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Trommelrhythmen, Klänge und Gesänge in der schamanischen Arbeit

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von Erdkröte, 29. August 2015.

  1. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
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    Mich interessiert, wie und was ihr praktiziert ?!

    Hintergrund, ich beobachte seit ich schamanisiere einen Unterschied zwischen dem wie das in Deutschland meist gehandhabt wird und dem was ich im Himalaya und mit dem südamerikanischen Schamanismus erfahren durfte und selber auch praktiziere.
    So habe ich bei uns hier, vorallem die Form kennengelernt mit einem monotonen Trommelrhytmus zu arbeiten, Gesang spielt meist keine Rolle - außer dass vielleicht nach einer schamanischen -Reise irgendwann spirituelle Lieder gesungen werden.

    Ich nutze Gesang und Trommelrhythmen für die unterschiedlichsten Zwecke. Wesen anrufen, Schutz, Schadgeister weg bringen, etc. - aber immer häufiger und auf was ich hinaus will, ganz essientiell um Störungen im Informationsfeld eines Menschen in seine natürliche Ordnung zu singen. Dazu habe ich verschiedene traditionelle Gesänge, auch Kern (Bija) Mantren, aber auch Ober- und Untertongesang, sowie sich in Trance ergebende Töne und Klänge, welche manchmal auch seltsam klingen können. Verschiedenste Klänge aus dem Tierreich werden die nächste Variante für mich sein - in Ansätzen hatte ich schon damit zu tun.
    Sowohl aus Nepal, als auch Südamerika kenne ich es so, das Stunden lang gerasselt, getrommelt und gesungen wird. Bedeutsam finde ich für mich immer mehr, dass sich viele Klänge , Töne - Wortsilben aus den Mantren des Himalaya, mit den Icaros aus Südamerika seltsam gleichen.
    Ich frage mich ob es sich hier ebenfalls um eine Gemeinsamkeit im Schamanismus handelt, wie der Seelenflug, das Geschüttelt werden oder Ekstase.
    Wie seht und erlebt ihr das ?

    Ergänzung: Gibt es für euch Unterschiede bei der Verwendung verschiedener Instrumente ?

    In Nepal kommen zusätzlich zur Trommel und Gesang auch Glocken, Klangschalen, Zimbeln, Muschelhörner, Schädeltrommeln und Metalltellertrommel zum Einsatz.

    Klangschalen bei bestimmten phsychischen Erkrankungen, Mesiingtellertrommel bei größeren Gruppenritualen, Muschelhörner um die Seele zurück zu rufen.

    Danke
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. August 2015
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  2. kona

    kona Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. August 2010
    Beiträge:
    5.254
    hoi : )

    bin ja nicht beruflich heilerin. bin musikerin. was ich hier beschreib tu ich nur für mich.

    habe durch meine obertonsing-praxis eine schöne art von klangsäule gefunden, die vokale im körper geordnet (hab ich nicht gesucht, das kam so zu mir) danach wie sie in der obertonreihe als grundklang hilfreich sind.
    also z b "a" für die terz, ist im herzbereich, "e" im kopfbereich mit einer höheren quinte, das "i" oberhalb des schädels für die höchsten obertönchens, die zu den sternen führen...
    "ü" als mantel aussenherum, von "u" bei den füssen via "ü" zum "i" des kronchakras gezogen. cozy : )

    es ist eine abwandlung des von thorsson (und meadows) propagierten "yggdrasil-baumes", ein 3D-modell der neun welten welches man in sich/um sich aufbaubaut. habe die welten mal weggelassen und nur mich den klängen und was dann so dazukommt gewidmet.
    so ist das für mich sehr eindeutig ordnend, stabilisierend und stärkend. und kann in verschiedene fliessrichtungen aktiviert werden.

    interessant am arbeiten mit klang ist auch, dass man in der vorstellung klänge herstellen kann die man selber nicht hinkriegen würde.
    ich kann als supertiefe männerstimme klingen, mit viel hall oder wenig, als chor oder als tierstimme oder als rauschen des windes, des wassers, knistern des feuers...
    den klang der runen bin ich am kennenlernen - das ist crazy - wow

    rasseln find ich super, die mag ich um die verklebungen im energiefeld "wegzuregnen".

    trommeln tun ich nicht, weil ich s nicht regelmässig genug hinkriege, das regt mich auf : D
     
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  3. Amarok

    Amarok Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    6.069
    Schönes Thema :)
    Bei dem "Pfad" der mich "gerufen" hat, spielt Musik und Klang eine wesentliche Rolle, um zu "arbeiten".
    Das Nur-Getrommel was durch den Core so "bekannt" ist, ist mir pers. zu einseitig und einschränkend.
    Je nachdem was ich vorhabe kommen dementsprechend auch Instrumente oder Klänge vor; das geht von Trommel, Flöten, Klanghölzer (spontan gefundene), mal Rassel; Steine, Roar usw quer durch die Reihe.
    Kann auch mal ne anders gestimmte Wandergitarre sein......

    Zu Gesang... auch das is unterschiedlich. Von Runennamen über Silben, oder Chaossprache is diverses dabei.
    Sehr gern auch Vogel bzw Tierrufe/laute allgemein. Oder mal Gutturalgesang.
    "klassische" Mantren eher weniger. Manchmal kommt es vor, dass dann bei einer Trance ein eigener Text entsteht, woraus ich dan ein "Weltenlied" komponier.
    Bei tieferer Seidrpraxis (kommt selten bei mir vor...) weiss ich nimmer, was/wie/womit da getönt wird.

