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Überheblichkeit eines Kindes

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von pluto, 30. November 2006.

  1. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
    5.652
    Ort:
    dort, wo es schön ist
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    Hallo miteinander,

    es geht mir hierbei um eine Frage zu einer Aufstellung, die Anfang dieses Jahres stattfand. Sie beschäftigt mich seitdem und ich weiß nicht, wen ich fragen soll, darum frage ich hier:

    Im Januar hatte meine Tochter eine Aufstellung. Da ging es ihr u.a. um ihre Freiheit von ihren Eltern. (was sonst noch ist mir nicht in Erinnerung). Wörtlich: sie wollte die Sau rauslassen. Und wünschte sich, dass sie ihre Eltern gehen lassen.

    Das Schlussbild war so, dass die Eltern ihr gegenüber standen und sie ihnen ihre Wünsche vortrug. Sie stimmten dem zu, was sie sich wünschte.

    ---

    Seit dieser Aufstellung wurde meine Tochter extrem aggressiv zu mir. Egal was ich sage, nimmt sie als Kritik ihrer Person auf und schreit mich dann an.

    In der Aufstellung vor dieser (bei einer anderen Aufstellerin) musste sie sich vor ihrer Mutter verneigen. Von da an war sie sehr umgänglich zu mir gewesen. Und mit der obigen Aufstellung wurde sie noch aggressiver als vorher.

    Deshalb frage ich mich:
    Wenn ein Kind mit Wünschen an ihre Eltern in die Aufstellung geht und der Aufsteller darauf eingeht, ohne dass das Kind sich vor seinen Eltern verneigen muss, ist das oben beschriebene Verhalten die logische Folge? Oder rührt ihre Aufsässigkeit woanders her und hat mit der Aufstellung gar nichts zu tun?

    Wie seht ihr das?

    Liebe Grüße von pluto

    (Ich bin mehr als verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich tun kann, dass ihre Aggressionen mir gegenüber aufhören. Ich weiß ich nicht, an wen ich mich wenden kann, als hier.)
     
  2. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

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    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Dazu kann ich dir leider nichts sagen, ich habe in all den Jahren noch nie einen Aufstellungsleiter erlebt, der den Klienten sich was von den Eltern wünschen hat lassen.

    Aber vielleicht solltest gar nicht so weit denken, sondern mal schauen, ob sie dir vielleicht, für sie inbewusst, etwas zu deinen aktuellen Themen spiegelt ;-)
     
  3. Katze1

    Katze1 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2005
    Beiträge:
    11.870
    Ort:
    Wien
    Liebe Pluto,

    meine Leiterin der FA hat mir folgendes gesagt:
    Sie führt Erstgespräch um zu sehen, ob die Aufsteller REIF für eine FA sind. Eine 60-jährige sagte zu mir, dass sie die erste Aufstellung vor 10 Jahren gemacht hat, da war sie noch zu unreif dafür.

    Möglicherweise ist deine Tochter noch zu unreif und bekommt das "in die falsche Kehle".

    Wie alt ist sie denn? Warst du dabei? Kann es sein, dass du sie einengst oder sind es nur die typischen pupertären Spompernadln?
     
  4. A.1526

    A.1526 Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juni 2006
    Beiträge:
    515
    Ort:
    Am Unterwasserschiff...
    Hallo Pluto,

    was sind denn das für Sachen?

    Also das muss eine merkwürdige Aufstellungsmethode gewesen sein. Wer macht denn so einen Unsinn?! Allein so etwas als Aufstellungsthema zuzulassen ist schon unverantwortlich. Hallo!?!!! Gehts noch??!!

    Na da hat sich aber jemand ganz schön ins Bockshorn jagen lassen. Wer stellt denn so auf? Also wirklich!

    Wirklich kein Wunder. Zeig ihr mal was richtige Kritik an ihrer person ist. Sie sucht eine strke Mutter. Zeig ihr die Grenzen und sei konsequent. DAS sucht sie. So wie du hier schreibst bist du aus der Kraft udn willst es ihr Recht machen, das sind schwache Eltern. Da ist das Kind nicht sicher.

