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Thorwald Dethlefsen - Astrologe und Esoteriker - Rezension

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von volkerschendel, 17. August 2004.

  1. volkerschendel

    volkerschendel Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2004
    Beiträge:
    78
    Ort:
    Isernhagen
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    Hallo alle, einiges zu Thorwald Dethlefsen, dem Esoteriker und Astrologen,

    Rezension von Angelika Koller: Thorwald Dethlefsen, Die Reinkarnationstherapie und Kawwana, ein Beitrag zur Psychotherapie- und Religionsgeschichte

    ISBN 3-8334-0970-3

    Book on Demand GmbH Norderstedt , Tel: 040 / 53433511

    Diese biographische Studie zu lesen war für mich ein absolutes Muss, da ich Dethlefsen seinerzeit als Regisseur der Ödipustrilogie in Hannover im Theater am Aegi erlebt hatte. Darüber hinaus ist mein Astrologielehrer Nicolaus Klein langjähriger Mitarbeiter und auch Schulkamerad von Dethlefsen gewesen.

    In dieser Studie Hintergründe über die Entwicklung dieses doch recht bekannten Esoterikers und Astrologen zu erfahren war also unumgänglich.

    Frau Koller legt natürlich keine Weltliteratur vor, aber eine phantastische Fleißarbeit, wo eigentlich, bis auf die ganz privaten Hintergründe des Privatmannes Dethlefsen sehr sehr viel an Information geboten wird. Daß Rüdiger Dahlke als Schwager von Dethlefsen sich zu den privaten Verhältnissen nicht äußert ist nachvollziehbar. Auch Nicolaus Klein ist an dieser Stelle sympathisch zurückhaltend. Trotzdem ist es sehr spannend, die Interviews der Autorin mit verschiedenen Mitstreitern von Dethlefsen zu lesen.

    Mich hat natürlich diese ausführliche Interviewdokumentation des Interviews mit Nicolaus Klein fasziniert. Aber auch die Interviews mit anderen Mitstreitern in den frühen Anfangsjahren der Reinkarnationstherapie in München sind absolute Highlights.

    Das Werk ist gegliedert in zwei große Teile.

    Der erste Teil beschäftigt sich mit der Münchner Schule der Reinkarnationstherapie, der zweite mit dem Mythos von der Kirche Kawwana.

    Letzteres war nicht mein Hauptinteresse. Aber auch hier sind doch sehr viel Sachinformationen, die Transparenz schaffen und ein eigenes Urteil erlauben. Sehr viel wesentlicher erscheint mir die sehr präzise und im Detail nachgezeichnete Entwicklung des Schülers und späteren Psychologiestudenten Dethlefsen, der schon an der Schule kennzeichnend herausragte und bestimmte Charaktermerkmale zeigte, die ihn aus der Masse abhoben. Man bekommt ein Gefühl dafür, warum dieser Esoteriker letztlich monolitisch seinen Weg gehen musste. Schon die Einzelheiten seiner Schulzeit lesen sich durchaus unterhaltsam und spannend. Wichtig wird dann natürlich die sehr ausführliche Darstellung von Theorie und Praxis der Münchner Schule, der von Dethlefsen begründeten Reinkarnationstherapie und auch die Nachzeichnung seiner Entwicklung. Die Autorin hat zweifellos Recht, wenn sie darauf hinweißt, dass es ein Fehler wäre, Dethlefsen nach seinen Frühschriften zu beurteilen. Er macht, wie alle Wissenschaftler und Therapeuten, in seinem Lebensweg eine Entwicklung durch, weshalb man der Autorin nur dankbar sein darf, dass sie dieses Werk vorgelegt hat, um einen qualifizierten Einblick zu ermöglichen.

    Dass die privaten Hintergründe der Ehefrauen von Dethlefsen und seiner Privatsphäre geschützt bleiben, macht das Werk zusätzlich sympathisch.

    Herausragend sind die ausführlichen Dokumentationen der Gespräche der Autorin mit den Mitstreitern der ersten Stunde, nämlich Wendel, Meyer, Hößel, Eisenmann, Dorsch und vor allem Nicolaus Klein und Rüdiger Dahlke.

    Das Kapitel zur Reinkarnationstherapie verdient das Qualitätsmerkmal wissenschaftlich sauber und zeichnet sich dadurch aus, dass auch der Laie verstehen kann, auf welchen theoretischen Grundlagen diese Münchner Schule von Dethlefsen sich entwickelt hat und wie die Wissenschaft sich dazu verhalten hat.

    Es ist sicherlich richtig, dass die so genannte Wissenschaft der Hochschulpsychologie hier massive Defizite aufweist, was die Nichtbeschäftigung mit der Reinkarnationstherapie angeht.

    Das Werk birgt viele kleine Edelsteine der historischen Erkenntnis und wurde von mir mit großem Vergnügen gelesen.

    Diejenigen, die sich für die Kirche Kawwana und deren Hintergründe interessieren, werden ebenfalls mit fast
    200 Seiten Text vollständig bedient, mit dem Ausgangsselbstverständnis von Dethlefsen bis zur aktuellen Situation im Jahre 2004.

    Der Erwerb dieser Biographie eines herausragenden Esoterikers in Europa kann uneingeschränkt empfohlen werden. Besonders spannend ist dabei der Textteil, der aufzeigt, wie Dethlefsen und Nicolaus Klein im Kontext ihres Lehrers Wolfgang Döbereiner in München an die Astrologie herangeführt wurden.

    Für Eingeweihte der Astrologieszene ein besonderer Leckerbissen an dieser Buchstelle.

    LGr.
    Volker


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  2. jake

    jake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juli 2003
    Beiträge:
    5.379
    Ort:
    Graz
    Wie ja auch umgekehrt Döbereiner in den 6-bändigen Protokollen seiner Astrologielehrgänge (Eigenverlag Döbereiner) immer wieder die Beiträge von Dethlefsen und Klein im Verlauf der Kursdiskussionen transparent macht... immerhin hat er den beiden nicht den "Goldenen Kopierstift" verliehen wie später mal dem Hermann Meyer :)

    Alles Liebe, Jake
     
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