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Unbewusst durchs Träumen?

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von NochEinTräumer, 19. Juli 2012.

  1. NochEinTräumer

    NochEinTräumer Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2012
    Beiträge:
    2
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    Hallo Leute,

    ich bin Thomas und neu hier. :)

    Ich habe ein Problem bei dem ich ein paar andere Meinungen bräuchte oder vielmehr Denkanstöße und Erklärungen.

    Osho sagt in dem Buch Bewusstsein, dass je bewusster man wird, desto mehr träumt man. Es geht darum bewusst einzuschlafen, ohne an Gedanken zu kleben im Moment des Einschlafens usw.
    Diese Erfahrung hat sich in meinem Leben bestätigt. Im Urlaub und in Zeiten in denen ich mehr meditiere, träume ich auch viel mehr.
    Im letzten Urlaub waren es fast nur Albträume. Ganz verrücktes Zeug, für mich hat das nicht viel Sinn gemacht. Es war eine Phase der Entspannung und dann sowas.

    Osho sagt auch, dass dies nach einem halben Jahr oder so weg geht, wenn man es schafft dabei zu bleiben. Hat jemand Erfahrung mit so etwas?

    Überhaupt ist es hinsichtlich des Meditierens bei mir so, dass ich ab und an einen richtigen Höhepunkt erreiche, was mein Verständnis von allem anbetrifft. Ich fühle mich richtig gut, meine Wahrnehmung hat sich dann temporär verändert. Letztes mal hatte ich einen Lachkrampf während und damit auch am Ende meiner Meditation, bei der ich dann Tränen gelacht habe, weil ein Teil von mir die Absurdität aller Bemühungen gegen den Fluss zu kämpfen eingesehen hat. Irgendwie schien die ganze Wahrheit vor mir ausgebreitet zu sein.
    In solchen Momenten fügt sich alles zusammen. Ich gewinne dann neue für mich sehr tiefe Erkenntnisse. Das was ich vorher hier und da gelesen habe, macht auf einmal auf einer so viel tieferen Ebene Sinn.
    Und dann kommt die Nacht. Der Traum. Und die Unbewusstheit am nächsten morgen samt der alten Konditionierungen, die am Abend gar keine Rolle mehr spielten. Zurück zur Sucht vor dem PC /Verdrängung usw.
    Am nächsten Morgen ist alles immer wieder dahin. Schlafen ist für mein Bewusstsein bisher irgendwie die reinste Antimeditation.
    Was passiert hier? Versucht ein Teil integriert zu werden? Sollte ich mich evtl. mit Schattenarbeit beschäftigen? Sitzen viele Sache so tief, dass ich sie nur mit bestimmten Methoden rausbekomme? Oder geht das gar nicht? Oder dauert es einfach und ich muss so wieter machen wie bisher?
    Kann jemand etwas dazu sagen?
    Vielen Dank für Eure Antworten!



    Liebe Grüße

    Thomas
     
  2. Freund

    Freund Mitglied

    Registriert seit:
    14. März 2011
    Beiträge:
    155
    Ort:
    Köln
    Grüß dich Thomas, Willkommen bei was auch immer das hier ist :)

