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Trost eines Engels

Dieses Thema im Forum "Engel" wurde erstellt von jeanedarc, 1. März 2005.

  1. jeanedarc

    jeanedarc Mitglied

    Registriert seit:
    9. Oktober 2003
    Beiträge:
    216
    Ort:
    Raum Darmstadt
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    Ich möchte euch diese Zeilen "Sabrina und der Tsunami" und vor allem den Hinterbliebenden des Tsunamiereignisses ans Herz legen:

    Sabrina und der Tsunami

    Lange waelzte ich mich von einer Seite zur anderen, bis ich endlich einschlief. Ich muss wohl schon laengst im Land der Traeume angekommen sein, als ich eine zarte Stimme vernahm. “Wayan” hoerte ich sie leise rufen, “Wayan-Gabriel, kannst du mich sehen?”. Ich rieb mir die Augen und schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam. Wer kann das sein, wer ruft mich da bei meinem balinesischen Namen?



    Ein kleines Maedchen in einem silbrigen Kleidchen kam langsam auf mich zu. “Wayan? Wayan Gabriel Sayang?”



    Ich bueckte mich zu ihr herab und blickte in froehlich blitzende Kinderaugen, die mich keck anlachten; ja, des kleinen Maedchen Augen, ja, tatsaechlich, ihre Augen lachten mir freudig entgegen.



    “Ja, ich bin Wayan, Wayan Gabriel Sayang. Deine Augen koennen ja richtiggehend lachen” rief ich dem freundlichen Kind mit grossem Erstaunen zu. “Ja”, und jetzt lachte sie sogar ueber das ganze Gesicht “ja, meine Augen koennen auch lachen”



    “Deine Augen aber, Papa Wayan, deine Augen sehen heute sehr traurig aus; du hast geweint?”



    Ich wurde sehr verlegen, mit dieser Frage hatte ich keinesfalls gerechnet. “Warum fraegst du mich?” wich ich aus und wollte, einfach ein wenig Zeit gewinnen, da ich mich fuer meine Traenen schaemte.



    “Ich habe heute Deine Traenen gesehen und ich weiss auch, was dich veranlasst hat, zu weinen” fuhr das kleine Maedchen zielbewusst fort, “du hast geweint, weil du es nicht ertragen konntest, dass viele von uns, Erwachsene, wie auch Kinder, in diesen Tagen gestorben sind und viele Kinder das Ereignis zwar ueberlebt haben, nun aber keine Eltern mehr haben, weil diese, wie so viele, in den Fluten ertrunken sind.”



    “Du hast mich weinen sehen?” Ich war sprachlos. Woher konnte das Maedchen dies alles wissen? Ja, ich hatte geweint, weil ich den Anblick des vielen Leids nicht ertragen wollte, ich habe mich fuer einige Momente zu sehr in sentimentalen Gefuehlen verstrickt und ich habe mir letztlich selbst unendlich leid getan.



    “Wer bist Du?”, fragte ich jetzt das Maedchen “du sagst ‘viele von uns sind gestorben’, wie meinst du das?”



    Das Maedchen wurde mit einem Male sehr ernst, zog die Augenbrauen hoch und sprach:



    “Ich bin Sabrina, nein, ich sollte sagen, ich war Sabrina; ich ging mit meiner Mama in die Weihnachtsferien. Mama war schon laengere Zeit sehr traurig, weil mein Papa eines Tages fortging und nicht mehr nach Hause kommen wollte und so sagte Mama eines Tages ‘diese Weihnachten machen wir es uns schoen, wir gehen dahin, wo es warm ist und wir geniessen die Sonne, wir gehen dahin, wo immerwaehrend Sommer ist. Wir lassen den grauen Alltag hinter uns zurueck’.



    Mama hat fuer uns einen wunderschoenen Platz ausgewaehlt; da war eine grosse Bucht mit einem feinen Sandstrand und auch ein kleines, gemuetliches Hotel mit vielen netten Menschen und auch vielen Kindern aus aller Welt. Das Meer war wunderbar warm und Mama freute sich riesig, einen so schoenen Platz fuer uns beide gefunden zu haben. Wir fuehlten uns sehr wohl.



    Dann ging alles ganz, ganz schnell. Es gab ein kurzes, lautes Tosen, ein Pfeifen, und viel Wasser, das ganz ploetzlich da war. Dann wurde es auf einmal sehr still und wundersam friedlich.



