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Verstoß gegen die sex. Selbstbestimmung:

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Scrabbel, 11. November 2006.

  1. Scrabbel

    Scrabbel Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Mai 2005
    Beiträge:
    1.311
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    Eine Sache die ich mich schon seit Ewigkeiten frage und heute mal loswerden wollte....

    Wie kommt es eigentlich dass Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung (d.h Missbrauch) von den allermeisten als derart verheerend und schrecklich empfunden werden?

    Oft sogar mit lebenslangen Folgen für die Betroffenen Opfer, das dem so ist kann ja wohl nicht bestritten werden....

    aber woran liegt das eigentlich? dass eine ansich banale Sache die nur 5 Minuten dauert, keine (oder nur geringe) körperlichen Schmerzen anrichtet und halt unfreiwillig geschieht solch extreme Folgen anrichten kann?? dass dafür von vielen Seiten sogar die Todesstrafe gefordert wird?

    Wieso ist die Freiwilligkeit und die freie Bestimmung in dieser Sache so wichtig und bedeutsam und wieso entstehen so große offensichtliche Schäden wenn das nicht eingehalten wird? Was geschieht während der sexuellen Interaktion wirklich? Wieso heißt es dann so oft dass man einem Vergewaltigungsopfer die Seele raubt?

    Ich möchte übrigens -nur damits keine Missverständnisse gibt- nicht für Missbrauch plädieren oder sprechen, auch bin ich selbst keiner der Vergewaltigungen durchführt aber ich frage mich halt wodurch -im VGL zu anderen alternativen Demütigungen- solch extremen Nachwirkungen + Reaktionen entstehen? (teilweise wirds ja als die schlimmste Sache der Welt dargestellt) vielleicht bin ich auch zu dumm oder weltfremd mir das wirklich vorzustellen oder nachzuvollziehen... ok auch ich fände sowas wohl ziemlich unangenehm unfreiwillig zum Sex</a> gezwungen zu werden aber lebenslange Schäden, lebenslanger Hass, massive Selbstmordgedanken oder Forderung der Todesstrafe??!

    sehr schwer vorstellbar für mich.....

    Vielleicht bin ich ja schon so stark von der allgemeinen Welt abgewichen dass ich sowas nicht erkennen kann, aber ich würde es gerne erkennen...Ich denke dann könnte ich auch allgemein viel besser verstehen was in anderen vorgeht...
     
  2. Der_Narr

    Der_Narr Neues Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2005
    Beiträge:
    2.392
    Ort:
    Bergisches-Land
    Es hat mit der Seele zu tun.
    Sexualität hat deshalb etwas sehr intimes,weil es direkt die Seele anspricht.
    In der Wirbelsäule steckt "das innere" des Menschen.
    Vielleicht sogar sein wahres ICH.:confused:
    Die Wirbelsäule fängt im Prinzip im und am Hirn an,und endet in und an den Geschlechtsorganen.
    Bei einer Vergewaltigung dringt der Täter direkt in das eine Ende der Wirbelsäule,bzw. dem ICH ein.
    Geschieht das im Einvernehmen,wie bei "normalem" Sex,dann kann es der Seele,dem wahren ICH sehr gut tun.
    Geschieht es unter Zwang,dann tut es der Seele,dem wahren ICH nicht gut,im Gegenteil.

    So,das ist meine Meinung dazu.

    Grüsse vom Narren
     
  3. Ulien

    Ulien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2005
    Beiträge:
    2.465
    Ort:
    ~ Oche wa?
    Moin Scrabbel

    Deine Frage kann ich garnicht verstehen! Sie macht mich sogar heftig zornig

    Eine Vergawaltigung es steckt im Wort....Gewalt.....Es wurde mit Dir etwas wieder willen getan tu konntest dich nicht wehren....wie kommst du darauf das es schmerzlos sei ???oder banale 5 minuten dauert....Ewigkeiten dauert es für das Opfer zudem kann das Opfer mit der anschließenden Tötung rechnen.....

    Gewalt ---Ohnmacht ---Wut----und dann ist sie da .....die Angst Angst frist Seele auf um es kurz zu sagen.

    Das ganze ist ein Trauma ein Schock fürs Leben und jenachdem nehmen sich auch viele Opfer nachher das leben....weil der selbstwert vernichtet!!!!! [/COLOR
    Ich kann diesen Hass sehr gut verstehen und auch Selbstmordgedanken....

    Sicherlich kann durch eine langjährige gute Psychotherapie alles gelindert werden jedoch die narben auf der Seele bleiben. Das Narbengewebe anders aussieht am Körper weißt du und dass auch die Funktion dieses Narbengewebes verändert ist....anders ist es mit der Seele auch nicht.

