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Tagebuch von Mama...

Dieses Thema im Forum "Der Heilkreis" wurde erstellt von Leprachaunees, 19. Juli 2008.

  1. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2005
    Beiträge:
    1.417
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    Hallo,
    ich möchte eine Geschichte erzählen:
    Meine Mutter ist 2000, am 26.Oct., an Krebs gestorben.
    Gestern fand ich in ihren vielen Ordnern ihr Tagebuch aus eben diesem Jahr.
    Sie hat alles aufgeschrieben, ihr Befinden, ihr Hilflosigkeit und ihre Angst.
    Jatzt sitze ich hier und fühle mich total zerfetzt.
    Ich habe ihr nicht helfen können, konnte ihr nicht genug Energie geben und seit gestern ist wieder etwas zerbrochen. Irgendwie.
    Alles was ich getan habe seitdem, was ich aufgebaut hatte und versuchte zu schaffen, zerfällt in Bedeutungslosigkeit.
    Heute regnet es, genauso wie gestern. als würde selbst der Himmel weinen. Ich vermisse meine Mutter sehr und ich glaube nicht, dass sich das jemals ändern wird.
    Heute möchte ich Euch deshalb fragen: Wäre es möglich, dass Ihr mir etwas Energie sendet? Ich fühle mich kraftlos, fast wie krank.
    Könnte den ganzen Tag nur weinend in der Ecke sitzen. Was zwar nichts bringt, aber irgendwie bin ich gerade absolut auf einem Nullpunkt.
    Trauer ist nicht wirklich schön, zwar wichtig, aber dennoch eher etwas, was man sich weit weg wünscht.
    Ich vermisse ihre Stimme und ihre Berührung. Und die Gespräche mit ihr. Alles scheint so in unendlicher ferne zu liegen, wie ein verblassender Traum.

    LG
    Leprachaunees
     
  2. Rena22

    Rena22 Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2005
    Beiträge:
    886
    Ort:
    Schweiz
    Gerne schicke ich dir von ganzem Herzen viel Licht,Liebe und Vertrauen!!!
    ...es ist sehr schwer und ich spüre dich sehr gut...und weiss, dass du das gut über die Runden bringst(salopp ausgedrückt)
     
  3. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    29. Januar 2003
    Beiträge:
    11.448
    Ort:
    Zwischen Melk und St.Pölten
    :kiss4: eine dicke Umarmung für Dich, ich hab` schon beim Energietopf geschrieben, wie sehr ich Deinen Schmerz gefühlt habe. Ich bin hellsichtig, kippe sowieso immer in die Energien anderer, an manchen Tagen mehr (ungeschützt), an manchen Tagen weniger (geschützt).

    Ich habe Dich die Aufzeichnungen lesen gesehen und rechts von Dir ist die Energie Deiner Mutter gewesen, hat die linke Hand um Deine Schulter gelegt und hat Dir auch über den Kopf gestrichen. Diese Liebe kann euch keiner nehmen.... Ich wünschte, ich könnte Dir Deinen Schmerz nehmen, aber Du gehst da durch, so wie es Rena22 schon schrieb.

    Die Energien von Jophiel (Zuversicht, Vertrauen) und Chamuel (Liebe) sollen Dir hilfreich zur Seite stehen.

    Viele liebe Grüße
    Ingrid :kiss4:
     
  4. orion7

    orion7 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. Juli 2007
    Beiträge:
    2.108
    Ort:
    Land Brandenburg
    Ich werde Dir Energie senden und Gott in einem Gebet fragen, ob er Dir nicht einen Engel des Trostes vorbeischicken kann.

    Licht und Liebe für Dich
    Orion7
     
  5. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2005
    Beiträge:
    1.417
    Hallo Ingrid,