    Ich weiss nicht wie lange es dann gedauert hat, ich muss wohl sehr tief geschlafen haben, als ich mich an einem seltsamen Ort wiederfand, den ich noch nie zuvor gesehen habe. Es war ein riesiger, aber stiller, beschaulicher Platz, an dem sich viele, viele Menschenkinder, vom Saeugling bis zum Grosspapa, eingefunden und versammelt haben und die da geduldig warteten. Merkwuerdigerweise kannte ich, obwohl es viele tausende waren, jeden einzelnen von ihnen, ohne aber ihre weltliche Namen zu kennen.



    Ich hoerte mit grossem Interesse zwei alten Maennern zu, die sich freundlich miteinander unterhielten. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich endlich bemerkte, dass die beiden sprachen, denn sie sprachen, ohne ein Wort zu sagen; ihre Worte kamen nicht aus ihrem Mund, es war auch kein Ton zu hoeren. Sie unterhielten sich auf der Ebene ihrer Gedanken und, erstaunlicherweise, hoerte ich einfach mit.



    Sie sprachen ueber ‘das Ereignis’ und ueber den Umstand, dass sich viele Seelen verabredet haben, um in einem gemeinsamen Schicksalsereignis diese Welt zu verlassen. Man war bereit, gemeinsam heimzugehen und es sollte ein grossartiges Ereignis werden, von dem die ganze Welt noch lange sprechen wuerde.



    Hunderttausende Seelen aus vielen Gegenden dieser Erde begannen zur selben Stunde, gemeinsam zu vibrieren, sie vibrierten solange, bis sich auch Mutter Erde mitbewegte. Mutter Erde bebte kurz und erzeugte damit jene maechtige Welle, die den Seelen die Moeglichkeit geben wuerde, ihre Koerper endgueltig zu verlassen. Doch nicht alle Seelen waren bereit, zu gehen, da gab es auch einige, die einfach nur die Erfahrung brauchten, die ihnen das Ereignis zufallen liess. Seelen lernen naemlich auch ueber solche Ereignisse, brauchen die, als bitter empfundene Erfahrung von Not und Leid. Am Ende wachsen und reifen sie in der Bewaeltigung von Konflikten, die unueberwindbar erscheinen moegen.”



    “Du bist ein sehr schlaues Kind, Sabrina,” fuehlte ich mich gedraengt, anzumerken. Das Maedchen lachte wieder ganz verzueckt und sagte mit einem schelmischen Anflug im huebschen Gesichtchen: “Meinst du wirklich, Pa Wayan, dass ich ein Kind bin?” und bevor ich noch etwas sagen konnte, gab Sabrina schon selbst die Antwort. “Mein Koerper war, bevor ich ihn verliess, noch der eines kleinen, vierjaehrigen Maedchens, meine Seele jedoch ist alt. Wer nur das Aeussere sieht, vermeint ein kleines, unbeholfenes Kind zu erkennen, was auf der groben, rein koerperlichen Ebene ja stimmen mag, sich auf der feinstofflichen Ebene aber voellig anders darstellt. Auch wenn ich mich Dir heute als kleines, entzueckendes Kind zeige, Pa Wayan, aber meinen kleinen Koerper habe ich schon hinter mir gelassen; ich habe ihn bereits, mit einem ‘herzlichen Dankeschoen’, unserer Mutter Erde zurueckgegeben.



    Vor dir erscheint heute Nacht eine alte Seele, eine, die dich schon lange kennt und die auch dir schon lange vertraut ist. Wir sind uralte Seelen-Freunde.



    Schon als Birken haben wir am Waldesrand unser blaetterrauschendes Schwaetzchen gehalten, als hungriger Fisch habe ich dich dann als Wuermchen verspeist, um im darauffolgenden Leben von dir genuesslich verspeist zu werden. Ja, und als Schwalben haben wir uns immer wieder damit vergnuegt, auf des Pfarrers Glatze zu zielen, weisst du es noch, kannst du dich noch entsinnen?



    Heute Nacht bin ich zu dir gekommen, weil ich dich wieder einmal um deine Hilfe bitten moechte. Du hast mir in alten Zeiten schon in vielen Situationen geholfen, wie auch ich dir vielmals geholfen habe, auch wenn alles schon sehr, sehr lange zurueckliegt...



