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Und Gott prüfte HIOB noch einmal

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Alia, 18. April 2010.

  1. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2003
    Beiträge:
    4.583
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    WestfALIA
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    und so wie er ihn einst prüfte, so bin ich es nun, die geprüft wird auf ihren Glauben. Doch mein Glaube ist stark, stark genug um am kommenden Mittwoch meiner Freundin beizustehen, die gestern Geburtstag gehabt hätte, diesen aber nicht feiern konnte, weil ihr Mann einen Tag zuvor verstorben ist.

    Als ich dies Gestern hörte, traf mich die Nachricht wie ein Schock. Nicht auch noch Ulrich!!! schrie es in mir. - Gerne hätte ich geschrien, aber meine Stimme versagte mir.

    Was ist nur los in diesem Jahr? Warum verlieren wir gerade jetzt so viele menschen die uns lieb und teuer geworden sind? Warum muss sterben überhaupt sein? Jetzt,- in diesem Augenblick wünschte ich, ich wäre Superman der die Zeit einfach zurückdreht zu einer zeit, in der noch alles Gut und neu ist. Oder wenigstens zu einer Zeit, wo man noch nicht wusste, wie es ändert und das mit dem Bewusstsein, dass dies hier folgt.

    Und so stehe ich da und kann nur Abschied nehmen von einem Freund. Ich werde da sein, und meiner Freundin das sein, was Freundin ist/was es bedeutet. Halt in der Größten Not. Ich weiß, dass dieser Abschied der Schlimmste sein wird, der mir je untergekommen ist und ich weiß, dass sie, meine Freundin alle Hilfe brauchen wird. Zum Glück werden ihre Kinder dabei sein. Ihre Schwester, Ihre Mutter und auch andere aus der Familie. Aber ich werde auch da sein, ihr nah sein und auf alles gefasst sein. Auch auf das "Schlimmste".

    Könnt ich die Zeiten ändern, lieber Ulrich, ich würde die Welt umdrehen, um dich zurückzuholen zu deiner Frau. Ich kann deinen Tod einfach nicht begreifen, weiß nicht, warum du mit so jungen Jahren sterben musstest. Ist es wirklich so, dass Gott die Besten zuerst holt? Dann frage ich, warum ich noch bin.

    Ich nehme heute schon Abschied, lieber Ulrich und versuche, Kraft zu tanken. Ich werde sie gewiss gebrauchen um deiner Frau zur Seite zu stehen.

    Alles Liebe
    Sabine aka Alia/Elia
     
  2. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

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    2. April 2003
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    WestfALIA
    Warum nur, warum nur muss man mit 50 Jahren alleine da stehen, vom Mann, den man liebte auf so dramatische Weise verlassen? Dies fragte ich mich gerade, während ich traurige Lieder hörte.
    Was hat Gott für uns geplant, das er unser Leben mit solch harten Bandagen prüft? Will er wirklich so sehr unsere Standhaftigkeit geprüft wissen,- unseren Glauben an ihm? Oder wartet hinter der nächsten Ecke schon ein anderer Mensch, der einem begegnen will.
    Wer kann schon wissen, was noch alles auf uns wartet, wer uns begegnet und was das Leben noch bringt. Wir müssen nur tapfer sein in Anbetracht der schrecklichen Lage und müssen das Beste daraus machen. "Zusammen Brunchen ist nicht so wichtig," sagte ich noch vor knapp zwei Monaten, als sie Anrief um einen Termin zu stornieren. Dabei sagte sie, das es ihm- ihren Mann - nicht so gut ging. Nächstes mal, sagte ich. Nächstes Mal..... und weiß schon jetzt, dass das nächste Mal unter einem anderen "Stern" steht.

    Ich wünsche meiner Freundin ganz viel Mut und Kraft, die sie brauchen wird, um das Kommende zu überstehen.

    A/E
     
  3. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2003
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    WestfALIA
    und noch immer frage ich nach dem WARUM - und trotz aller "Voraussicht" kann ich nichts erkennen. Ich kenne nicht das "Schicksal", welches sich hinter dem Drama verbirgt. Was ich "sehe", ist eine Voraussicht und die sieht wahrlich nicht rosig aus.

