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Suche Tantra-Lehrerin für Privatstunden

Dieses Thema im Forum "Meditation" wurde erstellt von kleinhobbit, 27. Januar 2005.

  1. kleinhobbit

    kleinhobbit Guest

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    hallo,

    kann mir bitte jemand weiterhelfen. ich suche schon die ganze zeit im internet nach privat tantrastunden.

    vielleicht auch paarkurse, die mich und meinen freund aber nicht ganz interessieren.

    weiß jemand vielleicht eine gute adresse, an die ich mich wenden kann?

    danke für eure hilfe.
     
  2. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo kleinhobbit

    Ich habe mich in den letzten Tagen auch sehr intensiv mit Tantra beschäftigt. Besonders gut gefallen haben mir die Seiten von Helmut Poller: Tantrischer Buddhismus. Ich kann sie euch als Vorbereitung sehr empfehlen. Wenn man mehr über Tantra wissen will, ist man gut beraten in Suchmaschinen nach den Begriffen "tibetischer Buddhismus" oder "Vajrayana" zu suchen, das ist die tantrische Variante des Buddhismus, die sich vorwiegend in Tibet aus dem indischen Buddhismus herausgebildet hat. Das meiste, was man unter dem Begriff "Tantra" bei den Suchmaschinen findet, ist recht oberflächlich und kann in der Regel nur als Neotantra bezeichnet werden, welches kaum einen spirituellen Hintergrund hat und welches auf der einen Seite der Abzocke dient und auf der anderen Seite der sexuellen Befriedigung.

    Alles Liebe. Liebe
     
  3. kleinhobbit

    kleinhobbit Guest

    ich habe schon 2 bücher darüber gelesen und auch schon meditationsübungen laut anleitung gemacht. aber wer sagt mir ob ich es richtig mache, wen kann ich frage, wenn ich veränderungen spüre und darüber reden möchte?
     
  4. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Zuerst einmal: Tantra ist kein Sex. Irgendwie hat sich diese oberflächliche Vorstellung völlig in unser Denken eingenistet. Tantra bedeutet so viel mir bekannt ist, als Grundidee schlicht nichts anderes, als dass grundsätzlich überall "der göttliche Funken" zu finden ist: Also auch im Kloputzen, im Supermarkt, auf der Autobahn, bei einem Naturspaziergang, bei der Verehrung und Einswerdung mit einem spirituellen Meister - oder eben halt auch im Akt der sexuellen Vereinigung. Da aber das letztere für die meisten Menschen eine starke Kraft darstellt, welche genutzt werden kann, um die Beschränkung des Ichs hinter sich zu lassen, wurden von den Tantrikern spezifische Techniken und Meditationen geschaffen, die unterstützend wirken sollen.

    Tantra aber auf Sex zu reduzieren, wie das bei uns immer wieder gemacht wird, ist Sache von Mitternachts-Boulevard-Sendungen der Privaten und der Bildzeitung.

    Ich schliesse mich also daher Lotusz durchaus an, wenn du dich für tantrischen Buddhismus interessierst, so solltest du dich mal näher bei der Vajrayana-Strömung des Buddhismus informieren. Allerdings bieten die wenigsten Gruppierungen in diesem Bereich "Sex-Kurse" an.
     
  5. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo kleinhobbit

    Da bin ich natürlich nicht der richtige Ansprechpartner, weil ich den Weg der Enthaltsamkeit beschreite.

