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Über Schlafen allgemein

Dieses Thema im Forum "Träume" wurde erstellt von VanTast, 4. Dezember 2007.

  1. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Schlafforschung ist eine Forschungsdisziplin in welcher sich Medizin, Biologie aber auch Psychologie treffen, letztere aufgrund der Träume und der Erforschung vom Phänomen Bewusstsein insgesamt.

    Ich möchte hier eine Stelle machen, an der wir über Schlafen und die Forschungsresultate berichten und diskutieren können, bitte Artikel darum immer mit Quellenangabe präsentieren. (Das ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, denn die meisten Autoren möchten gerne zitiert werden.

    Ich beginne hier gleich mit einem Artikel über den Schlaf der verschiedene Lebewesen daraufhin betrifft:

    Schlaflosigkeit bei Fischen wirft Licht auf Schlaf
    Von Emma Marris

    Eine speziesübergreifende Studie könnte enthüllen, wie Schlaf entstand.
    3.12.2007 14:01 Uhr

    Mr. Wong
    Eine neue Studie hat gezeigt, dass Zebrafische tagsüber nicht mehr schlafen, wenn ihnen nachts Schlaf entzogen wurde. Die Arbeit legt nahe, dass der Fisch besser in der Lage ist Lichtreize zu nutzen, um wach zu bleiben, als Säugetiere, was darauf hindeutet, dass die Evolution verschiedene Systeme der Schlafregulation bei verschiedenen Gruppen von Tieren hervorgebracht hat.

    Jedes Tier schläft, doch manche tun es auf eine Weise, die Menschen kaum als Schlafen bezeichnen würden. Kühe stehen stocksteif auf ihren vier Beinen; Delphine machen getrennte Nickerchen mit jeder Hemisphäre ihres Gehirns, so dass sie weiter schwimmen können. Selbst Fruchtfliegen tun in ihrem kurzen Leben hin und wieder ein Auge zu.

    Dass ein Zebrafisch schläft, erkennt man daran, dass sein Schwanz herabhängt - er hängt bewegungslos am Boden des Aquariums - und es eines stärkeren Elektroschocks - ein milder elektrischer Strom reicht aus - bedarf, um ihn zum Schwimmen zu bringen, als wenn er wach ist, sagt Emmanuel Mignot von der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien.

    Mignot und seine Kollegen halten Zebrafische wach, um zu untersuchen, wie sich Schlaf - oder Schlafmangel - auf diese häufig studierten Tiere auswirkt. Niemand versteht wirklich, warum Menschen schlafen; wie Schlaf entstanden ist, ist ein ebensolches Mysterium, sagt Mignot. "Schlaf ist in Hinblick darauf, warum er entstanden ist, eines der grundlegenden verbliebenden Mysterien." Zum besseren Verständnis studiert er den Schlaf von Tieren, von Hunden bis zu Zebrafischen. "Dadurch können wir besser verstehen, wie wir im Laufe der Evolution geschlafen haben, und dann können wir die Gründe für Schlaf verstehen", sagt er.


    Der Schlafschuld ausweichen

    Das Team fand heraus, dass Zebrafische, die über Nacht wachgehalten wurden, Schlaf nachholen, wenn die Lichter gelöscht werden. Bleiben die Lichter jedoch an, schlafen sie am folgenden Tag nicht mehr, so wie Säugetiere es tun würden.

    Um herauszufinden, was dieses Verhalten verursacht, untersuchten Mignot und seine Kollegen, was passiert, wenn eine Mutation bei Zebrafischen den einzigen Rezeptor für das Neuropeptid Hypocretin (auch Orexin bezeichnet) ausschaltet.

    Bei Säugetieren verursacht ein Mangel an Hypocretin Narkolepsie, ein Syndrom, das sowohl mit erdrückender Müdigkeit am Tag und Schlaflosigkeit bei Nacht einher geht, wie auch Katalepsie verursacht. Bei Fischen scheint es jedoch nur zu nächtlicher Schlaflosigkeit zu führen.

    Mognot ist der Ansicht, dass Licht und das Hormon Melatonin, das durch Lichteinfluss verstärkt ausgeschüttet wird, Schlaf bei Fischen so sehr unterdrücken, dass die "Schlafschuld" aus der Nacht zuvor aufgehoben wird. Im Gegensatz zu Säugetieren brauchen sie ihr Hypocretinsystem nur, um den Nachtschlaf zu regulieren. Physiologische Studien stützen diese Theorie. Einige Vögel verhalten sich genauso, fügt Mignot hinzu, was darauf hinweist, dass Licht und Melatonin-gesteuerte Regulation bei Tag sich auf den Zweig der Nicht-Säuger erstrecken.

    "Ich glaube, dass das System von Melatonin und Licht an einer Art Scheideweg angelangt war. An einem bestimmten Punkt wurde es weniger effektiv und Tiere entwickelten andere Wege, Wachsamkeit zu fördern", sagt Mignot.

