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Verfolgungswahn + (Fremd-)-Besetzung?

Dieses Thema im Forum "Magie" wurde erstellt von la mer, 2. Juli 2006.

  1. la mer

    la mer Guest

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    hallo,

    mir hat gestern eine Bekannte eine Geschichte von einem Menschen erzählt, der seit Jahren arbeitsunfähig ist und unter Verfolgungswahn leidet. Sie besucht ihn ab + an. Er erzählt ihr - wohl recht lebhaft/anschaulich - von Dingen (schwarze "Kästen" o.s.ä.), die von ihm Besitz ergriffen hätten; ihn ängstigen und mental bedrohen. Sie (ist empathisch + religiös) meinte, sie hat das Gefühl, seine Bilder seien sehr ernst zu nehmen ... nicht nur im Sinne von Ein-Bildung. Wie man dem begegnen könne ...?

    Frage wäre zum Beispiel, ob man mit einem bestimmten Ritual oder einer Mental-Technik die Bedrohung dieses Menschen wegschicken oder ihr begegnen kann? Mental in´s Licht senden, entreissen ....?

    Oder ist es seine "Aufgabe" alleine/selbst damit fertigzuwerden?

    was meint ihr? Was würdet ihr meiner Bekannten raten?

    LG laMer
     
  2. la mer

    la mer Guest

    hmmm ... also wär schon nett, wenn wer eine Idee hätte ...
    ich telefoniere morgen mit ihr + besuche ihn eventuell noch mit ihr zusammen die Tage. Mal schaun!
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Vielleicht sagt niemand etwas, weil es gefährlich sein könnte, online Ratschläge zu erteilen für Menschen, die offenbar pathologisch unter Paranoia leiden.

    Ein einfühlsamer, vielleicht auch hellsichtiger Mensch, könnte in längeren Gesprächen mit dieser Person vielleicht einen Ausgang finden. Aber mal so eben schnell über's Forum?

    Viel Glück!
    Elli

    :zauberer1
     
  4. la mer

    la mer Guest

    na, über´s Forum nicht. Ich dachte mehr an spezielle Tipps bzw. Erfahrungen im Forum zu diesem Thema. Der Beschreibung der Bekanten nach soll es sich tatsächlich um eine geistige Problematik handeln; weniger um schulmedizinisch Pathologisches. Die Bekannte meint es in dem Sinn, dass sie die Vorstellungen des Bekannten als real einschätzt.
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.305
    Hallo La Mer!

    Ich kann Dir natürlich nur meine Meinung schreiben. Ich weiß ja nicht wie problematisch die Sache bei ihm ist und ob er nicht vielleicht in professionelle Hände gehört. Deshalb alles unter Vorbehalt...

    Wofür ich meine Hand ins Feuer lege, ist, dass die Gründe für seine Probleme innerhalb seines Bewusstseins zu finden sind, und auch wirklich zu finden sind. Damit meine ich auch, das es "eigene Energien" sind, nichts da ist was von ihm Besitz ergriffen hat. Dennoch muss E R ernst genommen werden. Die Diskussion über real oder nicht real würde ich gar nicht führen. Wenn Deine Freundin glaubt, es sei wahr was er sagt, im Sinne von "magischer Angriff" oder was auch immer, ist das meiner Ansicht nach ein Fehler. Das Problem mit Empathie ist, dass man da die eigene Deutung mit reinbringt. Jemand anderes kann ihn nur in Richtung Wesentliches bringen, wenn er es zuläßt, man sollte sich nicht in Deutungen versuchen und wie gesagt auch nicht die Frage erörtern wie real das ist was er wahrnimmt. Die Sache ist die, das es da nicht um Objektivität geht, sondern um seine Gefühle, Gedanken und Deutungen.

