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Unterschied von "normal" und "esoterisch"

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von mikulasek claud, 8. Juni 2006.

  1. mikulasek claud

    mikulasek claud Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2006
    Beiträge:
    57
    Ort:
    wien
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    immer wieder höre ich von ESOTERISCHEN aufstellungen, die aber meines erachtens einfach eine andere art der aufstellung darstellen. also zb. eine glaubenspolaritätenaufstellung oder eine autopoietische usw.!
    für mich ist der unterschied der zugang!?
    viele haben ja schon eine familienaufstellung gemacht und kennen keine anderen, außer vielleicht noch organisatsionsaufstellungen?
    wie seht ihr das?
    gibt es soetwas wie esoterische aufstellungen?
    claudia
     
  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    ich hab mal eine gechannelte aufstellung miterlebt (und in einer pause die veranstaltung verlassen) ... die aufstellerin hat gechannelt bekommen, "was im system los war", und das nahm formen an, mit denen ich nicht sehr gut konnte... ansonsten habe ich den eindruck, manche aufstellerInnen setzen das übereinstimmen mit esoterischen glaubenssätzen bzw. -systemen voraus, als wäre das ganz fraglos selbstverständlich (karma, reinkarnation etc.). wenn das dann in die art und weise der (beg)leitung der aufstellung durchschlägt, halte ich das schon auch für eine esoterische aufstellung. daraus leite ich aber bestimmt keine prognosen über die wirkung einer solchen aufstellung ab.

    alles liebe,
    jake
     
  3. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Liebe Claudia,

    Was ist das ?

    LG, Reinhard
     
  4. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Hallo Jake,

    Im Grunde geht jeder von einem WeltBILD aus. Ist Wiedergeburt "esoterischer" als das katholische / protestantische WeltBILD - oder als ein WeltBILD, in dem das (seelische) Leben mit dem Tod endet ?

    Bei uns hat lange das katholisch/protestantische WeltBILD durch die Verknüpfung mit der Staatsmacht andere Formen der Spiritualität ausgeschlossen und unterdrückt. Nun können sich Menschen frei entscheiden und sich anderen Formen der Spiritualität öffnen - sind sie deswegen "esoterisch" ? Ist Spiritualität in sich "esoterisch" (vor allem mit dem Touch von "unseriös", der oft mit "esoterisch" verbunden wird) ?

    Was mir zB. bei der Einbeziehung der Möglichkeit der Wiedergeburt sympathisch ist : es betont die Eigenverantwortlichkeit und beendet die Opferhaltung. Fragen wie : "Wie komme ich dazu zu leiden, weil mein Großvater jemanden umgebracht hat ?" erübrigen sich.

    Deinen Satz könnte man ebenso formulieren : "manche aufstellerInnen setzen die Unwichtigkeit und Unwirksamkeit spiritueller wirklichkeiten voraus, als wäre das ganz fraglos inexistent (karma, reinkarnation etc.)."

    Es ist eine befreiende (wenn auch schwierige) Situation, wenn kein WeltBILD und kein Glaubenssystem dominiert.

    Wichtig ist, dass man die eigenen Erfahrungen und die eigene Interpretation der Erfahrungen (das eigene WeltBILD) nicht verabsolutiert und als "einzig richtig und wahr" darstellt - und auch das eigene WeltBILD mit einer gesunden Portion Humor betrachtet. (Da sind wir einer Meinung, glaube ich).

    Liebe Grüße, Reinhard
     
  5. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    genau das hab ich gemeint. es sollte (zum beispiel) ein von der wiedergeburt überzeugter aufstellungs(beg)leiter das anliegen eines agnostikers aufstellen können, ohne diesem karmische modelle nahelegen zu müssen. und es kann ein agnostiker eine strukturaufstellung zu wirkender lösung führen, wenn der fokus der aufstellung sich für die inkarnation von nofretete hält. wenn es, wie du ja schreibst, auch tatsächlich schwierig sein dürfte, dem nahezukommen. es geht dann, wenn dem klienten zugemutet wird, dass er sein lösungspotenzial selbst mitbringt und es in seinen begriffen formulieren darf - das heißt, dass der aufstellungsleiter auch nicht missioniert (was ich für selbstverständlich halte und durchaus schon öfter anders erlebt habe ... wohl eher aus naivität denn aus absicht).

    in der praxis wird es wohl so sein, dass meistens eh die entsprechenden zueinander finden. da wird die frage interessant, ob das sprechen einer "gemeinsamen sprituellen sprache" eher das finden wirkender lösungen erleichtert oder erschwert, weil das unbefragte teilen von glaubenssätzen (jeglicher art) bestimmte sichtweisen so nahelegt, dass der blick auf einen bewegenden unterschied zur konventionellen sicht gar nicht erst geschieht ... siehe der "thread zur matriarchalen aufstellung". das dilemma der kerntruppen bzw. der bunker...

    alles liebe,
    jake
     
  6. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Hallo Jake,

    Die "gemeinsame Sprache" ist üblicherweise sicher hilfreich - solange nicht dieselben begrenzenden Überzeugungen geteilt werden (aber das hast Du ja gemeint). Das ist ja Sinn und Aufgabe der therapeutischen Ausbildung, dass man eigene hinderliche Begrenzungen und Glaubensüberzeugungen überschreitet.

