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Ureinwohner im Naturverständnis

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von alwin, 29. Juli 2002.

  1. alwin

    alwin Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2002
    Beiträge:
    580
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    Hallo an alle Besucher

    Mich interresiert vor allem das Naturverständnis von
    Ureinwohnern, und da ich mich selbst erst langsam damit
    beschäftige, weil meine diesbezüglichen Erfahrungen in vergangenen Leben nicht gerade nett sind, könnte ich eine
    positive Einstellung dazu gut zur Verarbeitung gebrauchen.
    Leider habe ich nur gute Erinnerungen damit, wenn es um
    das Wissen über die Naturbetrachtung bis hin zu den Tieren
    geht. Sobald damit aber Menschen in Berührung kommen,
    sehe ich allerlei widerwärtige Einmischung und Beeinflussung
    durch Rituale, Flüche und dergleichen. Da ich das auch selbst
    praktiziert habe, kann ich mich bedauerlicherweise nicht
    davon distanzieren und es heute nicht mehr zu tun,
    befreit mich nicht von der inneren Auseinandersetzung.
    Vielleicht ist es ein Anfang, zuerst eine äussere
    Auseinandersetzung in Gang zu bringen.

    Liebe Grüsse Alwin
     
  2. Dawn

    Dawn Mitglied

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    387
    Ort:
    Niedersachsen
    Hi Alwin,
    wen bezeichnest du als Ureinwohner?
    Und was meinst du damit, dass du Erinnerungen vom Wissen der Naturbetrachtung und der Tiere hast?

    Gruß Dawn:confused:
     
  3. alwin

    alwin Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2002
    Beiträge:
    580
    Ort:
    Berlin und anderswo
    Ureinwohner
    Naturbetrachtung

    Als Ureinwohner meine ich Völker, die in dichten Wald-
    und Dschungelgebieten gelebt haben und ja leider nur
    noch zum Teil auch heute noch darin leben. Diese leben
    und lebten für mich in einer Art Symbiose mit der Natur,
    also der Pflanzen- und auch Tierwelt. Ich kann mich recht gut
    an die Mammutzeit erinnern, so wie an die Hochblüte der
    Mayas und noch einiges mehr. Meinen Abschluss fand ich
    darin, dass ich bei dem letzten Tier das ich erlegte, einer
    Hirschkuh, dieser sterbend in die Augen sah. Der Augenblick
    war für mich das Signal, dass ich fortan keine Tiere mehr
    töten wollte und die innere Auseinandersetzung damit
    habe ich bis heute noch nicht abgeschlossen. Das war
    vor über zweitausend Jahren.

    Mit der Naturbetrachtung im Einklang leben, gipfelte zum
    einen in der Vorschilderung und dann in dem, dass ich mich
    aus gewissen Gründen etwa 100 Jahre in einem Baum
    regenerieren musste, oder das, was von mir bei jenem
    Vorfall gegenständlich übrigblieb, der sich ereignete.

    Gruss Alwin
     
  4. Dawn

    Dawn Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2002
    Beiträge:
    387
    Ort:
    Niedersachsen
    Ahja, das habe ich verstanden.
    Nun, soweit zurück erinnere ich mich nicht mehr, aber tief im Unbewußten existieren noch einige Sequenzen, die sich in bestimmten Situationen wieder an die Oberfläche drängen.

    Im Prinzip bin auch ich von der Sehnsucht gequält, mich wieder mit der Natur zu vereinen. Doch irgendwie fehlt mir der Mut und der Ansporn dazu.
    Heute war ich nach langer Zeit mal wieder im Zoo. In den letzten Jahren hat sich dort viel verändert, was das Verständnis zur Haltung von Tieren betrifft. U.a. wurde ein alter Bauernhof aufgebaut, mit allen Tieren, die man früher, vor 50-100 Jahren, dort vorfand. Als ich den Stall betrat, in dem 2 Kühe, 4 Schweine, 10 Ferkel, 3 Ziegen ihren Raum hatten, kam sofort meine Kindheit wieder hoch. Diesen Geruch, diese Geräusche kannte ich noch. Sentimentale Nostalgie überfiel mich und ich schwärmte von damals. Dabei erinnerte ich mich allerdings auch an die unsägliche Plackerei, die Tag für Tag wieder getan werden mußte.

    Leider haben wir uns so weit vom Ursprung entfernt, dass vieles nur noch als Mythos existiert. Ich glaube, dass es auch nicht mehr möglich sein wird, dass die Menschen sich zurück besinnen und die Tiere und Pflanzen als lebende Wesen mit Seele und Empfindung betrachten und entsprechend achten und respektieren. Mich macht das wütend und traurig. Denn alles Leid, das wir den Tieren und Pflanzen antun, wird unweigerlich auf uns zurück fallen.

    Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein,
    um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
    Christian Morgenstern

    Gruß Dawn
     
  5. Delphi

    Delphi Mitglied

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    Heilbronn
    Hallo !

    Auch mir geht es ähnlich wie euch,so das ich manchmal fast den mut verliere.
    Denoch beobachte ich in neuester Zeit vermehrt rückströmungen zu der Lebensweise mit der Natur und vor allem mit dem Zugeständniss ,das auch Tiere eine Seele besitzen ,so wie es auch die Ureinwohner verstanden haben.Als kleines Beispiel möchte ich hier nur die zunehmende Anzahl von Offenstallhaltung von Pferden und eine zunehmende Diskusion um Artgerechte Haltung nennen.

    Viel Kraft und Vertrauen
    Delphi:winken5:
     
  6. Dawn

    Dawn Mitglied

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    5. April 2002
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    Niedersachsen
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    Ich lebe in einer kleinen Stadt auf dem Land. Nachts um 23.00h ist in meiner Wohngegend totale Stille. Morgens wecken mich die Vögel, bevor der Verkehr beginnt. Wenn ich zur Arbeit fahre, geht mein Weg über Landstraßen, durch die Felder. Ich sehe die Wildblumen blühen, die immer mehr werden. Die Klatschmohn säumen die Getreidefelder. Ich sehe, wie das Korn steht, wie die Rüben wachsen, wie der Raps blüht. Ich sehe aber auch die unzähligen toten Tiere auf den Straßen, für die ich immer ein Gebet für ihre Seelen spreche.
    Meine Kollegen beharken mich schon seit Jahren, ich soll doch in die Stadt ziehen, damit mein Weg nicht mehr so weit ist. Sie können nicht verstehen, dass ich das letzte Stückchen Natur, das ich erleben darf, nicht aufgeben will.

    Man muss weit fahren, wenn man unberührte Natur erleben möchte.
    DenGötternseiDank, habe ich meinen Kindern etwas von meinen Erfahrungen als Kind, das in einem Dorf aufwuchs, mitteilen können. Heute kommt mein Sohn zu mir und beklagt sich, dass niemand den Sonnenaufgang bemerkt, die Wolkenformation bewundert oder die Nebel. Es wird nur übers Wetter gemeckert.
    Und überall werden Umgehungsstraßen gebaut, die unsere Landschaft zerstören, den Tieren ihren Lebensraum nehmen und Lärm verbreiten.
    Den Weg, den wir eingeschlagen haben, werden wir bis zum bitteren Ende gehen müssen. Die Boten der Klimaveränderung sind eingetroffen.
    Unser Naturverständnis ist verkümmert und verkommen. Natur hat sich nach uns zu richten, wenn nicht, dann wird eben betoniert. Und dann großes Geschrei, wenn Dörfer und Städte absaufen, Lawinen und Muren Straßen verschütten.
    Die Natur braucht uns nicht.
    Die Erde wird sich uns entledigen, damit sie wieder heilen kann, denn mit uns geht das nicht.

    Gruß Dawn

    Was wollte ich bloß damit sagen? :confused:
    Ach Ihr versteht mich schon! :D
     
  7. Delphi

    Delphi Mitglied

    Registriert seit:
    12. Mai 2002
    Beiträge:
    83
    Ort:
    Heilbronn
    Hallo Dawn !

    Hört sich sehr deprimierend an was du da schreibst und leider trifft es den Nagel auf den Kopf.
    Was ich dem entgegen setzen könnte ist nur die Hoffnung die ich nicht aufgeben möchte ,das sich mit der Zeit ein Wandel in den Herzen der Mennschen vollzieht und sich dieses durch die vielfälltigen verbreitungsmöglichkeiten recht schnell potenziert.
    Das in diese Richtung im Gange ist beweißt alleine dieses Forum und viel andere änliche Kreise.
    Leider fehlt mir das Wissen und die hellseherische fähigkeit ob diese Bemühungen unsererseits ausreichen zu korrigieren was wir verbogen haben und noch verbiegen.Denoch hoffeich auch auf Unterstützung aus der Geistigen Welt,warum sonst wären wir noch hier.:(

    Viel Kraft und Vertrauen
    Delphi:rolleyes:
     
  8. Walter

    Walter Administrator Mitarbeiter

    Registriert seit:
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    Ich sehe es beleibe nicht so negativ - es hat sich schon sehr viel zum besseren gewandelt.
     
  9. Dawn

    Dawn Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2002
    Beiträge:
    387
    Ort:
    Niedersachsen
    Hi Walter,

    beschreib doch bitte mal, was sich zum besseren geändert hat.
    Mir fällt da absolut nichts ein.