    Die Ergebnisse widersprechen einer früheren Arbeit, die ergab, dass Hypocretin die Wachsamkeit bei Zebrafischen Tag und Nacht fördert - allerdings bei jungen Fischen und bei erwachsenen. "Weitere Analysen der Hypocretinrezeptor-Mutation sind nötig, um diese Diskrepanzen aufzulösen", sagt Alexander Schier von der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, einer der Autoren der früheren Studie.



    Schläfrige Hunde

    Mignot hat die Neurochemie des Schlafs bei Menschen, Nagern und einer Reihe narkoleptischer Hunde über Jahre aufgezeichnet.

    Er sagt, er würde ähnliche Arbeiten auch gern für weitere Vertreter des Königreichs der Tiere sehen, um schließlich so etwas wie einen evolutionären Stammbaum des Schlafs erstellen zu können. Für den Moment wird er bei Zebrafischen bleiben, fügt er hinzu, er würde dasselbe System jedoch gern bei einem Tier wie zum Beispiel dem Schnabeltier untersuchen - aus der ältesten und Reptilien-ähnlichen Familie von Säugetieren.

    Die narkoleptischen Hunde sind übrigens kein Forschungsfeld mehr - die Hunde sind in Rente gegangen. "Wir haben noch einen letzten Hund, und der wurde gerade adoptiert", sagt Mignot. "Er gehört jetzt mir."

    (1) Yokogawa, T. et al. PLoS Biol. 5, e277 (2007).
    (2) Prober, D. A., Rihel, J., Onah, A. A., Sung, R.-J. & Schier, A. F. J. Neuroscience. 26, 13400-13410 (2006).

    Dieser Artikel wurde erstmals am 16.10.2007 bei news@nature.com veröffentlicht. doi: 10.1038/news.2007.167. Übersetzung: Sonja Hinte. © 2007, Macmillan Publishers Ltd
     
  2. Hanif

    Hanif Mitglied

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    Hallo VanTast

    Sehr interessant
    Danke für den Artikel

    Frieden
     
  3. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Danke auch, ich bin sicher es gibt noch weitere dazu, denn es ist für das Träumen sicher nicht unerheblich, wie das Schlafen vor sich geht.

    Jedenfalls werde ich die Stichworte "Schlafforschung" und Traumforschung" weiterhin verfolgen in den News.
     
  4. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Hier ein aktueller Bericht über Zusammenhänge von Ernährung und Schlafen:

    ich gebe daraus einen Anreiz:

    Festtags-Tipps: Essen, Trinken und gut Schlafen
    „Ein guter Schlaf ist wie ein gutes Essen“ sagt ein altes Sprichwort. Gerade während der Festtage gilt es, Essen, Trinken und Schlaf gut zu kombinieren. Dadurch kann die Regenerationskraft des Organismus und der Psyche gestärkt werden. Der Schlaf-Psychologe Günther W. Amann-Jennson gibt dazu wertvolle Tipps.
    Festtags-Tipps: Essen, Trinken und gut Schlafen


    Die Schlafforschung zeigt immer deutlicher auf, dass gesunder Schlaf für unsere Gesundheit, Leistungskraft und unser Wohlbefinden eigentlich das Wichtigste ist. US-Studien gehen sogar davon aus, dass die Gesundheit von über 90 % vom guten Schlaf abhängt. Schlechter Schlaf führt vermehrt zu Herz- Kreislaufstörungen, Übergewicht, Gedächtnisstörungen und vielen anderen Beschwerden.

    „Gerade während der Feststage klagen viele Menschen über Schlafstörungen. Dies hängt mit unserer inneren Uhr zusammen, denn gewohnte Rhythmen werden verändert. Wir bleiben zum Beispiel länger im Bett liegen und schlafen mehr. Zudem essen wir viel mehr und trinken auch vermehrt Alkohol. Das bringt die Körperrhythmik durcheinander und führt zu Beschwerden wie Verdauungsstörungen, Magenbrennen, Völlegefühl, Kreislaufschwäche und eben Schlafstörungen“ erläutert Schlafexperte Amann-Jennson. (das ist derselbe Link wie oben)

    Aber Obacht: Am Ende ist Werbung, also den letzten Abschnitt nicht beachten.
     
  5. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Was passiert im Schlafbewusstsein?

    Von Michael Hopkin 6.12.2007 12:52 Uhr

    Schlafendes Gehirn spielt Ereignisse im Schnelldurchlauf ab
    Eine Studie mit Ratten zeigt die Entstehung des Langzeitgedächtnisses.

    Die Forschung mit schlummernden Ratten hat ein Licht darauf geworfen, wie das Gehirn jüngste Erfahrungen in Langzeiterinnerungen umwandelt. Das Experiment legt nahe, dass das Gehirn solche Erinnerungen schafft, indem es Ereignisse des Tages um einiges schneller "abspielt" als sie sich tatsächlich zugetragen haben.

