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Ursprung der Herrscherplaneten

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von Ayukas, 25. Mai 2011.

  1. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2006
    Beiträge:
    585
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    NRW
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    Hallo zusammen,

    Wieder mal geht es bei mir um ein etwas kompliziertes Thema.:)
    Obwohl ich die heutige Astrologie stimmig finde und es für mich auch logisch ist,dass die Sternbilder heute nicht mehr mit den Zeichen identisch ist,verstehe eins nicht:
    Wenn die Präzession keine Auswirkung auf die Astrologie hat.
    Warum wurde früher die Sommersonnenwende dem Löwen zugeordnet,wenn sich doch nichts an den Zeichen ändert?
    Ich weiß,dass Gabi,glaub ich,auch mal erwähnte,dass die heutige Astrologie angeblich erst im Widderzeitalter entstand.
    Aber trotzdem ist es irgendwie seltsam,vor allem habe ich schon gelesen,dass auch so die Herrscher den Bezug zu den Zeichen bekamen,

    (ich erkläre es mal kurz in Stichworten,was mir noch im Kopf hängen geblieben ist)

    -weil die Zeit des Löwen die längsten und hellsten Tage hatte im Juni,Juli, wurde diesem Zeichen die Sonne zugeordnet (Konjunktion)
    -dem Krebs der Mond,wegen den 2.hellsten Tagen im Mai,Juni (Konjunktion)
    -den Zwillingen und der Jungfrau der Merkur,weil der Merkur der Sonne der nächste Planet ist (Halbsextil)
    -dem Stier und der Waage die Venus,weil sie am 2.nächsten der Sonne ist (Sextil)
    -dem Widder und dem Skorpion der Mars,weil er der 3.nächste der Sonne ist (Quadrat)
    -den Fischen und dem Schützen der Jupiter,weil er der 4.nächste der Sonne ist (Trigon)
    -dem Wassermann und dem Steinbock der Saturn,weil dieser Planet die größte Entfernung zur Sonne hat (auch mit derDunkelhiet,dem Tod assoziiert wurde) und die Tage der Wintersonnenwende die kürzesten und dunkelsten sind (Opposition)

    Ich finde dieses System stimmig,nur hat es heutzutage keine jahrzeitliche Verbindung mehr.
    Trotzdem bin ich mit den Ergebnissen der heutigen Astrologie zufrieden.

    Wie erklärt Ihr Euch das?
    Was ist Eure Meinung dazu?


    Freue mich auf Euer Feedback.
    Alles Liebe,
    Ayukas :zauberer1
     
  2. flimm

    flimm Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
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    12.709
    Hallo,

    verzeih Ayukas,
    nur weils halt um Herrscherplaneten geht.

    ich habe mal gehört das das 10.Haus mal der Sonne zugeordnet war (oder umgekehrt) , deswegen Sonne gleich Vater 10.Haus.

    kann auch hierzu jemand etwas sagen?

    LG
    flimm
     
  3. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
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    NRW
    Also ich finde es gut,wenn wir diesem Thread verschiedenste Unklarheiten oder Fragen zu den Zuordnungen der Herrscherplaneten besprechen.:)

    Lg
    Ayukas:zauberer1
     
  4. jogi64

    jogi64 Mitglied

    Registriert seit:
    6. November 2005
    Beiträge:
    184
    Hallo Ayukas,

    was du geschrieben hast, ist schon recht stimmig - bis auf das Halbsextil, das zurzeit der Entwicklung der Herrschaftsverhältnisse nicht in Gebrauch war.

    Die Babylonier ordneten als erste jedem Planeten ein "geheimnisvolles Haus" zu (wobei mit Haus das Zeichen gemeint war), welches später die Erhöhung des jeweiligen Planeten wurde: SO zu Widder, MO zu Stier usw.

    Die hellenistischen Astrologen/Gelehrten entwickelten ab ca. 300 v.u.Z. dann das Konzept der Zeichenherrschaften, das von den Geschwindigkeiten der Planeten durch den Tierkreis und von der Entfernung der Planeten zur Sonne ausging. Als "Anschauungsobjekt" diente dabei auch das Thema Mundi, allerdings nur in Bezug auf die Zeichenherrschaften und in Bezug auf die Aspektverhältnisse, nicht aber hinsichtlich der Bedeutungen der mundanen Häuser!
    Die SO wurde als männlicher Planet dann dem männlichen Zeichen Löwe zugeordnet und der Mond als weiblicher Planet dem weiblichen Zeichen Krebs. Ausgehen von den "Häusern (Zeichen) der Lichter, ordnete man dann den restlichen Planeten die anderen Zeichen aufgrund der o.g. Kriterien zu.
    Der Tierkreis wurde ebenso in eine solare Hälfte (von Löwe zu Steinbock) und ein lunare Hälfte (von Krebs zu Wassermann) eingeteilt.

    Hier ein ganz guter Link zum Thema Mundi: wiki.astro.com/astrowiki/de/Thema_mundi


    Hallo Flimm,

    Das wäre mir neu, davon habe ich noch nichts gehört. Weißt du noch, aus welcher Quelle das stammt? Die Eltern wurden beide gemeinsam dem 4. Haus zugeordnet, später in der arabischen Astrologie wurde speziell der Vater dem 4. Haus zugeordnet. Da das 10. Haus das 7. Haus vom 4. Haus (Vater) ist, sah man das 10. Haus als die Mutter an (als Ehefrau des Vaters).

    LG
    Jogi
     
  5. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2006
    Beiträge:
    585
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    NRW
    Hallo Jogi,

    Danke für deinen tollen Beitrag.:)
    Dennoch habe ich noch Fragen an dich.

    1)Wie erklärst du dir die Veränderung z.B. des Löwen,der mit der Sonne zusammen für die Sommersonnenwende stand und sich plötzlich im August wiederfindet,wenn die Präzession keinen Effekt auf den Tierkreis hat?

    2)Die solaren und lunaren Einteilungen kenn ich zwar,aber wie wurden die Hälften gedeutet?Wurden die lunaren Zeichen als weiblich und die solaren als männlich angesehen?

    3)auch wenn es etwas vom Thema abweicht:
    Wenn der Mutter das 10.Haus zugeordent wurde,weil es zur Opposition des 4.Hauses des Vaters stand- wurden Oppositionen allgemein als "Partnerschaftsaspekt" gesehen.Waren die Oppositionszeichen als 2 Häften eines Ganzen gesehen?
    Weißt du sonst noch etwas über die Ursprünge der Kompatibiltät?
    Könnte es sein,dass Trigone eher als perfekte Freundschaften angesehen wurden,weil es 3 Zeichen sind?
    Und warum sind Oppositionszeichen in derselben Polarität?
    Theoretisch müsste immer ein maskulines und ein feminines Zeichen zu einem Ganzen gehören,wie Mann/Frau und Tag/Nacht.

    Mir ist klar,dass du wahrscheinlich nicht alles beantworten kannst,aber das sind so Fragen,die mir auf dem Herzen liegen.
    Vielleicht kannst du mir ja helfen.
    Du scheinst dich mit der Geschichte der Astrologie gut auszukennen.

    Auf jeden Fall:
    Vielen,lieben Dank!:D


    An alle anderen,die meine Fragen gelesen haben:
    Ich bin immer für Anregungen offen und dankbar.:)


    Alles Liebe,
    Ayukas:zauberer1
     
  6. jogi64

    jogi64 Mitglied

    Registriert seit:
    6. November 2005
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    Hi Ayukas,

    ich versuche mal so gut wie möglich auf deine Fragen einzugehen. Das Thema ist auch ziemlich komplex und lässt sich normalerweise nicht so schnell abhandeln – zumal in einem Forum. Trotzdem versuche ich, mich kurz zu fassen.