    Dann gibt es noch einen Aspekt der nicht verachtet werden darf. Oft geschieht mißbrauch in kindesalter. die Kinder sagen nichts weil sie angst haben oder gemacht bekommen. Oft sind es Familienmitglieder Verwandte.
    Den kindern wird einsuggeriert wenn du was sagst dann......und die Kinder sagen nichts.....

    Irgendwann begräbt es das Unterbewußtsein wenn sie älter werden und der Opa vielleicht tot ist....doch es ist nur eine Decke ...es ist zugedeckt die Wunde die da blutet..."die Seele verbluten lässt"....

    Eigentlich müsstest du dir das genauso zusammenreimen können wenn du ein wenig darüber nachgedacht hast und auch in gewisser Weise nachvollziehen können:confused:

    Gruß Ulli
     
  4. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
    Hallo Scrabble,

    das eigentliche Problem ist die verkorkste Sexualerziehung, die zu einer falschen Einstellung dem Leben gegenüber und zu allgemeinen Berührungsproblemen in Beziehungen führt.
    Die Beziehungsfähigkeit wird extrem demoralisiert.

    Wenn man als Kind schon gezeigt bekommt, du bist zu nichts gut, außer mir meine Wünsche zu befriedigen und wenn du es nicht tust, wirst du mit Strafe zu rechnen haben, ist das dem Selbstvertrauen nicht sonderlich zuträglich.

    Als Kind weiß man zwar, dass das alles nicht ok ist, was der andere da mit einem macht, kann es aber nicht einordnen, weiß nicht damit umzugehen. Später wenn man dann erwachsen ist, begreift man dann das ganze Ausmaß. Aber leider haben sich bis dahin schon einige falsche Erziehungsmuster sowie deren Auswirkungen im Charakter gefestigt.

    Was helfen kann ist Psycho-Therapie, sowie absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, um die Seele, die sich nach solchen Traumata in die hinterste Ecke verkrochen hat, wieder hervor zu holen und spüren zu können.

    Während Frauen eher in depressive Zustände verfallen und auf Selbstmord oder Autoaggression zurückgreifen, werden die meisten männlichen Opfer aus Frust dann später selbst zu Tätern.

    Ich persönlich sehe es als Karma, das seit Menschengedenken vorhanden ist und immer weiter getragen wurde und wird.

    Was die Sache aber wirklich schlimm macht, ist die ungenügende Aufklärung und die Tabuisierung des Themas.

    Die Opfer meinen sie wären die einzigen, denen so etwas passiert, sind meist auch noch extrem eingeschüchtert worden, so dass sie sich nichts zu sagen trauen.
    Meine Erfahrung ist allerdings, auch wenn man dann als Erwachsener versucht dieses Thema anzusprechen, schlägt einem meist nur Kritik und Unverständnis um die Ohren.

    Das ist es was die Sache wirklich zum Desaster macht, wie die Welt damit umgeht.
    Nicht besonders erfreulich.

    Schon alleine die Tatsache, dass jemand der Steuern hinterzieht, Jahre in den Knast wandert, während Sexualstraftäter zwei Jahre auf Bewährung bekommen macht mich, als Betroffene mehr als wütend und auch dass solche Taten nach zehn Jahren verjähren, ist meines Erachtens eine bodenlose Frechheit, denn für ein Opfer gibt es keine Verjährung, lediglich eine Verarbeitung um das negative Weltbild wenigstens wieder ein klein wenig gerade zu rücken.

    Lieben Gruß
    Tanja
     
  5. polly

    polly Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2006
    Beiträge:
    136
    ist eigentlich schon mal aufgefallen, wieviel aufmerksamkeit die täter bekommen? der typ auf dem dach wurde umhätschelt ohne ende, bis er sich bequemt hat da wieder runterzukommen.
    wer ist denn nun das opfer von wem?
    oder man erklärt wieder alles mit karma, würde heißen: ich bedanke mich bei dem der mir das angetan hat dafür, dass er sich als täter zur verfügung gestellt hat?
    wenn man bedenkt, dass jeder zweite betroffen ist, dann ist das ganze ziemlich alltäglich. dazu gehört nicht nur der akt as solches, sondern auch der wunsch danach, denn die energien, die dabei freigesetzt werden sind ziemlich krass und gerade für ein kind nicht einzuordnen.
    es geht doch darum, dass jemand gegen seinen willen in einer art und weise angefasst, penetriert oder sonst was wird, mit der er nicht einverstanden ist. sex ist was freiwilliges, wenn er erzwungen wird, ist das so ziemlich das schlimmste was passieren kann.
    schlagen, verbale demütigungen,... sind etwas äußerliches, missbrauch und vergewaltigung geht nach innen.
    greift also das innerste an und ist immernoch verteufelt und tabuisiert.
    der alltägliche umgang mit sex ist doch auch immernoch geprägt von unserem christlichen weltbild.

    polly
     
  6. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Liebe Polly,

    mit diesem Vorwurf ich würde den Täter damit freisprechen, weil ich für mich einen Weg gefunden habe, die Sache für mich einzuordnen, eben durch Karma, hatte ich in letzter Zeit desöfteren.

