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"Trauerarbeit"???

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Ulien, 16. September 2013.

  1. Ulien

    Ulien Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2005
    Beiträge:
    2.465
    Ort:
    ~ Oche wa?
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    Moinmoin Ihr`s,

    die Mum ist nu schon fast 2 Monate gegangen. Nach anfänglich sehr großer Traurigkeit kam die Phase "das Leben geht weiter".....
    Seit 2 Wochen kommen immer wieder Situationen die als Erstreaktion den Griff zum Telefonhörer :" Ich muss Mama anrufen und ihr das erzählen..."
    Und dann wird es jedesmal wieder elendig traurig. Auch bin ich nun krank geworden und ich denke ich verkrafte den Tod der Mama nicht wirklich...

    Frage an Euch die schon einen geliebten Menschen gehen lassen mussten oder vielleicht auch Fachfrau/mann : Ist das normal?

    Für mich denke ich ist das ganze ein Berg den ich nicht beiseite zu schaffen weiß....immer wieder träume ich von dem Moment als ich sie in den Armen hielt, küsste und ihr sagte dass sie nun gehen darf und sie gehen solle wenn sie mag......ein Trauma.... zu sehen wie die Anzeige auf dem Monitor die Vitalfunktionen rückwärts zählte....wie alle Farbe aus der Haut wich.... wie schnell.... keine Minute dauerte das...
    Diese Bilder verfolgen mich elendig... Normal? Was kann ich tun?

    Traurige Grüße vom Ulien :alien:
     
  2. SunnyAfternoon

    SunnyAfternoon Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. September 2011
    Beiträge:
    14.651
    Ort:
    Hallo Ulien :umarmen:

    mach Dir keine Sorgen, das ist ganz normal!

    Speziell in den ersten Monaten wird man immer wieder durcheinandergewürfelt, es wird einem nach der ersten "Geschäftigkeit", die mit dem Tod eines Menschen verbunden ist, mit jedem Tag bewusster, dass der geliebte Mensch nie mehr wieder zurückkommt, und das tut unendlich weh.

    Ich kann mich erinnern, ich hab nach dem Tod meines Mannes 1/2 Jahr lang jeden Abend das Handy angestarrt und auf seinen Anruf gewartet (er war damals im Ausland und hat mich immer abends angerufen)...

    Vielleicht hilft Dir das Buch von Doris Wolf: "Einen geliebten Menschen verlieren".
    Da werden die Trauerphasen sehr gut beschrieben, die man durchlebt. Mir hats sehr geholfen.
    Ansonsten hilft einfach auch der Austausch mit anderen, die das Gleiche schon mal durchgemacht haben.

    Ich bin übrigens 2006 auf dieses Forum gestoßen, nachdem ich innerhalb von 3 Jahren meinen Mann, meine Mum und meinen Sohn verlor.

    Ich habe hier sehr viel Hilfe und Unterstützung erfahren, es hilft manchmal auch schon, sich den Schmerz von der Seele zu schreiben, weil nach einigen Monaten können Freunde und Bekannte das "Gejammer" oft nicht mehr hören bzw. verstehen sie oft nicht, dass man noch nicht darüber weg ist.

    Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft für die schwere Zeit, aber ich kann Dir versichern, der Schmerz geht zwar nie ganz weg, aber er wird eines Tages erträglicher und irgendwann kann man mit einem Lächeln an die schöne Zeit zurückdenken, die man mit dem geliebten Menschen verbracht hat.

    Alles Liebe
    Sunny
    :trost:
     
  3. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.284
    wie alt bist Du denn?
    Trauer lebt jeder unterschiedlich, trotzdem gibt es Trauerphasen die man durchleben muss.
    Seine Mutter in jüngeren Jahren zu verlieren kann schwerer sein.
    Hast Du eine beste Freundin, oder eine Vertrauensperson.?
     
  4. ashes

    ashes Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. August 2009
    Beiträge:
    3.272
    Ort:
    BinD
    Hallo Ulien,
    erstmal: ja, das ist 'normal'. Naja... nach dem Tod eines Elternteils oder überhaupt eines nahen Familienmitgliedes ist ja nichts mehr so wirklich normal. Es ist doch erst 2 Monate her....

    Als mein Onkel starb hab ich gleichzeitig eine Vaterfigur und einen sehr guten Freund verloren. Ich habe ihn in seiner letzten Zeit intensiv begleitet und war auch bei seinem letzten Atemzug da und habe seine Hand gehalten. Für mich (und für Onkelchen wohl auch) war das sehr wichtig. Ich konnte ihm einen letzen Liebesdienst erweisen.

    Diese Szene ist mir im Gedächtnis erhalten geblieben und das ist gut.

    Mir ging es auch so, daß ich ihn anrufen wollte. Oder wenn das Telefon klingelte dachte ich, daß er es sein könnte. Ich hatte lange Zeit auch noch Träume, in denen er vorkam.

    Es ist nun schon über 7 Jahre her und der Schmerz ist noch da, aber ruhiger geworden. Ich hab so ein paar Rituale, die mir helfen... und manchmal muß ich auch lachen, wenn ich mir vorstelle, was er zu der einen oder anderen Sache sagen würde *gg*. Er mochte Tulpen so gerne... im Frühjahr stehen häufig welche da.. für ihn.
    Ich hatte mich damals auch für eine zeitlang therapeutisch begleiten lassen, das hat mir sehr geholfen. Vielleicht ist das auch etwas für dich..?

    Ich wünsche dir viel Kraft
    LG ashes
     
  5. unsichere

    unsichere Mitglied

    Registriert seit:
    22. August 2012
    Beiträge:
    89
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    Hallo,
    die Trauer hat keinen festen Zeitplan, jeder Mensch trauert unterschiedlich und auch unterschiedlich lang.
    Früher gab es das gewisse Trauerjahr. Heutzutage verlangt unsere Gesellschaft viel zu schnell wieder "normal" weiterzumachen und nimmt keine Rücksicht. Aber nehme Dir alle Zeit der Welt, Du wirst irgendwann merken wie sich die Trauer verändert. Und zwei Monate sind doch noch sehr frisch. Es dauert alles zu realisieren und vorallem zu verarbeiten. Anfangs schützt uns ein Schockzustand und allmählich löst sich dieser und lässt die Trauer zu, soviel wie wir und unser Körper gerade verkraften würden. Ich möchte nicht sagen, das die Zeit alle Wunden heilt, weil das macht sie nicht. Wir lernen nur mit dem Schmerz zu leben. Es ist vergleichbar mit einer Narbe, sie ist da und wird uns unser ganzes Leben an das Geschehene erinnern, aber sie blutet nicht mehr frisch. Wir lernen mit ihr zu leben und so nehmen wir auch eines Tages die Trauer und den Verlust an. Aber das ist ein langer Weg.
    Ja, ich empfinde das alles als völlig normal. Grübel nicht soviel über das was jetzt richtig oder falsch ist. Du kannst gar nichts falsch machen.
    Weiterhin viel Kraft für Dich und alles Gute.
     
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