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Übermorgen. Wenn wir alt sind.

Dieses Thema im Forum "Buchvorstellungen" wurde erstellt von Mondkriegerin, 27. März 2006.

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    Titel: Übermorgen. Wenn wir alt sind.
    Autoren: Christa Monkhouse, Renate Wapplinger
    Verlag: Rüffer & Rub
    ISBN: 3907625145



    Meine Motivation, euch dieses Buch vorzustellen, ist die aktuelle Diskussion zum Thema "Eltern ins Altersheim abschieben". Ich selbst bin darauf durch die Website http://www.eden-europe.net/ der Eden-Alternative gestossen.

    Eden Alternative? Das klingt doch etwas nach Sekte, also habe ich mich näher informiert. Schon der Buchtitel hat mir gefallen, weil darin das "wir" vorkommt. Nicht irgend jemand wird alt, nicht nur die Eltern, jeder. Der Einband ist nicht sehr einladend, aber innen ist das Buch sehr aufwändig gestaltet, mit schönen Fotos und passenden Zitaten.

    Die Eden Alternative wurde 1992 von dem amerikanischen Arzt William Thomas gegründet. Er möchte gegen die drei Qualen (diesen Begriff finde ich übertrieben) des Alters, Einsamkeit, Hilflosigkeit und Langeweile, etwas unternehmen. Zu dem Zweck hat er Altersheime gegründet, inzwischen gibt es sie auch in der Schweiz, nicht aber in Österreich und Deutschland. Er möchte einen Paradigmenwechsel, weg vom Spitalscharakter der Krankenhäuser. In "seinen" Heimen gibt es Pflanzen, Tiere und Kinder. Das ist ja nun nicht so neu, das Gesamtkonzept scheint es zu sein. Tiere werden zB nicht als Therapietiere, sondern als Haustiere gehalten. Auch die Architektur der Häuser ist wichtig, eine der Architektinnen hat einige Zeit in einem Heim gelebt, um alles kennen zu lernen. Geschult wird das Konzept an allen Mitarbeiter, auch die Putzfrauen lernen es kennen. Die Bewohner dürfen an Fortbildungen teilnehmen, um so Wissen über Demenz zu erwerben. Es gibt "Lebensberater", die gebrechliche Bewohner zB bei Einladungen unterstützen.

    Im Buch kommen in den Beiträgen die verschiedensten Menschen zu Wort, der Koch, die Leiterin, der Gründer etc. Das Ganze ist sehr interessant zu lesen, was mir fehlte, war eine kurze, prägnante Vorstellung des Gesamtkonzepts (ich vermute, dass dies auch mit der amerikanischen Rechtslage zusammen hängt). Man muss sich die Puzzlesteinchen der einzelnen Meinungen selbst zu einem Gesamtbild zusammen setzen, erhält mehr Eindrücke als Informationen. Kritik kommt darin nicht vor, das ist vielleicht auch ein Manko.

    Trotzdem ein spannendes Buch, das zum Nachdenken einlädt. Denn übermorgen werden wir alle alt sein.
     
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