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Verletzt Stärke meinen Partner?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Anni, 8. September 2006.

  1. Anni

    Anni Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2006
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    77963 Schwanau, Ba-Wü
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    Hallo zusammen,

    werde euch mal meine Situation schildern:

    Mein Freund und ich haben momentan irgendwie 'ne kleine Beziehungskrise. Er fühlt sich von mir manchmal in den Schatten gestellt, sagt ich seie vom Geist her so viel weiter als er... Dazu fühlt er sich in den Schatten gestellt von meiner Persönlichkeitsstärke wie er immer sagt, da ich zu meiner Meinung stehen kann und mir in mein Leben nicht reinreden lasse und zu dem stehe was ich denke und fühle.... Ich habe manchmal das gefühl er kommt überhaupt nicht mit meiner Konsequenz klar, aber ich bin nunmal konsequent und bin auch stolz darauf.

    Ich möchte mich überhaupt nicht hochloben, aber ich kann doch nicht sagen "ich vergesse jetzt mein Wissen und lebe ab jetzt unbewusst". Ich war bis jetzt immer ganz stolz darauf, dass ich eine gewisse Stärke habe, doch jetzt sehe ich wie es ihm zu schaffen macht... Ich versuche ja ihm zu helfen, dass er auch seine Mitte findet, aber sobald wir an seinen "Wunden Punkt" kommen, wo seine Lernaufgabe wäre sagt er "Nein da möchte ich nicht weiter reden, da tut es immer weh" und macht sofort dicht.

    Kein Mensch wird von heute auf morgen stark oder lernt zu sich zu stehen, er fragt mich immer was mich zu dem gemacht hat was ich heute bin. Dann versuche ich ihm zu erklären, dass ich durch den Schmerz gegangen bin, nicht drumherum, daran bin ich gewachsen. Sicher hat es auch Schattenseiten hinterlassen, aber wenn ich diese aufarbeite wandelt es sich wieder um in wertvolles Wissen. Inzwischen ist es bei mir schon so, dass ich gerne durch schmerzhafte Situationen gehe, weil ich mich auf die danach folgende Erkenntnis freue. Hört sich vielelicht komisch an :)
    Bei ihm habe ich das gefühl er geht drumherum und fragt sich dann "Wieso entwickle ich mich nicht". Wenn ich ihm dann verushe zu sagen wo ich seine Wunden Punkte sehe, an denen er lernen kann, fühlt er sich schnell angegriffen und ist verletzt. Ich muss dazu sagen, dass ich es sehr direkt und geraderaus sage, kann verstehen das das auch weh tut. Wir sind grundsätzlich sehr unterschiedlich und ergänzen uns eigentlich gerade deshalb...

    Ich möchte nochmal sagen: Ich mag mich damit nicht hochloben oder sonstwas, es ist inzwischen wirklich ein Thema geworden, dass ihn zu belasten scheint und ich würde gerne mal hören was ihr dazu meint!

    Danke im Vorraus!

    Lg Anni
     
  2. Sitanka

    Sitanka Guest

    wenn dein partner sich von deiner stärke verletzt fühlt, leidet er an minderwertigkeitsproblemen, er fühlt sich dir nicht gewachsen, aber da kannst du ja nichts dafür, das ist ganz allein seine sache.

    viele männer haben probleme sogar angst vor starken frauen, weil männer eben gerne die beschützer rolle, die rolle des ernährers usw...übernehmen. bei starken frauen ist das nicht mehr erforderlich und männer fühlen sich in den schatten gestellt und teilweise sogar überflüssig.

    er muss wieder ein wenig an seinem selbstwert arbeiten, du kannst ihn dabei unterstützen in dem du ihm sagst, dass er eben in anderen bereichen sehr sehr wichtig ist, wo du vielleicht nicht diese stärke besitzt.

    kein mensch ist unwichtiger oder weniger wert als der andere, es gibt nur eben menschen die vielleicht ihre stärken, ihre talente noch nicht so entdeckt haben.

    wenn er wieder eine aufgabe hat, wo er sich wichtig und gebraucht fühlt, dann kommt auch alles wieder in ordnung.

    viel glück ;)
     
