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Tierliebe und die damit verbundenen Qualen

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von denali, 16. Dezember 2013.

  1. denali

    denali Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. November 2013
    Beiträge:
    6
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    Vor einigen Wochen ist meine 16-jährige Hündin gestorben. Ich abe sie vor 15 Jahren aus Kuba mitgebracht und eigentlich war sie immer mit mir. Das hat sehr weh getan. Ich habe noch einen 2. Hund, den ich aus Ungarn gerettet habe, auch er ist schon älter. Da ich in Ungarn ein Bauernhaus habe, hat es sich so ergeben, dass ich im Laufe von 12 Jahren im wieder Tiere dort (Hunde, Katzen) aus verschiedenen Gefahren gerettet habe und gut vermitteln konnte, so wie auch selbst Katzen bei mir aufgenommen habe. Ich weiss, dass die Leute dort auf dem Land die Beziehung zu den Tieren differenzierter sehen als in der Stadt. Die Nachbarn in Ungarn hatten immer Hunde draussen, aber zumindest ging es ihnen nicht schlecht. Aber vor ein paar Monaten ist wieder mal ein Hund von ihnen gestorben und der Enkelsohn hat ihnen sofort wieder einen jungen Hund von ca. 1 Jahr geschenkt. Dieser Hund war herzensgut, eber nur sehr verspielt und ein bisschen wild. Die Leute sind älter und kommen schwer damit zurecht. Sie habe neben 2 Söhnen auch eine Tochter, welcher kinderlos und beziehungslos ist und sie hat im September bereits angeündigt, dass sie den Hund eine Chance von 3 Monaten gibt oder ihn töten lässt. Ich habe mich angeboten, ihn zu nehmen und einen Platz für ihn zu finden. Sie hat das abgelehnt und mich gemahnt, nicht in ihre Angelegenheiten zu mischen.
    Da ich nicht jede Woche dort bin und vergangenes Wochenende wieder dort war, musste ich feststellen, dass der Hund nicht mehr dort war. Andere Nachbarn haben mir gesagt, er wurde weggebracht. Ich sehe jetzt den Hund tot oder ausgesetzt vor mir, was auch immer, diese Frau wird es mir nicht sagen oder mich belügen.
    Ich quäle mich seitdem und finde keine Ruhe. Ich kann nichts dagegen tun, ich bin so. Ich fühle mich in dieser Welt manchmal und immer öfter fehl am Platz. Ich hatte zu dem Hund ein emotinale Bindung, habe ihm manchmal Lekkerlis gebracht. Er war so dankbar und wollte nur Liebe. Mir ist, als hätte ich ihm was böses getan und mache mir Vorwürfe, dass ich nicht gerade zu diesem Zeitpunkt vor Ort war.
    Ich kann schwer umgehen mit dem Leid, was auf der Welt geschieht, die Menschen die von Konzernen ausgebeutet werden wie die Kinder in Afrika und Südamerika von Nestle, die Tiere, die sinnlos gequält und getötet werden.
    Ich habe das Gefühl, dass die Welt für mich immer sinnloser wird.
    Ich bin verheiratet und meine Frau liebt mich, hat aber in diese Richtung nicht den Tiefgang, mich zu verstehen, deshalb habe ich auch keine Möglichkeit meine Gefühle, Trauer und Verdruß zu äußern.....
     
  2. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.856
    Ort:
    An der Nordsee
    Also die Aussage dass deine Frau nicht genügend "Tiefgang" hat um dich zu verstehen finde ich schon heftig. Ich gehe einfach mal davon aus, dass sie schließlich keine Psychotherapeutin ist.

    Auf die Idee dass dein Verhalten vielleicht nicht so ganz gesund ist bist du wohl noch nicht gekommen.

    Du kannst nicht die Welt retten und auch nicht jedes Tier. Ja, es ist schlimm was Menschen zum Teil miteinander und mit anderen Kreaturen machen, aber das ist einfach nicht zu verhindern. Sich alles Elend der Welt anzuziehen, es fast persönlich zu nehmen und darunter zu leiden ist nicht gesund und spricht für eine Depression.