    Die Präzession war schon sehr früh bekannt aber Hipparchos (2. Jhdt. v.u.Z.) hat die Abweichung des Schnittpunktes des Äquators mit der Ekliptik im Verhältnis zu den Fixsternen berechnet und hat auch für Sonne und Mond Tabellen aufgestellt und diese auf den tropischen Tierkreis bezogen. Selbst der siderische Tierkreis wurde bereits von den Babyloniern zwischen dem 5. und 4. Jhdt. v.u.Z. in gleich große Segmente von 30° aufgeteilt, so dass schon da nicht mehr mit den unterschiedlich großen Sternbildern, sondern mit gleich großen „Sternzeichen“ (Tierkreiszeichen) gearbeitet wurde. Der tropische Tierkreis wurde also von Hipparchos sozusagen eingeführt, von Ptolemäus in seinen Tetrabiblos favorisiert und von den hellenistischen Astrologen/Astronomen etabliert. Und genau zu dieser Zeit, nämlich zwischen 200 vor und 200 nach u.Z., war der Frühlingspunkt mit siderisch 0° Widder ziemlich identisch. Alle nachfolgenden westlichen Astrologen haben sich dann in ihren Berechnungen und Deutungen auf den tropischen Tierkreis bezogen. Die Präzession hatte demnach seit dieser Zeit keinen Einfluss auf astrologische Deutungen.

    Die Sommersonnenwende lag zu dieser Zeit eben auch im Krebs und da lag sie auch zu der Zeit, als die Babylonier die ungleichen Sternbilder in 30° große Abschnitte einteilten und damit den siderischen Tierkreis einführten. Eine Art Individualastrologie, wie wir sie heute kennen, gab es da noch nicht – diese wurde erst ab dem 5. Jhdt. v.u.Z langsam entwickelt und später von den Hellenisten ausgebaut und erweitert.

    Also wie gesagt: Dass die Sommersonnenwende im alten Ägypten einmal im Löwen lag (genauer gesagt im Sternbild Löwe), spielt für die astrologische Deutung heute keine Rolle und hat auch seit der Antike keine Rolle mehr gespielt.

    Jetzt zu den Aspekten:
    Die Natur der Aspekte wurde u.a. abgleitet aus bestimmten Zahlenverhältnissen oder aus den Eigenschaften der Tierkreiszeichen bzw. aus deren Qualitäten warm, trocken, feucht und kalt.
    Die wichtigste Ableitung ergibt sich aber, wenn man wieder die Domizile der beiden Lichter als Ausgangspunkt nimmt, wie im Thema Mundi dargstellt: Ausgehend von den Zeichen Krebs und Löwe bilden jeweils die Venus-Zeichen Stier und Waage einen Sextilaspekt, also Krebs zu Stier und Löwe zu Waage. Die Marszeichen bilden jeweils ein Quadrat, die Jupiter-Zeichen ein Trigon und die Saturn-Zeichen eine Opposition. Entsprechend der elementaren Natur dieser Planeten, ordnete man den einzelnen Aspekten ihre Qualitäten zu (Quellen Abu`Mashar, Alcabitius, Paulus Alexandrinus, Ibn Ezra):

    - das Sextil ist ein Venus-Aspekt = mittlere Freundschaft, Wertschätzung, Zusammenarbeit. Planeten im Sextil sind wie „zwei Menschen, die Freundschaft schließen wollen.“

    - das Quadrat ist ein Mars-Aspekt = Konflikt, Dissonanz, mittlere Feindschaft, gemäßigt schlecht/übel, Verschärfung, Übertreibung. Planeten im Quadrat sind wie „zwei Menschen, von denen der eine den anderen beherrschen will.“

    - das Trigon ist ein Jupiter-Aspekt = Eintracht, Übereinstimmung, perfekte Freundschaft, Unterstützung, Förderung. Planeten im Trigon sind wie „zwei Menschen, die das gleiche Naturell haben.“

    - die Opposition = extreme Feindschaft, extreme Bosheit, starkes Zerwürfnis, Verneinung, Abneigung, Antipathie, Missgunst. Planeten in Opposition sind wie „zwei Menschen, die sich extrem bekämpfen.“

    - die Konjunktion ist klassisch gesehen kein Aspekt, weil sich zwei Planeten im selben Zeichen nicht „anschauen“ können (Aspekt = lat. aspectare = anblicken). Zwei Planeten im selben Zeichen gelten als miteinander verbunden; wie „zwei Menschen in einer Gemeinschaft.“ Die Konjunktion hat Merkur-Charakter, weil sich ihre Wirkung nach der Natur der verbundenen Planeten richtet.


