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Unsicherheit

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Saraswati, 18. Februar 2006.

  1. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
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    Das Thema Unsicherheit hat mich in der vergangenen Woche sehr beschäftigt. Es beschäftigt mich schon ein Leben lang, aber mein Verhältnis zur Unsicherheit scheint sich nun radikal zu wandeln...

    Als Kind fühlte ich mich sehr unsicher. Zwar war ich vermeintlich beschützt vom Elternhaus, aber ich fühlte mich ängstlich und verletzbar im Umgang mit anderen Menschen. Auch das jahrzehntelange Üben meines Musikinstruments war stets mit latenter Unsicherheit verbunden- die Übung sollte Sicherheit bringen, aber sie genügte mir nie. Ich lebte ständig mit dem Gefühl, diese Unsicherheit müsse besiegt werden.

    Ängstlich bin ich schon länger nicht mehr, aber das Beseitigen von Unsicherheiten blieb eine Hauptbeschäftigung.
    Nun aber beginne ich den Wert von Unsicherheit zu schätzen, ja, ich habe begonnen die Unsicherheit zu lieben!

    Sicherheit hat etwas Starres an sich, Unsicherheit hält flexibel.
    Sicherheit kann einbrechen :)confused:), kann umgeworfen werden, kann untergraben werden.
    Sicherheit versucht sich durch Erwartungen und Kontrolle zu erhalten.

    Unsicherheit, verbunden mit Vertrauen, balanciert sich selber aus.
    Unsicherheit verbunden mit Mut, macht offen, geschmeidig und empfänglich für den Moment, wie er IST.
    Unsicherheit, verbunden mit Hingabe, ermöglicht eine höhere "Form" der Sicherheit.

    Erst wenn ich mir erlaube komplett zu versagen, kann ich wahre Sicherheit erfahren.

    Wie lebt ihr mit eurer Unsicherheit?
     
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  2. Aurodael

    Aurodael Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2004
    Beiträge:
    457
    Ort:
    Karlsruhe
    Es ist ein sehr schöner Beitrag der Mut macht finde ich. So hast du begonnen aus der Unsicherheit positive Energie zu schöpfen und nutzt diese um dich bewußt weiter zu entwickeln.
     
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  3. Maraiah

    Maraiah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juli 2005
    Beiträge:
    7.663
    Ort:
    Siebengebirge
    hallo kalihan.

    komig. ich habe gerade selbst darüber nachgedacht, bei einem bad bei kerzenschein, ganz entspannt, fragte ich mich, ob ich eigentlich noch unsicher bin und wenn ja, wo das gefühl dazu geblieben ist.

    früher hatte ich oft angst vor ablehnung. das machte mich im umgang mit menschen, vor allen dingen mit dem anderen geschlecht sehr unsicher, obwohl ich glaube, dass man mir das nicht unbedingt angemerkt hat. ich wirke immer irgendwie ziemlich selbstsicher ... das ist auch blöd.

    nun ja. ich habe dann oft schon im vorfeld versucht mich anzupassen, so zu sein, wie glaubte sein zu sollen, damit ich eben nicht auf ablehnung stosse. es hört jedesmal auf, wenn ich in den "jetzt"-moment gehe. im hier und jetzt gibt es keine unsicherheit ... und wenn dann ist die unsicherheit einfach da und darf da sein. irgendwie ist es anders, als wenn man darüber nachdenkt. beim nachdenken versucht man ja eben - so wie du auch schreibst - den unsicherheitsfaktor auszuschließen, im hier und jetzt BIN ich einfach unsicher und schaue dann spontan wie ich damit umgehen kann, bzw. am einfachsten ist es - je nach situation - das einfach zu artikulieren und zu sagen: "du ich fühle mich gerade total unsicher." und dann kann man das am ende sogar gemeinsam auflösen ...

    auf die kindheit bezogen denke ich mal, dass es ein fehlendes angenommensein ist, dass uns diese falsche einstellung zur unsicherheit eingebracht hat. wenn man sich angenommen fühlt, kann man auch seine unsicherheit annehmen, muss nicht "perfekt" sein. das lese ich auch bei dir heraus, in bezug auf deine musik. ich kenne das von mir auf allen ebenen, diesen perfektionismus, der mir aber heute eher zuwider ist, weil ich festgestellt habe, dass ich gerade menschen mit schwächen und unsicherheiten liebe, und am liebenswertesten finde ich es, wenn jemand seine schwächen und unsicherheiten artikulieren kann - ganz klar. dann wird es zu einer stärke und wirkt mE sehr anziehend.
     
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  4. Anakra

    Anakra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. November 2005
    Beiträge:
    1.855
    Ort:
    Braunschweig
    Hallo Kalihan,

    Ich habe grade wieder eine Unsicherheit überwunden und verlasse mich von nun an voll und ganz auf mein gefühl, bedeutet aber nicht das der verstand gar nix mehr zu sagen hat, denn die beiden arbeiten des öffteren doch ziemlich gut zusammen... (zumindest solange niemand die falschen fragen stellt und die beiden entzweit...)


    Für mich bedeutet Sicherheit nicht unbedingt etwas starres oder festes, denn die richtige sicherheit lässt genügend pltzt für flexibilität, so das es einen nicht total umwirft wenn man mal irgendwie vom Thron gestoßen wird...

