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Über den Wohnungsmarkt

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von TommyCasagrande, 22. August 2012.

  1. TommyCasagrande

    TommyCasagrande Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juni 2012
    Beiträge:
    39
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    Der Wohnungsmarkt ist ein Markt, in dem Wohnungen angeboten werden um je nach Bedürfnis den Wunsch nach einem passenden Lebensraum zu befriedigen. Im Idealfall gibt es eine Fülle an Wohnungen, von klein bis groß, von hell bis dunkel, von schlicht bis außergewöhnlich, von günstig bis teuer, wo jeder nach seinen Bedürfnissen und seinen Kapazitäten fündig werden kann. So viel zu Huxleys schöner neuer Welt. Diejenige in der wir leben, sieht anders aus. Schon Ludwig von Mises, zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch Etatist, fiel vom Glauben an des Staates gute Hände ab, als er begann, sich mit dem Wiener Wohnungsmarkt zu beschäftigen. Dabei fand er heraus, dass die Steuergesetzgebung den privaten Wohnungsbau derart verteuerte, sodass es nicht rentabel war, sich unternehmerisch darin zu betätigen. Dadurch konnte das Angebot an Wohnungen nicht erhöht werden, die zur Folge gehabt hätten, dass sich die Mietpreise verringern. Da zu jener Zeit der Zuzug nach Wien recht groß war, und Wien um die 2 Millionen Einwohner beherbergte, wurden die Lebensverhältnisse vieler Menschen gelinde gesagt, ungünstig. Immer mehr Menschen drängten auf einen Wohnungsmarkt, der durch die Steuergesetzgebung den privaten Anreiz zunichte machte, mehr Wohnraum zu schaffen. Als Ludwig von Mises dies entdeckt und verstanden hatte, waren seine Tage als Etatist gezählt, da sein weiterer Werdegang durch Carl Mengers "Grundsätze der Volkswirtschaftslehre" bestimmt wurde.

    Der Wohnungsmarkt, wie in von Mises vorgefunden hatte, war gekennzeicnet durch staatliche Eingriffe, wie sie auch den Heute existierenden Wohnungsmarkt kennzeichnen. Zum einen existiert kein staatlich losgelöster, entfesselter, freier, unregulierter Wohnungsmarkt. Einige dieser Begriffe sind für manche Menschen jene illusorischen Reizwörter, mit denen sie das Heute vorherrschende beschreiben. Doch lässt sich schwerlich eine Situation mit seinem Gegenteil erklären. Wie kann etwas durch Entfesselung und Unregulierung genau jene Ergebnisse zu Tage bringen, die nur durch die Abwesenheit von Entfesselung und Unregulierung entstehen können ? Wie kann die freundliche, ältere Dame zur Bäckerei an der nächsten Ecke gelangen, wenn sie sich umdreht und nach Hause geht ? Der die Logik als Werkzeug zur Wahrheitsfindung benutzende Leser, wird geneigt sein, mir zuzustimmen, dass so etwas nicht logisch ist. Und darum kann es auch nicht wahr sein. Denn wenn wir Heute einen unregulierten, von jedem staatlichen Eingriff, losgelösten Wohnungsmarkt hätten, würden sich weitaus mehr Baufirmen engagieren um im Wettbewerb miteinander die besten und günstigsten Wohnungen anzubieten. Es bestünde auf Angebotsseite ein Interesse sich zu engagieren, weil es ein Interesse Seitens der Bürger nach günstigerem Wohnraum gibt. Beide Seiten würden voneinander profitieren. Das Unternehmen, welches die Wohnungen anbietet, würde im besten Falle Gewinne erwirtschaften wodurch die dort Angestellten ein Auskommen erzielen. Im Gegenzug erhielten jene Bürger, die dort eine Wohnung erwerben, günstigen Wohnraum. Beide Seiten profitieren voneinander.