    Auch kein Wunder. Wieso hast du zugelassen, dass sie zu der "Wünsch-dir-was-Aufstellung" geht? Da sehen wir, wo dieser ganze Zinnober mit der "Ziel- bzw. Lösungsorientierung", missverstanden als Wunscherfüllung für den Aufstellenden hin führt. ALso qwenn jemand schon nach den Wünschen fragt... Tut mir leid... *kopfschüttel*

    Auch kein Wunder.

    A.

    P.S.: Hier war nicht Deine Tochter, sondern die Aufstellungsleitung unreif!
     
  5. Harry55

    Harry55 Mitglied

    Registriert seit:
    18. August 2004
    Beiträge:
    300
    Ort:
    Nähe Graz / Österreich
    Hallo Pluto,
    es ist nicht klar, welche "Wünsche" das waren.

    Pinzipiell gibt es schon Wünsche von Kindern, für die die Eltern verantwortlich sind ( mehr Liebe, mehr Respekt, mehr Tolleranz .... ).
    Das hat nichts mit der notwenigen Dankbarkeit des Kindes zu tun, für das an Liebe, Respekt, Tolleranz, was von den Eltern schon kommt
    ( so viel oder wenig es aus Kindersicht auch ist ).
    Auch wenn Eltern schon ihr bestmöglichstes tun, dürfen Kinder sich "mehr wünschen". Ob sie mehr kriegen, ist ein anderes Thema.
    Wenn Eltern zustimmen, werden es wohl Themen in ihrer Verantwortung und erfüllbare Wünsche sein.

    Dass der FA-Leiter unreif ist, ist bisher spekulativ. Da hätten die Stellvertreter auch alle Unfug machen müssen ( Ich sag als Stellvertreter-
    Vater doch nicht ja, wenn ich nein spüre ! ).

    Aggression, Wut, Schreien sind meist Hilferufe ( aus Verzweiflung, wenn man sich nicht anders ausdrücken kann, anders Aufmerksamkeit bekommt ).
    Du schreibst nicht, ob deine Tochter nun die Dinge von dir/euch bekommt oder nicht. Schreit sie, weil sie noch mehr/anderes will ?

    Nicht bei jeder FA, bei jeder Interaktion Kind - Eltern muss es eine Verneigung geben ( ausser, es ist ein Thema ). Ein aggressives Verhalten, weil eine Verneigung mal nicht gemacht wird, kann ich nicht schlüssig sehen.

    Ach ja, es klingt für mich auch stark-vertraut nach Pubertät. Da kann es schon mal heftiger werden ( Loslassen-Lernen durch Widerstand ). War das gemeint mit der Freiheit von den Eltern ?

    Alles Liebe
    Harry
     
  6. Gawyrd

    Gawyrd Guest

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    Liebe Pluto,

    Ich sage jetzt einfach, wie es mir vorkommt - und wenn es daneben ist, leg's einfach zur Seite und beachte es nicht weiter.

    Ich habe Dir ja schon öfter geschrieben (so in etwa), dass mir auffällt, wie sehr Du nach Autoritäten schaust - was richtig und was falsch ist; dass Du Dich gerne Vorschriften unterwirfst, und auch anderen gerne Vorschriften zu machen versuchst.

    Kann es nicht sein, dass Deine Tochter gar nicht gegen Dich rebelliert - sondern gegen diese starre und Lebendigkeit-unterdrückende Alles-richtig-machen-sollen-Atmosphäre (mit der es Dir ja auch nicht wirklich gut geht) ?

    Kann es sein, dass Du zu wenig "pubertiert" hast - und Deine Tochter da etwas von Deinen (unterdrückten) Freiheitswünschen mitlebt ? Du bei ihr bekämpfst, was in Dir selbst wurlt und Du bei Dir unterdrückst (weil es Dir Angst macht) ?

    Bei Dir ist viel Kraft spürbar (die Du aber eher GEGEN die Lebendigkeit einsetzen dürftest) - wie geht es Dir mit dem "Vollblut-Weib" sein ?