  3. Katarina

    Katarina Guest

    Liebe Anni,

    Stärke kann meines Erachtens nur dann verletzen, wenn die innere Haltung nicht liebevoll ist. Die Stärke allein ist einfach nur Stärke, die davon lebt, dass es auch Schwäche gibt. Das Licht braucht den Schatten, um sich als Licht zu erkennen und der Schatten braucht das Licht, um sich als Schatten zu erkennen. Und deswegen ergänzt Ihr Euch so schön. Aber es gibt auch noch den Spiegelaspekt. Du spiegelst Deinem Freund sein Potential und Dein Freund spiegelt Dir noch verborgenen Schmerz in dir und so könnte Ihr Euch aneinander reiben, um schließlich zu erkennen wie perfekt das alles ist.

    Ein guter Wegweiser für mich ist immer wie meine innere Reaktion auf jemanden ist. Wäre ich an Deiner Stelle, so würde ich mich fragen, ob ich meinen Freund absolut und voller Liebe so mit seiner Schwäche annehmen kann wie er ist. Wenn das der Fall ist, wunderbar. Entweder wird er dann in Deiner Gegenwart einfach heil oder es passt irgendwann zwischen Euch nicht mehr und die Verbindung löst sich, aber ohne das beziehungstypische Gemurkse.
    Reagierst Du innerlich gereizt auf seine Schwäche, willst ihn verändern (das kann auch unter dem Deckmantel "Hilfe" sein), dann spiegelt er Dir Deine uneingestandenen Schwachpunkte und gibt Dir so Gelegenheit, Dich selber immer tiefer und besser kennenzulernen.
    Übrigens, auch in der scheinbaren Schwäche liegt eine enorme Stärke. Weißt Du, was es für eine Kraft kostet, Schmerz immer und immer wieder wegzudrücken? Und in der scheinbaren Stärke liegt auch eine große Schwäche. Wie schwach ist doch der Starke, wenn er nicht die Stärke hat, einfach schwach zu sein.

    Katarina :)
     
  4. Anni

    Anni Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2006
    Beiträge:
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    Ort:
    77963 Schwanau, Ba-Wü
    Das versuche ich. Wenn er sich "überflüssig" vorkommt sage ich ihm was ich an ihm toll finde, wo er mich ergänzt und was ich an ihm schätze...


    Ich habe schon oft darüber nachgedacht und weiß das ich daran noch arbeiten muss... Ich muss sehen das die Schwächen auch Stärken sind, das ist ein großes Thema an dem ich schon lange arbeite und wo er mir wohl den Spiegel vor die Nase hält... Es hat vielleicht damit zu tun das ich lange Zeit in meinem Leben den männlichen Part übernommen habe und immer "Stark" sein wollte, auch heute ist das in vielen Bereichen noch so!

    Danke für eure Antworten

    Lg Anni
     
  5. Himmelblau

    Himmelblau Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. Januar 2005
    Beiträge:
    3.455
    Ort:
    Niederösterreich
    Hallo Anni,

    ich lese aus deinen Zeilen, dass ihr beide ehrlich zueinander und zu euch selbst seid.
    Das ist eine solide Basis für eine Partnerschaft.
    Eigentlich fehlt nur mehr, dass ihr euch auch liebt und so annehmt wie ihr seid.
    Im Laufe der Zeit und bei respektvollem Umgang miteinander, werdet ihr Eigenschaften voneinander annehmen und euch automatisch angleichen.

    LG
    v
    Olga
     
  6. Anni

    Anni Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2006
    Beiträge:
    2.152
    Ort:
    77963 Schwanau, Ba-Wü
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    Hallo Olga, danke für deine Antwort! Ja, da hast du wohl recht, wir sollten lernen uns vollkommen anzunehmen... Das wird wohl unser schwerpunkt sein an dem wir arbeiten müssen...
     
  7. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2005
    Beiträge:
    1.541
    Ort:
    ungefähr da
    Hi Anni,
    Jenes springt mir in die Augen.
    Ich möcht folgendes Problem skizzieren:

    Nehmen wir an, ER hat eine Meinung, zu der er steht.
    Das könnte einen Konflikt mit Dir bedeuten, falls Du anderer Meinung bist (ich nehm Dich beim Wort, dass Du dazu stehst:) )

    Geht er nun dem vermeintlichen Konflikt aus dem weg, hast Du gewonnen, da Deine Meinung die letzte ist.