    Nein, das wurde sie nicht. Die Opposition hatte Saturn-Charakter und wurde als schwierigster Aspekt gewertet.
    Aspekte haben übrigens in der klassischen Astrologie nicht den gleichen hohen Stellenwert, den sie in der modernen Astrologie haben. Sie werden üblicherweise erst an dritter oder vierter Stelle behandelt. Moderne Deutungen fangen oft sogar mit der Deutung einzelner und isolierter Aspekte an – meist noch Aspekte von Langsamläufern wie Neptun oder Pluto usw.

    LG
    Jogi
     
  7. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2006
    Beiträge:
    585
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    NRW
    Hallo Jogi,

    Wow,deine Erklärung finde ich klasse.:)
    Dank dir sind einige Wissenslücken und Denkfehler aufgelöst.
    Noch 2 Sachen:

    1)Weißt du vielleicht noch etwas Wissenswertes zu den solaren und lunaren Hälften.

    2)Und meine Spannung steigt:
    Du hast die Aspekte so schön strukturiert erklärt.
    Welcher Aspekt wurde nun als der Aspekt der Kompletierung gesehen,wenn das Trigon ja,wie ich schon fast geahnt habe,perfekte Freundschaft bedeutet.
    Welcher Aspekt war leidenschaftig genug in seiner Bedeutung,dass er für gute Möglichkeiten in der Liebe sprechen könnte?

    Waren es Verbindungen zwischen Feuer/Wasser und Erde/Luft ,die auch in der Alchemie Gegenteile darstellen und entgegengesetzte Symbole haben?
    Waren die Zeichen,wie Krebs/Löwe oder Zwillinge/Jungfrau,die ähnliche/gleiche Herrscher haben?
    Oder hab es eine ganz andere Lösung.
    Wie z.B. die Opposition,d.h. dass Hass/Ablehnung und Liebe dicht bei einander liegen.
    Ich hoffe,dass du vielleicht auch hier etwas Licht ins Dunkle bringen kannst.


    Wäre dir sehr dankbar,wenn du mir vielleicht noch hier weiterhelfen könntest.

    Auf jeden Fall schonmal ein großes Dankeschön!:danke:

    Alles Liebe,
    Ayukas:zauberer1
     
  8. jogi64

    jogi64 Mitglied

    Registriert seit:
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    184
    Hi Ayukas,

    Leider kann ich dazu nicht mehr viel Neues erzählen. Dieses Thema wird einerseits nur von wenigen klassischen Autoren behandelt und wenn, dann nur kurz gestreift. Alcabitius z.B. erwähnt einfach nur, dass die Hälfte des Tierkreises von Löwe bis Steinbock die „greatest half“ ist – dabei kann man `greatest` übersetzen mit „beste“ oder „großartigste“. Diese Hälfte ist solar, weil die Sonne hier Hoheitsgewalt hat. Näher erklärt wird dieser Umstand durch ihn aber nicht. Die lunare Hälfte von Krebs bis Wassermann wird als die „least half“ bezeichnet (least = geringste, wenigste, kleinste) und der Mond hat dort die Hoheitsgewalt – aber auch hierzu keine weitere Erklärung.
    Da die Sonne und der Mond die einzigen beiden Himmelskörper sind, denen keine Würde der Grenzen zugeordnet wurden, meinen manche Autoren, dass man sie, wenn sie in ihrer eigenen Hälfte stehen, so behandeln könnte, wie ein Planet, der in seinen Grenzen steht.

