1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Und was ist mit den "Alten"?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Elin, 1. Juni 2008.

  1. Elin

    Elin Guest

    Werbung:
    Hallo!

    Ich war Anfang 2000 FSJ' lerin beim Paritätischen. (Altenpflege)
    Ich habs gern gemacht, denn dabei erfuhr ich so unendlich viele Dinge über ein gelebtes Leben und wie Menschen damit umgehen, allein, ausgegrenzt und vernachlässigt zu sein im Alter.
    Ist das ein würdiges Altern?
    Bei den meisten haben sich die Familien ein scheißdreck um ihr "altes" Familienmitglied geschert. "Ach, die spinnt eh und ist senil. Was soll man mit so nem alten Knochen noch anfangen, der/die stirbt doch eh bald."
    Diese Sätze habe ich ganz oft gehört, als ich mich mit einem Sohn oder einer Tochter unterhalten habe.
    Wie kann das sein?!
    Mich hat es immer sehr traurig gemacht, denn es waren sooo liebe Menschen, die "Alten" und jeder hat sich gefreut wenn ich vorbeikam und ihnen was vorgelesen habe oder mit ihnen Einkaufen gegangen bin und ihnen einfach interessiert zugehört habe....Die sind nicht senil, nur weil sie alt sind...

    Was wird einem Alten Menschen in unserer Gesellschaft geboten? Fast nichts. Sie sind ausgegrenzt, man gehört heute praktisch nur in die "Gesellschaft", wenn man jung und knackig ist.
    Das sieht man daran, dass die Altersgrenze für Arbeitstellen immer mehr singt. (Wer bitte schön bekommt heut noch mit 50 nen würdevollen Job?)
    Die Werbung bietet auch nix für die Alten...(Sind sie keine Zielgruppe mehr?!)
    Wer steht heut noch in nem Zug, S-Bahn oder Bus für alte Menchen auf?
    ICH. Wer noch?
    Wir werden irgendwann alle mal alt. Wollen wir so behandelt werden? ICH NICHT!

    Wie denkt ihr darüber?
    Bin gespannt!

    LG Elin:reden:
     
  2. daljana

    daljana Guest

    hallo,ja das ist richtig erkannt.dennoch gibt es auch die anderen angehörigen,die die kommen nicht aus pflicht,sondern aus liebe,ich erlebe da auch einiges in meiner arbeit.oft kommen sie mit der veränderung der mutter oder vater nicht klar,ich hab da einen anderen bezug zum bewohner,ich fang ihn da auf wo er ist.verstehst du? sich da zu ärgern ist für mich energieverschwendung.was ich geben kann ist zeit des da seins,einfach das sein,lachen .zuhören.
    bedenke mal wie wäre es für dich wenn deine mutter dich nicht mehr erkennt?sie lebt in ihrer kindheit.greife dich nicht an,sondern das ist was ich erlebe,gut ist es dann wenn diese angehörige das gespräch suchen,damit man es erklären kann.das kann-wenn derjenige bereit ist sehr viel helfen damit umzugehn.gerade die demenz kranken sind für mich die wo mich immer wieder sprachlos machen,in ihren sätzen die so viel wahres sagen,gefühle zeigen.da schreib ich glaub mal ein buch drüber :stickout2 die haben mich schon so zum nachdenken gebracht wie sonst wenige
     
  3. east of the sun

    east of the sun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Januar 2005
    Beiträge:
    15.740
    Ort:
    wo die Sonne aufgeht bin ich zuhause.
    Seh ich ähnlich, Elin.

    In anderen Kuturen gelten Alte als weise. Sie wissen auch viel, haben viel erlebt.

    Bei uns werden sie als Ballast angesehen und als nicht mehr zurechnungsfähig weil einfach zu langsam für diese schnelllebige Welt.

    Wer fragt denn schon noch einen alten Mann oder Frau um Rat?
     
  4. Elin

    Elin Guest

    Hallo uriela!

    Danke für deine Antwort!

    Die Leute, die ich als FSJ' lerin betreut habe, waren keine schweren Fälle. Die haben alle noch Daheim gewohnt. Ich hab ihnen geholfen, ihre Tagesstruktur nicht zu verlieren und das einfach jemand bei ihnen ist.
    Ich hab dann auch welche, die ins Altersheim gesteckt wurden, obwohl diese es echt nicht nötig hatten, sondern von der Familie einfach abgeschoben worden sind, besucht. Das ist so grausam, weil sie innerhalb kurzester Zeit tierisch abgebaut haben, weil sie mit teilweise Verrückten in einem Zimmer leben mußten...
    Klar ist es für die, die ihr "altes" Familienmitglied noch als Familienmitglied behandeln schwer mit anzusehen, das eine Krankheit wie Demenz einen Menschen verändert und fremd erscheinen läßt.
    Da werden viele mit einem Tabuthema konfrontiert, welches in unserer Gesellschaft immer noch total verpönt ist. Der TOD.
    Solche Sittuationen führen auch die eigene Sterblichkeit vor Augen, womit sehr viele Menschen nicht ungehen können...


    LG Elin:reden:
     
  5. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
    Beiträge:
    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
    Für mich wäre es eher das Problem, dass ich nie ein enges Verhältnis zu meinen Eltern hatte - vielleicht geht es auch anderen Menschen so.
    Wenn sie alt sind, dann kümmert sich vielleicht mein Bruder um sie - aber ich könnte das nicht.