    R.
     
  3. JohannB

    JohannB Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. März 2013
    Beiträge:
    1.059
    Piyajatika Sutta: From One Who Is Dear

    So wie angenehmes vergeht, vergeht auch unangenehmes. Geduld! Weder gut noch schlecht sind sicher.
     
  4. fhedor

    fhedor Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. März 2007
    Beiträge:
    940
    Ort:
    München >< Ingolstadt
    Hallo denali,

    sehr berührend, deine Geschichte!

    Ich fühle mich auch immer tief berührt, wenn ich das monatliche Vereinsmagazin von Pro Animale für Tiere in Not lese.
    Die Frau Wothke, die Begründerin des Vereins, schildert dort immer sehr bewegende Rettungsgeschichten von geschundenen Tieren - egal ob jetzt von Hunden, Katzen, Kamelen, Schweinen oder Kälbern.

    Und wie sie manchmal unter stärksten Herzenspein eine Auswahl treffen muss, weil die Gelder des Vereins begrenzt sind und eben nicht ausreichen, um alle geschundenen Tiere in der zu entscheidenden Situation freikaufen zu können.

    Ich bewundere sie immer wieder aufs Neue!!!!

    Ich finde, sie und ihre Tochter und die vielen, vielen Helfer leisten Großartiges!!!

    Hier ist die Web-Site (http://www.pro-animale.de), falls du mal schauen magst.

    Dieser Verein ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus aktiv --> http://www.pro-animale.de/seiten/weitenwege.html... und aktiviert immer wieder Tierfreunde in neuen Ländern zur Mitarbeit.
    Vielleicht magst du ja mal Kontakt aufnehmen... wie man auf der Karte sehen kann, ist Ungarn noch nicht dort verzeichnet... und vielleicht ergibt sich aus dem Kontakt für dich was?!

    Das jüngste Projekt "Copernika" von ihr (ein riesiges Gelände für ein artgerechte Hundeleben... gleich nach der Grenze zu Polen) habe ich auch sehr bewundert.

    [​IMG]
    [​IMG]

    Hier könntest du das Spezial-Vereinsmagazin als pdf-Datei herunterladen über die Entstehungsgeschichte dieses besonderen Projektes mit ausführlicher Bebilderung und berührender Kommentierung!!!

    Würde mich freuen, wieder von dir zu hören.

    LG fhedor
     
  5. Hedonnisma

    Hedonnisma Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2010
    Beiträge:
    16.864
    Ja, sowas würde mich auch wurmen.

    Ich kann dir das absolut nachfühlen. :umarmen:
     
  6. Garfield

    Garfield Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2007
    Beiträge:
    9.770
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    Also deiner Frau vorzuwerfen sie hätte nicht den TIEFGANG dich zu verstehen weil sie sich nicht wegen Dingen fertigmacht die sie nicht ändern kann wie du das tust finde ich schon daneben...

    Weil du stellst damit alle Leute die nicht emotional halb mit draufgehen wenn sie irgendwo ein Leid sehen als Oberflächlich hin.

    GERADE als Helfer ist es nötig genug Abgrenzungsvermögen gegenüber dem was man nicht ändern kann mitzubringen. Oder meinst du daß zB Katastrophenhelfer zu irgendwas nütze wären wenn sie vor lauter Mitempfinden über all das Elend selbst nur noch in der Ecke hocken und rumheulen?
    Die Abwesenheit der Fähigkeit sich von Elend nicht runterziehen zu lassen als wertvolle Errungenschaft hinzustellen ist ganz schön dreist.