    Im Prinzip kann man es sich so vorstellen, das der Verstand sich mit Bewusstseinsinhalten nicht auseinandersetzen will weil er sie fehldeutet und extrem negativ bewertet. Das führt zu Angst, eine Angst die sich immer deutlicher zeigt. Der Verstand versucht aber weiterhin daran vorbeizuschauen und verzerrt die ganze Sache immer stärker und schafft damit ein eigenes Problem, dass weit größer sein kann, als das womit er sich ursprünglich nicht beschäftigen wollte. Dann kommt es dazu, dass sich endlos mit Wahrnehmungen und Symptomen beschäftigt wird, ohne die wirkliche Angst zu erkennen. Diese Bilder und Deutungen, z.B. das er besetzt sei oder was auch immer, stehen für etwas anderes, oder sagen wir besser: Sie überdecken etwas anderes, sind verzerrte Übersetzungen. Man sollte da meiner Meinung nach gar nicht groß herumdeuten, wofür dieses und jenes steht. Die Emotion Angst und jede Äusserung im Aussen, also bestimmte Wahrnehmungen, selbst der Wunsch über das Problem zu sprechen, enthält "nur" das Signal. Das ist seine Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken und sich selbst anzuschauen, der Verstand ruft sozusagen auf eine "verrückte Art" um Hilfe, wobei das Verrückte an dem Hilferuf ist, das er selbst als das Problem angenommen werden kann, oder besser: Tatsächlich ein Problem sein kann, aber es ist nicht der Grund.

    Die Frage der Aufrichtigkeit spielt eine große Rolle. Wenn er offen seine Angst zeigen kann, Schwäche zeigt, kann man davon ausgehen das er aufrichtig vor anderen und dann auch vor sich selbst ist. Wenn er fasziniert von seinen Wahrnehmungen ist und darauf beharrt das sie wahr seien, gleichzeitig gar nicht unbedingt Hilfe sucht sondern Bestätigung seiner Deutungen und Theorien, kann man davon ausgehen dass er nicht aufrichtig ist und: Selbst diese Äusserung zeigt Angst, denn Angst ist die Motivation die Aufmerksamkeit anderer und die eigene auf die verzerrte Deutung zu lenken, weg von dem was sich der Verstand nicht anschauen will. Das geschieht aber nur wenn unbewusst gedacht wird was bedeutet, das man sich vom Verstand beeindrucken läßt.

    Dieses Unbewusste Denken muss zur Bewusstheit gebracht werden, was bedeutet sich selbst sozusagen zuzuschauen, dem Verstand zuzuschauen wie er denkt und Gedankenschleifen erzeugt. Ich weiß nicht, wie das Verhältnis Deiner Freundin zu diesem Bekannten ist oder Deins, aber um sozusagen Aufrichtigkeit und Bewusstheit zu erzeugen ist ein einfaches Mittel, jemandem direkt in die Augen zu schauen und direkt zu fragen: Wovor hast Du am meisten Angst?

    Die Angst wird sich zeigen, allerdings wieder nicht unbedingt der ursprüngliche Grund. Was geschieht ist folgendes: Entweder wird der so Angesprochene in dem Moment bewusst, sozusagen ins Jetzt gezogen, oder er flüchtet und in der Regel bemerkt man was geschieht. Langes Erklären ist Flucht. Aber es geht dabei nicht darum was sich Aussen zeigt, nicht darum das er ausdrückt was innen ist, sondern das er in die Bewusstheit gezogen wird um selbst zu erkennen was das Problem ist. Und das funktioniert in gewisser Weise immer, weil er auch seine Flucht-Tendenz bemerken wird, die Tendenz die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken und nicht erkannt werden will. Das ist aber eigentlich eine Version für Menschen die sich eigentlich nicht helfen lassen wollen, bzw. v.a. für Kinder. Bei Kindern funktioniert das sehr gut, weil sie noch nicht so sehr davor flüchten von anderen erkannt zu werden.

