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Und wieder Zogaj

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Callisto, 14. November 2009.

Status des Themas:
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  1. Callisto

    Callisto Guest

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    Langsam gehts mir aufm Sack. :wut1:

    Der Vater reist illegal nach Österreich. Bekommt nen negativen Asylbescheid und holt TROTZDEM seine Familie nach.

    Immer wieder werden Anträge auf Asyl abgewiesen und immer wieder in Berufung gegangen.
    Jetzt, wieder ein negativer Bescheid, und wieder wird mit Selbstmord gedroht. Und schon kommen die Gutis an und jammern, man solle die "arme" Familie doch bleiben lassen.

    Ich frag mich, wenn ICH jetzt mit Selbstmord drohe...lande ich in der Gummizelle, und nicht nur für 1 Monat.
    Als es mir dreckig ging, hat mir kein Pfarrer geholfen. Nichtmal 1 Cent hab ich gekriegt.
    Und ich hatte auch keinen Alfons Haider, der sich für mich eingesetzt hätte.

    Wenn diese Familie bleiben darf, dann werden in Zukunft alle, die vor der Abschiebung stehen, mit Suizid drohen.

    Und warum will eine Familie Asyl, wenn in deren Land KEIN Krieg ist, wenn sie in ihrem Land NICHT politisch verfolgt werden?
    Da geb ich AUSNAHMSWEISE mal dem Strache Recht.
     
  2. Xchen

    Xchen Guest

    Diese Geschichte verdankt die Familie der österreichischen Gesetzeslage, der bürokratischen Vorgangsweise, ganz pragmatisch gesagt. Auf Arigonas und ihrer Geschwister Rücken wird jetzt dieses unmenschliche Polittheater veranstaltet. Ich plädiere für Daueraufenthaltgenehmigung!
     
  3. kollybriee

    kollybriee Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2007
    Beiträge:
    1.655
    Ort:
    ab märz in Klagenfurt
    naja wenn ich von keine ahrung albanien kommen würde, würde ich doch auch ohne nachzudenken nach Österreich ziehen. bekomm ja ne wohnung, sozialgeld, bin versichert.. doch Klasse hier...!! allso ich kann die voll und ganz verstehen...
    selbst schuld die Politiker..
     
  4. Callisto

    Callisto Guest

    Klar und der Steuerzahler darf dafür zahlen.

    Wenn wer andrer mit Selbstmord droht und die Angst besteht, daß er/sie die Kinder "mitnimmt", dann landet derjenige in der Gummizelle und die Kinder sind weg.

    Was ist das für eine Mutter, die ihre kleinen Kinder allein in einem andren Land lässt?

    Bin ich froh, daß ich nicht katholisch bin. Jetzt wissen die wenigstens, was mit ihren Kirchensteuern passiert. :rolleyes:
     
  5. kollybriee

    kollybriee Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2007
    Beiträge:
    1.655
    Ort:
    ab märz in Klagenfurt
    was man in der verzweifliung nicht alles tut was?
     
  6. Callisto

    Callisto Guest

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    Mai 2001: Arigonas Vater reist illegal mit Hilfe von Schleppern nach Österreich ein und stellt einen Asylantrag.

    Mai 2002: Sein Asylantrag wird abgelehnt.

    September 2002: Frau Zogaj und die fünf Kinder reisen illegal ein und stellen Asylerstreckungsanträge.

    November 2002: Das Asylverfahren wird für die ganze Familie in zweiter Instanz negativ entschieden. Herr Zogaj stellt einen zweiten Asylantrag.

    Februar 2003: Der Asylantrag des Vaters wird abgelehnt, er erhält den Ausweisungsbescheid. Frau Zogaj stellt für sich und die Kinder einen zweiten Asylantrag.

    Dezember 2003: Der Verfassungsgerichtshof lehnt eine Asylbeschwerde ab.

    Mai 2004: Die Sicherheitsdirektion Oberösterreich bestätigt die Ausweisung. Eine Beschwerde der Familie beim Verwaltungsgerichtshof hat aber aufschiebende Wirkung.