    Die Studie, die von Neurowissenschaftlern der University of Arizona in Tucson durchgeführt wurde, stützt die Theorie, dass die Hirnregion, die für die Organisation der Langzeiterinnerung zuständig ist, der so genannte mediale präfrontale Cortex ( mPFC), Erinnerungen festigt, indem sie Ereignisse während des Schlafs erneut ablaufen lässt. Sie zeigt ebenfalls, dass das Gehirn diese Ereignisse schneller wieder abspielt als sie ursprünglich stattgefunden haben.

    Die Wissenschaftler unter der Leitung von Bruce McNaughton trainierten zwei Ratten darauf, binnen einer 50-minütigen Sitzung zu verschiedenen Orten innerhalb eines bestimmen Areals zu laufen. Im Anschluss an die Aufgabe durften sie eine Stunde schlafen.

    Während des Experiments überwachten die Wissenschaftler die Aktivität ausgewählter Zellen des mPFC der Ratten. Wurde die Aufgabe ausgeführt, wiesen die Zellen ein charakteristisches Aktivitätsmuster auf. Während des folgenden Schlafs zeigten einige Zellen dasselbe Muster, jedoch mit einer etwa sechs- bis siebenmal höheren Geschwindigkeit, wie McNaughton und seine Kollegen in Science berichten.


    Schneller Vorlauf

    Das beobachtete Abspielen stimmt mit der Rolle des mPFC beim Erhalt des Langzeitgedächtnisses überein. Kürzlich erfolgte Ereignisse werden mithilfe einer Hirnstruktur, die Hippocampus genannt wird, erinnert, und Neurowissenschaftler denken, dass während des Schlafs Erinnerungen vom Hippocampus zur "Langzeitaufbewahrung" in den mPFC transferiert werden.

    Dieses beschleunigte Abspielen wurde auch in anderen Hirnregionen, die mit der Erinnerung in Zusammenhang stehen, beobachtet, darunter der Hippocampus. Dies ist jedoch das erste Mal, dass es im präfrontalen Cortex beobachtet werden konnte, sagt Matthew Wilson, Neurobiologe am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.

    McNaughton und seine Kollegen räumen ein, dass nicht klar ist, warum das Gehirn Ereignisse schneller wieder ablaufen lässt als sie sich ursprünglich ereignet haben. Sie nehmen an, dass die Leitungsbahnen, die die Verbindung zwischen Hirnzellen herstellen, ein eigenes Tempo besitzen, das durch elektrische Signale gesteuert wird - und dass es das Gehirn unter Echtzeitbedingungen etwas "langsamer angehen" lassen muss.

    "Das ist ein sehr verlockender Gedanke", stimmt Wilson zu. Die beobachtete "Wiedergabe" im Gehirn der Ratten dauert jeweils nur einige Millisekunden, was nahe legt, dass das Gehirn der Ratten kurze Abschnitte seiner Erlebnisse wiedergab und sie in kleinen Mengen abspeicherte.


    Während du schliefst

    Ähnliche Prozesse laufen mit ziemlicher Sicherheit während des Schlafs auch im menschlichen Gehirn ab, sagt Wilson, und könnten mit dem Träumen in Zusammenhang stehen. "Ich glaube, dass diese Phänomene in direkten Zusammenhang mit traumartigen Zuständen stehen", fügt er hinzu.

    Aufgrund ethischer Erwägungen ist es üblicherweise nicht möglich, das schlafende menschliche Gehirn so detailliert zu untersuchen wie das von Ratten. Wenn sowohl die Untersuchungen von Rattengehirnen wie die Schlafforschung mit Menschen voranschreiten, erwartet Wilson jedoch, dass sich die Lücke zwischen beidem schließt.

    "Es ist schwierig, in Schlafstudien mit Menschen zu erkennen, was genau vor sich geht, aber es ist möglich, die Konsequenzen der schlafbezogenen Aktivitäten zu beobachten", erklärt Wilson. Er denkt jedoch, dass es Überschneidungen gibt zwischen dem, was im Gehirn der Ratten und dem der Menschen abläuft, wenn sie schlafen.

    (1) Euston, D. R., Tatsuno, M. & McNaughton, B. L. Science 318, 1147-1150 (2007).

    Dieser Artikel wurde erstmals am 15.11.2007 bei news@nature.com veröffentlicht. doi: 10.1038/news.2007.253. Übersetzung: Sonja Hinte. © 2007, Macmillan Publishers Ltd

    (Anmerkung VanTast : Nun sind 2 Ratten etwas wenig als Grundgesamtheit für Rückschlüsse.
     
