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Verwechselung von Dualität und Nicht-Dualität

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von Paul, 26. Dezember 2004.

  1. Paul

    Paul Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2004
    Beiträge:
    167
    Ort:
    Passau
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    Die Verwechselung von Dualität und Nicht-Dualität ist Hauptursache für die meisten Mißverständnisse und Verwirrungen in dem Themenbereich, den man Selbsterfahrung, Mystik, Philosophie, Religion oder Erkenntnissuche nennt.

    Dualität ist die Erfahrung der Welt, des Seins und des Lebens inmitten dieser Welt. Dualität bezieht sich stets auf eine Perspektive, die von der Identifikation mit dem — selbstverständlich von der Umwelt getrennten — menschlichen Körper ausgeht. Dualität betrifft das denkende, fühlende, agierende oder Erfahrungen erleidende bzw. genießende Ich.

    Nicht-Dualität hingegen kann in derartigen Erscheinungen oder Situationen nicht gefunden werden — sie existiert dort quasi überhaupt nicht. Zuerst erscheint im Leben des Menschen so etwas wie eine Vorahnung, ein Hauch von Sehnsucht, ein vages Suchen, das sich auf das Wiederentdecken einer vermeintlich bereits erlebten Erfahrung von völliger Einheit bezieht. Nicht-Dualität ist manchmal auch einfach nur ein Konzept, nämlich das aus einer uralten indischen Überlieferung stammende Advaita-Vedanta. Tatsächlich hat Nicht-Dualität aber etwas mit dem zu tun, was einer "wirklich ist" — nämlich "er selbst". Der Zugang dazu geht über die Erforschung dessen, was Bewußtsein oder Bewußtheit genannt wird. Denn Bewußtsein ist nicht identisch mit dem in der Dualität erscheinenden eigenen Körper.

    Wird dem nachgegangen, was Bewußtsein ist — und das kann einer nur in sich selbst, mit sich selbst klären, nicht durch Nachdenken über Theorien oder Lehren —, dann geschieht so etwas wie ein Sich-nach-innen-Wenden. Der Weg zur Nicht-Dualität führt also nach innen, nicht nach außen. Er führt zur Frage "Wer bin ich?" und zur Selbsterkenntnis. Wird derartiges praktiziert, so sind Erfahrungen von Nicht-Dualität möglich, und diese zeigen, daß das Äußere, die Dualität, ein Spiegelbild der Nicht-Dualität, des Innern ist. Etwas Nicht-Duales kann sich weder wahrnehmen noch erkennen — das vermag es nur in seiner Spiegelung (die vielleicht, keiner kann das genau sagen, eben gerade dazu erschaffen wurde).

    Wenn nun über unsere Thematik Selbsterkenntnis und Bewußtheit gesprochen wird, so ist immer wichtig, darauf zu achten, in welchem Bereich wir uns (geistig betrachtet) befinden. Sprechen wir über den einen Bereich, als sei es der andere, dann kommt häufig etwas völlig Mißverständliches und Irreführendes dabei heraus. Noch schlimmer aber wird es, wenn jemand etwas, das ihm in dem einen Bereich klar geworden ist, in dem anderen Bereich aktiv umzusetzen versucht — wenn er also beides miteinander verwechselt oder zu vermischen sucht.

    Im folgenden nun ein paar Beispiele, um das näher zu verdeutlichen:


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    Ein besonders typischer und bekannter gewordener Fall ist der mit den sogenannten Erleuchteten. Das sind Leute, die (gehen wir davon einmal aus) Erfahrungen von Nicht-Dualität gemacht haben, und die sich dann an ihre Mitmenschen wenden mit Aussagen wie: "Ich bin erleuchtet"; oder die sich gebärden, als sei das — im Sinne einer besonderen neuen Eigenschaft oder höheren charakterlichen Qualifikation — tatsächlich der Fall. Entsprechend bei ihren Anhängern und Nachfolgern, die von der (unbewußten) Voraussetzung ausgehen, der eine (der Erleuchtete) hätte etwas, was das andere nicht hätte; so müßten sie also versuchen, ebenfalls "dorthin" zu gelangen — am besten durch fleißiges Befolgen der Vorschriften, die ihnen ihr Meister auferlegt.