    Du bist nun so gepolt. Ich kann auch verstehen daß du damit ein Problem hast und es dich beschäftigt. Wenn du darüber ernsthaften Gesprächsbedarf hast und deine Frau dafür nicht zur Verfügung steht, aus welchen Gründen auch immer, dann wird sich sicher eine andere geeignete Person finden lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2013
  7. denali

    denali Neues Mitglied

    Registriert seit:
    12. November 2013
    Beiträge:
    6
    Danke an fhedor, 0Bettina und JohannB für die tröstenden Worte !!!
    @fhedor, ich werde mich selbstverständlich über Deine Anregungen informieren !! Danke ! ich weiß, es gibt doch viele, die was tun und wohl auch Niederlagen erleiden müssen !
    Ich kenne mittlerweile Menschen in Ungarn, Madeira und der Slowakei, die sehr engagiert sind und auch immer wieder aufgebaut werden müssen !

    @Garfield und Ruhepol, ich gebe zu, dass nicht alle meine Worte angemessen sind und wahrscheinlich auch nicht hierher gehören, das war wohl auch unfair gegenüber meiner Frau. Aber wie auch richtig erkannt, wenn man sich bei gewissen Dingen nicht mitteilen kann, dann ist es manchmal schwer, alles mit sich selbst auszumachen, besonders wenn man älter wird.
    Ich sitze in keiner Ecke, heulen tu ich schon hin und wieder, aber dafür schäme ich mich nicht und es tut auch mal gut !!!
    Ja, es kommt mir vieles sinnlos vor und manchmal verliere ich auch den Mut, aber ich bin mir sicher, jemand, ob Mensch oder Tier braucht wieder mal meine ganz individuelle Hilfe !
    Es gibt Gutes auf der Welt und viel Böses, aber das Schlimmste für mich ist die Gleichgültigkeit, sie ist das Mass aller Dinge und begünstigt das Böse.

    Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, Gesundheit und ein erfolgreiches, neues Jahr und bedanke mich für positive Gedanken, die mit mir sind !!
     
  8. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    21.928
    Ort:
    VGZ
    Schau doch mal in dieses Forum

    Tierliebe


    Es gehoert auch unseren Administratoren und dort sagt dir niemand, du seiest mit deinen Worten Fehl am Platz.:)
     
  9. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.831
    Ort:
    Wien
    Dein Hund ist gestorben und Du trauerst, das ist ganz normal.
    Deine Frau wird anderes mit der Situation umgehen, vielleicht weiß sie auch nicht, wie sie Dir helfen kann, das ist oft so, daß die Angehörigen unsicher sind und vielleicht in guter Absicht etwas sagen, wodurch ein trauernder Mensch den Eindruck gewinnen kann, daß der andere uninteressiert oder sogar gefühllos ist. Das ist aber nicht so. Vielleicht ist Deine Frau selber auch sehr traurig und will es nur nicht zeigen, weil sie glaubt, daß sie auch für Dich stark sein muß. Oder sie hat nicht gelernt, mit sowas umzugehen. Es kann hundert Gründe geben, die nichts mit Tiefgang zu tun haben, also unterstell Deiner Frau das nicht, ihr liebt Euch, also redet darüber.

    Durch selbst erlebtes Leid empfindet man manchmal auch das Leid von anderen stärker, da mischen sich die eigenen Gefühle mit rein. Die Welt ist voll mit furchtbaren Dingen, Gewalt, Ausbeutung, es ist schon nicht so leicht, damit umzugehen, wenn es einem gut geht, aber wenn man gerade selber leidet, kann es einen umwerfen. Daß Dich die Sache mit dem Hund der Nachbarn so mitnimmt, ist verständlich, sowas ist für sehr viele Menschen schlimm, aber Dich nimmt es in der Situation besonders mit. Du trauerst um zwei Hunde.
    Du kannst nichts dafür, daß der Hund fort ist, mach Dir keine Vorwürfe. Diese Frau hat Dir klar gesagt, daß sie ihn Dir nicht gibt, Du hättest nichts tun können, selbst, wenn Du da gewesen wärst.

    Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, um um Deinen Hund zu trauern, gib Dir auch den Raum dafür, also nicht auf andere schauen und anderes Elend, Du kannst nicht alles in Ordnung bringen, das ist jetzt auch nicht dran, sondern Du und Dein Hund, Deine Trauer. Danach hast Du auch wieder Kraft und kannst anderen helfen, dann wird es Dir auch ein bißchen Trost sein, dafür ist es jetzt aber noch zu früh. Du und Dein Hund, Ihr wart 15 Jahre lang ein Team, das ist nicht nach ein paar Wochen gegessen. Lass Dir Zeit.
     
  10. Brigikatze

    Brigikatze Mitglied

    Registriert seit:
    30. Mai 2007
    Beiträge:
    73
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    Wien
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    Lieber Denali!

    Also dieses Wort "Tiefgang" finde ich nun nicht so schlimm! Warum sich hier einige gleich so brüskieren, kann ich nicht so ganz verstehen - da habe ich wahrscheinlich nicht den nötigen Tiefgang.

    Viele Menschen können sich halt leider nicht so einen anderen hineinversetzen. Deinen Schmerz mit dem ungarischen Hündchen verstehe ich - es lässt Dich der Gedanke nicht los, was aus ihm geworden ist. Und die Eltern der Frau, die eigentlichen Eigentümer des Hündchens, sagen Dir nicht, wo das Hunderl jetzt ist??? Aber da hast Du recht: Wenn es nicht mehr lebt, werden sie es Dir nicht sagen, und wenn sie etwas anderes sagen, so ist dies kein Indiz dafür, dass sie die Wahrheit sagen.
    Lieber Denali - ich verstehe solche Menschen auch nicht, glaube mir das. Und es gibt viele, die genau so denken. Aber es gibt ja soooooooooooooo viele, die anders denken, für die ein Leben einfach nicht zählt - ob Mensch, ob Tier, es ist ihnen egal. Wenn ich da an die vorwiegend im asiatischen Raum lebenden Menschen denke, wird mir manchmal ganz schlecht. Denn während wir hier sitzen und im Forum schreiben, während wir auf den Autobus warten, während wir das Haus putzen oder fernsehen oder einen Geschäftsbrief verfassen, sitzen irgendwo am anderen Ende der Welt kleine Hündchen, Katzen oder was auch immer für Tiere in Töpfen und werden bei lebendigem Leibe gekocht, weil es so gesund sein soll, das bis zum elendiglichen Tod dieser armen Wesen ausgeschüttete Adrenalin zu sich zu nehmen. Ich fühle mich so ohnmächtig vor Wut und Traurigkeit, dass ich es gar nicht sagen kann. Und man weiß das alles und kann trotzdem nicht wirklich etwas dagegen tun.
    Und so geht es vermutlich auch Dir. Du denkst jetzt darüber nach, wie Du dem plötzlichen Verschwinden des ungarischen Hundes hättest entgegensteuern und ob Du es mit irgend welchen Aktionen hättest verhindern können. Dabei hast Du Deine Hilfe angeboten! Ich verstehe es auch nicht, warum sie Dir den Hund nicht gegeben haben! Für manche ist so ein Viecherl einfach nur ein Gegenstand, den man wegwirft (und wenn man im "Österreichischen Recht" stöbert, so ist ein Tier auch hier leider nur eine Sache und nicht mehr).

    Darf ich Dich etwas bitten? Könntest Du, falls Du von dem Hund etwas Positives in Erfahrung bringst, ich meine, dass er einen feinen Platz gefunden hat, es hier posten? Vielleicht geht es dem Kleinen ja gut?!
    Andererseits geht es ihm im Himmel eigentlich eh am besten. Es tut mir halt so leid um ihn. Wenn er dort ist, weiß er aber von Dir und dankt Dir für Deine guten Gedanken an ihn, glaube mir das.

    Alles, alles Liebe
    und vielleicht lösen sich Deine Sorgen ja bald auf und machen einer großen Freude Platz!!!

    Brigikatze
     
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