    Als ich Kind war, holte ich jeden Abend frische Milch vom Bauern, die ich kuhwarm aus der Milchkanne trank. Wir Kinder spielten grundsätzlich auf der Straße mit Rollschuhen, Rollern, Fahrrädern, etc. Wenn mal ein Auto kam, wurde es bestaunt. Unser Gemüse kam frisch und ohne Kunstdünger aus dem Garten. Wir spielten frei und ohne Einschränkungen in Scheunen, Gärten, Wald und Feldern.
    Wenn ich meinen Kindern erzähle, welche Abenteuer wir erlebt haben, können sie es nicht glauben.
    Die Schweine und Kühe wurden nicht im Akkord massakriert, sondern beim Dorfschlachter. Das heißt, weniger Stress und Angst für die Tiere.
    Ich könnte endlos so weitermachen.

    Was ich aber am gravierensten finde ist, dass nicht nur die Umweltzerstörung im gigantischen Maß voranschreitet. Jedes Jahr wird Urwald in der Größe des Saarlandes für immer zerstört. Die Gletscher reichen nicht mehr in die Täler. In der Arktis brechen Eisschollen in der Größe von Niedersachsen ab. Die Meeresströme verändern sich, El Nino wird immer öfter auftauchen.
    Jedes dritte Kind hat Allergien, jeder fünfte Erwachsene ebenso.
    Die Männer werden zunehmend unfruchtbar, weil zuviel hormonverseuchtes Fleisch konsumiert wird. Penicillin verliert seine Wirkung, weil das Fleisch mit Penicillin verseucht ist. Die alten Seuchen tauchen wieder auf. Neue Seuchen entstehen. Bekannte Bakterien sind nicht mehr zu kontrollieren, weil sie ihre Struktur verändern. Undsoweiter.
    Von Genmanipulationen will ich garnicht erst anfangen.

    Was ist denn nun besser geworden?
    Naturverständnis ist doch nur was für "Spinner" und Ökofreaks. Der Normalbürger will mit seinem Auto von A nach B fahren. Klimaveränderung? Doch nicht von meinem Auto, ich habe Kat!
    Niederere Temperaturen in der Wohnung? Warum soll ich frieren?
    Kein Fleisch essen? Wozu sind denn Tiere sonst da?
    Nicht mehr in Urlaub fliegen? Ich will aber Sonne haben und bruzzeln, egal, ob ich in 20 Jahren Hautkrebs habe, das ist noch lange hin.
    Mein Wohnzimmer wird mit Mahagoni getäfelt. Das bischen Holz macht den Kohl auch nicht fett.
    Ich trinke am liebsten aus Dosen. Sind doch billig, egal, ob dabei pro Dose 100 l Wasser verschwendet und Flüsse verseucht werden.
    Ich mag nicht mehr weiter machen.
    In den 50 Jahren, in denen ich gelebt habe, hat sich in der Natur ALLES zum schlechteren geändert. Noch nie sind so viele Tiere ausgestorben, wie in den letzten hundert Jahren.

    Gruß Dawn
     
  10. Delphi

    Delphi Mitglied

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    83
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    Hallo Dawn !

    Es ist eine Menge z.T auch überaus berechtigte Resignation in deiner Schilderung zu erkennen.Mir geht es oft genauso und am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen zu dem Zeitpunkt,wo wir noch mit Herz und Sachverstand mit der Natur und nicht gegen sie gelebt haben.
    Aber wie bereits geschrieben ,den Kopf in den Sand stecken nützt nichts ,den auch wir haben bereits wenn auch unwillig bereits unseren Beitrag zu Zerstörung geleistet.
    Ich möchte nicht als uneinsichtiger Weltverbesserer dastehen,denoch ist meine einzige Hoffnung ,das sich in Foren und Gruppen wie diese überall auf der Welt Leute beginnen Gedanken zu mach und auch entsprechende Handlungen folgen lassen.Mit dementsprechendem Beistand aus der geistigen Welt wird dann das Schlimmste hoffentlich zu vermeiden sein.
    Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit unser Menschenmöglichstes für die Natur und alle Lebewesen zu tun,denn letzentlich ist es ein Lernprozess für die Menschheit.
    Hier noch ein Spruch zum Schluß der sich in unser Herz einprägen sollte:
    Es ist wesentlich besser ein Licht anzuzünden als sich über die Dunkelheit zu beklagen !!!!


    Bitte trage auch du weiterhin dein Licht ins Dunkel,es ist die einzige Möglichkeit die wir haben.

    Alles liebe und viel Licht

    euer Delphi
    :winken5:
     

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