    Diese kurzzeitige Erleuchtung die du da beschreibst ist ein bekanntes Phänomen, wird in den meisten Zen-Büchern erwähnt und hatt auch seinen eigenen Namen, dass du das Enden dieses Zustandes mit dem Schlafen verbindest liegt vermutlich in erster Linie daran, dass du abends meditierst, ansonsten würdest du auch im Wachzustand irgendwann wieder rausfallen. Der Verstand ist eine tiefsitzende, routinierte Art die Wahrnehmung zu interpretieren und natürlich führt Müdigkeit auch dazu, dass das Bewusstsein runter fährt und Routine wieder greift.
    Der Traumzustand ist meiner Meinung nach eigentlich genau das selbe wie der Wachzustand und gut geignet um den Verstand als das zu verstehen was er ist. Auch im Traum kann man diese Erleuchtung erlangen, dies geschieht wenn man bewusst darüber wird, dass man Träumt und den Traum ab da an wach beobachtet. Man kann dadurch erkennen, dass der eigentliche Traum nicht eine verarbeitung alltäglicher Erinnerungen ist, sondern eine sinnliche Erfahrung, genau wie der Wachzustand. Diese wahre Traumebene wird von unserem auch im Schlaf aktiven Verstand überschattet, mit sozialen Situationen, Erinnerungen, Geschichten, Vorstellungen etc, deswegen halte ich es auch für fraglich alle Träume zu deuten, 90% dieser sind nämlich vom Verstand verdreht und können keine hilfreische Interpretation hervor bringen.
    Ich kann dir zu dem ganzen Thema nur 2 Sachen Empfehlen:
    1.) Streb diesen "erleuchteten" Zustand nicht als dein Alltagsbewusstsein an. Wenn es sich so entwickelt dann gut, aber verlang es nicht von dir, zur falschen Zeit und mit den falschen Methoden kann dies sehr gefährlich werden. Behalte gleichmut bei und messe deine spirituellen Tätigkeiten nciht nach Erfolg/misserfolg.

    2.) setzt dich mit dem Thema des bewussten Träumens auseinander.
    In folgendem Thread was dazu geschrieben, gibt dazu, wie du da lesen wirst, verschiedene Ansichten. Ich stelle dort einen eher meditativen Ansatz vor, der mir auch viel gebracht hat.
    http://www.esoterikforum.at/forum/showthread.php?t=171961
     
  3. Azura

    Azura Guest

    Das lässt sich ganz einfach damit erklären, dass du Zeit zur Innenschau hattest. Du warst weniger nach Außen (Arbeit, Alltag,...) fokussiert und hast damit deinen Träumen mehr Raum in deinem Kopf und deinem Unterbewusstsein gegeben.

    Deswegen kann es auch sein, dass du gerade in einer Zeit der Entspannung negative Dinge träumst, denn du hast einfach die Zeit, dich damit auseinander zu setzen, während dir diese Zeit im Alltag fehlt.

    Mir ist nicht klar, wie du über die Hochphasen beim Meditieren dazu kommst, dass Träumen etwas Negatives ist.

    Ich denke aber, dass du das Problem verkennst. Es ist nämlich so, dass man im Traum weniger bewusst ist und dadurch Inhalte hochkommen, die einem eben unbewusst sind. Das ist nichts Schlechtes, denn nur durch das Aufarbeiten dieser Inhalte kannst du wirklich deine "Hochphasen" halten.
    Wenn du diese Aufarbeitung links liegen lässt und deine Träume als negativ empfindest, ist es so, als würdest du Probleme einfach unter den Teppich kehren.
    Was du ja auch indirekt tust, denn sie kommen zum Vorschein, wenn du - wie oben geschrieben - den Kopf frei hast.
    Das ist ein ganz normaler Vorgang und sagt dir einfach, dass es noch Dinge gibt, denen du dir nicht bewusst bist.

    Zusammengefasst sind Träume der Weg zu mehr Bewusstsein darüber, wer du bist und was dich bewegt.


    Grüße,
    Diana
     
  4. NochEinTräumer

    NochEinTräumer Neues Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juli 2012
    Beiträge:
    2
    Hallo ihr beiden!

    Vielen Dank für eure Antworten!

    @Freund

    hm, ich mag meine Konditionierungen einfach überhaupt nicht. Ich bin sie absolut leid und sie greifen ständig, mal stärker und mal schwächer. Manchmal glaube ich mich von ihnen zu entfernen und dann sind sie wieder so präsent.
    Bisher habe ich sie einfach nicht in mein Wesen integrieren können.
    Ich weiß, dass wenn ich Teile von mir ablehne, diese nur noch stärker werden. Aber selbst auf sanftem Wege konnte ich sie nicht verschwinden lassen. Dafür bin ich noch zu unbewusst.
    Immer wenn ich freier wurde, durfte ich am nächsten Morgen nicht da anfangen, wo ich abends aufgehört habe, sondern ein paar Schritte davor.
    Die Sache mit dem luziden Träumen habe ich mir auch mal überlegt. Danke für den Ratschlag, ich werde mir den Thread mal genau ansehen!