    Wenn er aufrichtig ist und "normal genug" um das Ganze zu verstehen würde ich ihm raten entweder alleine oder mit jemandem zusammen seine Ängste zu erforschen. Alleine kann man das sehr gut durch automatisches Schreiben. Dazu fühlt man bewusst die Angst, nimmt die Symptome wahr oder denkt daran wenn gerade keine auftreten und schreibt drauf los und zwar alles was man glaubt. Jede Kleinigkeit. Wieder sollte das nicht inhaltlich gedeutet werden, es geht um das Bewusstsein nicht um die Deutung des Verstandes. Eigentlich geht es um Bewertung. Der Verstand deutet Bewusstseinsinhalte negativ was Angst erzeugt. Diese negative Bedeutung wird dann nach und nach neutralisiert wenn man sich die Dinge anschaut. Dadurch verschwinden Fehldeutungen und letztlich wird erkannt, dass es niemals etwas anderes gegeben hat als diese Fehldeutungen. Angst ist immer eine Schleife, letztlich in allen Aspekten unreal und das ist immer das Ziel. Die Fragen können immer sein "Wovor habe ich Angst? Warum habe ich davor Angst?". Sehr oft zeigen auch die größten Wünsche die tiefsten Ängste, deshalb kann man sich den ganzen Alltag anschauen und darin die Motivation erkennen die Angst zu kompensieren, wie auch sich nicht damit beschäftigen zu müssen. Das zeigt sich bei so gut wie jedem. Nicht umsonst können die Menschen so gut wie nie einfach alleine und still sein.

    So, das wars erst mal. Das Thema ist ziemlich umfassend. Frag ruhig nach falls Interesse besteht, aber ich etwas nicht so richtig deutlich gemacht habe. Aber was ich noch sagen will... Je nachdem was er hat und wie schlimm das Problem ist, kann jeder Versuch ihm zu helfen für ihn zur Bestätigung seiner Theorien werden. Damit meine ich, das z.B. Psychotiker die Tendenz haben, erstens alles auf sich selbst zu beziehen und alles in "ihre Richtung" zu deuten, letztlich "feindliche Umwelt". Da wird oft hart unterteilt in Freund und Feind und Feind kann schnell jeder werden, der Zweifel an den Deutungen anmeldet. Je nachdem wie schlimm es ist kann das zum Seiltanz werden und teilweise kann man da nicht viel richtig machen und dann sollte man es lassen.

    Viele Grü0e,

    C.
     
  6. 5teve23

    5teve23 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    23. Februar 2006
    Beiträge:
    6.420
    Ort:
    über-all
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    respekt Condemn! Jemand der versteht von was er redet...

    da kann ich nurnoch zustimmen, um das ganze nicht noch "komplizierter" aussehen zu lassen...
     
  7. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. September 2004
    Beiträge:
    19.305
    Ich danke... auch fürs Unterstreichen des Wesentlichen (schon mal einer der verstanden hat) ;)
     
  8. Daniellle

    Daniellle Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. Januar 2006
    Beiträge:
    14
    Falls der Mann tatsächlich Verfolgungswahn hat, hat er jetzt eine Bündnispartnerin gefunden, die er in seine Weltsicht hineingezogen hat. Das versuchen wohl die meisten Paranoiden. Wenn man ihre Vorstellungen anzweifelt, ziehen sie sich wieder zurück und versuchen es anderswo.

    Die interessantere Frage ist, was Deiner Bekannten helfen könnte. Paranoide Menschen retten zu wollen, ist ja schon ein bisschen größenwahnsinnig, wenn man dafür nicht ausgebildet ist. Vielleicht hat sie ein Helfersyndrom und braucht es, gebraucht zu werden. Vielleicht ist sie coabhängig von ihrem paranoiden Bekannten. Sei einfach für sie da und frag sie, wie es ihr geht, ohne dieses Paranoia-Problem lösen zu wollen.

    Danielle
     
  9. la mer

    la mer Guest

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    Vielen Dank für eure kompetenten Tipps; habe mir alles ausgedruckt.

    LG laMer
     

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