  6. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Mobilfunk und Gesundheit

    Pressemitteilung: Mobilfunk und Gesundheit: Fachtagung nahm Hinweise auf Veränderungen des Schlafverhaltens und der Hirnaktivität beim Menschen unter die Lupe
    Gabi Conrad, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) 06.12.2007


    Aktuelle Forschungsergebnisse zu möglichen Einflüssen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf Schlaf und menschliche Hirnleistung waren das zentrale Thema einer Expertentagung vom 5. bis 7. November in Stuttgart. Auf Einladung der Forschungsgemeinschaft Funk e.V. (FGF) und finanziell unterstützt durch das Land Baden-Württemberg sowie das Europäische EMF-Net diskutierten 57 Experten aus aller Welt den aktuellen Stand des Wissens.

    Damit kamen in Stuttgart viele der führenden Spezialisten in diesem Forschungsbereich zu einem offenen Austausch über die derzeitige Datenlage zusammen. Im Zentrum der Diskussion standen dabei die unterschiedlichen Ergebnisse verschiedener Forschergruppen zu Einflüssen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf das menschliche EEG und andere kognitive Funktionen.

    Die wesentlichen Erkenntnisse der Stuttgarter Tagung sind:

    · Es liegt eine Fülle von Ergebnissen auf hohem wissenschaftlichen Niveau vor; die Datenlage ist jedoch noch uneinheitlich. Die inter- und intraindividuellen Variabilitäten beim Menschen sind groß, so dass kein Basiswert als absolute Bezugsgröße für die Beurteilung von Veränderungen zur Verfügung steht.

    · Unterschiedliche Ausrichtungen und Untersuchungsmethoden der Forschungsprojekte erschweren die Vergleichbarkeit der Befunde.

    · Es gibt Hinweise auf kleine biologische Effekte, die zum Teil auch unabhängig voneinander reproduziert wurden. Sie haben aber keine spürbaren Auswirkungen für den Menschen und es wird ihnen keine gesundheitliche Relevanz beigemessen.

    · Für die Zukunft wünschen sich die Forscher, dass den vorliegenden Hinweisen mit einheitlichen Versuchsansätzen nachgegangen wird, damit die Ergebnisse besser miteinander vergleichbar sind.

    Der Kurzbericht über die Ergebnisse des Workshops liegt nun vor und kann von der Internetseite der Forschungsgemeinschaft Funk heruntergeladen werden. Dort sind ebenfalls die Kurzzusammenfassungen aller Tagungsbeiträge sowie die einzelnen Präsentationen zu finden. Diese Workshopdokumentation gibt einen umfassenden und ausführlichen Überblick über alle Aspekte des Forschungszweiges. Neben grundsätzlichen Informationen über die Methoden der Schlafforschung und -analyse werden experimentelle Untersuchungsansätze und Expositionsmethoden dargestellt.

    Für fachliche Rückfragen steht Ihnen:

    Lutz Haberland
    Forschungsgemeinschaft Funk e.V.
    Rathausgasse 11a, 53111 Bonn
    Tel. 0228 726220
    haberland@fgf.de zur Verfügung

    http://www.fgf.de
    Weitere Informationen:
    http://Workshopdokumentation unter: http://www.fgf.de/fup/tagung/fgfworkshops-start.html

    URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news239171
     
  7. Hanif

    Hanif Mitglied

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    Hallo VanTast

    Wenn ich mitmachen darf..

    Geistesblitze über Nacht

    Von Peter Spork
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,443842,00.html

    Wer seine Kreativität erhalten will, sollte ausreichend schlafen. Denn in der Nacht sortiert das Gehirn die Eindrücke des Tages, festigt die Erinnerung und verhilft zu neuen Einsichten und Ideen.

    Ist es möglich, mit einer Elektrodenkappe auf dem Kopf fest zu schlafen? Noch dazu, wenn man in einem Forschungslabor liegt und Wissenschaftler einem fortwährend Strom durch den Schädel jagen?

    Es ist möglich. "Hinterher fühlen sich die Testpersonen sogar ausgeschlafener als nach einer normalen Nacht, und sie haben ein besseres Gedächtnis", sagt der Hirnforscher Jan Born. Der Leiter des Instituts für Neuroendokrinologie der Universität zu Lübeck und seine Kollegen haben Testschläfer verkabelt - und am darauffolgenden Tag mithilfe zuvor trainierter Tests die Leistung des bewussten (deklarativen) und des unbewussten (prozeduralen) Gedächtnisses überprüft. Ergebnis: Wer im Schlaf unter Strom gesetzt worden war, schnitt besser ab, als es Vergleichspersonen taten, insbesondere bei den deklarativen Gedächtnisleistungen, zu denen auch das Lernen von Formeln und Vokabeln gehört.