    @Diana

    Das Problem ist, dass ich einfach das Gefühl habe über Nacht, ob geträumt wird oder nicht, sehr viel unbewusster zu werden.
    Es ist auch so mühsam dabei zu bleiben, wenn jede Nacht Albträume kommen und man in der nächsten Nacht nur wieder träumt, wenn man über den Tag hinweg die Bewusstseinsarbeit macht :)
    Ich bin abends einfach mehr bei mir selbst und morgens dann wieder total im Kopf. Aber Freund meinte ja, dass dieser Zustand nach einigen Stunden ohnehin zusammenbrechen muss bei mir.
    Ich frage mich, ob dieses Gewusel irgendwann aufhört, weil es so anstrengend ist. Aber mit luzidem Träumen wäre es ja sehr viel angenehmer. Scheint ja die richtige Baustelle für mich zu sein.

    Liebe Grüße

    Thomas
     
  5. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2008
    Beiträge:
    6.537
    Ort:
    An den Ufern der Logana
    Irgendwie erscheint es mir, daß Thomas hier nach der Quadratur des Kreises sucht. Je höher die Gehirnfrequenz liegt, je stärker ist dann auch die bewußte Wahrnehmung. Meditationen werden je nach Praxis im Alpha-Zustand zwischen 14-7 Hz angesiedelt, während die bewußten Träume im Theta-Zustand bei 7-4 Hz liegen. An die Träume im Tiefschlaf unter 4 Hz können wir uns nicht erinnern, weil in diesem Zustand keine Signatur als eine bewußte Wahrnehmung gesetzt werden kann.

    Wir können uns auch nicht direkt an das Traumgeschehen erinnern, sondern an eine Art Protokoll, das am Ende des Traumes erstellt wird. Dieses Protokoll wird aber wieder gelöscht, wenn es innerhalb von 5 Minuten nicht nochmals gedanklich wiederholt wird, während die Augen noch geschlossen sind. Darin liegt dann auch der Grund, warum wir uns vorwiegend an die Träume aus dem Aufwachprozeß erinnern können.

    Ein weiterer Punkt, den man wissen sollte. Gerade in scheinbaren Ruhephasen schaltet das Gehirn auf einen besonders aktiven und kreativen Modus umschaltet. Immer dann, wenn innerhalb von 5 Sekunden keine wesentlichen Informationen über die Sinnesorgane von der Außenwelt eingehen, wird auf diesen Modus gewechselt. Das Gehirn beginnt dann mit seiner eigentlichen Arbeit: dem Ordnen von Informationen und der Suche nach einer optimalen Lösung eines Problems.

    Die Sinnesentleerung in manchen Meditationslehren ist also eine völlig widersinnige Fehlinterpretation der tatsächlichen neuronalen Prozesse. Es ist also zweckmäßiger dem Gehirn ein Bild zu visualisieren, mit dem es sich dann in eine gewünschte Richtung frei entfalten und beschäftigen kann. Der Unterschied zwischen dem Traum aus dem Schlaf und der Meditation liegt in seinem Ausgangspunkt: Das Thema aus dem Schlaftraum wird aus der Tiefe des unbewußten Seelenbereiches geboren, während beim Traum in der Meditation das Thema vom Bewußtsein gestellt wird.

    Der Vater des Gedankens ist bei vielen meditierenden Menschen der Wunsch, auch über jenen unbewußten Seelenbereich eine rationale Kontrolle durch den Geist ausüben zu können. Ob das nun aber für das Seelenheil immer der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln. Es gibt viele Wege der Meditation, die man auch ohne Anstrengung und übermäßige Disziplin gehen kann.