    März 2005: Der Verwaltungsgerichtshof lehnt die Beschwerde ab.

    April 2005: Die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck fordert die Familie zur Ausreise bis zum 10. Mai 2005 auf.

    Mai 2005: Die Familie stellt bei der BH einen Antrag auf Erstniederlassungsbewilligung aus humanitären Gründen.

    September 2005: Das Innenministerium lehnt den humanitären Aufenthaltstitel ab.

    Mai 2007: Das Innenministerium weist auch die Berufung der Familie hinsichtlich einer Niederlassungsbewilligung ab.

    Juni 2007: Gemeinde und Schulkollegen von Arigona starten eine Unterschriftenaktion. Der Gemeinderat Frankenburg beschließt einstimmig, sich für den Verbleib der Familie einzusetzen.

    Juli 2007: Die Zogajs legen beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde gegen die Ablehnung der Erstniederlassungsbewilligung ein.

    26. September 2007: Die Familie Zogaj wird von der Polizei abgeholt, um abgeschoben zu werden. Die 15-jährige Arigona verschwindet spurlos.

    27. September 2007: Arigonas Mutter darf in Österreich bleiben, um nach ihrer Tochter zu suchen. Der Vater und die anderen vier Kinder der Familie werden in den Kosovo geflogen.

    30. September 2007: Ein Brief von Arigona taucht auf. Darin schreibt sie, dass sie sich nicht lebend der Polizei stellen werde, wenn ihre Familie nicht nach Österreich zurückkommen darf.

    1. Oktober 2007: Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) vereinbart mit Innenminister Günther Platter (ÖVP), das Urteil des Verfassungsgerichtshofes abzuwarten. Arigona und ihre Mutter dürfen vorerst bleiben.

    10. Oktober 2007: Arigonas Aufenthalt bei Pfarrer Josef Friedl wird bekannt.

    16. Oktober 2007: Arigona geht wieder in die Schule.

    30. Oktober 2007: Der VfGH legt unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte einen Kriterienkatalog zum Bleiberecht vor.

    14. Dezember 2007: Der VfGH weist die Beschwerde der Familie Zogaj gegen die Verweigerung der Erstniederlassungsbewilligung ab - stellt aber klar, dass dies nicht bedeute, dass Arigona und ihre Mutter abgeschoben werden müssen. Der Innenminister erklärt aber postwendend, dass er kein humanitäres Aufenthaltsrecht gewährt. Arigona und ihre Mutter dürften jedoch bis Schulschluss im Sommer 2008 in Österreich bleiben.

    Mai 2008: Mutter Nurie Zogaj unternimmt einen Selbstmordversuch, nachdem sie erfährt, dass sich der Vater der Kinder im Kosovo abgesetzt hat und nicht auffindbar ist.

    Juni 2008: Arigona und Nurie Zogaj werden schriftlich dazu aufgefordert, zu Ferienbeginn Anfang Juli das Land zu verlassen. Maria Fekter (ÖVP) ist mittlerweile neue Innenministerin.

    27. Juni 2008: Der VfGH fordert beim humanitären Bleiberecht ein Antragsrecht für Betroffene und setzt eine Reparaturfrist von neun Monaten.

    Juli 2008: Ein psychiatrisches Gutachten attestiert Mutter und Tochter, Behandlung zu benötigen, sie dürfen daher vorerst im Land bleiben.

    Oktober 2008: Der Antrag auf Schülervisa für die jüngeren Geschwister Albin und Albona Zogaj wird abgelehnt.

    10. Dezember 2008: Fekter legt ihren Entwurf für eine Neuregelung des humanitären Bleiberechts vor.

    23. Dezember 2008: Einen Tag vor Weihnachten wird bekannt, dass die vier Geschwister Zogaj versucht haben, aus dem Kosovo nach Österreich illegal einzureisen, aber in Ungarn aufgegriffen wurden. Dort haben sie Asyl beantragt. Nurie und Arigona stellen in Österreich neue Asylanträge. Begründung: Die weiland abgelehnten Anträge seien alle über den Vater gelaufen.