    Es kann sicher auch eine "neue Sprache" hilfreich sein, weil man manche Probleme überhaupt nur in einer bestimmten Sprache kultivieren kann. (ZB. in Esoterisch - kleine Randbemerkung). Es kann bereits einen Aha-Effekt auslösen, wenn jemand seine Wünsche oder seine Probleme nicht in Hochdeutsch sondern im Dialekt erzählen soll.

    LG, Reinhard
     
  7. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    nachdem die claudia nix dazu schreibt und es eh nur eine sachfrage ist:

    die glaubenspolaritätenaufstellung haben matthias varga von kibed und insa sparrer als eines der formate der systemischen strukturaufstellungen entwickelt. in "ganz im gegenteil" ist es beschrieben - es wird ein dreieck mit den polen "Inana - Erkenntnis, Klarheit, Wissen, Wahrheit, Einsicht, Vision, das Wahre (Logik)", "Bhakti - Liebe, Vertrauen, Schönheit, Mitgefühl, Wertschätzung, Sehnen, Hingezogensein, das Schöne (Ästhetik)" und "Karma - Ordnung, Struktur, Pflicht, Ehrfurcht, Schuld/Unschuld, Ausgleich, Wirkung und Ursache, Tat/Handlung, das Gute (Ethik)" gestellt und in diesem Dreieck steht der Fokus ... u.U. kann noch ein weiteres Element als "freies Element", die Weisheit, gestellt werden. Mit diesem Aufstellungsformat "können Überzeugungen und Glaubenssätze überprüft und modifiziert werden." (MVvK)

    die autopoietischen aufstellungen hat siegfried essen entwickelt, ich kenne sie nicht aus eigener erfahrung, er bietet aber beispielsweise auf seiner HP ein seminar mit VvKibed an, das ganz interessante, allerdings eher methodische vergleiche anbieten dürfte.

    ich kenn den begriff autopoiese vor allem aus der erkenntnisbiologie von humberto maturana und francesco varela ... dort beschreibt es ein kriterium, das es ermöglicht, leben von leblosem zu unterscheiden: die fähigkeit des lebens, leben zu erzeugen. wenn ich nicht irre, ist es so etwas wie eine aufstellung, die eine aufstellung bzw. sich selbst generiert. wie gesagt, keine eigenen erfahrungen (noch...).

    alles liebe,
    jake
     
  8. Gawyrd

    Gawyrd Guest

    Herzlichen Dank für die Antwort, Jake

    Reinhard
     
  9. mikulasek claud

    mikulasek claud Mitglied

    Registriert seit:
    24. April 2006
    Beiträge:
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    Ort:
    wien
    war 2 tage nicht hier und darum konnte ich nicht antworten - aber antworten gab es dann ja von anderen :)
    für mich ist die frage insofern beantwortet, daß ich sage es kommt auf die einstellung aller an, ob eine aufstellung esoterisch ist oder nicht!
    im rahmen meiner ausbildung hatte ich ein seminar mit siegfried essen und ich muß sagen es war ganz toll, weil es eine unglaubliche leichtigkeit hatte! man muß auch kein tiefgreifendes anliegen haben. sucht sich auch die rollenspieler nicht wirklich aus....es ist schwer zu beschreiben. es geht um die gewissheit ein teil des ganzen zu sein und die richtige antwort zu finden.....die aufstellung ist praktisch der beginn eines prozeßes! ich hoffe die antwort reicht?
    lg claudia
     
  10. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Ich glaube ich weiß, was Du meinst - eine verblüffende Eigendynamik.

    Das habe ich beim letzten Seminar erlebt - es lief quasi von selbst. Nach dem Ende einer Aufstellung begann ohne irgendeine Maßnahme in der Pause schon die nächste. Die Leute übernahmen - ohne es zu wissen und ohne Beauftragung - bereits Rollen der nächsten Aufstellung und es war auch schnell klar, um wen es als nächstes ging.

    LG, Reinhard
     
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