    Dabei sind nicht wahrnehmbare, regelmäßig an- und abschwellende elektrische Ströme aus den Elektroden durch die Schädeldecke bis in die Neuronen des Großhirns vorgedrungen. Die Spannung dieser Hirnzellen oszilliert im Tiefschlaf mit einer Schwingung von etwa ein Mal pro Sekunde; der Strom steigert diese Oszillation und synchronisiert die Zellen. "Wir zwingen das Gehirn, eine Weile unserer Vorgabe zu folgen und schalten den Strom kurz ab", erklärt Born. "Dann schwingt die elektrische Aktivität der Neuronen von ganz allein im Muster sehr langsamer Deltawellen des Tiefschlafs." Die Wissenschaftler haben somit den Tiefschlaf der Probanden zu einer Art Supertiefschlaf verstärkt - und ganz nebenbei deren Gedächtnisleistung verbessert.

    Ein willkommener Effekt für Born, der seit Jahren das "Lernen im Schlaf" ergründet. Dieses aktuelle Ergebnis der Forschung überrascht die Experten insofern kaum, als es eine zuvor gehegte Annahme bestätigt: "Schlaf kommt vom Hirn, wird vom Hirn gemacht und nützt dem Hirn", fasst der Schlafforscher Allan Hobson von der Harvard Medical School in Boston zusammen.

    Das fügt sich auch in eine Theorie über den Zweck des Tiefschlafs ein: Während der Wachphasen entstünden ständig neue, Energie verbrauchende Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen, erklärt Giulio Tononi von der University of Wisconsin, USA. Nur ein kleiner Teil davon aber sei so wichtig, dass er dauerhaft erhalten bleiben müsse.

    Der Schlaf diene dazu, überflüssige Nervenverknüpfungen abzubauen und neue Synapsen indirekt zu festigen. Dafür müssten die Nervenzellen ihre Aktivität synchronisieren, was sich anhand des typischen langwelligen Hirnstrommusters nachweisen lasse.

    Viele Studien aus den letzten Jahren haben gezeigt: Ohne dass es der Mensch bemerkt, lässt das schlafende Hirn die Geschehnisse des Tages Revue passieren, verstärkt zuvor geknüpfte Assoziationen und hinterlässt auf diese Weise deutliche Spuren im unendlich komplexen Netz der Neuronen.

    Das Gedächtnis verlagert derweil Daten aus dem Kurzzeit- in den Langzeitspeicher und verknüpft neue Informationen mit älteren Eindrücken. So bereitet der Schlaf den Menschen auf die Zukunft vor.

    Schon 1994 fanden US-Forscher heraus, dass bei Ratten die gleichen Nervenzellnetze aktiv sind, egal ob die Tiere im Wachzustand den Weg durch ein Labyrinth lernen oder im Schlaf das Erlernte noch einmal durchspielen. Und im Jahr 2000 entdeckte Robert Stickgold von der Harvard Medical School, dass bei Menschen mit Schlafentzug das prozedurale Gedächtnis - das Bewegungsabläufe oder unbewusste Sinnesverknüpfungen speichert - fast vollständig versagt. "Schon eine einzige Nacht ohne Schlaf löscht den normalen Lernprozess nachhaltig aus", sagt Stickgold.

    Mitunter verhilft der Schlaf sogar zu Geistesblitzen, wie das Team von Jan Born herausfand: Die Forscher ließen Testpersonen aufwendige Rätsel bearbeiten, für die es aber auch ein simples Lösungsprinzip gab. Anschließend durften einige Personen acht Stunden schlafen, andere mussten wach bleiben. Erneut mit ähnlichen Aufgaben konfrontiert, entdeckten 60 Prozent der "Schläfer" den Trick, aber nur 20 Prozent der "Wachenden". "Schlaf verfestigt neue Gedächtnisspuren nicht nur, er verändert sie auch qualitativ", sagt Born. "Das verschafft uns am Morgen möglicherweise einen besseren Überblick über ein tags zuvor aufgetretenes Problem."

    Wie lange sollte nun ein Mensch im Normalfall schlafen? Sieben bis acht Stunden sind der Durchschnitt, aber auch fünf bis zehn Stunden sind normal, sagen Experten. Entscheidend sei, dass man tagsüber nicht müde werde und am Wochenende keinen Schlaf nachholen müsse. Wer ständig zu wenig schläft, tut seinem Gedächtnis und seiner Kreativität keinen Gefallen. Wer länger schläft als nötig, kann zwar keine großen Vorteile mehr erwarten, ist aber in guter Gesellschaft mit passionierten Langschläfern wie Johann Wolfgang von Goethe und Albert Einstein.

    Schuldig fühlen sollte sich ein Vielschläfer ohnehin nicht, meint der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi in seinem Buch "Kreativität": "Was man quantitativ an Wachzeit einbüßt, wird zweifellos durch die Qualität der erlebten Zeit aufgewogen."
    ----------------------

    Da bin ich erleichtert :D

    Frieden
     
  8. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Vielen Dank,
    Ja, es ist möglich, ich habe auch einige Nächte im Labor geschlafen mit Elektroden und auch wirklich gar nicht so schlecht.
    Aber ich bin eher ein Kurzschläfer, was energietechnisch ungünstig ist, weil man im Schlaf einfach etwas weniger Energie braucht (abgesehen vom Hirn, dessen Verbrauch konstant ist, egal ob man schläft oder Aufgaben löst).
     
