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Teilzeit ist die neue Vollzeit!!!

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Afrodelic, 19. November 2013.

  1. Afrodelic

    Afrodelic Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.134
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    Teilzeit ist die neue Vollzeit!!!

    Anfangs hab ich 8 Stunden pro Nacht am Stück geschlafen, wie so viele. Dann irgendwann kam jemand und sagte:

    "Wenn du jeden Tag nur 6 Stunden schlafen tätest, hättest du jeden Tag zwei Stunden mehr Zeit. Das macht in der Woche 14 Stunden, im Monat 60 Stunden und im Jahr 730 Stunden. Und das sind im Jahr 30 komma 1 Periode 6 Tage, die du länger lebst, also ein ganzer Monat."

    In Zeiten offensichtlich stark zunehmender Burnout-Syndrom-Fälle und Stress-Beklagungen, deren Behandlungen einen nahezu unermesslichen ökonomischen Schaden verursachen, wird es Zeit, dieses simple, aber immens effiziente Rechenbeispiel auf jenen Markt zu übertragen, der ohne Frage die meisten Krankheiten auslöst: den sogenannten Arbeits-Markt.

    Hierzu sei anbei der Hinweis gestattet: Markt, das ist in diesem Zusammenhang ohnehin eine sehr bedenkliche, bei genauster Hinschau ziemlich grotesk anmutende Grundvokabel.

    Ein Erdentag hat bekanntlich 24 Stunden. Vollzeitphanatiker des herkömmlichen Systems schwören darauf, dass jeder Mensch mindestens 8 Stunden davon für sogenannte Arbeit opfern müsse (die in concreto wiederum sehr hierarchisch angeordnet ist). Und ein in der Tat beträchtlicher Teil der westlich dominierten Gesellschaft hält sich seit Jahrzehnten konstant an dieses Mindestmaß, ohne auch nur eine Spur darüber nachzudenken, was für rein mathematische (= urfaktische) Auswirkungen dies auf die Gesundheit jedes Einzelnen dieser "Gesellschaft" hat. Jeder Teilhaber dieses Systems soll also mindestens ein Drittel seiner Zeit opfern. Das zweite Drittel ist ebendort dem Schlaf gewidmet.

    Was ist mit den übrigen 8 Stunden, der sogenannten Freizeit? Dem dritten Drittel.

    Von diesem Drittel fallen für sehr viele Teilhaber dieses Systems weitere Zeitopferungen an: Hygienische Vorbereitung für den Arbeitsplatz (Duschen, Waschen, Rasieren, Kravattebinden, bei manchen Frauen mitunter auch Schminken, ...), der Arbeitsweg hin und zurück, dann die obligatorischen Pausen in Untertänigkeit des Arbeitsvertrages (Frühstückspause und Mittagspause an einem unheimischen Ort) und natürlich Einkaufen, Essenszubereitung, das Essen selbst, der Abwasch und das Ausscheiden des Gegessenen, etc. .

    Da bleiben von diesen 8 Stunden in den meisten Fällen nicht viele Stunden für die eigentliche Freizeit übrig. In vielen Fällen sind es ja noch nicht mal 8 Stunden, die potentiell als Freizeit übrigblieben.

    Was bleibt also am Tag für das Wesentliche, die kulturelle Weiterentwicklung?

    Was davon bleibt, sieht man sehr deutlich an TV-Formaten wie zb dem Fernsehgarten. Da gibts u.a. eine stereotype Mitklatsch-Meute, die auf der kulturellen Ebene die Vokabel "deppoid" offenbart.

    Das sind dann die, die so viel Spaß an täglichen Herden-Energie-Situationen entwickeln konnten, dass sie es bis Sonntags geschafft haben, noch nicht am Burnout-Syndrom zu erkranken. Aber das kommt noch, das ist gesichert, das ist reiner Aufschub.

    Zurück zum Übertrag:

    Wenn nun jeder statt der üblichen 8 Mindest-Stunden nur maximal 6 Stunden am Tag "malochen" ginge, würde er 2 Stunden hierarschischen Fremddienst ersparen und hätte jeden Tag zwei Stunden mehr Zeit für das Wesentliche, die kulturelle Weiterentwicklung, das, wofür jeder Mensch in Wirklichkeit geboren wurde.

    Nun ist das dann auch noch so, dass wenn man das so macht, dass allein diese zwei Stunden weniger erheblich dafür Sorge tragen, dass man die Umsetzung des anfänglichen Rechenmodells, nämlich täglich zwei Stunden weniger zu schlafen, dann auch viel einfacher bewerkstelligen kann, ganz einfach, weil man nicht mehr so geschlaucht ist von diesem Zuviel für die Falschen für Hungerlöhne.

    Heisst: Insgesamt hat man dann täglich sogar mindestens 4 Stunden mehr Zeit für das Wesentliche, die kulturelle Weiterentwicklung, die mit dem alten Rechenmodell (siehe Fernsehgarten!) fraglos famos auf der Strecke bleibt.

    Und das sind 1460 Stunden mehr Leben im Jahr! Also zwei Monate pro Lebensjahr, die man nicht mit Schlaf oder Maloche für Höherbemessene verschwendet.

