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Tabus und Geheimnisse im Herkunftssystem

Dieses Thema im Forum "Familienaufstellung" wurde erstellt von Melodie, 30. November 2008.

  1. Melodie

    Melodie Mitglied

    Registriert seit:
    23. November 2004
    Beiträge:
    755
    Ort:
    Stuttgart
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    Einmal bekam ein Stellvertreter in der Aufstellung vom Leiter eine schwarze Tasche überreicht, die er sich begeistert an den Unterarm hängte.
    Das sei seins, das gehöre zu ihm. Und die ganze Konstellation atmete hörbar auf, die Situation entspannte sich und es ging flüssig weiter.
    Die vertretene Person hatte ein Geheimnis und zwar offenbar eins, das nicht aufgedeckt werden musste, sondern nur in den Blick genommen.

    In einer Aufstellung war ich die Stellvertreterin eine Ahnen, der als verrückt gegolten hatte. Mein Blick war wie angesaugt von einer irgendwo am Rande des Raumes abgestellten schwarzen Aktentasche. Ein gefährliches Geheimis, und diese Person hatte ihr Leben und das der Familie dadurch geschützt, dass sie verrückt wurde oder simulierte um diejenigen in Sicherheit zu wiegen, denen die Enthüllung zu verhindern auch Mord wert gewesen wäre.

    In früheren Zeiten wurde viel vertuscht und geheim gehalten, wofür es ja auch gute Gründe gegeben haben mag.
    Aber es scheint, als ob die Wahrheit in manchen Fällen dringend ans Licht muss, damit es gut weiter gehen kann. Ebenso stark wie dieses Drängen ist aber das ebenfalls systemisch weiter gegebene strikte Tabu, etwas zu wissen oder zu benennen.

    Wie ist denn eure Erfahrung aus Sicht der Leitung, als Stellvertreter, aus eigenem Umgang mit Tabus und Familiengeheimissen?

    Wie zeigt sich in Aufstellungen, dass es ein Tabu zu geben scheint?
    Welche Symptome in Familien (Kommunikationsmuster, Wiederholung des Ursrpungsereignisses, Ausschluss von schwarzen Schafen, etc.) gibt es?
    Was hat sich verändert, wenn die Wahrheit (okay, biografische Wahrheit gibt es nicht, aber Kenntnis über schwerwiegende Ereignisse) draussen war?

    Freue mich auf Antworten!
    Beste Grüße,
    Eva
     
  2. pluto

    pluto Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    21. Dezember 2004
    Beiträge:
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    Ort:
    dort, wo es schön ist
    Hallo Melodie,

    in all den Aufstellungen, an denen ich teilgenommen habe, und ein Geheimnis sich zeigte, dann ging es nicht mehr weiter. Die Klienten mussten dann erstmal daheim nachfragen, was heißt, dass die Aufstellung abgebrochen wurde.

    Dann habe ich kinesiologische Aufstellungen erlebt. Dort wurde kinesiologisch ausgetestet, welches Geheimnis es da wohl gibt. Dies empfand ich immer recht spekulativ. Ich kann mich noch gut an eine Aufstellung erinnern, da hatte dann ein Mann ein Kind, das die Frau nicht hatte haben wollen. Dies war für den Mann damals schon eine herbe Erkenntnis. Ob dies auch tatsächlich so war, weiß ich nicht. Man sieht sich ja nachher nicht mehr.

    Liebe Grüße Pluto
     
  3. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Hi Eva,

    ich war ja erst am Samstag wieder mal auf nen Aufstellungstag - und da gings "zu-fälligerweise" auch um "Geheimnisse" - wurde allerdings unterschiedlich gehandhabt.

    In einer Aufstellung war der Zugangshinweis der Blick in die Ferne der weiblichen Vorfahrin, auf dien der Fokus fixiert war - da hat denn die Klientin auch eine schwere Tasche bekommen und so lange "gehalten", bis sie nicht mehr konnte - und danach an die Ahnin überreicht mit Worten so ähnlich wie "Das ist die Last, die ich für dich hab tragen wollen. Sie ist mir viel zu schwer. Bitte nimm sie zurück." Und die Ahnin erwiderte daraufhin so in etwa "Gerne, es ist mein Schicksal und es geht dich nichts an. Du bist nur die Kleine. Ich schau freundlich auf dich, wenn du jetzt dein Leben lebst."

    Und beim anderen Thema wurde dann eher "Bewegung der Seele" praktiziert, d.h. die Repräsentanten entwickelten eine Eigendynamik, die dann aber auch in einer Rückgabe der selbst aufgebürdeten "Last" endete.