    Nun leben wir jedoch einerseits in einer Welt, in der durch staatliche Eingriffe der private Wohnungsbau behindert wird, auf der anderen Seite jedoch die Kaufkraft des Geldes durch die Inflation entwertet wird. Was bedeutet diese Situation für jene Menschen, die in dieser Gesellschaft, wenig Geld haben ? Zum einen bedeutet dies, steigende Kosten für Wohnraum. Da der Wohnraum aufgrund staatlicher Eingriffe reguliert ist, ist er knapper, als er in einem freien Wettbewerb wäre. Diese künstliche, durch behördliche Befehle geschaffene Verknappung von Wohnraum, führt dort zu einer Verteuerung, wo die Nachfrage gleichbleibend oder zunehmend ist. Kommt hinzu, dass das Geld an Wert verliert, was widerum durch eine andere politische Behörde beschlossen wird, so steigen die Lebenskosten an und die Miete wird noch etwas teurer. Für Menschen mit wenig Geld, bedeutet dies, dass sie sich gegebenenfalls neuen Wohnraum suchen müssen, der leistbar ist. Allerdings, da auch andere Menschen günstigeren Wohnraum suchen und somit auch die Preise für die günstigsten Wohnungen leicht ansteigen, entsteht die Gefahr unfreiwilliger Obdachlosigkeit. Da der Wohnungsmarkt nämlich nicht frei ist, treten auch keine privaten Anbieter auf, die für die sozial Schwächsten leistbaren Wohnraum schaffen. Diese unternehmerische Tätigkeit lohnt sich in unserem System nicht.

    Punkte die zu beachten sind, wenn man über den Wohnungsmarkt sinniert. Hierbei ist jeder eingeladen, selber auf diesen Gebieten nachzuforschen und sich schlau zu machen:

    * staatliche Bauvorschriften. - Auswirkung auf Preis.
    * Mietsonderrechte. - staatliches Privileg von Mietern gegenüber Vermietern.
    * in manchen Ländern ist es nicht mehr wirtschaftlich, Wohnraum zu vermieten. - darum müssen sich mieter Wohnungen kaufen und sich das Kapital bei Banken leihen.
    * Kündigungsschutz, Limitierung von Mieterhöhungen, Mietminderungsrechte etc.
    * Ansprüche des Staates an die Energieeffizienz von Gebäuden. - Auswirkung auf Preis.
    * Wenn Mieten nicht mit Geldentwertung mithalten entsteht Unbekannte in der Invesitionsplanung. - Bau- und Instandhaltungskosten fragen nicht nach Mietobergrenzen.
    * Sozialer Wohnbau. - verdrängt frei finanzierten Wohnbau.
    * geringe subventionierte Mieten. - frei finanzierte Wohnungen werden nicht rentabel angeboten, denn Erwratungshaltung der Mieter geht in Richtung der Sozialmieten.
    * Prinzip der öffentlichen Toilette im staatlichen Wohnungsmarkt. - Eigentum verpflichtet Eigentümer sein Vermögen zu wahren. - ohne Eigentum verkommen Wohnungen wie in der DDR.
     
  2. daway

    daway Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. Januar 2011
    Beiträge:
    6.985
    Ort:
    ich dachte so einer wie du wäre mehr an sowas interessiert

    :rolleyes:
     
  3. Shimon1938

    Shimon1938 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    16.726
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    Witzenhausen/Hessen in BRD
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    kann ich davon ausgehen, dass du über die deutscgh wohnungsmark disutieren wills?dann solltest du indeine gedanken eifliessen lassen, das in ballungsrämen heute schonn an bezahlbaren altersgerchten wonungen mangelt ausserdem fehlen heute schon bezahlbare wohnungen überall in deutschland. . bist du gesill, das zu thematiesren?

    (nach merin dafürhalten, gibt es jede menge luxuaswohnungen in den ballungsrümen, wahrscheinlich mehr als gebraucht wird. aber bezahlba und menschenwürdige wohnungen sind nicht zu bekommen.)


    shimon
     
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