    Wenn der Schlaf jedoch als Antimeditation gesehen wird, sollte man einmal gründlich über seinen eingeschlagenen Weg und die damit verbundenen Ziele nachdenken. Wie Diana komme ich auch ins Grübeln, wenn im Urlaub plötzlich Albträume auftreten. Nun ja, mancher verliert auf der Suche nach der Erleuchtung sein Seelenheil aus dem Auge.

    Merlin
     
  6. Lomifee

    Lomifee Mitglied

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    Hallo noch ein Träumer !
    Ich glaube es ist schwierig für dich,da dein Lehrer gestorben ist.
    Als mein Lehrer noch lebte,hatte ich auch mal eine starke Alptraumphase.
    Ich ging zu ihm hin,erzählte das,er sagte nur :Träume sind Schäume.

    In der folgenden Nacht begann wieder der Alptraum,nur das die Alp-Handlung
    sich plötzlich so änderte,das es total lustig wurde,das ich lachend aufwachte.

    @Freund :ja,recht hast du,eine zu frühe Erleuchtung kann als spirituelles
    bournout enden.Vielleicht hatte ich mal sowas,oder ähnlich..

    Konnte danach fast 2 Jahre danach nicht meditieren.

    Vieleicht ist meditieren so wie beim Sport Traing :zu viel auf einmal bringt Muskelkater oder
    Mineralstoffmangel,der wiedrum löst Krämpfe oder Erschöpfung aus,was sich wieder
    auf die Psyche drückt als "Erschöpfungsdepression".

    @Merlin:du sprichst "einfache Meditationen,ohne Anstrengung an,
    möchtest du davon erzählen ?Würde mich freuen.
    Liebe Grüsse
     
  7. Azura

    Azura Guest

    Selber Text. Die Nacht bringt Unbewusstes hervor, welches du tagsüber gut ignorieren kannst. Und weil du das ignorierst, kommen die Alpträume.
    Träume sind nämlich nur extrem oder erschreckend, weil sie dich auf etwas aufmerksam machen wollen. Und je mehr du dich dieser Aufmerksamkeit verwehrst, desto dringlicher werden die Träume bzw. dein "Fallen" ins unbewusste.

    Ich würde dir dringend raten, deine Bewusstseinsarbeit zu überdenken. Wie schon oben erwähnt, klingt das, was du machst stark danach, als würdest du bestimmte Dinge (bewusst oder unbewusst) unter den Teppich kehren. Da das auf Dauer nicht gut gehen kann, bekommst du Alpträume.


    Dann solltest du in deinem Tagesablauf Pausen integrieren, in denen du wieder mehr "bei dir selbst" sein kannst.

    Ist vielleicht nur meine Meinung, aber das klingt wie ein weiterer Versuch von dir, Probleme unter den Teppich zu kehren.

    Tut mir leid, dass ich dir keine angenehmere Antwort geben kann. Das was ich schreibe entspricht sowohl meiner persönlichen Überzeugung als auch der gängigen Lehrmeinung.


    Grüße,
    Diana
     
  8. Azurkind

    Azurkind Guest

    Hm ich denke der Grund dafür, dass du das Gefühl hast, unbewusster nach dem Träumen zu werden, ist dass du noch nicht komplett zu 100% bei dir selbst bist. Also deinem Inneren / deinen Gedanken. Denn im Traumzustand ist man ja zu 100% bei sich Selbst, also seinem Gedankenleben, und im Wachzustand sind ja überall Ablenkungen (die materielle Welt) zu finden, und wer nicht komplett bei sich selbst ist im wachen Zustand, der ist es dann natürlich auch nicht im Traumzustand, und daher kommt dann die unbewusstheit über das Traumgeschehen. Irgendwie ist das Träumen dann eine Art Test, der jeden Menschen immer wieder zu sich selbst zwingt, damit er sein Inneres nicht vergisst. Oder so.:rolleyes:
     