    Bei den Aufstellungen, wo ich immer wieder mit dabei bin, erfolgt diese Rückgabe immer mit einer schweren Tasche - oder auch mit einem Polster - ist vollkommen gleich-gültig, wie schwer das Teil wirklich ist - für den Fokus ist es danach immer wesentlich "leichter".

    Ich habe es noch nie erlebt, dass "nur" wegen eines nicht benennbaren Geheimnisses eine Aufstellung abgebrochen wurde - und ich war seit 1999 bei zahlreichen unterschiedlichsten Aufstellungsleitern - es wurde immer symbolisch weiter gearbeitet, weils ja nie darum geht, jetzt bewusst sagen zu können, was dieses Geheimnis ist - sondern darum, es bei denen zu lassen, zu deren Schicksal es gehört.

    Genau das ist ja die systemische Verstrickung, dass die/der Klient/in etwas übernimmt, was nicht ihres/seins ist - und sich anmaßt, es entweder "besser machen zu können" oder auch "für das System zu lösen".

    Aus dieser Haltung heraus funktionierts auch nicht - es geht immer nur, wenn die/der Klient/in bereit ist, in die eigene Kraft zu kommen - und sich nicht mehr auf Kosten der Vorfahren bereichern zu wollen - was natürlich völlig unbewusst ab-läuft.

    Und wenn ich mich selbst lebe, kanns mir auch egal sein, wie "das Ding" heißt, dass ich bisher mit mir rum getragen habe - wichtig ist, es der/denjenigen zurück zu geben, ders/dens gehört - um damit auch dieser Person wieder meine Achtung zu erweisen.
     
  4. ChrisTina

    ChrisTina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. Juli 2003
    Beiträge:
    4.988
    Ort:
    Im Himmelreich des Ortes, wo die Götter Schach spi
    Aus persönlicher Erfahrung - alles hat sich verändert - mein komplettes Leben ist auf einmal viel voller und runder geworden.

    Ich hatte vor ca. 6 Jahren ein Geheimnis erfahren gehabt - von der Person, welche das jetzt schon jahrzehntelang gehütet hatte - aber ich erachtete es nicht als für mich wirklich wichtig.

    Vorigen Sommer hatte ich dann mal wieder selbst eine Aufstellung - und der Aufstellungsleiter meinte "da fehlt wer oder was" - nahm eine beliebige Person und stellte sie in den Kreis - und es kam eine extreme Dynamik auf.

    Der Stellvertreter der Person, welche mir damals auch das "Geheimnis" erzählt hatte, wich vor dieser neuen Person zurück - und ich stürzte mich förmlich in dessen Arme - und hab über eine Viertelstunde nur geheult und endlich die Liebe nehmen können, die mir all die Jahre gefehlt hatte - auf einmal war ich "ganz".

    Und seither lebe ich endlich wirklich - es war für mich, als ob ich irgendwo nur die Hälfte eines Reißverschlusses gewesen wäre - und jetzt wurde dieser geschlossen - und es fühlt sich endlich eben "ganz" an.

    Ich brauch jetzt auch im Außen nicht mehr das suchen, was ich so lange vermisst hatte - das hat zwar auch das Ende meiner letzten Ehe bedeutet - aber in Summe hab ich es keine Sekunde bereut, diese Aufstellung gemacht zu haben - ich bin jetzt endlich wirklich "als Frau verfügbar" und eben auch "ganz da".

    Wobei es vollkommen unwichtig ist, ob meine Spekulation darüber, wer diese Person jetzt real ist - sich wirklich mit dem deckt, was in mir wirkt - mir persönlich ist eben wichtig, dass "diese Situation" angeschaut und gelöst wurde - es gibt da durchaus auch noch andere Vermutungen, die nicht unmittelbar was mit o.a. Geheimnis zu tun haben müssen - aber im Prinzip ist das nicht nur gleich-gültig, sondern schlichtweg egal.
     
  5. believe

    believe Aktives Mitglied

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    12.428
    Ort:
    Ungefähr .... hm .... hier
    Ich kenne es so, dass man in Aufstellungen mit Kissen oder einem Stein arbeitet.
    Selbst habe ich über Aufstellungen zwei Geheimnisse aufgedeckt, was mir schon mal geholfen hat. Das wichtigste Geheimnis, nämlich, wer mein leiblicher Vater ist, hab ich allerdings auf anderem Wege gefunden. Hab das Pia hier zu verdanken!
    Das war für mich die größte Erleichterung. Als die Information "durch" war, strömte mir minutenlang Energie ins Herzchakra. Seit der Zeit kann ich auch endlich mein Herz spüren.
    Ich hab meinen Vater dann nochmal aufgestellt, samt meiner Mutter und meinem Ziehvater und es hat sich bestätigt!