    Wenn Du mal ganz hemmungs- und schamlos drauf los träumst : welches Leben würdest Du gerne führen ? Wie zufrieden bist Du mit Deinem jetzigen Leben ?

    Rebelliert nicht Deine Tochter gegen etwas, von dem Du eigentlich auch schon längst selbst die Nase voll hast ? Beneidest Du sie nicht manchmal insgeheim um ihre Lebendigkeit ?

    Um es etwas feiner auszudrücken : würdest Du nicht auch manchmal gerne das Borstenvieh aus dem düsteren Stall in die grüne Wiese lassen ?

    Ich kann mir nicht helfen - aber bei Deiner Tochter kommt mir etwas sehr sympathisch und gesund vor.

    Ich hoffe, ich habe mich jetzt nicht voll in die Nesseln gesetzt (und wenn, ist's gut gegen Gicht und Rheuma) ...

    Liebe Grüße, Reinhard

    (... der sich vorsichtshalber hinter dem Lederfauteuil duckt, falls jetzt ein paar Schlapfen durch die Gegend fliegen)
     
  7. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

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    16. Juli 2003
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    Ort:
    Graz
    Ich setz mich da gern dazu...

    ...und melde ganz erhebliche Zweifel an, ob die Ableitung pädagogischer Maximen aus der Beobachtung der Wirkung einzelner Aufstellungen zulässig ist. Diese Geschichten mit den "starken Eltern", die "Sicherheit" zu geben hätten, klingen wunderschön ... und sind Ohrfeigen für alle schwachen, weniger perfekten Eltern, die, eingespannt in ihre eigenen Verstrickungen, es so gut machen, wie sie halt können. Mit solchen Eltern Ziele zu erarbeiten und zu operationalisieren und Lösungswege zu eröffnen, halte ich für ungleich wertvoller, als ihnen eine (eh zu hinterfragende) Idealvorstellung vor den Latz zu knallen.

    @pluto: da hätte ich auch noch die frage, wie die beiden aufstellungen sich zueinander verhalten? hat da beide male deine tochter ihre anliegen in eine aufstellung eingebracht oder war das eine deine aufstellung und das andere eine aufstellung deiner tochter? wenn bei beiden aufstellungen das anliegen deiner tochter im fokus gewesen wäre ... dann würde das so klingen, als pilgerte sie von aufstellung zu aufstellung, bis sie endlich mal das ihr genehme ergebnis geliefert bekäme. da kann sie auch gleich und ohne aufstellung das ersparte geld so verjuxen, wie sie's gerade möchte.

    was, pluto, stört dich am wunsch deiner tochter, die sau rauszulassen? meinst du denn, jemand fühlt sich wohler, wenn er mit einer eingesperrten sau rumlaufen muss?

    alles liebe,
    jake
     
  8. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    5.652
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    dort, wo es schön ist
    Hallo ihr lieben,

    es kann schon sein, dass sich meine Tochter starke Eltern wünscht. Wir haben auch viele Augen zugedrückt, weil wir dachten, wir müssten ihr einen Ausgleich für ihre behinderte Schwester geben. Sie hat auch Grenzen erlebt (jedenfalls von meiner Seite) und musste sich daran orientieren. Ihr Vater gibt ihr keine Grenzen. Das hat aber mit seiner Geschichte zu tun.

    Es besteht ein Zusammenhang mit meiner Mutter, denn ich war viel zu oft auch so zu ihr, wie meine Tochter jetzt zu mir. Nur ich war es, als ich viel viel jünger war und nicht in dem Alter (mit 21 J.). Das lag aber mehr daran, dass ich meine Mutter nicht lieben durfte, was bei meiner Tochter und mir völlig anders ist. Rebelliert habe ich immer gegen Ungerechtigkeiten, diese sind mir heute noch ein Dorn im Auge.