    Setzt er seine Meinung durch, kannst Du zu deiner Meinung nicht mehr stehen (es sei denn, es führt zur Trennung).

    2 Schlüsse kann ich ziehen (gibt sicher noch mehr)
    Würde er zu seiner Meinung stehen, wäre die Bewunderung für Deine Stärke entweder Heuchelei,
    oder er benötigt eine starke Partnerin, damit er nicht zu seiner Meinung zu stehen braucht.
    Das wäre eine Übertragung der Verantwortung auf Deine Person.

    Persönlich würde ich genau über diesen "Stolz" (ich kenn' das:) ) Deinerseits, und die "Bewunderung" (sie macht das schon) seinerseits reden.

    Auch meine ich, dass Stärke, sofern sie nicht zur Niedermachung des Partners genutzt wird (Konkurenz?), sogar ein willkommener Aspekt einer Beziehung ist.

    lg
     
  8. Anni

    Anni Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. Juni 2006
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    77963 Schwanau, Ba-Wü
    Ja, das ist es womit ich auch nicht klar komme. Ich diskutiere gerne, aber er gibt jemandem sehr schnell recht um sich nicht argumentieren zu müssen wenn er eine andere Meinung hat, da er Angst hat nicht die richtigen worte zu finden. Ich möchte ja nicht gewinnen, ich möchte dass wir uns in der Diskussion reiben!


    Das Gefühl habe ich manchmal und ich wünsche mir sehr, dass er lernt zu seiner Meinung zu stehen und unterstütze ihn dabei so gut es geht. Aber das kann ich nur wenn er es auch annimmt...


    Ich habe schon versucht darüber mit ihm zu reden, doch wenn es dann darauf rausläuft das wir an einen Punkt kommen der ihn verletzt macht er soforrt dicht... Das kann ich auch verstehen, aber das macht es mir sehr schwer mit ihm zu reden, ich möchte ihm ja nix böses!

    Lg Anni
     
  9. Annie

    Annie Sehr aktives Mitglied

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    23.378
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    home sweet home
    Hallo Anni,

    dein Freund kommt mir sehr harmonieliebend vor, und versucht Konfrontationen aus dem Weg zu gehen... haut das hin?
    Ursachen für sowas sind meistens vielfältig, vielleicht hat er schon mal seine Meinung versucht durchzusetzen, aber ist gescheitert, und nun überträgt er es auf jede Situation die mit Konfrontation einhergeht.

    Lieben Gruß
    Annie
     
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    Liebe Anni,

    das von dir angesprochene Problem kenn ich nur zu gut. Und leider ist es so, dass diese Sache meistens ins Aus führt, so hart das vielleicht klingen mag.
    Bei meinem letzten Freund war das ein ganz großes Thema und es führte dazu, dass er sich einfach eine Frau gesucht hat, die ihm dieses Gefühl von "Minderwertigkeit" nicht vermittelte.
    Freunde sagten damals zu mir, er würde das nur benutzen, um nix festes mit mir anfangen zu wollen. Das seh ich mittlerweile ganz anders. Wir sind immernoch gute Freunde und er hat mir das dann auch nochmal gesagt, wirklich eindringlich. Und jetzt mit ein wenig Abstand, seh ich auch, dass er Recht hatte.
    Die Gründe für dieses Minderwertigkeitsgefühl sind vielfältig. Astrologisch läßt es sich schön erklären. Psychologisch auch. Das würde aber zu weit führen hier an dieser Stelle.
    Wenn sich dieses Gefühl bei einem Partner einstellt, ist das Kind meist schon in den Brunnen gefallen, denn eine Partnerschaft in der sich ein Partner unterlegen fühlt, steht auf sehr wackeligen Füßen und es bedarf schon großer Liebe auf beiden Seiten und viel Geduld, um das Gefühl zu zerschlagen. Und vorallem muss der Partner, der diese Minderwertigkeitsgefühle hat (die häufig bei depressiven Menschen auftauchen) willens sein, an sich zu arbeiten. Und das sind viele nicht. Der Mensch neigt mehr dazu, den für ihn einfacheren Weg zu gehen.

    Lieben Gruß, v-p
     
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