    Ich muss stark sein, schrieb ich irgendwann in der Nacht. Aber wie schaffe ich es? Wie kann ich stark sein, in Anbetracht der kommenden Tage. Ich fürchte mich. Ich fürchte mich so sehr vor dem, was kommen wird. Doch ich kann nichts ändern. "Stark sein" - ja,- so will es die Umgebung. Stark sein - wird von allen erwartet. Ich hoffe, ich kann stark genug sein, damit ich meine Freundin "Halten" kann. - Ich bin bei Dir, Betty. In Gedanken, Taten und Worten. Das "karmische Gesetz" fordert von mir Schweigen, denn sonst kommt es zu diesem "Selbsttreiber", den ich eigentlich verhindern will.

    Und somit lege ich "Ihr" Schicksal in Gottes Gütige Hände, damit er sie leitet auf Guten Pfaden.

    Alles Liebe
    Alia/Elia aka BB
     
  4. Diese Frage stellte ich mir auch. Auch ich stand mit 50 ganz plötzlich alleine da, der Mann ermordet von einem geldgierigen Verbrecher....

    Und als ich dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, starb auch noch mein Sohn....

    Was ich Dir damit sagen will, liebe Alia, ist, dass solche Fragen müßig sind - so sehr sie verständlich sind im momentanen Schmerz - man bekommt keine Antwort darauf.

    Ich wünsche Deiner Freundin und auch Dir ganz viel Kraft für die schwere Zeit, die vor Euch liegt. :umarmen:
    Und dennoch möchte ich Euch sagen, dass es irgendwann eine Zeit geben wird, wo der Schmerz nachläßt und in ein Gefühl der Dankbarkeit übergeht....auch wenn Ihr Euch das jetzt noch so gar nicht vorstellen könnt.

    Alles Liebe :trost:
    Sunny
     
  5. Alia

    Alia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2003
    Beiträge:
    4.583
    Ort:
    WestfALIA
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    Liebe Sunny,

    erst einmal Danke für Deine Worte. Sie geben Trost, auch wenn auf eine andere Art.
    Und dennoch sei gesagt: Alles verliert sich in der Zeit, alles kann vergessen werden, wenn wir uns genügend Mühe dazu geben. Aber ganz auslöschen werden wir die Gedanken an die, die von uns gehen mussten nie können. Irgendwann kommen die Erinnerungen wieder und wir müssen hinsehen und das Beste draus machen. Es werden Tränen der Verzweiflung fließen und vielleicht auch ein neuer Anfang. Für viele wird es so sein. Für einige Anders. Und für wiederum andere wird diese Leid nie vergehen.

    Ich kannte mal eine ältere Dame, die ich regelmäßig einmal im Monat sah. Dann plötzlich sah ich sie nicht mehr wieder. Daraufhin ging ich zu den Nachbarn, die mir sagten, dass die Frau X schwer krank wäre und im Krankenhaus liegt. Irgendwann sah ich den Mann und fragte, wie es der Frau ging, die in den hinteren Räumen der Wohnung auf den Mann wartete. Vertrauensvoll wandte der Mann sich an mich, nachdem er seine Wohnungstür zum Flur hin zugezogen hatte und mit verhaltener Stimme sagte, das der einzige Sohn verstorben war. Ein dramatischer Unfall war es gewesen, der ihn entrissen hatte. Dieser Vorfall hatte die Frau so mitgenommen, dass sie traumatisiert wurde. Sie hat einfach alles vergessen, was mit diesem Vorfall einherging und ward nur noch apatisch. Nie wieder war sie so, wie zuvor: Lieb, großzügig, stets gut gelaunt, und humorvoll. Danach habe ich sie auch aus den Augen verloren.

    Dies soll veranschaulichen, dass jeder auf seine Weise mit einer solchen Situation fertig werden muss. Nicht allen ist es aber gegeben.

    Alles Liebe Dir
    Alia/Elia
     
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