    In meiner Herkunftsfamilie hatte ich schon immer die Stelle des Sündenbocks und wurde auch entsprechend gemieden oder als streitsüchtig deklariert. (Eben alles, was woanders nicht passte, wurde mir zugeschrieben und sowas will man nicht dabei haben.) Und nun empfinde ich meine Tochter so, dass sie sich auf die Seite dieser "ach so guten" Menschen gestellt hat. Sie will auch gut sein und nicht so wie ihre Mutter oder ihr Vater. (weil dieser ja nur selten doof sein kann, mit mir noch verheiratet zu sein).

    Das ergibt sich aus dem vorher geschriebenen.

    Alles-richtig-machen, um nicht wieder in diese Rolle geschoben zu werden. - Vom Denken weiß ich, dass dies ein Teufelskreislauf ist, aber das hat mir bisher nicht geholfen, davon wegzukommen.

    "Die Sau rauslassen"
    bedeutet für mich: Party machen, den Tag über sich ergehen lassen, sich verköstigen lassen, nichts tun auch nicht arbeiten. Die anderen sorgen für mich. Wenn ich länger darüber nachdenke: antisoziales Verhalten.

    Wie soll ich meine Freiheit mit einem schwerstbehinderten Kind leben? Ich bin seit sie da ist (da war ich 19 Jahre alt) an ihren Rhythmus gebunden. Der Tag ist völlig verplant und daran habe ich mich angepasst. Wütend macht mich, dass andere immer noch Familienmitgliedern (z.B. meiner Tochter s.o.) einreden wollen, sie bräuchte bloß ins Heim und alle Sorgen wären weggeblasen. Es hat einen Grund, dass sie da ist, und dem muss ich mich stellen, sonst passiert noch viel viel schlimmeres.

    Das habe ich auch getan und es lief nicht immer so, wie ich es mir gewünscht habe.

    Bei der ersten Aufstellung bin ich aus dem Raum gegangen, weil ich der Ansicht war, dass mich ihr Anliegen nichts angeht. Die Aufstellerin hat das nach einer Weile ignoriert und mich hineingeholt.

    Die zweite Aufstellung resultierte daher, dass es der Dezember sich in den letzten Jahren als Höllen-Monat herauskristallisiert hat. Da es mir sehr sehr schlecht ging hatte ich sie gefragt, ob sie mich begleiten würde. Und da sie schon mitging, wollte sie auch selbst aufstellen.

    Gut erkannt. So denke ich auch darüber. Deswegen nehme ich sie auch nicht mehr mit.

    Liebe Grüße pluto
     
  9. Sonne33

    Sonne33 Neues Mitglied

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    12. September 2006
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    25
    Hallo!

    Ihr wißt ja von meinem anderen Bericht, daß ich bezüglich des Themas Familienaufstellung recht unbedarft bin...

    Was ich aber nicht ganz verstehen kann, warum die junge Dame mit 21 Jahren denn noch zuhause wohnt, wenn sie es als so einschränkend empfindet? In Freiheit zu leben heißt doch eigentlich die Konsequenzen für sein Handeln selbständig zu übernehmen. Mir ist schon klar, daß sich das leicht sagt, aber warum wohnt sie noch zuhause?

    Liebe Grüße

    Sonne33
     
  10. A.1526

    A.1526 Mitglied

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    Am Unterwasserschiff...
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    Liebe Pluto,

    da tun sich neue Dimensionen auf bei mir! Du schreibst, es gibt ein jüngeres, behindertes Geschwister...

    Mein Bild ist folgendes:

    Sag ihr: "Du bist die Erste, mein erstes Kind, die Ältere. Und ich war genau so wie du. Du bist mir immer ähnlicher. Schön, dass du meine liebe Tochter bist!"

    Vielleicht sagst du ihr noch: "Wie lieben dich wie deine/n Schwester/Bruder."

    Und noch was: fang an, deinen Mann zu achten, wie er ist.

    Vielleicht stellst du das selbst noch mal und prüfst, inwieweit sie bei dir parentifiziert ist? Da...

    ist ja nun noch gar kein Frieden drin, gell?


    Sie liebt dich offensichtlich sehr, Pluto!
    Gruß
    A.
     
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