  9. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    Im wiesbadener-kurier: Quelle Der Königsweg zur Seele

    Antike Traumdeutung interessiert Mainzer Forscher
    Vom 10.12.2007 Von Arda Cankara

    MAINZ Wenn ein Mann davon träumte, seine Lampe am Licht des Mondes anzuzünden, hieß das für den antiken Traumdeuter, dass der Träumende sein Augenlicht verlieren wird. In den Anfängen der Traumdeutung versuchten die alten Griechen lange vor dem Psychoanalytiker Sigmund Freud, das im Schlaf Erlebte zu verstehen und Rückschlüsse auf das eigene Leben zu ziehen. Seit vielen Jahren erforscht die Mainzer Professorin Christine Walde die antike Traumdeutung.

    Ihr aktuelles Projekt im Historisch-Kulturwissenschaftlichen Forschungszentrum der Johannes Gutenberg-Universität soll Aufschluss darüber geben, wovon die alten Griechen träumten. "Träume sind Bestandteil der menschlichen Existenz. Uns interessiert, wie Menschen aus anderen Zeiten und anderen Kulturen mit Träumen umgegangen sind", erklärt die Klassische Philologin.

    Grundlage des Forschungsprojekts ist das wohl berühmteste Werk der antiken Traumdeutung: die sogenannte Oneirokritika des Traumwissenschaftlers Artemidor von Daldis, die Walde gemeinsam mit ihrem Kollegen Professor Jochen Althoff analysiert und neu übersetzt. Das fünfbändige Werk, das im zweiten Jahrhundert nach Christus veröffentlicht wurde, gilt als Bestseller. Es ist das einzige Traumdeutelehrbuch der griechisch-römischen Antike, das vollständig erhalten ist. Mit der Erfindung des Buchdrucks wurde es vervielfältigt und verbreitete sich rasch in Europa.

    Walde gilt als Spezialistin auf ihrem Forschungsgebiet, das trotz zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen noch oft belächelt wird. Heutzutage sei überwiegend die experimentelle Schlaf- und Traumforschung wissenschaftlich anerkannt, sagt Walde. "Der Traum ist ein Phänomen, das man mit ganz unterschiedlichen Mitteln messen kann. Und da gibt es eben nicht nur einen einzigen Zugang."

    In der Antike sei die Traumdeutung hoch angesehen gewesen und habe sich sogar zu einem eigenen Berufsstand entwickelt. Erste professionelle Traumdeuter seien etwa Mediziner oder Priester gewesen. "Später gab es dann auch Volkstraumdeuter und Laien. Es war in der Antike nichts Besonderes, wenn man zum Traumdeuter ging", erklärt die Wissenschaftlerin.

    Aufgrund seiner weiten Verbreitung war das Werk Artemidors auch Sigmund Freud bekannt, der den Griechen aber 1900 als unwissenschaftlichen Volkstraumdeuter bezeichnete. Walde relativiert diese Ansicht: "Für seine Zeit hat Artemidor durchaus interessante Beobachtungen angestellt. Zum Beispiel, dass Träume stark nach Geschlecht, Herkunft oder Lebensumständen variieren." Demnach träumten Menschen von gesellschaftlich hohem Stand anders als Diener, Frauen anders als Männer.

    Artemidor führt zahlreiche Traumbeispiele in seinem nach Lebensstationen wie Geburt, Vermählung und Tod gegliederten Buch an. Diese Träume habe er gesammelt und methodisch ausgewertet, wobei ein Traumelement mehrere Bedeutungen haben konnte, sagt Walde. In dem Traum eines wohlhabenden Griechen beispielsweise rollen dem Mann die Augen aus dem Kopf und fallen auf seine Füße. Artemidors Deutung zufolge ist der Kopf das Symbol für Herrschaft, die Augen stehen sinnbildlich für die Kinder, die Füße repräsentieren die Dienerschaft. Der Mann träumte demnach davon, seine Töchter mit Sklaven zu vermählen.

    "Es ist verwunderlich, dass das Interesse an der Traumdeutung in unserer Zeit so abgeflaut ist. Träume sind so irrational und realistisch zugleich, dass man sich doch gerade deswegen mit ihnen beschäftigen müsste", sagt Walde. Es sei schon viel über die Freudsche und die mittelalterliche Traumdeutung geschrieben worden. Die Antike hingegen müsse noch gründlicher untersucht werden. Waldes Forschungsarbeiten stellen daher nur den Anfang eines weit größeren Unternehmens dar, das noch in der Ferne liegt: die Zusammenstellung einer interdisziplinären Traum-Enzyklopädie.


    soweit der Artikel.

    Ich muss gestehen, dass ich mit den Aussagen Artemidors, welche auf meiner von mir zumeist befragten Seite http://www.traumdeuter.ch/ teilweise wiedergegeben wird, nicht besonders viel anfangen kann.
    Aber das mag auch Geschmacksache sein
     
  10. VanTast

    VanTast Aktives Mitglied

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    von hier: http://www.traumfernschule.ch/tiefschl.htm habe ich folgenden Artikel korrigiert und bearbeitet (Grammatik und das Ersetzen der ? durch passende ä,ö,ü und ß, hauptsächlich, inhaltlich wurde nichts verändert:


    Tiefschlaf

    schlafendesgesicht.jpg (2327 Byte) (das ist ein Bild ggggg ich lasse es mal schön da, denn hier kann man ja gar keine Bilder reinstellen)

    Nach einem Stadium der Übergangs zwischen Wachen und Schlafen versinkt man in Tiefschlaf. 1 Stunde später folgt ein Auftauch-Stadium, in dem man träumt. Nach 10 Minuten versinkt man erneut in Tiefschlaf. Diese `Wellenbewegung` folgt noch etwa 5- bis 5mal, wobei die Schlaftiefe immer geringer wird, die Traumdauer dagegen immer länger. Zwischen der 7. und 8. Stunde steigt man dann wieder in die Welt des Tagesbewusstseins auf. In den 8 Stunden eines typischen gesunden Schlafs träumt man rund 120 Minuten, also 25%. Dieses nächtliche Schema ist ebenso universal wie der Schlaf selbst, und es ist ebenso regelmässig wie die Bewegungen der Planetenkörper. Während der REM-Phase liegt der Träumer wie gelähmt da; seine Muskeln sind so schlaff, dass sie das Kinn und den Kopf nicht mehr halten können. Die EEG-Kurven zeigen jedoch deutlich, dass gleichzeitig im Gehirn ein regelrechter Aktivitätssturm herrscht, so als stünde der Schläfer unter panikartiger Angst oder Erregung. Herzschlag und Blutdruck werden unregelmässig wie bei starken Gefühlswallungen. Der Sauerstoffverbrauch steigt rapide an; dann ist der Schläfer plötzlich wieder wie in einer Atemnot. Die Hormonzufuhr erreicht einen Höchststand. Zugleich steigt die Temperatur des Gehirns leicht, aber doch merklich an. Es sieht so aus, als erfahre der normale Schläfer jede Nacht eine Bewusstseinssteigerung. Kaum einer der 4 bis 6, manchmal 7 Träume, die wir pro Nacht erleben, wird uns auch bewusst.

    Auch im Tiefschlaf ist das Erleben nicht ganz erloschen. Hier herrschen optisch-plastische Bilder vor. Die Übergänge vom Wachen zum Schlafen zeigen eine allgemeine Steigerung des "Vorstellungslebens", ein Plastischerwerden der Bilder mit zunehmender Schlaftiefe. Die Suggestionskraft der Traumbilder nimmt mit wachsender Schlaftiefe zu. Die reinen archetypischen Bilder entfalten zweifellos die grösste suggestive Wirkung, sie treten bei Tiefschlaf auf und sind rein visuelle Träume. Die plastisch-leibhaftigen Erlebnisse beim ursprungsnahen Auftauchen der Traumbilder bringen es mit sich, dass sie als Wirklichkeiten erlebt werden. Im Traum des Tiefschlafes fehlt der Wirklichkeitscharakter der Bilder nicht. In je grösserer Nähe zum Unbewussten die Bilder erlebt werden, um so wirklicher werden sie erlebt. Wir träumen immer, können uns aber nur an bestimmte Träume erinnern. Gerade weil auch der Tiefschlaf Träume bringt, legt die Gewissheit nahe, dass wir ständig träumen. Das Träumen würde sich dann auch im Wachleben fortsetzen, wäre hier aber gänzlich unbemerkbar wegen der Helligkeit des Bewusstseins.

    P. Bjerre hält das Träumen für einen ständigen Lebensvorgang.

    W. Stekel lässt uns vom ersten bis zum letzten Tag unseres Lebens ununterbrochen träumen.

    Auch nach S. Freud beginnt die Traumarbeit bereits vor dem Einschlafen.

    Auch C.G. Jung glaubt, dass wir immer träumen.

    Der Schlaf ist kein einheitlicher Zustand, sondern eine regelhafte Abfolge verschiedener Schlafstadien.

    Wach- und Traumbewusstsein sind zwei durchaus verschiedene Bewusstseinsstrukturen.

    Neben dem Wachbewusstsein und dem Traumbewusstsein wird in der indischen Psychologie in auffallender Übereinstimmung mit den neuen Erkenntnissen über den NREM-Schlaf als 3. Bewusstseinszustand der Tiefschlaf unterschieden, in dem der doppelte Wahn des Wachens und des Träumens verschwindet.