    Papa Wayan, ich habe meinen Koerper zurueckgelassen und mit den alten Dingen sehr gut abgeschlossen. Eines aber betruebt mich noch und da brauche ich deine Hilfe. Ich habe meine Mama gefunden, ihre Seele war noch nicht bereit zu gehen. Ich fand sie verzweifelt weinend in den Truemmern, die unser Tsunami zurueckgelassen hat, ich fand sie mit gebrochenem Herzen ihre kleine Sabrina suchend. Sie wird mich nicht mehr finden koennen, da meine koerperlichen Spuren schon verwischt und unkenntlich gemacht sind. Es ist auch besser so, auch fuer meine Mama, die ich immer noch sehr liebe.



    Ich habe mehrmals versucht, sie zu troesten, ich habe alles unternommen, um zu ihr zu sprechen, allein, sie hat mich nicht verstanden. Ich bin dann in ihre Traeume gegangen, da habe ich dann sogar mit ihr gesprochen, sie hat mich auch verstanden, wir haben uns liebevoll beruehrt, an den Haenden gehalten und es war wunderschoen. Als Mama aufwachte, hatte sie allerdings die Erinnerung an die Traeume wieder verloren. Ihre Trauer, ihr Schmerz und ihre sentimentalen Gefuehle verhindern es immer wieder, dass Mama mich bewusst wahrnehmen kann.



    Papa Wayan, geh’ doch zu meiner Mama, erzaehle ihr doch von unserer heutigen Begegnung, sage ihr, dass ich ihr fuer alles danke, was sie fuer mich gab, sage ihr, dass ich sie ueber alles liebe und ich sie immer lieben werde. Sag ihr, dass ich immer bei ihr sein und sie auch beschuetzen werde. Bitte hilf ihr, die Trauer und den Schmerz zu ueberwinden, sag ihr, dass alles, alles gut ist, auch wenn sie das in ihrer persoenlichen Betroffenheit noch nicht klar sehen kann. Und bitte sag’ ihr auch, dass wir alle immer verbunden bleiben werden, bis in alle Ewigkeit. Hilf ihr, wieder in die Freude zu kommen und sage ihr bitte, dass ich auf dem Berg der Freude auf sie warte. Denn nur dort, wo die Freude gelebt wird, wird es fuer sie moeglich sein, mich wahrzunehmen und ihre kleine Sabrina noch einmal in die Arme zu schliessen...



    Pa Wayan, uebermittle diese Botschaft auch an die vielen, vielen verirrten Menschen, die jetzt in den Taelern des Leids, der Truebsal und der Trauer verharren und mit ihrem Klammern die Seelen ihrer Lieben festhalten. Mache diesen, in ihrer Verzweiflung gefangenen, neuen Mut, hilf ihnen, ihre Augen zu oeffnen und endlich zu sehen, dass all die beteiligten Seelen gemeinsam ‘das Ereignis’ erschaffen haben und dass alles gut und richtig ist, was unter Gottes weitem Himmel geschieht, selbst dann, wenn wir dies nicht immer gleich sehen und verstehen wollen. Alles, ALLES ist gut!



    Mache den Menschen Mut, die grauen Taeler des Leids, der Truebsal und der Trauer zu verlassen und die lichten Berge der Freude zu erklimmen. Dort, wo die Freude hochgehalten wird, warten alle, die wir lieben und die vermeintlich verloren gegangen sind, nur dort, wo die Freude wohnt, gibt es das wundervolle Wiedersehen aller Herzen...




    *******




    Gabriel G. Marn (Wayan Gabriel Sayang), Nusa Dua, Bali (Indonesia),

    Autor des Buches “Sayang – Komm, lass dich beruehren!” (erscheint im Fruehjahr 2005)


    liebe Grüße

    jeanedarc
     
  2. Zwergal007

    Zwergal007 Mitglied

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    5. Januar 2005
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    wow der text der is echt... wie soll i sogn... der macht nachdenklich... wahnsinn... sowas muss ein wunderschönes erlebnis sein

    lg zwergal007
     
  3. jeanedarc

    jeanedarc Mitglied

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    9. Oktober 2003
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    Raum Darmstadt
    Hallo Zwergal,

    ja, der Text gibt uns die Möglichkeit, Dinge, die wir nur sehr schwer annehmen können, besser zu verstehen. Er zeigt uns die Gesetzmäßigkeiten der Natur auf...Gut und böse, Schwarz und Weiss, Ying und Yang etc....ein Gleichgewicht all dessen... :)

    liebe Grüße

    jeanedarc
     
  4. MaTrixx

    MaTrixx Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2005
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    2.139
    Ort:
    Ganznah
    OUR FAREWELL
    IN MY HANDS
    A LEGACY OF MEMORIES
    I CAN HEAR YOU SAY MY NAME
    I CAN ALMOST SEE YOUR SMILE
    FEEL THE WARMTH OF YOUR EMBRACE