  9. Freund

    Freund Mitglied

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    Köln
    Ich glaube du stellst hier verschiedene Bewusstseinzustände auf eine Ebene, was nicht stimmig ist.
    Es besteht ein radikaler unterschied zwischen Zuständen die aus Visualisierun und Träumen hervorgehen und denen, die aus Sinnesentleerung entstehen können, hier liegt keine Fehlinterpretation vor, es ist auch nicht schädlich für Psyche und neurale Prozesse.
    Du redest hier von Zweckmäßigem dirigieren des Bewusstseins durch visualisieren, die Zweckmäßigkeit ist aber nur Produkt einer durch soziale Einflüsse enstandenen Wertematrix die nur im virtuellen Gültigkeit bestitzt. Auch das Autoritätsargument der Wissenschaft sollte immer in Frage gestellt werden, gerade wenn es um das Bewusstsein geht, das Haupträtsel im Leben, zu dem die Wissenschaft nur die aller vagesten Vermutungen aufstellen kann.
    Sinnesentleerung ist gerade dazu da, einen Zustand außerhalb von Wertemuster und sozialer Prägung zu ermöglichen und nimmt eine ganz andere und ebenso wesentliche Rolle im Bewusstsein ein, wie Problemlösunsprozesse.

    Es ist die große Gefahr bei Nachdenken über das eigenen Ich und das Bewusstsein, Theorien aufzustellen und diese zu Fakten zu machen. Interessanterweise erkennt man dieses Problem gerade in der Physik. Ernsthafte Physiker beginnen Modelle aufzustellen, wie das der Non-Lokalität (alles ist immer mit allem anderen Verbunden = der Raum ist einen Illusion), das des Solipsismus (Nichts existiert, wenn es nicht wahrgenommen wird = es gibt nur ein Bewusstsein und sonst nichts), oder des FTL-Prinzips (Faster than light, auf Quantenebene können Informationen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden und sind somit vollkommen ungebunden an den Verlauf der Zeit), und stellen somit alte Realitätsvorstellunen vollkommen auf den Kopf und erlauben völlig neue Möglichkeiten des Denkens.

    Was ich damit sagen will ist, dass ich es für Fatal halte, sich feste Vorstellungen über das Bewusstsein, dessen Zweck und Möglichkeiten zu machen, da man sich so eventuell völlig unerahnte Sinnesebenenverschließt, weil man sie einfach nicht zulässt.

    Aus der selben Grundhaltung heraus muss ich auch abermals sagen, dass ich das radikale Vorgehen gegen bestehende Muster und Prägungen hchst gefährlich sein kann. Diese Prozesse haben sich aus einem bestimmten Grund so entwickelt und wenn sie dir Probleme bereiten bewege dich mit Gelassenheit durch sie hindurch, so dass sie sich mehr und mehr öffnen können, gehe in Meditation in prägende Erinnerungen zurück und nimm alle dort geladene Energie/alle Emotionen so wie sie sind wieder in dich auf ohne zu werten, löse die Erinnerung auf. Aber setze dir niemals ein Ziel für deinen Bewusstseinszustand! Egal auf welche weise du agierst bei einer Entwicklung des Bewusstseins weißt du nie wo du hingehst und was die Folgen sind.

    Ich hatte früher ganz genau die gleiche radikale Einstellung wie du Thomas und rate dir stark davon ab zu radikale Änderungen erzwingen zu wollen.
     
  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Freund,

    in den letzten Jahren wurden durch die Erfindung des Magnetresonanztomographen große Fortschritte auf dem Gebiet der neuronalen Prozesse gemacht und dadurch viele neue Erkenntnisse gewonnen. Durch diese Technik ist es erstmals möglich, diese Prozesse zeitgleich zu beobachten. Viele Thesen, die bisher nur auf einer Vermutung basierten, kann man nun auch praktisch nachvollziehen.