    meine Mama war eine zähe frau, eine wahnsinnig tapfere. Sie hat nie gezeigt, dass sie Schmerzen hatte. Meine Mama war studierte Chemikerin, studieret Kunstmalerin, Astrologin und auch meine Freundin.
    Wir konnten uns immer ohne worte verständigen. Als sie das erste Mal ins Krankenhaus kam, war ich im Praktikum. Und bin um 9:00 zusammengebrochen, wie meine Mutter, die zu der Uhrzeit eingeliefert wurde. Ich bin dann nach Hause, aber ihr Bett war leer, es war kalt. Dann bin ich ins Krankenhaus gelaufen und hab sie da gesucht. Und als ich sie auf der Intensiev liegen sah, hab ich den Tod neben ihr gesehen. Ich konnte nicht mehr da bleiben und bin rausgelaufen, damit sie nicht sieht, dass ich weinen musste.
    Ich hab versucht, ihr meine Kraft zu geben, habe Heilsteine organisiert und versucht, ihr zu helfen. Sie kam dann noch mal zwischen zwei Klinikaufenthalten nach hause. Da hatte ich ihr den garten gemacht, ganz viele Blumen gepflanzt, das ganze Holz weggebracht und und und. Das war das letzte Mal, das sie zu Hause war. Sie wurde dann noch von Klinik zu Klinik geschoben und die Ärzte sagten mir, sie könnten nichts mehr machen, meine Mutter sei doch schon halb tot. Ich soll sie mit nach Hause nehmen. Da war meine Mutter noch ansprechbar und hatte noch gehofft... Ich habe noch eine andere Klinik gefunden, die Mama behandeln wollten. Am Tag, an dem sie entlassen werden sollte, um in die andere Klinik zu kommen starb sie. Meine Oma war nur da. Als ich abends nach hause kam, stand sie mit zwei Müllsäcken im Wohnzimmer, alle Zimmer waren erleuchtet. Sie sagte, Mama sei eingeschlafen, ganz sanft. Meine Oma weinte. Ich hab Kaffee gemacht und bin dann zum Telefon, hab den Bestatter bescheid gegeben und versucht, meine Oma zu trösten. Ich habe keine Zeit gehabt, um meine Mutter zu trauern, ich konnte auch nicht, denn meine Oma brauchte mich nun.
    Als Mama beerdigt wurde, habe ich vorher alles hergerichtet , was sie anzieht, welcher Sarg, hab das Grab bezahlt, Blumen, was die freien Redner sagen sollten, welche Musik, was für eine Anzeige in die Zeitung kommt. Meine Oma hat sich in dieser Zeit häufig mit Medikamenten betäubt. Ging bei mir nicht, weil ich Medikamente im allgemeinen ablehne und nebenbei auch noch meinen Abschluss von der Lehre fertig machen musste.
    Mama hat immer gesagt, bei ihrer Beerdigung wird gefälligst nicht geheult. Ganz hab ich das nicht geschafft.
    Das schlimmste ist, dass ich nichts tun konnte. Ich konnte sie nicht heilen. Ich war noch lange nicht so weit...seit einiger Zeit lerne ich im Schamanismus. Heilungen sind relativ einfach. Man kann unterstützend arbeiten. Aber das konnte ich damals noch nicht....Nur die Steine hab ich ihr geben können. als sie tot war, waren alle zersprungen. Sie haben den Krebs auch nicht besiegen können.
    Ich vermisse meine Mutter sehr. Jetzt sind acht Jahre vergangen. Als sie starb war ich 22. Aber ich habs immer noch nicht geschafft, mit der Trauer fertig zu werden. Seit sie tot ist, musste ich lernen mich alleine gegen meinen Vater zu wehren, versuchen, das Haus zu halten, reparieren, Holz hacken, Geld verdienen nebenbei, Studium, etc. Ich habs bisher hinbekommen. Aber wirklich, sie fehlt mir. Ein Austausch wäre schön, aber ich habe meine Mutter nur noch einmal gespürt: Als ca. zwei Monate vergangen waren, haben meine Oma und ich hier eine Galerie eröffnet, mit Mamas Bildern und mit denen meiner Oma.
    Ab und zu kommt ein Kunde. Zwar selten, aber immerhin. Ich wollte, dass man Mamas Bilder sehen kann. Es wäre schade, wenn niemand sie sich anschauen könnte...
    Damals jedenfalls hab ich zu einem ihrer Bilder eine beschreibung geschrieben. Da war sie da und hat mir diktiert, so fühlte es sich an, ich konnte gar nicht so schnell schreiben. Seitdem habe ich sie nie mehr gespürt, nur ab und an rieche ich ihr Parfüm.