    Guido Bonatti (12./13. Jhdt.) versucht die Zuordnung zu den beiden Hälften damit zu erklären, dass die Zeichen Löwe bis Steinbock langsam aufsteigende Zeichen seien und die anderen die schnell aufsteigenden. Allerdings übersieht selbst er dabei, dass die langsam aufsteigenden Zeichen die Zeichen Krebs bis Schütze und die schnell aufsteigenden Zeichen Steinbock bis Zwillinge sind – und das, obwohl er an früherer Stelle im selben Kapitel die Aufsteigungen korrekt aufführt.

    Ich muss auch sagen, dass ich mir bisher über diese Hälften noch keinen großen Kopf gemacht habe und das auch bei der praktischen Deutung nicht berücksichtige. Das haben wohl auch die meisten klassischen Astrologen, da dieses Thema wirklich kaum in den Texten behandelt wird.

    Wenn du mit „Komplettierung“ vervollständigen oder ergänzen meinst, dann liegt das eher in der Natur der weichen Aspekte, dem Sextil und ganz besonders dem Trigon. Die Opposition war wie gesagt ein Saturn-Aspekt und wurde nicht als Aspekt der Ergänzung angesehen.

    Die Wirkung von Aspekten hängt zudem sehr stark von der Natur der beteiligten Planeten und ihren essentiellen Würden ab – oft mehr, als von der Art des Aspekts. Ein Quadrat zwischen Mond und Venus oder Venus und Jupiter (wenn die Planeten in guten Würden stehen) kann sehr angenehm oder leicht zu leben sein. Ein Trigon zwischen Mond und Mars oder zwischen Saturn und Mond kann extrem unangenehm sein, vor allem dann, wenn einer oder beide Planeten in schlechten Würden und/oder „negativen/schwierigen“ Häusern stehen oder diese beherrschen.

    Ein Trigon zwischen einem gut gestellten Mars und einer gut gestellten Venus kann durchaus auch zu großer Leidenschaft führen – das müssen keineswegs immer die Quadrate sein, wie heute allgemein angenommen wird.

    Da weiß ich jetzt nicht so genau, was du meinst bzw. wie du das meinst. Vielleicht kannst du das noch etwas anders erklären?

    LG
    Jogi
     
  9. Ayukas

    Ayukas Mitglied

    Registriert seit:
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    NRW
    Hallo Jogi.:)

    Ja,habe bis jetzt auch nicht so viel über die solaren und lunaren Hälften gelesen,aber das ist schon interessant.:)

    Zur nächsten Sache.
    Ich suche schon sehr lange die perfekten Paare,d.h. immer 2 Zeichen die sich anziehen,so wie Yin und Yang.
    Natürlich ist Synastrie vielschichtig,aber ich denke,dass z.B. der Archetyp Widder ein Zeichen hat,das die andere Hälfte symbolisiert,
    wie von Rot (heiß) die Komplementärfarbe Türkis (kalt) ist.
    Verstehst du,was ich meine?
    Also quasi 2 Energien,die sich bedingen.

    Ich dachte ,dass du mir vielleicht weiterhelfen kannst,weil du viel über die Ursprünge der Astrologie weißt.
    Ich habe schon an z.B. Widder Waage bzw. überhaupt an die Oppositionen gedacht,wegen dem Deszendent,
    aber erstens verstehe ich nicht,warum die 2.Hälfte von Widder kein feminines Zeichen sein sollte
    und zweitens war in der klassischen Astrologie die Opposition ja der negativste Aspekt.

    Daher dachte ich an die Zeichen,die die Herrscher teilen
    Löwe/Krebs - Jungfrau/Zwillinge - Waage/Stier - Skorpion/Widder - Schütze/Fische - Steinbock/Wassermann
    oder allgemein an die Gegenteile in der Alchemie Feuer/Wasser oder Erde/Luft.

    Oder vielleicht die selben Zeichen wie Widder/Widder - Stier/Stier usw.
    Vielleicht hat jedes Zeichen selber zwei unterschiedliche Ausprägungen?

    Weißt du vielleicht etwas dazu oder könntest du dir vorstellen,welche Zeichen sich wie Yin und Yang komplementieren,anziehen und bedingen?

    Und wenn die Opposition so negativ belegt wurde,wie kam die Bedetung des Deszendent zustande bzw. wurde der Punkt immer schon mit der "perfekten Ergänzung" verbunden?