    ..kennst du den spruch "Die einzige Sicherheit liegt im Loslassen"?

    UN- SICHER
    bedeutet doch nichts anderes als nicht-sicher und dann stellt sich mir die frage was ist überhaupt sicher?
    wir brauchen eine sicherheit um uns im Leben zurecht zu finden und um eine eigene Meinung zu haben etc. aber das sind alles nur falsche sicherheiten!
    Worauf stützen wir unsere meinungen? oftmals auf den überneommenen Meinungne der anderen, natürlich auch auf unseren erfahrungen...aber die meinung der anderen stellt doch schon eine sicherheits-lücke dar, denn wenn man sich auf die meinung des anderen verlässt und plötzlich merkt man, das sie gar nicht stimmt für einen... dann kann man tief fallen...
    Selbstsicherheit wird oftmals auch nur vorgetäuscht, ist oftmals erlogen, viele wollen sich selbstsicherer geben als sie eigentlcih sind, oder sie tun dies unbewusst....ich selbst bin mir nicht mal sicher ob es gut ist wenn ich all den mist hier schreibe...ob ich überhaupt genug darüber weiß...ob ich das richtige sage etc. doch diese unsicherheit erschafft mien Verstand mein Gefühl sagt am besten einfach gar nix dazu und dann weiß ich es ist ok und ich bekomme zwar rückmeldung, aber da ist nichts bei wo ich mich angegriffen fühlen könnte oder sonstiges...
    Ich kann mir vorstellen da sich auf einige Selbstsicherer wirke als ich es tatsächlich bin und auf andere genau umgekehrt weil sie meine unsicherheit herauslesen können oder sie an kleineren unstimmigkeiten dann spüren...
    Hinter den fassaden sieht der Mensch oft noch unsicherer aus, als er es ohnehin schon mit seinen ganzen Masken und Fassaden tut...doch das merkt man immer erst wenn man sich den Menschen wirklich nähert...
    dann merkt man das ein Teil dessen was man da sieht nicht stimmt, dann sieht man die falschen mauern, welche doch nur zur decoration gedacht sind, damit die anderen nicht sehen wie es wirklich drinnen aussieht... doch wenn man erstmal hindurch geschaut hat und den menschen gezeigt hat das man es wirklich nur gut meint und das man nicht tut was dieser person schaden könnte...wenn diese person das endlich auch weiß und sich drauf einlässt, dann kann man wirklich die falschen fassaden durch neuere ersetzen und dieser person helfen wieder vertrauen zu finden, vor allem vertrauen zu sich selbst, zu den eigenen fähigkeiten...

    hmm... ich hab den faden verloren, wollte ich noch was sagen?...eines noch was mir vorhin irgendwann aufgefallen ist.. S-ICH-ER ist euch mal auf gefallen wie oft das wort ICH in anderen worten drin versteckt ist? WIRK-L-ICH..aber das nur so nebenbei...(man müsste mal mit STR+F den beitrag durchsuchen wie oft das wort zu finden ist...naja bei mir sowieso noch öffter als bei anderen;))

    Alles Liebe,
    Anakra
     
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  5. Saraswati

    Saraswati Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    4.608
    Ort:
    Nähe Stuttgart
    Treffender Satz...

    Sicherheit hat also zwei Bedeutungsenden.

    Eine Seite ist die "materielle", die künstlich hergestellte,
    welche als Mauern, Stützen, Regeln, Formeln, Gewohnheiten,
    Prinzipien und Scheinheiligkeiten in Erscheinung tritt...

    die andre entsteht im Fallen und Wach-sein...

    lg Kalihan
     
  6. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

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    ...wo ich zuhause bin........
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    Die Unsicherheit blockiert das Leben.

    Überwinde ich oder zerbreche ich die Unsicherheiten in meinen Leben jeglicher Sitationen, erreiche ich Mut und Sicherheit, Ziele die ich mir stecke zu erreichen, auf die ich stolz zurückblicken kann.
    Den dieses stärkt das Selbstbewusstsein.

    LG Tigermaus
     
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  7. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

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    Saarland
    Hallo Ihr :)

    Ich kann gar nicht anders, ich muss nach meinem Gefühl handeln...auch wenn ich dabei manchmal unsicher bin.
    Das Problem ist, wenn ich gar nicht nach dem Gefühl handeln möchte, weil der Verstand sagt "lass es lieber" oder sowas....dann muss ich dennoch auf mein Gefühl hören, auch wenn ich unsicher bin.
    Heisst nicht, dass ich nicht nachdenke oder so....aber ich verdränge auch mal gerne die Konsequenzen..
    Bisher ist aber immer alles gut gegangen....:)
    Heisst für mich: Unsicherheit überwinden lohnt sich....aber wenn man sie ganz verliert, bringt es einen auch nicht weiter...sie rät ja auch als mal zur Vorsicht, was manchmal auch gut so ist.

    :)
     
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  8. Waju

    Waju Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Ort:
    ...wo ich zuhause bin........
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    Die Unsicherheit, geht nie ganz verloren, aber sie sollte keinen wichtigen Stellenwert im Leben haben, weil sie die Folgen von Blockaden haben kann. Durch diese Unsicherheit verliert man auch Lebensqualität.

    LG Tigermaus:)
     
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