    BUT THERE IS NOTHING BUT SILENCE NOW
    AROUND THE ONE I LOVED
    IS THIS OUR FAREWELL ?

    SWEET DARLING
    YOU WORRY TOO MUCH; MY CHILD
    SEE THE SADNESS IN YOUR EYES
    YOU ARE NOT ALONE IN LIFE
    ALTHOUGH YOU MIGHT THINK THAT YOU ARE

    NEVER THOUGTHT
    THIS DAY WOUD COME SO SOON
    WE HAD NO TIME TO SAY GOODBYE
    HOW CAN THE WORLD JUST CARRY ON ?

    I FEEL SO LOST WHEN YOU ARE
    NOT BY MY SIDE
    THERE IS NOTHING BUT SILENCE NOW
    AROUND THE ONE I LOVED
    IS THIS OUR FAREWELL ?

    SO SORRY YOUR WORLD IS TUMBLING DOWN
    I WILL WATCH YOU THROUGH THESE NIGHTS
    REST YUOR HEAD AND GO TO SLEEP
    BECAUSE MY CHILD;
    THIS IS NOT OUR FAREWELL
    THIS IS NOT OUR FAREWELL !!!


    :::::::::::::::::::::::::::
    THE EARTH IS OUR MOTHER
    SHE GIVES AND THE TAKES
    BUT SHE IS ALSO A PART
    A PART OF THE TALE

    WE`RE PART OF A STORY
    PART OF A TALE
    WE´RE ALL ON THIS JOURNEY
    NO ONE IS TO STAY
    WHERE EVER IT´S GOING
    WHAT IS THE WAY ?

    THE EARTH IS OUR MOTHER
    SHE GIVES AND SHE TAKES
    .................................................
    Songtext Within Temptation
    CD Mother Earth
     
  5. Zwergal007

    Zwergal007 Mitglied

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    5. Januar 2005
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    stmk- Pöllauer tal

    ja stimmt, aber eine frage die mir jetzt schon den ganzen tag am herzen liegt: HAST DU DIE MUTTER VON DIESEM MÄDCHEN SCHON GEFUNDEN?!

    lg zwergal007
     
  6. jeanedarc

    jeanedarc Mitglied

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    liebe Zwergal,

    dieser Text stammt nicht von mir selbst...er stammt von einem Hernn Namens
    Gabriel G. Marn (Wayan Gabriel Sayang), er lebt in Nusa Dua, Bali (Indonesia) und er hat ein wundervolles Buch geschrieben, worin er viele weitere Erlebnisse schildert. Ich bin mir sicher, daß er viele dieser "Mütter" finden wird und ihnen Trost geben kann.

    Engel sind leise klick


    ganz liebe Grüße an dich

    jeanedarc :angel2:
     
  7. Zwergal007

    Zwergal007 Mitglied

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  8. Zwergal007

    Zwergal007 Mitglied

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    du i komm va deina homepage net mea weg die is so supa echt he
    die beste homepage die es gibt

    lg zwergal007
     
  9. jeanedarc

    jeanedarc Mitglied

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    alles Liebe

    jeanedarc
     
  10. jeanedarc

    jeanedarc Mitglied

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    Liebe Zwergal,

    danke dir sehr, für dieses positive Feedback....es tut manchmal einfach gut so etwas zu hörn...

    Es steckt sehr viel Liebe und Arbeit drin...aber es macht auch viel Spaß! Ich bin immer bemüht, die Seiten auf dem neuesten Stand zu halten...

    Der Text stammt aus Gabriels Buch und ich hab ihn hier reinkopiert.... :daisy:

    Übrigens eine supersüßen Dialekt hast du :)



    hier hab ich noch etwas für dich klick


    herzliche Grüße

    jeanedarc
     
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