    Was mir dabei allgemein aufgefallen ist:
    Wenn ich oder wir, draussen in Natur MIT Instrument & Klang werkeln, reagiert je nach Instr. auch die "reale" Tierwelt darauf.
    Das kann teils seeehr beeindruckend sein :)
     
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  4. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    @kona

    Finde ich spannend, bin nämlich zur selben Anordnung gekommen.

    Hier finde ich es interessant, dass es hier über einfache Konsonaten-Vokal-Kombinationen einen Link zwischen Bija-Mantren und Runenklängen zu geben scheint - etwas universelleres im Klangfeld.


    @wandervogel,

    Mit "klassischen" mantren habe ich auch weniger zu tun. In Nepal wird eben ganz viel als mantra bezeichnet. Jedoch sind das mehr Gesänge, die eben eine Menge an Bija's aus dem Sanskrit enthalten und vieles davon ist so vielschichtig an Inhalt und nur schwer zu übersetzen.

    Tatsächlich wenn ich sehr tief in Trance bin, weiß ich oft auch nicht mehr, was und wie ich getönt wurde.

    Danke
     
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  5. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    13.920
    Eigentlich nur in praktischer Hinsicht. Eine große Trommel kann ich beim besten Willen nicht auf meinen Wanderungen mitnehmen (ich mag ihren Klang einfach, wenn sie anfängt, zu singen...), ein paar sehr kleine, aber wirksame Rasseln passen dagegen in die Jackentasche. Khoomei würde ich bei entsprechender Schulung vermutlich hinkriegen (ich hab's mal probiert, als garantiert keiner zuhörte, prinzipiell funktioniert's...:D )

    Hmm, ist das wirklich verwunderlich? Der Schamanismus ist alt, sehr alt. Belegt sind durch Höhlenmalereien runde 40.000 Jahre. Mein Gefühl sagt mir: Der ist noch viel älter, geht vielleicht sogar bis Homo erectus zurück. Damit dürfte er auch in alle Welt "exportiert" worden sein und die Gemeinsamkeiten finden eine logische Erklärung... Hart beweisen kann ich das natürlich nicht...

    LG
    Grauer Wolf
     
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  6. Tide

    Tide Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hi Erdkröte! Eines anderen Menschen? Da bist ja rein intuitiv, das halte ich für sehr schwierig. Bei sich selber kann ich mir das vorstellen, man chantet etc, fühlt die RESONANZ, geht meditativ hinein, bis eine Klärung wahrzunehmen ist. Doch nun für einen anderen das zu erreichen, wenn dann ... Hut ab! ;)

    Ähm ja, ich selber, ... keine Töne, keine Instrumente, kein Ritual, just relaxen, Augen zu, ohne irgendwas. Praktisch, die Mini-Pocketversion. Ich sehe fließendes Wasser, quirl, whirl, ... und schon bin ich drin. Ich reise aber auch nur, mache keine traditionelle schamanische Arbeit.

    Was aber auch geht .... innere Töne hören. Probiere ich gerade.

    lg
     
  7. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

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    Trommelrhythmen spielen bei mir nur bei Besessenheitsritualen eine Rolle, dabei trommeln drei Trommler und nicht ich. Die Rhythmen sind dabei sehr wichtig.

    Ansonsten bannsinge ich (xoomej) und begleite mich dabei auf der Rahmentrommel. Rhythmus spielt dabei eine begleitende, untermalende Rolle. Monoton ist der nicht.
     
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  8. Tide

    Tide Sehr aktives Mitglied

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    Wie soll man das denn vorstellen? Wie die Orakeltänzer in Tibet, die mit den 200 kg schweren Hüten da auf? Musst nichts rechtfertigen, aber ich bin ja kein Schamane, erklärs mal dem interessierten Laien?
     
  9. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

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    Ich kanns mit Hunabegriffen gut erklären, es gibt mEn mehrere Formen der Besessenheit. Durch ein Mittleres Selbst, durch ein Unteres Selbst, durch eine Kombination aus beiden und eine Form, in der das Aumakua durch den Besessenen handelt und spricht. Letztere Form ist die, die ich eigentlich meinte - jedenfalls ist es so in Hunabgeriffen am leichtesten zu erklären ohne mit allzuvielen Details meiner Religion ums Eck kommen zu müssen. Mit den anderen drei Formen habe ich gelegentlich zu tun, wenn ich zu unkontrollierten Besessenheiten hinzugezogen werd.
     
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  10. Sobek

    Sobek Sehr aktives Mitglied

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    So, zum Thema wie man sichs vorstellen soll. Es sind immer drei Trommler, die dafür benötigt werden - die Rhythmen sind sehr alt und werden angewendet, die einzelnen Wesenheiten herabzurufen, in die Tänzer hinein. Mit Kostümen wird dabei auch getanzt, allerdings meistens erst dann, wenn der Besessenheitszustand erreicht ist - oft genug auch schon vorher. So gewichtig wie die tibetischen Paraphernalien sind die nicht, aber im Grunde erfüllen die denselben Zweck.

    Das ist nicht wirklich "schamanisch", wenn ich den Begriff eingeengt auf die hier im Forum handelsübliche Form reduziere. Besessenheitsschamanismus ist nicht "sauber" und westlich leicht verdaulich, wie es die FSS-lastigen Techniken sind. Wahrscheinlich ist Erdkröte einer der wenigen hier, die diese Schamanismusform aus erster Hand kennt. In den nepalesischen Schamanismen ist diese Art der Trance nicht unbekannt.
     
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