    Es gibt allerdings auch einige Menschen, die die Mutter/Schwiegermutter bei sich zuhause aufnehmen und dann mit der Situation überfordert sind (je nach Pflegebedürftigkeit und Charakter der aufgenommenen Person). Der Ansatz ist vielleicht nicht schlecht, doch sollte man sich dann vielleicht noch zusätzlich eine Unterstützung leisten (bei Überforderung).
    Alte Menschen können ganz schön fordernd sein. Das ist nicht jedermanns Sache.
    Die alten Menschen, die nicht fordern, bleiben allerdings meistens auf der Strecke... Ist ne schwierige Sache.
     
  6. lichtbrücke

    lichtbrücke Guest

    Werbung:
    Hallo Elin

    Meiner Meinung nach vermischt du da zwei Themen. Einerseits die reifere Generation, die geistig und körperlich fit ist, und andererseits die alten Menschen, die in diversen Pflegeeinrichtungen leben.

    Mit 50 noch einen adäquaten Job zu bekommen, ist tatsächlich nicht so einfach, aber machbar ist es. Wie in vielen anderen (um nicht zu sagen allen) Bereichen kommt es halt auch hier auf die innere Einstellung dazu an. Trete ich selbstbewusst auf, habe ich sicher wesentlich bessere Chancen als wenn ich mit einer "Leichenbittermine" zum Vorstellungsgespräch gehen würde. In AT gab es glaube ich mal eine *Pro*-Kampagne, um Firmen dazu zu bewegen, ältere Arbeitnehmer einzustellen. Soviel ich weiss, gibt es auch tatsächlich Unternehmer, die sehr gerne auf die Reiferen zurückgreifen, weil sie ihre Erfahrung schätzen.

    Die 50 Plus-Generation ist eine durchaus interessante Zielgruppe für die Wirtschaft. Man geht davon aus, dass sie entsprechend Geld haben, :clown: für diverse Reisen z.B... Die Kosmetikindustrie lässt diese Gruppe mit Sicherheit auch nicht links liegen. Es gibt jede Menge Angebote für die ältere Generation... Freizeitangebote, EDV- und sonstige Kurse, bis hin zum Studium an der Uni, das durchaus auch jenseits der "Rentengrenze" möglich ist.

    Eine ziemlich informative Seite zum anschauen:

    http://www.50plus.at/

    Aber wie gesagt, es kommt in erster Linie auf die innere (positive) Einstellung an. Ich kann nicht immer nur erwarten, dass Andere etwas für mich machen, ich muss mich auch selbst bewegen (geistig).

    Was die Bewohner diverser Pflegeeinrichtungen betrifft, hast du sicherlich teilweise Recht. Einerseits ist es gut, dass es solche Einrichtungen gibt, andererseits werden Menschen teilweise recht schnell dorthin abgeschoben. Da geht die eigene Bequemlichkeit vor... Allerdings ist das nicht generell so. Bei Vielen ist es wirklich nicht anders möglich, und "unzählig" viele Menschen betreuen ihre alten/kranken Familienangehörigen zuhause - rund um die Uhr, unentgeltlich.

    Es ist auch hier eine Sache der geistigen Einstellung. Ich selbst habe immer gesagt: "In meiner Familie wird nie jemand in ein Heim kommen." Es ist mir - Gott sei Dank - gelungen, auch wenn ich teilweise über meine Grenzen ging. Kein noch so gut geführtes Heim kann die Geborgenheit in der eigenen Wohnung bzw. der Familie ersetzen.

    Liebe Grüsse

    lichtbrücke
     
  7. Elin

    Elin Guest

    Hallo Ahorn!

    Manch ein alter Mensch hat auch noch Verständnis und übt Nachsicht gegenüber der jungen Generation, weil sie meinen, die hätten einfach besseres zu tun, als sich mit ihnen abzugeben...
    Natürlich gibt es auch Tyrannen unter ihnen.;)
    Aber deren Motiv ist dann meistens, das sie glauben, sie könnten noch alles alleine machen und wollen sich ihr Alter nicht eingestehen...

    LG Elin:reden:
     
  8. Ahorn

    Ahorn Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Mai 2007
    Beiträge:
    23.784
    Ort:
    wo ich Wurzeln schlage
    Ja, diese Menschen bitten zuwenig...

    Manche jammern aber auch die ganze Zeit rum und wehe man macht nicht 24-STunden-lang Männchen an ihrem Bett und dann brauchen sie noch dieses und noch jenes und überhaupt... Manche von denen könnten vieles (nicht alles!) selbst tun, doch es ist doch so bequem, wenn die Schwiegertochter springt.
     
  9. cultbuster

    cultbuster Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. Februar 2008
    Beiträge:
    5.503
    Ort:
    Villingen
    Jedes Attribut läßt sich steigern:

    Alt.
    Arm.
    Krank.
    Taub.
    Allein.
     
  10. Reisender

    Reisender Neues Mitglied

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    4.085
    Werbung:
    Mit den Alten?
    Nun, sie sterben alsbald.
    Dann werden die Jungen zu den Alten und sterben auch.
    Dann werden Neue geboren, werden alt und sterben.
    Die heute alt sind waren einst jung und sorgten für die Alten, nun sind sie selbst alt und werden von den heute Jungen versorgt.
    Was in alten Zeiten in den Familien geschah, regelt heute ein Generationenvertrag. Der ist völlig in Ordnung und kann auch in Zukunft funktionieren, wenn er nicht von Schwachköpfen, die als ehemalige Bundespräsidenten, die sozial überversort sind, in Frage gestellt wird.
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen