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"The Hunger Games" - Wie weit sind wir noch entfernt?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von ZeroEnna, 29. Januar 2012.

  1. ZeroEnna

    ZeroEnna Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2005
    Beiträge:
    200
    Ort:
    Bielefeld
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    Hallo liebe Community,

    dieses Essay möchte ich unter das Zeichen des Kinofilms "Die Tribute von Panem Teil 1" stellen, welcher ja im März in Deutschland anläuft.
    Die Frage ist, wie weit wir von den Namensgebenden Tributen und den Hungerspielen aus dem Film noch entfernt sind.
    Beginnen möchte ich mit dem gestrigen Samstag.
    Gestern Abend ging die sechste Staffel von "Ich bin ein Star, Holt mich hier raus" zu Ende. Was haben wir in diesem Jahr gelernt, abgesehen davon dass selbst ernannte Totenseher rot sehen bei roten Hosen? Dass aus einem "Spiel" ganz schnell Ernst werden kann, nämlich wenn die Sache aus dem Ruder läuft. Dann wird das "Spiel" ganz schnell zu einem Kampf auf Leben und Tod. Gut, so schlimm war es nicht, es wurde nur ein wenig Nass von oben und unten, aber was wäre, wenn es stärker geregnet hätte? Mit Sicherheit hätte es dann im gesamten Bereich des sog. Dschungelcamps massive logistische Probleme gegeben.
    Doch ich bin mir Sicher, anfang 2012 heißt es wieder "Kakerlakenalarm", und ich höre jetzt schon die Stimmen derer, die sich über "Ekelfernsehen" und dem "Bildungsniveau" beschweren. Ja, unsere Gesellschaft ist schon seltsam. Es fordert indirekt solche Sendungen ein, da der Anspruch an das Fernsehprogramm sinkt, aber werden dann die bedürfnisse erfüllt, wird sich beschwert.
    Nun, wie komme ich aber davon zu "The Hunger Games"?
    Vor einigen Monaten sah ich eine Aufzeichnung einer Serie aus den USA. "Conspiracy Theory with Jesse Ventura", so der Name der Show mit dem ehemaligen US-Gouverneur Jessa Ventura. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung der USA über "Skandale" und "Verschwörungen" aufzuklären. Eine dieser Episoden befasste sich mit dem Polizeistaat, einer Staatsform, die vorwiegend durch Gewalt, strenge Zensur und sonstigen, aus unserer Sicht untragbaren Zuständen (vgl. Nordkorea oder China). Nach Angaben dieser Show (die trotz allem als Unterhaltungsshow deklariert wird, obgleich die Inhalte durchaus nicht zu verachten sind).

    In dieser Show wurden die sog. FEMA-Camps angesprochen. Die FEMA ist eine Bundesbehördliche Katastrophenschutz- und Managementeinrichtung, die im nationalen Notfall, etwa einem Atomschlag autonom tätig werden kann (?)
    Die FEMA-Camps sind Einrichtungen die zum Schutz der Bevölkerung gebaut wurden, und in die sich die Bürger nach eigenen Angaben FREIWILLIG begeben KÖNNEN. Doch von außen sind sie Gefängnissen sehr ähnlich. Die Frage, die aufgeworfen wurde, war: "Was könnte man mit diesen Camps noch tun?" Eine der möglichen Antworten war, dass man dort "Regimekritiker" wegsperren könnte. Das klingt in einem zivilisierten Land wie den USA jetzt erstmal sehr seltsam. Doch ist es unmöglich? Angesichts der Berichte von polizeilichen Übergriffen und Angriffen auf Gefangene (hin und wieder auch mit rassistischem Hintergrund), und der teilweise brutalen Vorgehensweise der Cops ist es nur eine Frage der Zeit.
    Die Theorie ist folgende: kommt es zu einem Bürgerkrieg (was jedoch sehr unwahrscheinlich ist), wird die FEMA die Delinquenten unschädlich machen und für Ordnung sorgen.
    Soweit die "Fakten". Doch was hat das jetzt mit dem Bestseller von Suzanne Collins zu tun?

    Dazu machen wir mal einen kleinen Ausflug in die Geschichte des Buchs. Ich zitiere zu dem Hintergrund der Geschichte aus Wikipedia:

    Fassen wir also mal die Parallelen zusammen, bzw konstruieren ein Gedankenspiel.

    In naher Zukunft wird der Yellowstonepark teilweise ausbrechen, und daraus resultierende Erdstöße legen weite Teile des Landes in Schutt und Asche. Die FEMA wird daraufhin die Überlebenden in 11 Camps zusammenziehen. Da die Zustände dort jedoch menschenunwürdig sind kommt es zu Unruhen und bewaffneten Aufständen, die blutig beendet werden. Um ein Exempel zu statuieren wird eines der Camps niedergebombt, um die Macht der Regierung zu demonstrieren. Dies gelingt, und das Land wird von 52 Staaten in 10 Distrikte (im Buch waren es 13, wovon einer vernichtend geschlagen wurde, sodass es zu 12 sind) eingeteilt:

    [​IMG]

    Soweit so gut.
    Da das Fernsehen ja schon länger ein Schauplatz für allerlei seltsame Sendungen ist (Stichwort RTL Nachmittagsprogramm), denkt man darüber nach, wie man den Menschen, die der Regierung treu sind gute Unterhaltung liefern kann, und veranstaltet einmal im Jahr ein Großevent, um zu zeigen, das man die absolute Macht über das Volk hat. Stellen wir uns das der Einfachheit halber nicht in den USA sondern in China vor (wir können uns denken warum). Aus jedem der Distrikte werden Jugendliche in eine Arena geschickt, aus der nur einer von ihnen lebend entkommen wird. Ein großes TV-Event bahnt sich an. In der Arena werden die Tribute auf Schritt und Tritt überwacht (Stichwort "Big Brother", der größte TV-Knast der Welt). Und das alles (nicht) nur für die Quote!

    Ich gebe zu, vielleicht ist es etwas weit hergeholt, doch hat es so etwas in gestellter Form schon gegeben. Wer erinnert sich noch an "Das Millionenspiel" aus dem Jahr 1970? Damals wurden schon die Entwicklungen in der TV-Welt vorweggenommen, und was soll ich sagen? Es passt rückblickend Alles.

    Was kommen wird, weiß niemand, und sicherlich wird niemand, der bei klarem Verstand ist, Menschen in eine Arena bis zum Tode kämpfen lassen um daraus ein TV-Happening zu machen. Dennoch ist es nur eine von vielen Möglichkeiten die zeigt was passiert, wenn das Schlimmste eintritt.

    Die Frage ist: Wie weit sind wir realistisch gesehen noch entfernt in einer Gesellschaft, in der anspruchsvolle Unterhaltung Nebensache ist, in der es nur auf die Quote ankommt. Dafür wird es spektakulärer, und größer und ich weiß nicht was.
    Ich freue mich auf eine konstruktive Diskusison, die nicht zu "Das wird eh nie passieren"-Argumenten ausufert.

    Vielen Dank im Voraus.

    Grüße

    ZeroEnna
     
  2. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

    Registriert seit:
    14. Februar 2007
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    Gibt es nicht naheliegendere Probleme die gelöst werden müssen ?

    Muss man Angst haben vor der Zukunft ? vor Veränderung ? vor Medien ?
     
  3. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Naja, die Römer haben das schon so gemacht mit "Brot und Spiele", da haben die Leute mit Freuden zugesehen, wie sich Gladiatoren möglichst blutig umbrachten und wenn das römische Reich schon Fernseher gehabt hätte, würde so etwas auch zur Belustigung im Fernsehen gezeigt werden. Medienereignisse sind auch dazu da, die Leute von eigentlichen Problemen abzulenken, damals wie heute.

    Es ist wie gesagt alles denkbar. Nur hoffe ich mal, dass es nicht so kommen wird.
     
  4. Der Tor von Gor

    Der Tor von Gor Neues Mitglied

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    Ihr Deutschen habt Privatfernsehen , also seid ihr als Volk auch dafür verantwortlich . Ihr könnt euch keinen Film in ruhe ansehen jede viertel Stunde Werbeeinschaltungen , so finanziert sich aber euer Privatfernsehen . Bei euch fährt kein Funkwagen an der Haustüre vorbei und kontrolliert eure Radio und Fernseh anmeldung . Und ihr zahlt auch keine dementsprechendne Rundfunk Gebühren eben weil sich Privates Fernsehen durch Werbung finanziert . Das wird dann halt gerne vergessen .....

    Euer Fernsehen ist voll mit Casting Shows Unterhaltungsshows wenn man bei RTL fleissig anruft kann man viel viel Geld verdienen . Dafür hat man halt wenn man sich einen Boxkampf ansehen will nach jeder Boxrunde 5 Minuten Werbung .

    Das man das Fernsehen auch irgendwie Finanzieren muss vergisst man halt gerne . Hauptsache man kann sich über die "gladiatoren " beschweren und Brot und Spiele rufen .

    Brot und Spiele ist heute nicht mehr , heute gibt es Sport und das mediale Interesse daran ist natürlich riesig . Weil sich ja doch jeder irgendwo freut wenn jemand aus seinem Land irgendwo gewinnt .
    Ich weiß noch den Paulchen Thread von euch Deutschen hier im Forum .

    Nur weil unter ein Paar Fußballergebnissen das richtige Leckerli für Paul gelegen hat .

    Und wovon soll das Fernsehen schon ablenken ? der heutige 14 - 16 jährige sieht ab und an mal Fernsehen den Rest verbringt er mit Freunden Schule Internet . der Erwachsene geht im normalfall Arbeiten kommt Müde nach Hause muss sich um Aufgaben zu Hause kümmern da bleibt nicht wirklich viel Zeit zum Fernsehen er schafft es vielleicht gerade mal bis zu den Nachrichten sieht in der Primetime den Anfang vom Abendfilm und schläft spätestens um 22 Uhr .
    Also sind genau diese Werbeeinschaltungen die zur Primetime über den Bildschirm flackern die teuersten . ;)

    Also geht es dem Fernsehen nicht darum um die Menschen von eigentlichen Problemen abzulenken sondern um Geld zu kassieren und das ne Menge .

    Und wer glaubt das bei irgendwelchen Castingshows oder Dschungelshows soviele Menschen anrufen irrt und das gewaltig .

    Der Sieger steht schon vorher fest .Es geht niemals darum um den besten Sänger oder den talentiertesten Künstler zu finden . Es geht rein um den Unterhaltungswert um die Einschaltquoten währenddem die Show läuft .
    Um nichts anderes .

    Demzufolge ist jeder einzelne dafür Verantwortlich und hat es in der Hand zu steuern was gezeigt wird .
     
  5. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Nicht ganz richtig. Wir zahlen GEZ ;)
     
  6. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Danke, Du nimmst mir das Wort aus dem Munde.:)
     
  7. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Auch nicht ganz richtig. Wie lang ist normalerweise die Pause zwischen den Runden? EINE... Minute.. ;)
     
  8. Condemn

    Condemn Sehr aktives Mitglied

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    Gerngeschehen! Hab heute meinen pedantischen Tag. :D
     
  9. Schugga

    Schugga Mitglied

    Registriert seit:
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    307
    Und wie lange ist die Werbeunterbrechung bei den Soaps im Vorabendprogramm?
    Anna und die Liebe und GZSZ und wie sie alle heißen?
    Da gibts vorher 10 Minuten Werbung, nach 10 Minuten Soap nochmal 10 Minuten Werbung, nach 14 Minuten Soap nochmal eine Minute Werbung, dann eine halbe Minute "Endsoap" und danach wieder 10 Minuten WErbung...


    Da vergehts einem doch bittesehr.....
     
  10. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Wie gesagt, Rundfunkgebühren zahlen wir auch, da geht kein Weg dran vorbei:) und es wird auch hin und wieder kontrolliert, wenn man diese Gebühren bisher noch nicht gezahlt hat, ob man Fernseher und Radio im Hause hat.

    Das jeder selbst verantwortlich ist für das, was er sich anschaut, ist schon klar. Doch da die meisten Leute sehr geil darauf sind, möglichst reisserische Dinge zu sehen, möglichst echt, also Streitereien von Leuten, Unglück oder Schadenfreude zieht immer gut, sonst würde auch dieses doofe Dschungelcamp nicht so viele Leute begeistern. Es ist mir schon klar, dass das Fernsehen mit all dem Geld verdienen will, doch ich finde, dass die Entwicklung der Medien dahingeht, die Leute zu verdummen, sie abzustumpfen, es ist schon eine Art Ablenkung, sei es von dem, was korrupte Politiker tun oder die ganz großen Finanzhaie. Einige wenige ganz reiche Leute regieren die Welt und der Rest muß schuften und wird eben abgelenkt/abgestumpft mit all diesem Programm. Und wenn man immer mehr verroht, dann wird man irgendwann nur mehr mit echten Gewaltspielen befriedigt, diese Entwicklung ist durchaus möglich.

    Und ich schaue mir weder Casting-Shows noch Dschungel-Camp an, das kannst Du mir glauben, dafür ist mir die Zeit zu schade. Aber da so viele andere davon begeistert sind, weil die Einschaltquoten stimmen, deshalb haben solche Sendungen Erfolg. Ohne mich wird es trotzdem gezeigt.
     
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