    In der dualen Wirklichkeit kann man sich nicht als Erleuchteter präsentieren und aufführen, höchstens (und das ist nicht einmal komisch gemeint) als Kasper oder als Scharlatan. Und schon gar nicht kann man dort versuchen, eine die Umwelt manipulierende "spirituelle" Interessenpolitik zu betreiben. In der dualen Wirklichkeit kann man sich nur als Geschäftsmann, Familienvater, Hausfrau, Student und dergleichen aufführen und hat dort auch genau dieselben Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen wie jeder andere derartige Bürger oder Bürgerin. Wenn jemand wie U. G. Krishnamurti zu seinen Besuchern (die von ihm Ratschläge zur Erlangung der Erleuchtung erwarten) sagt: "Ich kann Ihnen nichts geben", dann ist das nicht dasselbe, wie wenn man diesen Satz auf den Bediensteten eines Lebensmittelgeschäfts überträgt. Zu meinen, der eine (nicht-dual zu verstehende) Satz könne auch auf einer anderen (duale) Ebene sinnvoll sein und dort eine praktische Wirkung haben, ist ein klassischer Fall von Verwechslung.

    Selbstverständlich kann im nicht-dualen Bereich nichts gegeben werden; im dualen Bereich muß aber etwas gegeben werden, sonst macht man die Interaktion sinnlos. Anders gesagt: Es wird immer etwas gegeben — selbst Schweigen würde etwas geben (wahrscheinlich sogar mit am meisten), bloß müßte vom Empfänger verstanden werden, was in Wahrheit gerade geschieht.


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    Im Umfeld von Advaita begegnete ich einer unerwartet großen Anzahl von Leuten, die arbeitslos waren bzw. die Probleme mit dem Finden einer sinnvollen beruflichen Tätigkeit hatten. Auch fiel mir auf, daß diese Art Publikum stets das vermeintliche Nicht-Handeln, Nicht-aktiv-Eingreifen, Loslassen, Sich-Hingeben usw. auf Situationen übertrug, wo im Endeffekt nichts anderes als Zahnlosigkeit und z.T. auch Ratlosigkeit dabei herauskam. (Das hatte ich ja auch selbst längst vorausgeahnt, als ich mich, noch vor meiner eigentlichen Erfahrung mit dem Bedeutungskern von Advaita, vorwiegend geistig und theoretisch mit dieser angeblichen Lehre auseinandersetzte). Der Versuch, vermeintliche Einsicht in Nicht-Dualität in die duale Wirklichkeit zu übertragen, ist wiederum ein gutes Beispiel für Verwechslung und irregeleitetes Verständnis.

    In der dualen Welt kann man nicht nicht-dual handeln! Wer das versucht, macht sich wiederum zum Kasper und zerstört sogar die eigentliche Berufung seines Lebens, und zwar nicht nur die äußere, sondern auch die innere. Er versucht die Nicht-Dualität in die Dualität zu ziehen, was natürlich Unsinn ist. Die Dualität ist ja gerade der Erscheinungsaspekt der Nicht-Dualität, genau wie ein Kinofilm der Erscheinungsaspekt des Projektionsvorgangs ist, oder der Körper (und alle anderen Körper) der Erscheinungsaspekt des Selbst.

    Wer sich von Teilen des Erscheinungsaspekts zu trennen versucht, und wer sich dann auch noch suggeriert, er könne sich in einen nicht-dualen Bereich zurückziehen, der ist immer noch auf den typischen Illusionsmechanismus seines Verstandes hereingefallen, der Anteile der Eigenprojektion abspaltet, so als hätten diese mit dem Ursprung der Erscheinung nichts zu tun. So als sei man selbst hier nicht verantwortlich.