    LG

    believe
     
  6. Melodie

    Melodie Mitglied

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    Stuttgart
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    Liebe Pluto,
    danke für deinen Beitrag!

    Aufstellung abbrechen... das ist schon wieder einen eigenen Thread wert. Ich habe das eigentlich nur in den frühen Zeiten, so in den neunziger Jahren erlebt, das Klienten den Auftrag bekamen, erst noch mehr Informationen über die Ereignisse im System einzuholen.

    Ich hab auch mal eine Zeit lang geglaubt, die Auftragsklärung würde "objektiver", wenn zuerst kinesiologisch ausgetestet wird, welcher Ausschnitt, welche Personen aufgestellt werden sollen, um das Anliegen zu erfassen. Mittlerweile bin ich davon wieder sehr weit abgerückt. Und was du beschreibst kann sowohl spekulativ, als auch die "Wahrheit" gewesen sein und bestätigt m.E. das, was ChrisTina weiter unten schreibt, dass nämlich die Rückgabe zählt, nicht die vollständige Aufklärung.
    Ja klar, Teilnehmer untereinander erfahren das höchstens zufällig, wenn sie sich zum Beispiel irgendwo wiederbegegnen.

    Beste Grüße,
    Eva
     
  7. Melodie

    Melodie Mitglied

    Registriert seit:
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    Stuttgart
    Hallo liebe Christina,
    auch dir vielen Dank für deine Antwort, die ich in ihrer Vielfalt als sehr bereichernd empfinde. Gerade um die unterschiedliche "Handhabung" geht es mir, aber eben auch darum, wie sich Geheimnisse in Aufstellungen andeuten, um die Zugangshinweise. Und darüber hinaus um die Spuren, die Familiengeheimisse im Leben derer zeichnen, die sie sich "geklaut" haben.
    Da sehe ich jetzt keinen Bezug zu einem Geheimnis. Wenn ein schweres Schicksal nicht mehr bekannt ist, liegt ja nicht gleichzeitig ein Tabu drauf, es zu sehen, oder zu sehen, dass es "anders" war als übeliefert. Da kann es sich eben auch um nicht Gewürdigtes, nicht Gefühltes handeln.
    Das empfundene Gewicht schwerer oder auch leichter Gegenstände weicht in Aufstellungen tatsächlich ganz erheblich vom tatsächlichen ab :D:D:D, das kann ich dir nur bestätigen!

    Wie gesagt, abgebrochene Aufstellungen, das wäre ein eigenes Thema wert. Und wenn mal benannt ist, DASS es ein Geheimnis gibt, dann löst sich bereits viel. Was aber, wenn ein System mauert/ein Klient systemisch einem Tabu gehorcht, wenn "da gar nichts ist"?
    Wird im System ein Verbrechen vertuscht, dann rumort das meiner Beobachtung nach sehr. Verschleiert halt, und von Generation zu Generation "verrückter" in seinen Auswirkungen. Ich glaube, dann reicht es nicht mehr aus, "das Ganze" zurück zu geben und dort zu lassen. Dann muss es entpackt werden.
    Dabei können sehr leidvolle Lebensläufe heraus kommen....

    Das trifft wohl nur auf einen Teil der Geheimnisse zu, oder würdest du das zur Regel machen?

    Beste Grüße,
    Eva
     
  8. Melodie

    Melodie Mitglied

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    Ein sehr berührender Bericht! Das hat mich tief erreicht. Danke!
     
  9. Melodie

    Melodie Mitglied

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    Stuttgart
    Hallo believe,
    ja, manche Geheimnisse muss man lüften, damit die Gefühle mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen sind. Deine innere Resonnanz auf die Wahrheit ist sehr beeindruckend.
    Aus welchem Grund hast du das dann noch aufgestellt? Musst natürlich nicht anworten, wenns zu persönlich ist.
    Beste Grüße,
    Eva
    Worum
     
  10. believe

    believe Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Ungefähr .... hm .... hier
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    Hallo Eva!

    Ist nicht zu persönlich! :) Ich wollte es einfach noch mal überprüfen und außerdem wollte ich es mal schaffen, meine Eltern in den Rücken zu kriegen. Das ist mir bei dieser letzten Aufstellung allerdings nicht gelungen. Seit ein paar Tagen habe ich aber das Gefühl, das sie jetzt wirklich hinter mir stehen, nämlich seit ich erkannt habe, was für ein Geschenk sie mir gemacht haben mit ihrer "verbotenen" Liebe! :)


    Liebe Grüße

    believe :)
     
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