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Tod Aber Kein Recht Auf Ruhe

Dieses Thema im Forum "Sterben, Tod, Leben nach dem Tod" wurde erstellt von seelenauge, 13. Januar 2006.

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Sollen Komapatienten oder Todkranke unbedingt am Leben erhalten werden?

  1. Ich bin dafür Technik auf jeden Fall einzusetzen

    5,0%
  2. Ich bin für die Befreieung der Seelen. Laßt Todgeweihte auch gehen.

    82,5%
  3. Darüber muß ich mir erst mal meine Gedanken machen

    12,5%
  1. seelenauge

    seelenauge Mitglied

    Registriert seit:
    25. September 2005
    Beiträge:
    111
    Ort:
    NRW
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    Hallo Leute, Ich finde es grauenvoll, dass Menschen, die im Koma liegen, am Leben gehalten werden. Oder Menschen, die totkrank sind, durch die Medizin am Leben gehalten werden. Sie haben schon längst mit dem Leben abgeschlossen, müssen aber weiterleben, nur weil die Technik, ihnen die Ruhe nicht gönnt. Wie lange wollen wir die Seele in einem Körper gefangen halten?
     
  2. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Hallo,

    es ist ja nicht so, dass alle Patienten auf jeden Fall am Leben gehalten werden. Es ist oft genug so, dass Patienten, die nicht mehr von einer tödlichen Krankheit geheilt werden können, nur noch palliativ beahndelt werden, d.h. ihnen werden die Schmerzen so weit wie möglich genommen, bis sie sterben, was aber nicht mehr direkt verhindert wird, weil es nicht möglich ist. Die Sterbehospizen und Palliativstationen in Krankenhäusern sind gefüllt.

    Die Frage ist jetzt: Wenn es möglich ist, jemanden am Leben zu erhalten, sollte das auch getan werden? Wo ist die Grenze zwischen "diesen Menschen erhalten wir am Leben" und "diesen Menschen lassen wir sterben" (vorrausgesetzt es existiert keine Patientenverfügung)? Es gibt sehr vereinzelte Fälle von langjährigen Komapatienten, die wieder aufgewacht sind und sogar ein halbwegs normales Leben wieder aufgenommen haben.

    Die Entscheidung, wie behandelt wird, wird ja nicht nur von Ärzten getroffen. Wenn Du im Notfall nicht an die Geräte angeschlossen werden willst, kannst Du (zumindest in den USA ist das so) eine Patientenverfügung erstellen. Das ist ein Formular, in dem Du festlegen kannst, welche Lebenserhaltenden Maßnahmen für Dich erlaubt und welche verboten sind. Wenn Du das nicht hast, werden Deine nächsten Angehörigen gefragt. Ich weiß jetzt aber nicht, was passiert, wenn Du da keine hast, die sich dafür zuständig fühlen.

    Viele Grüße
    Joey
     
  3. lichtbrücke

    lichtbrücke Guest

    Hallo seelenauge

    Komapatienten sind nicht tot. Vielleicht durchlebt die Seele eines Komapatienten noch wichtige Erfahrungen? Wer kann das wissen bzw. beurteilen? Ich habe unlängst im TV einen Bericht von einer Komapatientin gesehen, die zuhause gepflegt wird. Sie reagiert intensiv, wenn "ihr" Therapiehund sie besucht.

    Auch sonst besteht die Möglichkeit, "im Vorfeld selbst schon etwas zu tun", nämlich lebenserhaltende Massnahmen abzulehnen.

    Mit Licht und Liebe :)

    lichtbrücke
     
  4. Mariposa

    Mariposa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2004
    Beiträge:
    2.763
    Ort:
    Mitten in einem Mohnblumenfeld auf dem Planeten Ve
    Dann muss man sich aber auch fragen: Verlängert man dadurch das Leben oder das Sterben?

    Alles hat immer zwei Seiten. Ich wollte - sollte ich in eine solche Lage geraten - lieber, dass man die Apparate abstellt.
     