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    Das Erkennen der Tatsache, daß Nicht-Dualität die fundamentale Grundlage allen Seins ist, führt indessen zu nichts anderem als zur Akzeptanz der Einheit allen Seins und der Einheit von Innen und Außen. Es wird dann nicht mehr versucht, am Bereich des Außen selbstgewollte, nämlich vom falschen Selbstbild verlangte Korrekturen und Manipulationen vorzunehmen. Es wird auch nicht mehr versucht, an der eigenen, physischen und psychischen Natur irgendwelche Handlungen (weder Verbesserungen noch Verleugnungen) vorzunehmen. Es besteht kein Konflikt mit den Dualität.

    Genau dies ist alles-entscheidend. Es ist nicht Resultat irgendeiner netten spirituellen Disziplin, irgendeiner (vom Dalai Lama oder anderen naiven Vertretern veröffentlichten) neuesten und vermeintlich besseren, menschengerechteren Verhaltenslehre oder Richtlinie, sondern Ergebnis eines einfachen, aber fundamental umwälzenden Erkennens — das sich niemals in Kategorien von Zeit oder gar Bemühung ereignet. Man muß also nicht lernen, Qualitäten von Nicht-Dualität in die Dualität einzubringen — weil erkannt wurde, daß das absurd ist.

    Der einzig sinnvolle Umgang mit Erfahrungen von Nicht-Dualität (die im strengen Sinn noch nicht einmal so etwas Erfahrungen sind oder sein könnten) besteht darin, sich der Nicht-Dualität gewahr zu sein. Und dem Sucher nach Nicht-Dualität den Weg zu seinem eigenen Ursprung zu zeigen. Das reicht, was diesen Bereich, diesen Aspekt betrifft. Mehr gibt es dort nicht zu tun (aber auch nicht zu lassen).

    Und nur wenn hier Klarheit gefunden wurde, erschließt sich das ganze, völlig uneingeschränkte Potential der Dualität. Dann befinden wir uns auf dem Gebiet von Energie, von Lebenskraft, von Mut, von Wagnis, von Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Und dieses Gebiet kann auf fruchtbare Weise nur mit innerem, schweigendem Wissen beschritten und beackert werden, also in Demut und Bescheidenheit.


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    Noch etwas zu Rolle und Funktion von inneren Schulen, also Schulen zur Selbsterkenntnis. Diese Schulen stehen, wenn wir einmal obige Betrachtungsweisen zugrundelegen, am Übergang zwischen Nicht-Dualität und Dualität. Sie stellen sozusagen die Pforten zwischen beiden Bereichen dar. Ist dies in Aufbau und Durchführung derartiger Einrichtungen genügend verstanden und berücksichtigt, so besteht nicht die erwähnte Verwechslungsgefahr beider Ebenen, sondern es eröffnet sich eine in der Welt der Dualität nicht bekannte (und dort auch naturgemäß nicht angesiedelte) Form der Gelegenheit, der Vermittlung.

    Die Schulen bzw. die betreffenden Lehrer oder Gurus treten sozusagen als "Traumfiguren" im Traum der Dualität auf, die in Gleichnisform und mit subtilen Fingerzeigen denjenigen, die dazu bereit sind, die Möglichkeit der Nicht-Dualität (und damit des wahren eigenen Seins) aufzeigen. Denn in der Dualität ist, wie aus oben Gesagtem klargeworden sein sollte, kein direkter Weg zur Nicht-Dualität möglich — kein Weg, der ohne Bruch von innerhalb einer Ebene zur anderen Ebene führen könnte.

    Es kann also nur mit Gleichnissen und Hinweisen gearbeitet werden. Entsprechendes gilt dann aber auch für die andere Richtung: von der Nicht-Dualität zur Dualität. Das Wissen um die Nicht-Dualität kann durch Aktivitäten von Schulen in die Dualität hineinstrahlen. Dies dient keineswegs nur zum Zweck einer Anwerbung oder Reklame. (Denn diese Art von Vermittlung ist ja nur möglich, wenn von seiten der Adressaten bereits ein freiwilliger Bedarf vorhanden ist — künstlich erzeugt werden könnte dieser niemals.) Sondern viel eher dient es der Notwendigkeit, sich als Mensch auf der Ebene der Dualität entfalten und ausdrücken zu können. Jeder, der mit Nicht-Dualität in bewußte Berührung gekommen ist, würde krank werden und sich selbst erheblich schaden, wenn es ihm nicht gelingen würde, sich und seine Energie, also die gesamte vorhandene Lebenskraft, in der Dualität mit dem ihm auferlegten Vermächtnis zu leben und voll einzubringen.