    Würden alle, die das jetzt lesen, das sofort umsetzen, dann bestünden zwei Möglichkeiten: Der unerwartete Einzug von Qualitätsmusik beim Fernsehgarten oder Einstellung dieser Sendung wegen Zuschauermangels. Letzteres halte ich sicherheitshalber für wahrscheinlicher.

    :D
     
  2. Sternenfeuerwerk

    Sternenfeuerwerk Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    1. Januar 2006
    Beiträge:
    2.839
    Ort:
    Austria
    Freizeit? Was ist das?

    :D
     
  3. arcany

    arcany Guest

    Schöne Sache das!
    Mehr Freizeit führt zu besserer Qualität beim Fernsehgarten.. (Habs noch nie gesehen, gehe aber davon aus, dass ich nichts verpasst habe;))

    Tatsächlich sprechen die Medien von der Generation Y.
    D.h. die Berufsanfänger nehmen 12 Std.-Tage und mehr nicht mehr so einfach an, sondern wählen Jobs u.a. auch eben nach flexibleren Arbeitszeiten oder auch weniger Arbeitszeit, dafür mehr Freizeit, aus.

    D.h. so langsam findet tatsächlich ein Umdenken statt und die gebeutelten Burn-Outler werden vielleicht in der nächsten Zeit weniger.
    Mehr Freizeit bedeutet ja nun mal auch weniger Arbeitsstress.
    Weniger Stress bedeutet effektiveres Arbeiten.

    Setzt man das um, haben Arbeitnehmer und -geber beiderseits gewonnen.

    Ein guter Gedanke.
    Große Firmen, die um die Wichtigkeit eines gesunden, motivierten Arbeitnehmers wissen, setzen das mittlerweile auch um und bieten z.B. entsprechende Arbeitszeitmodelle an.

    Aber ob mehr Freizeit zu einem anspruchsvollerem Kulturangebot führt, kann ich wirklich nicht sagen^^ :D
     
  4. Meaculpa

    Meaculpa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. November 2009
    Beiträge:
    1.869
    Ort:
    Am Achterwasser
    Ich denke, so einfach ist's nicht.

    Wenn man betrachtet, was uns die Einsparung von fünf Wochenstunden gebracht hat, dann brauchen wir nicht noch mehr Freizeit.

    Als damals die 40 Wochenstunden auf 35 reduziert wurden glaubten alle, dass dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen würden, irrtum.

    Die Arbeit wurde intensiviert und wir verloren auf der ganzen Linie, mehr Arbeit für weniger Lohn.

    Durch eine weiter Reduzierung der Arbeitszeit würde eine weitere Intensivierung stattfinden, noch mehr Burnout - Fälle, wir sind schließlich keine Roboter sondern LOWtech.

    Heute ist es doch so, dass den noch Vollzeitbeschäftigten dermaßen Angst eingeflößt wird, dass die meisten nur noch kuschen, wenn ihr Boss was zu denen sagt, bloß nicht den Job verlieren, weil, dann hast du total verloren in diesem unseren Sozialstaat.

    Mich k...t das an.

    Hartz 4, dass waren wir, SPD und Grüne, schlimmer gehts nimmer!
     
  5. chaya_wien

    chaya_wien Guest

    Es geht meines Erachtens nach insgesamt eher um eine größere Ausgewogenheit, als eine reine Reduktion der Stundenzahl, viele manchen dann dieselbe Arbeit in weniger Zeit, das führt keineswegs zur Entspannung.

    Ich persönlich lebe schon seit Jahren ein äußerst einfaches Leben und habe einen Großteil des "Wollens" und "haben müssens" erfolgreich abgehakt, seitdem stellt sich die Entspannung ganz von selbst ein und dies trotz 40h-Arbeitswoche, die jedoch faktisch eher eine 32h-Woche ist. ;)
     
  6. flori776

    flori776 Neues Mitglied

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    948
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    salzburg
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    da wär ich dafür. hast es schön erklärt.
    mfg
     
  7. lis12

    lis12 Neues Mitglied

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    27. November 2013
    Beiträge:
    15
    von welchen einkommensschichten spricht du denn? es gibt nur eine personengruppe mit so einer starken verhandlungsmacht..
     
  8. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    Es gibt auch heute die Möglichkeit der halben oder 3/4 Stellen, allerdings ist da dann natürlich das Einkommen geringer als bei einer Vollzeitstelle. Wer das für sich so entscheiden möchte .... bitte.

    Ich finde eher die in unserer Gesellschaft übliche Haltung für immer weniger Leistung immer mehr haben zu wollen bedenklich. Klar, gibt es Menschen mit Burnout, die gab es schon immer, aber so viele sind das nun auch wieder nicht, vor allem sind es in den seltensten Fällen die, die diese Krankheit gerne als Grund für die Forderung nach einem weniger leistungsorientierten Arbeiten anführen.

    R.
     
  9. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

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    An der Nordsee
    :thumbup: das wird heute gerne wegignoriert.

    R.
     
  10. Roti

    Roti Sehr aktives Mitglied

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    Für was wird gearbeitet? Für ein alles halbes Jahr neues Handy? Für Luxusgüter die Sinnlos sind? Oder für ein System das mit aller Macht weiter bestehen will, obwohl die Stelzen des Gebäudes schon so Morsch sind, daß ein zusammenbrechen des Systems unausweichlich ist?
    Schafft den Kapitalismus ab, und es werden viele Probleme sich von alleine lösen.
     
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