    Da es wie du so schön sagst, niemanden interessiert, was mit den Opfern passiert, muss das Opfer irgendwie schauen, dass es selbst aus dieser Rolle herauskommt.
    Da mag jeder Weg anders aussehen, meiner ist halt der, dass ich das Problem kollektiv und aus karmischer Sicht angehe.

    Wenn ich in meiner Opferrolle sitzen bleiben will, klar werde ich ein Leben lang Ankläger.
    Die Anklage: „Du bist ein Täter und ich bin ein Opfer und es wird auch immer so bleiben.“
    Ich kann aber nur aus dieser Anklage heraus, wenn ich dem Täter die Täterrolle abspreche und somit auch gleichzeitig meine Opferrolle aufgebe.
    Das eine geht nicht ohne das andere.

    Somit mache ich nicht aus dem Täter ein Opfer oder gestehe ihm das Recht zu, so etwas zu tun, sondern gestehe lediglich Gott das Recht zu, dass er mir damit etwas zeigen und beibringen wollte.
    Welche Strafe mein Vater nun dafür bekommt, auch dahingehend vertraue ich auf Gottes Gerechtigkeit, denn den Staat kannst ja in solchen Dingen getrost vergessen.

    Aber ein ganz anderer Punkt ist nunmal der, dass ich heute nicht das wäre, was ich bin, wenn mir das nicht passiert wäre. Was dich nicht umbringt, macht dich nur härter, heißt es.
    Zumindest dann, wenn man es geschafft hat, alles richtig einzuordnen, um auch mit diesem Teil in der eigenen Biographie vernünftig umgehen zu können.

    Lieben Gruß
    Tanja
     
  7. polly

    polly Mitglied

    Registriert seit:
    23. Juni 2006
    Beiträge:
    136
    liebe tanja,

    welcher vorwurf? das war ironisch gemeint... :confused:
    ich weiß ziemlich genau wovon ich spreche und wovon du sprichst. mich hat diese letzte diskussion völligst angenervt, weil es ständig um dieses opfer-täter-ding ging. ich halte davon gar nichts. ich bin weder das eine, noch das andere. es kommt auf jeden ganz persönlich an, wie er damit umgeht. auch von diesem ganzen vergeben und vergessen halte ich genauso wenig wie von rachegedanken.
    es ist wie es ist und entweder man kann damit leben, oder nicht.
    ganz einfach akzeptieren und intregrieren, was anderes kann man damit eh nicht tun.

    liebe grüße polly
     
  8. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
    Liebe polly,

    dann sind wir ja einer Meinung.
    Denn auch ich sehe es so, dass man einfach lernen muss, damit klar zu kommen, dass das halt nunmal zum eigenen Leben und zur eigenen Charakterbildung beigetragen hat.
    Sobald man das kann, kommt man aus der Opferrolle heraus und beginnt wieder zu leben.
    Ein neues Leben. Die Wiedegeburt oder das Wiederfinden der Seele.

    LG:liebe1:
    Tanja
     
  9. Romaschka

    Romaschka Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. März 2005
    Beiträge:
    5.096
    Ort:
    D
    Wieder einmal ein Beitrag von Scrabbel, der seine Weltfremdheit oder/und psychische Indifferenz zeigt..., für Betroffene eine ziemliche Frechheit in Form von Verharmlosung... "keine (oder nur geringe) körperliche Schmerzen" bei Vergewaltigungen... :escape:

    Ich finde, der Beitrag gehört gelöscht und Scrabbel allmählich gesperrt.

    Gruß, Romaschka
     
  10. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Liebe Romaschka,

    ich verstehe dass manche Menschen sehr sensibel auf solche Themen reagieren.
    Auch verstehe ich zu einem gewissen Teil die Leute, die sich gar nicht damit identifizieren k&#246;nnen oder wollen.

    Aber immer diese L&#246;scherei finde ich nicht besonders f&#246;rdernd.
    Warum sollen die Leute denn nicht wissen, wer wie dar&#252;ber denkt?

    Mir pers&#246;nlich ist eine offene Diskussion lieber, als all jene die nicht damit umgehen k&#246;nnen oder wollen, in der Versenkung verschwinden zu lassen.

    Genau das nenne ich n&#228;mlich Tabuisierung.

    LG
    Tanja
     

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