    Alles Liebe,
    Ayukas :zauberer1
     
  10. jogi64

    jogi64 Mitglied

    Registriert seit:
    6. November 2005
    Beiträge:
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    Hallo Ayukas,

    Danach würde ich nicht suchen - nichts ist wirklich perfekt ;).

    In der klassischen Astrologie gibt es unterschiedliche Klassifikationen und Einteilungen der Zeichen untereinander. Ich kann hier jetzt nicht alle ausführlich wiedergeben, aber zu den wichtigsten Einteilungen gehören u.a. die Zeichenpaare, deren Tage jeweils gleich lang sind. Das sind einmal die schnell bzw. schief aufsteigenden Zeichen von Steinbock bis Zwillinge und auf der anderen Seite die langsam bzw. steil aufsteigenden Zeichen von Krebs bis Schütze. Diese Zeichen stehen auch in einem Spiegelpunktverhältnis (Antiszie) zueinander und werden als gleich in ihrer Kraft (power) angesehen.
    Die schnell aufsteigenden Zeichen gelten als gehorchende oder folgende, die langsam aufsteigenden Zeichen als befehlende oder kommandierende Zeichen. Sie stehen aber in einem jeweils freundschaftlichen Verhältnis zueinander, da die einen den anderen aus freien Stücken folgen, so dass es zu harmonischer Zusammenarbeit, Übereinstimmung und letztlich zu dem kommt, was du als Ergänzung meinst. Diese Einteilung ist auch für die Aspektdeutung wichtig, denn z.B. ein Sextil zwischen diesen Zeichen bekommt ein andere Gewichtung.

    Zudem betonen die klassischen Autoren, dass zwar aufgrund der Gemeinsamkeit, die sich durch die Aufsteigung ergibt, das eine Zeichen dem anderen folgt bzw. gehorcht (Widder gehorcht Waage und Steinbock gehorcht Krebs). Aber diese Freundschaft wird durch das jeweilige Oppositionsverhältniss getrübt und dadurch teilweise bzw. vollständig zerstört.
    Die Opposition wird also in der Klassik nicht als Ergänzung angesehen.

    Eine andere wichtige Einteilung ist die, welche die Zeichen über die Achse Widder/Waage spiegeln (Gegenantiszie). Das sind die Zeichen, die jeweils gleich schnell aufsteigen. Auch diese Zeichen stehen in einem freundschaftlichen Verhältnis zueinander. Dazu gehören z.B. auch die Zeichen Krebs und Schütze von denen man in modernen Astrologiebüchern oft liest, dass sie nicht gut miteinander harmonieren bzw. zusammen passen. Ich kenne einige Schützesonne/Krebssonne-Ehen, die seit Jahrzehnten harmonisch sind und halten.

    Und natürlich diejenigen Zeichen ergänzen und vertragen sich gut miteinander, die den gleichen Herrscherplaneten haben, wie du auch schon vermutet hast.


    Ganz allgemein betrachtet geht die antike und klassische Astrologie nicht in dem Maße von den Zeichen alleine aus, wie das heute der Fall ist. Das Sonnenzeichen spielt bei der Bestimmung des Charakters oder der Persönlichkeit sowie der seelischen und geistigen Anlagen so gut wie keine Rolle.
    Die Planeten sind als Herrscher die jeweiligen Bewegungsprinzipien der Zeichen. Die Persönlichkeit, die seelischen und geistigen Anlangen, das Temperament, der Charakter, die herausragenden Wesensmerkmale usw. werden deshalb in erster Linie durch die Planeten geprägt bzw. repräsentiert und nicht durch die Zeichen.

    Wenn es in der traditionellen Astrologie Psychologisierungen gibt, dann hauptsächlich bei den Planeten und nicht so sehr bei den Zeichen.

    Das ist wieder eine andere Sache. Davon später mehr. Ich vermute du spielst darauf an, dass in der modernen Astrologie das 7. Haus als Waage-Haus angesehen wird?

    LG
    Jogi
     

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