeit entschädigen mich auch nicht für 10 Jahre Konflikte (wobei ich sehr wohl weiß dass 50% bei mir liegen).

    Ich glaube auch dass es für unsere Tochter besser ist, sie kaut an den Nägeln und ist zeitweise sehr agressiv. Kein Wunder, ich bin auch der Überzeugung dass Kinder die Konflikte der Eltern widerspiegeln.


    LG
     
  9. renate9898

    renate9898 Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    236
    Ort:
    in der Nähe von Wien
    Hallo Armdran!

    Entschuldige die späte Antwort. Ich war ein paar Tage auf Urlaub.

    So, dann kann ich Dir nur vom ganzen Herzen alles Gute für Deine (Neue) :umarmen:Zukunft wünschen.
    Ich weiß dass 4 Wochen netttun nicht 10 Jahre vergessen lassen...
    (und wenn Du den Richtigen gefunden hast, des sich dann auch noch mit deiner Kleinen gut verträgt vergisst du hoffentlich bald die "lieblose" Zeit.

    Alles Liebe
    Renate
     
  10. Lucille

    Lucille Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2006
    Beiträge:
    734
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    Liebe Armdran,

    es freut mich für dich, dass du eine Lösung gefunden hast, die gut für dich ist. Und ich wünsche dir einen, so weit es geht, friedlichen und fairen Ablauf der Trennung.

    Bitte versäumt es nicht in dieser schwierigen Phase, eure Tochter oft eurer Liebe zu ihr zu versichern und ihr die Gewissheit zu geben, dass ihr auch nach der Scheidung beide als Eltern für sie da seid. Das Wissen darum, dass sie weiterhin sowohl Vater als auch Mutter hat, dass kein Elternteil ausgegrenzt ist, wird ein Teil ihres Schmerzes auffangen helfen.

    Liebe Grüße,
    Lucille
     
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