    Danke für eure lieben Worte...und fürs lesen
    LG
    Leprachaunees

    ...
    Die Türen öffnen sich mit lautem Knarren, der Wind fegt ungehindert durch das Haus der Seele und reisst Fetzen ans fahle Licht des Vollmondes.
    Sind es Bilder, heraufgeweht aus tiefster Vergangenheit?
    Es ist, was man nicht mehr erwartete: Die Worte "Ich hab dich lieb" hallen durchs Bewusstsein. Eine Berührung lässt sich erahnen, das streicheln der Mutter durchs Haar.
    Nie wieder ihre Schritte hören, nie wieder den Klang ihrer Stimme....
    Und die Welt wird klein, das eigene Leben wieder zu einem kleinen Punkt in den weiten des Universums.Wann seh ich dich wieder? ruft das Kind, die Mutter antwortet nicht. Sie entschwindet wie Nebel, wie Dunst nach einem leichten Regen im Sommer. Als wäre sie nie dagewesen...als hätte sie nie etwas gesagt...
    Ein geschriebens Wort erreicht den Blick, es weist auf ein Buch, das es zu finden gilt in der Einöde. Die letzten Gedanken der Mutter stehen hier, Schmerz, Hilflosigkeit und Angst. All das umfasst das eigene Herz.
    Das eigene Leben ist zur Bedeutungslosigkeit zusammen geschrumpft. Die Sehnsucht ist so groß...
    Alleine...alleine in der Dunkelheit bleibt man zurück, niemand da, der helfen kann, der einen erreichen kann oder den Schmerz nehmen kann.
    Niemand, der in das Haus der Seele wirklich sehen kann...nur das was man zeigt. Was man zeigen kann.
    Stark sollst du dein, so klingen die Worte nach. Doch innerlich bricht man zusammen und steht als Hülle nurmehr aufrecht da...
    Die Welt stürtzte zusammen, als sie ging, mühsam baute man eine Fassade, erlaubte keine Gefühle, betäubte den Schmerz mit doch nur sinnlosen Unterfangen, allesamt völlig sinnentleert begonnen. Das eine oder andere Schöne entsstand. Aber man weiss, die Seele ist krank, leidet und kümmert vor sich hin...
    Man konnte nicht helfen, alles was man tat, war nicht genug....nicht genug...das eigene Wissen reichte noch nicht um zu helfen.
    Es tut mir leid, ich habe dich verloren...die Seele schreit. Es gibt keine Antwort...nur das Echo im Haus der Seele...
    Es tut mir leid....Schweigen umhüllt die Seele. Schwärze nimmt einen gefangen und lässt einen niemals wieder wirklich los....
    ...
     
  6. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

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    :kiss4: lass` Dich ganz, ganz herzlich umarmen.... :trost::trost:
    Bei Deinem Beitrag ist sooooooooooo eine große Traurigkeit bei mir aufgekommen, vor allem aber über die "Schuldzuweisungen", die Du Dir selbst gibst.
    Es war ihr Weg, Du warst perfekt, so wie Du warst. Selbst mit einer überdrüber Schamanenausbildung hättest Du ihr nicht helfen können. Sie hat es so beschlossen gehabt (als Seele) und Du hast Dein Bestmöglichstes getan, Stärke für 10 Personen gezeigt und dort gewerkelt, wo andere keine Kraft dazu gehabt haben.

    Heilungen sind dann einfach, wenn der Kranke auch gesund werden möchte und seine Selbstheilungskräfte aktiviert werden können. Man weiß nie, was unbewusst abläuft, auch wenn jemand davon spricht, dass er wieder gesund werden möchte, weiß man zuerst nicht, welche Erfahrungen er sich mit dieser Krankheit ausgesucht hat.

    Du bist niemals alleine, hast so viele feinstoffliche Helfer rund um Dich. Und es ist auch Dein Recht, einmal oder öfters zu "explodieren" und den anderen Menschen in Deinem Umfeld begreifbar zu machen, dass Du ein Recht auf Glück, Liebe und Freiheit hast.
    Ich schicke Dir eine herzliche Umarmung
    und viele, viele, liebe Grüße
    Ingrid :kiss4:
     
  7. Leprachaunees

    Leprachaunees Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. März 2005
    Beiträge:
    1.417
    Danke schön....

    LG
    Leprachaunees
    :kiss4::umarmen:
     
  8. Salaya Ayjanda Rii

    Salaya Ayjanda Rii Sehr aktives Mitglied

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    11.448
    Ort:
    Zwischen Melk und St.Pölten
    :kiss4::kiss4::kiss4::kiss4:
     
  9. Delphinium

    Delphinium Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2007
    Beiträge:
    4.673
    Ort:
    Bayern
    Hallo Leprachaunees,

    ich möchte dir auch alles gute schicken. Deine Geschichte und die deiner Mutter ist meiner sehr ähnlich, in bemerkenswert vielen Aspekten. Auch ich habe ein Tagebuch meiner Mutter gefunden und dabei ähnlich wie du empfunden. Von daher kann ich das gut nachfühlen :trost:

    ciao, :blume: Delphinium
     
  10. Sabsy

    Sabsy Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juni 2005
    Beiträge:
    20.352
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    Meine besten Gedanken und Wünsche begleiten dich,
    mir geht es sehr ähnlich wie euch, auch ich fand Mamas Kalender,
    aber es war nicht so nieder schmetternd für mich
    und dennoch sie fehlt mir in jeder Ritze meines Seins!

    Alles Liebe & Gute für dich Leprachaunees :trost:
     
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