    Es werden 5 Schlafstadien unterschieden:

    Dabei verlangsamt sich mit zunehmender Schlafvertiefung die Hirnstromaktivität.

    Die EEG-Stadien 1 bis 4, die in ihrer Nummerierung auch gleichzeitig die Abfolge nach Einsetzen des Schlafs aufgreifen, zeigen in ihrem Wellenmuster eine fortschreitende Schlafvertiefung, die in einer Verlangsamung der Frequenz und einer Erhöhung der Amplituden zum Ausdruck kommt.

    Folgende Bewusstseinsphasen werden unterschieden, wovon die Träume vor allem in der Alpha-, Theta- und Deltawellenebene vorkommen.

    Beta-Wellen: 14-30 Hertz Tagesbewusstsein-Anstrengung
    Schnelle Frequenzen, kennzeichnend für den angespannten, aufmerksamen Wachzustand

    Alpha-Wellen: 7-14 Hertz
    Entspannung bei vollem Bewußtsein. In dieser Phase haben wir direkten Einfluss auf unser Unterbewusstsein

    Sie stellen sich vor allem dann ein, wenn ein Mensch entspannt ist und seine Aufmerksamkeit von der Aussenwelt abwendet

    Theta-Wellen: 4-7 Hertz Schlaf
    Im Schlafstadium (REM-Phasen, aktiver Schlaf) sind zusätzlich zum EEG die Augenbewegungen und die Muskelspannung bedeutsam.

    Es treten Salven ruckartiger schneller Augenbewegungen auf, und die Muskelspannung verschwindet völlig. Es kann sich aber auch der Puls beschleunigen und die Atemfrequenz erhöhen.

    Die NREM-Stadien 2 bis 4 und die REM-Phasen wechseln einander in Zyklen von etwa 11/2 Std. ab.

    Tiefschlaf (Stadium 3 und 4) tritt nur in der ersten Nachthälfte auf. Die REM-Phasen werden gegen Morgen länger.

    Delta-Wellen: bis 4 Hertz Tief-Schlaf
    Eine Zunahme langsamer, grosser und gleichmässiger Schwingungen sind für Stadium 3 spezifisch.

    Diese sogenannten Delta-Wellen sind dann in Stadium 4 das dominierende Merkmal.

    Stadium 3 und 4 gelten als Phasen des Tiefschlafs, was sich unter anderem auch daran zeigt, dass hier der Schläfer besonders schwer aufzuwecken ist.

    In mehreren Untersuchungen wurden Träume, die aus allen Stadien des NREM-Schlafs, auch aus dem Tiefschlaf stammten, als eher kurze Erlebnisse beschrieben, deren Eindrücke fragmentarisch und unverbunden sind.

    Sie sind in ihrem Ausdruck eher gedankenartig, beziehen sich meistens in realistischer Weise unmittelbar auf das Wacherleben, wobei der Träumer gefühlsmässig häufig nicht einbezogen ist.

    Sie stehen somit in ihren formalen Merkmalen dem Einschlaferleben nahe, sind aber in ihren Ausdrucksqualitäten weniger anschaulich und sinnenhaft.

    Die NREM-Träume werden charakterisiert durch eine geringe Reichhaltigkeit der Traumelemente, eine eher fragmentarische Struktur und vorwiegend statische Eindrücke.

    In den NREM-Träumen stehen weiterhin realitätsbezogene Themen im Vordergrund.

    Die psychische Aktivität im NREM-Schlaf ist einerseits spezifisch charakterisiert durch einen hohen Anteil gedanklicher Elemente, die wie beim Einschlaferleben realitätsbezogen sind und eine eher fragmentarische Struktur aufweisen.

    Andererseits kommen längere NREM-Träume dem szenischen Erleben im REM-Schlaf nahe, auch wenn ihre dramatische Ausgestaltung weniger differenziert ist.

    Träume im landläufigen Sinne spielen sich in der REM-Phase ab, die anderen Stadien werden unterteilt in die Phasen 1 bis 4. Die Phasen 3 und 4 entsprechen dem Tiefschlaf. Hier kommen neben den archetypischen Träumen auch die echten Alpträume vor.

    Der New Yorker Psychoanalytiker Charles Fisher hat als erster das Phänomen der Alpträume eingehend im Schlaflabor untersucht und herausgefunden, dass Alpträume ausschließlich an den Tiefschlaf gebunden sind.

    Er konnte bei vielen Schläfern, die unter Alptraumattacken litten, beobachten, wie während des ruhigen Tiefschlafs ganz unvermittelt der Puls auf das zweifache anstieg, die Schläfer hochschreckten und Minuten brauchten, bis sie realisierten, wo sie sich überhaupt befanden.
     
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