    Man hat da übrigens auch für uns Esoteriker interessante Themen aufgegriffen, so zum Beispiel die Frage was bei der Meditation oder bei spirituellen Vorstellungen konkret abläuft (Gott, Seele usw.). Interessant dabei ist, daß diese Dinge tatsächlich einen großen Einfluß auf unsere Denkstruktur haben. Meditation verbessert zum Beispiel die Zusammenarbeit der linken und rechten Gehirnhälfte und regt neue Verknüpfungen im neuronalen Netz an. Nicht ohne Grund interessiert sich auch der Dalai Lama für diese neuen Forschungsergebnisse, denn mit einer verbesserten Zusammenarbeit der Gehirnhälften könnten wir tatsächlich einen neuen evolutionären Schritt in der Menschheitsgeschichte machen.

    Wissenschaftliche Erkenntnisse und Spiritualität müssen sich gegenseitig nicht ausschließen, solange man die Dinge als Ganzes betrachtet. Leider haben wir diese Sichtweise im Mittelalter und auch in der Zeit der Aufklärung verloren.

    Es gibt auch zum Bewußtsein, der Denkarchitektur, unserer Wahrnehmungsfähigkeit der scheinbaren Realität und der Zeit und interessante Erkenntnisse – die jedoch für manchen sehr ernüchternd sein dürften. Selbst wenn diese These der Quantenphysik stimmen sollte, gilt sie mit absoluter Sicherheit nicht für unsere Denkprozesse. Dagegen spricht schon die Art unsere zeitliche Wahrnehmung.

    Alle Informationen, die innerhalb von 30 Millisekunden eingehen, werden dort in kleine Zeitpäckchen gepackt. Diese werden dann wiederum zu Pakete zu 3 Sekunden als augenblickliche Gegenwart aneinandergereiht. Wir leben also ständig in der Vergangenheit oder in der Zukunft, indem wir zu unseren augenblickliche Informationen in unseren Erinnerungen nach möglichen Entwicklungen der Situation für die Zukunft suchen.

    Dazu kommt noch, daß sich die Masse der neuronalen Prozesse außerhalb des Bewußtseins abspielen. Dinge entstehen in unserem Unterbewußtsein zwischen 500 Millisekunden und 7 Sekunden, ehe sie überhaupt an die Oberfläche unserer Bewußtseins gelangen (auch das bewußte Denken).

    Noch ein Wort zu den Ebenen der Bewußtseinszustände: Es gibt zwar eine Einteilung, aber die Übergänge sind dort fließend, deshalb durchleben wir bei jedem Einschlafen alle diese Zustände unbewußt. Es gibt also keinen eigenständigen Zustand für Träume oder der Meditation, darin liegt ja auch der Grund, warum gerade Anfänger bei der Meditation häufig in den Tiefschlaf fallen.

    Der Alpha-Zustand wird auch als Tor zum erweiterten Bewußtsein bezeichnet, weil in diesem Zustand die linke und die rechte Gehirnhälfte gleichberechtigt arbeitet. Auf diese Weise bekommen wir Zugang zu dem immensen Speicher der unbewußten Informationen – deshalb wird der Alpha-Zustand auch beim Training der Hellfähigkeiten genutzt.

    Ich hatte nicht behauptet die Sinnesentleerung wäre schädlich – ich hatte lediglich die Gründe angeführt, warum es eigentlich ein wenig sinnvolles und aussichtsloses Unterfangen ist. Angesichts des bereits opulenten Betrages möchte ich jetzt an dieser Stelle nicht auf das komplexe Thema zur Prägung von Erinnerungen eingehen. Eines erscheint mir jedoch sicher, daß dies nicht mit einer Sinnentleerung zu erreichen ist.

    Das Ganze bitte nicht falsch verstehen, ich möchte hier niemanden von der Sinnentleerung durch Meditation abhalten – ich habe zu diesem Thema einfach einen etwas anderen Zugang.

    Merlin
     
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