  5. Imena

    Imena Guest

    Ich habe mir für den Fall der Fälle eine Patientenverfügung verfasst!
    Als ich aber auf der Intensiv lag, sagte mir eine der Schwestern, dass auch dann, wenn solche Verfügungen verfasst wurden, das nicht automatisch heissen muss, dass die Ärzte darauf auch Rücksicht nehmen!
    Das finde ich schlimm!!!!
    Ich habe wirklich keine Lust am Ende jahrelang im Wachkoma oder so zu liegen...und meiner handvoll Verwandter die ich habe, noch eine Last am Bein zu sein!:(
     
  6. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
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    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
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    Woher willst du wissen ob sie wirklich mit dem Leben abgeschlossen haben?
    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Ich finde es grausam, wenn jemand eine Situation anderer beenden will, nur weil er sie selber als grausam empfindet.
     
  7. Ghostwhisperer-999

    Ghostwhisperer-999 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. November 2005
    Beiträge:
    2.067
    Ort:
    Saarland
    Kann verstehen, dass es zu diesem Thema viele Meinungen gibt, es betrachtet ja auch jeder auch einer anderen Perspektive.

    Was ist denn mit denen, die wirklich nicht mehr wach werden und man weiss es ? Oder im Falle sie werden wach, sind aber so behindert, dass ein normales Leben nicht mehr vorstellbar ist ? Hält man da die Seele nicht gefangen ?

    Oder sehen wir den Fall Terry Shiavo, is ja nicht allzu lange her...

    Im Grunde war es richtig, diese Frau endlich sterben zu lassen, nur die Art und Weise war nicht ok. Einfach keine Nahrung mehr zuführen ist nicht in Ordnung, das würden wir nicht mal einem Tier zumuten.

    Ich hab schon Koma-Fälle gesehen, da wurden die Maschinen nach drei Tagen abgestellt, ohne Verfügung.
    Was hat die Ärzte da so sicher gemacht ?
    Und was macht sie bei anderen nicht so sicher ?

    Am einfachsten scheint eine Verfügung zu sein, die Ärzte müssten verpflichtet sein, nach dieser zu handeln.
     
  8. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Das ist aber auch wieder eine ethische Frage? Was ist normales Leben? Welche Arten von Behinderungen sind gemeint?
     
  9. Seelenfluegel

    Seelenfluegel Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. August 2003
    Beiträge:
    1.716
    Ort:
    Donnersbergkreis
    Ein kleiner Einwurf:



    Wenn die Seele den Körper nicht mehr will, verlässt sie ihn. Heutzutage ist das aufgrund von Regelungen im Namen der der Moral und Nächstenliebe nicht mehr so einfach.

    In alten Kulturen zogen sich die Alten, wenn es "soweit" war, zurück und durften sterben.

    Heute: Menschen, die sterben wollen, dürfen nicht sterben. Aber gleichzeitig darf man sich langsam umbringen; z.B. durch Zigarettenrauchen.

    Gefolgert aus diesen Aspekten:
    Schnell sterben ist verboten, langsam sterben erlaubt?


    illusionsaufdeckende Grüsse


    Christian
     
    east of the sun gefällt das.
  10. Ninja

    Ninja Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    5.672
    Ort:
    Salzburg
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    Ich empfinde dieses Thema auch so, daß jeder hier seine eigene Meinung hat, aus seiner Perspektive es sieht und ist auch gut so, solange jeder tolerant genug ist dem anderen seine Meinung zu belassen bzw. zu akzeptieren.
    Ich persönlich empfinde Komapatienten nicht als Tote, eigentlich war die Menschheit auch dankbar für den medizinischen Fortschritt und ich denke (wahrscheinlich aufgrund meines Berufes und der Erfahrung) auch an all die Angehörigen, die natürlich hoffen daß ihre Lieben wieder erwachen, sah schon viele Eltern am Bett ihrer Kinder, die darum baten daß die Maschinen schon noch weiter gehen.
    Falls mich persönlich mal so was betreffen sollte, kann ich nur sagen, daß es mir persönlich egal ist ob die Maschinen an oder aus wären, es liegt dann nicht in meinen Händen, wenn die Zeit da ist zu "gehen", ist sie es.
    Vielmehr geht es hier vielleicht um die Art zu sterben, vielleicht haben manche Angst, daß sie was "bewußt" im Koma mitbekommen könnten, vielleicht Schmerzen haben, vielleicht ist das der Grund warum es hier oft so hitzige Debatten gibt.

    Schönen Abend wünsch ich Euch:)
    Ninja
     
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