    Deshalb stellen innere Schulen ein obligatorisches Wirkungsfeld des tieferen Selbst, also der Nicht-Dualität, dar. Man könnte sie auch ein Symbol, ein Wahrzeichen nennen. Denn allein aus dem Blickwinkel der Dualität gesehen existieren sie nicht und könnte es sie auch gar nicht konkret geben.

    Text von: anonymer Verfasser
    Link: http://www.reschke.de/projekt-wdb/
     
  2. xyto

    xyto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Dezember 2004
    Beiträge:
    341
    Tja was soll man sagen, das ist es wohl.

    Geschrieben von einem König der Narren.

    Wohl bekommts

    liebe Grüße
     
  3. Selbstmacher

    Selbstmacher Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2016
    Beiträge:
    2.180
    Das würde bedeuten, sie hätten eine Zeit körperlich gelebt, jedoch nicht in der Dualität? Was denkst du dann dazu?
     
  4. Ischariot

    Ischariot Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. August 2007
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    5.897
    Ort:
    nördliches Waldviertel
    Dieses Zitat von @Paul kann ich in diesem Kontext bedenkenlos unterschreiben.

    Wenn Du hier von "in der Dualität leben" schreibst, dann scheinst Du das auf
    eine äußere "Wirklichkeit" zu beziehen. Auf eine quasi-objektive Umwelt.

    Diese Umwelt verändert sich jedoch nicht grundlegend in ihrer Natur nur
    weil eine Spezies einen evolutionären Sprung macht. Und doch verändert
    sich diese Welt in der subjektiven Wahrnehmung dieser Spezies enorm.

    Wenn nun also unsere Weltsicht auf unseren in idividuellen Wahrnehmungen
    basiert, dann haben wir durch Abweichungen in diesen Wahrnehmungen
    auch unterschiedliche Weltsichten.

    Bei banalen Wahrnehmungen wie Würfel vs Kugel mag das weniger ins
    Gewicht fallen. Bei Farben haben wir da beispielsweise schon eher mit
    Abweichungen zu rechen. Wenn es dann aber um Emotionen oder
    Empfindungen geht wird die Sache schon sehr komplex.

    Wir merken dann, das wir einerseits mit unseren Möglichkeiten der
    Kommunikation an unsere Grenzen stoßen, andererseits die Färbungen
    unsere individuellen Sichten einen Abgleich sogar manchmal verunmöglichen.


    goooooood mooorning, vietnam - Ischi​
     
  5. XVIIiz

    XVIIiz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. April 2016
    Beiträge:
    1.000
    Was berührt dich daran?
     
  6. padma8

    padma8 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. November 2007
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    Nondualität ist eine Erfahrung, die nur wenige machen.

    Um sie zu machen, braucht man Disziplin und Anleitung durch einen kompetenten Lehrer.
    Wer behauptet, dass sich die Erfahrung nur durch "Nichts-Tun", "Nicht-Streben" usw. einstellt, hat sie in den meisten Fällen nicht gemacht. Aber es lässt sich gut verkaufen, besser als eine Übungsdisziplin. Die alten Meister des Dzogchen (nonduale Lehre im buddhistischen Tantra) haben oft einen Nachweis von Kräften verlangt, die mit anderen Methoden erlangt wurden, bevor sie bereit waren, in die nondualen Lehren einzuführen.

    Dualität ist die Erfahrung die alle machen.
    Spirituelle Menschen, die sich in der Unterscheidung von Gut und Böse, Erlaubt und Verboten, Rein und Unrein bewegen, sind noch tiefer in der Dualität verstrickt als Leute, die gar keine spirituelle Praxis machen.