    12. Jänner 2009: Drei der vier Geschwister sind illegal nach in Österreich eingereist, der vierte Bruder kommt am Tag danach an.

    13. Jänner 2009: Innenministerin Fekter sieht Ungarn zuständig und ist unter Verweis auf das Dublin-Abkommen der Ansicht, dass sämtliche Anträge der Familie dort abgewickelt werden sollten.

    14. Jänner 2009: Fekter verschärft entnervt ihre Wortwahl: "Ich habe nach den Gesetzen vorzugehen, egal ob mich Rehlein-Augen aus dem Fernseher anstarren oder nicht."

    22. Jänner 2009: Die Landeshauptleutekonferenz lehnt Fekters Plan, dass in Altfällen die Landeshauptleute darüber entscheiden sollen, ob humanitäres Bleiberecht erteilt wird, ab.

    2. Februar 2009: Die beiden ältesten Brüder Zogaj kündigen an, in den Kosovo zurückzukehren.

    12. März 2009: Der Nationalrat beschließt mit den Stimmen der Koalitionsparteien das neue humanitäre Bleiberecht, sogenannte Altfälle können nun einen entsprechenden Antrag stellen.

    4. April 2009: Die ungarischen Behörden sehen sich für die Zogajs nicht zuständig: Die Verfahren sollten zur Gänze in Österreich abgewickelt werden, teilt man mit.

    2. Juni 2009: Die FPÖ hält ihre Abschlusskundgebung für den EU-Wahlkampf in Frankenburg, dem langjährigen Wohnort der Familie Zogaj, ab und erntet dafür Kritik.

    18. September 2009: Die zwei Brüder Arigonas, Alfred und Alban, kehren freiwillig in den Kosovo zurück, nachdem sie zuvor über Ungarn nach Österreich eingereist und in Schubhaft gekommen waren.

    21. Oktober 2009: Die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP beschließen im Nationalrat die Verschärfung des Fremdenrechtspakets. Dieses enthält unter anderem eine Ausweitung der Schubhaft-Möglichkeiten.

    12. November 2009: Das Innenministerium verhängt aufgrund eines negativen Asylbescheids die Abschiebung von Arigona.
     
  7. Xchen

    Xchen Guest

    Anscheinend sind Zogajs intelligenter als Callisto und &. Und das wäre ihr eigentliches Verbrechen, das darf nicht sein, gell? Ihr sollt auch wissen, daß Spenden für die Familie von vielen Österreichern geleistet werden.
     
  8. Callisto

    Callisto Guest

    http://www.derorkan.at/politik/arigona-die-unschuldige.html

    Schon klar.
    Also sollen wir jeden, der mit Selbstmord droht, hier behalten, auch wenn er illegal eingereist ist.
    Weil Österreich ist ja das Land wo Milch und Honig fließt, und wir haben keine Arbeitslosen und alle sind furchtbar reich.

    Wenn das bei denen durchgeht, dann drohen künftig alle mit Selbstmord.
     
  9. Xchen

    Xchen Guest

    Du informierst Dich nicht korrekt, Callisto. Schuld an der Misere trägt formal österreichische Bürokratie, nicht Familie Zogaj. Menschen, die 7 Jahre in diesem Zwischenzustand verweilen, und noch dazu, wenn es sich um Kinder handelt, verdienen eine besondere Lösung, die Daueraufenthaltgenehmigung nämlich. Für den Staat ein klarer Profit: es handelt sich um vollwertige künftige Steuerzahler und Rentenbeiträger.
     
  10. Callisto

    Callisto Guest

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    Also sollen Asylwerber künftig auf den Bescheid pfeifen, sich beim Pfarrer verstecken, mit Selbstmord drohen, immer wieder illegal einreisen. Weil wenn sie so lange genug da sind, sollen sie bleiben dürfen? :rolleyes:

    Künftige Steuerzahler? Dem Vater wurde im Kosovo von Bauern für Bauern ein LKW als Starthilfe angeboten...hat dankend abgelehnt...
    Warum auch? Wenn man in Österreich von Volkshilfe und vom Pfarrer eh so auch die Kohle kriegt? :schmoll:
     
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