    Obwohl das Bewusstsein und die Phänomene an sich nondual sind, bringt diese nonduale Basis die dualistische Illusion hervor. Das ist schwer zu verstehen, aber so ist es nun mal. Doch wir können zur nondualen Basis zurück kehren durch Praxis.
     
  7. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

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    1. Die Nichtdualität, auch Vollkommenheit genannt, zeigt sich am Beispiel der Zahl Null (was bekanntlich keine Zahl ist), also dem Nichts. :rolleyes:

    Alles Andere ist dual oder polar (gegensätzlich), ansonsten könnte diese Welt und die jenseitigen polaren Welten nicht existieren.

    2. Welche Selbsterkenntnis?

    Der menschliche Geist kann im Nichts keine Selbsterkenntnis erfahren, wie sollte er das? :)

    Wer an das Nichts ständig fragt "Wer bin ich?", kann von dorther trotzdem keine Antwort bekommen, weil das Nichts nicht antworten kann. :LOL:
     
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  8. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

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    1. Niemand macht "nonduale" Erfahrung, weil sich diese im Nichts befindet.

    2. Es gibt dafür keine Lehre, denn eine Lehre über das Nichts ist keine. Folglich ein sinnloses Unterfangen.

    3. Das stimmt so nicht.
    Nur wenig Mensch machen bewußte duale (polare) Erfahrung.
     
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  9. Ischariot

    Ischariot Sehr aktives Mitglied

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    nördliches Waldviertel
    Da sprichst Du eine wichtiges Wort gelassen aus! ;)

    Würde es zweckgebunden sinnvoll sein "nonduale Erfahrungen" zu machen,
    dann wäre es doch ein Hohn das wir uns in der Dualität herumtreiben ...

    Irgendwie erscheint mir diese Sicht so als ob jemand eine Multiplikation
    durchführen möchte, der nichtmal addieren oder subtrahieren vermag.

    Die "bewusste Erfahrung" der Dualität scheint doch der Sinngebende
    Zweck einer Existenz in einem dualen System zu sein ...
    ... und wie @Eristda das auch auf den Punkt bringt, macht es wenig
    Sinn in die Ferne zu schweifen, wo doch das Gute so nahe liegt.

    Aber um auch was zu Thema zu sagen: Das Gegenteil von Dualität wie
    wir sie leben, in ihrer Räumlichen und Zeitlichen Existenz wäre nach
    meinem Ermessen eben eine Singularität ...

    ... daran find ich nun gar nix erstrebenswert, denn da kommen
    wir doch im Endeffekt her ... das ist doch unsere Quelle!


    Ischariot​
     
  10. Eristda

    Eristda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Die Advaita-Lehrer sprechen, "Du bist nicht der Körper und damit es gibt kein Leid, es gibt zudem weder Gut noch Böse, denn das alles ist Täuschung und Illusion."

    Fakt ist aber: Der materielle Körper empfindet erstmal gar nichts sondern der spirituelle Geist und wenn der Geist leidet, überträgt sich das auch auf den Körper. Also die Emotionen/Gefühle entscheiden über den Körper und der jeweiligen Form, das sieht jeder und weiß man mittlerweile.

    Wenn der Advaita-Lehrer spricht, "Du bist Seele und nicht Körper oder Geist", dann führt das in das Nichts.

    Es war aber der Wille der Seele sich mit dem Geist zu vereinigen und dieser erschafft Formen bzw. Körper. Denn ohne Körper können Seele und Geist nicht erfahren, dabeisein, mitmachen, erleben und kommunizieren.


    Der Advaita-Lehrer spricht, "Es gibt keinen Tod". Begründet wird das mit dem Sein oder Bewußtsein in der Ewigkeit. Diese Aussage ist sinnlos, denn selbstverständlich gibt es den Tod, denn alle Menschen sehen und erleben das, der Tod gehört zum Leben dazu.

    Ob es ein Leben nach dem Tod in einem anderen Körper gibt, das weiß der Advaita-Lehrer nicht und mit diesem Thema beschäftigt er sich nicht.
     
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