    Da müsstest Du dir einen kompetenten Tantra-Lehrer suchen. Und ich vermute mal, das dürfte gar nicht so einfach sein. Nur jemand, der mehrere Jahre in die geheimen Tantrarituale eingeweiht wurde, ist wohl kompetent genug, andere anzuleiten. Frag doch einmal den Helmut, ob er dir einen kompetenten Tantra-Lehrer nennen kann.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  6. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo

    Mal ein paar Eindrücke aus den Seiten von Helmut Poller:

    Die ökonomische Entwicklung der tibetischen Gesellschaft nimmt eine merkwürdige und weltweit einmalige Wende: Ähnlich wie im europäischen Mittelalter werden Klöster nicht nur zu den einzigen Stätten der höheren Bildung, sie saugen auch beträchtliche Teile des umlaufenden Vermögens in Form von Spenden an, die Schatzmeister der großen Klöster vergrößern den Besitzstand ihres Hauses immer mehr, das Kloster nimmt noch mehr Mönche auf, diese benötigen noch mehr Spenden, ein verhängnisvoller Kreislauf beginnt, der jegliche wirtschaftliche und soziale Entwicklung der tibetischen Gesellschaft verhindert hat. Die Äbte der größten Klöster hatten die spirituelle Macht, die politische Macht, den Grundbesitz, die ökonomische Macht!

    Verschärfend kommt dazu, daß Arbeiten in der tibetischen Tradition nicht Sache der Mönche ist (im Gegensatz zu vielen chinesischen und japanischen Schulen), die Mönche, die um 1900 ein Zehntel (!) der männlichen Bevölkerung stellen, sind dem Prozeß der Wertschöpfung entzogen. (Zum Vergleich: in Österreich würden ähnliche Verhältnisse bedeuten, daß ca. 250 000 erwachsene, arbeitsfähige Männer ihr ganzes Leben lang nichts arbeiten, aber vom Rest der Gesellschaft notdürftig erhalten werden).

    Es gibt im Gegensatz zur europäischen Reformation und Aufklärung nie eine Gegenbewegung zu diesem ökonomischen Unsinn. Die spirituelle Praxis leidet natürlich auch unter diesen Verhältnissen, das geistige Niveau der Mönche ist größtenteils sehr tief, die Bevölkerung bettelarm und ungebildet, die medizinische Versorgung schlecht, eine traditionelle Ausländerfeindlichkeit der tibetschen Adeligen und Verwalter verhindert die Berührung mit anderen ökonomischen Formen, schließlich kommt es zur menschenverachtenden Zerstörung der tibetischen Kultur durch das chinesische Brutalregime, welches sich als entgegengesetztes Extrem ausschließlich am ökonomischen Fortschritt orientiert.

    Die erste Gruppe hat klar das Ausmaß der ökonomischen und geistigen Fehlentwicklung der tibetischen buddhistischen Gemeinschaft erkannt. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem für die Gelugpas seine Heiligkeit, der Dalai Lama, und das gewählte Oberhaupt der Nyingmapas, S.H. (Seine Heiligkeit) Penor Rinpoche, der als Vorsteher des größten Klosters der Schule der monastischen (mönchischen) Strömung zuzurechnen ist. Diese und viele andere Lamas vertreten, abgesehen von ihren Aktivitäten im Westen, im Osten doch eine Linie des Wiederaufbaus von Klöstern, achten aber auf eine strenge und hochstehende Ausbildung der Mönche und Nonnen genauso wie auf eine Einbeziehung westlichen Gedankenguts und westlicher Technologie, soweit es dem Fortschritt der Gemeinschaft angemessen erscheint.

    Die zweite Gruppe hat leider nichts aus den Ereignissen gelernt. Ich kenne etliche Fälle von Lamas, die im Westen durch das Geben von Einweihungen und Belehrungen, manchmal ohne Rücksicht auf die tatsächliche Kapazität der Schüler, zu westlichen Spendengeldern in manchmal beträchtlicher Höhe kommen. Damit wird dann gewirtschaftet wie eh und je. Mir sind Klöster bekannt, deren Mönche am Tag zwei Rituale rezitieren, der Rest der Zeit wird mit Kartenspielen und Videoschauen verbracht. Klöster sind wieder das geworden, was sie schon in Tibet waren: eine einfache Möglichkeit, zu einer warmen Mahlzeit zu kommen.

    Nach dem tibetischen Verwandtschaftsverständnis läßt der Inhaber eines solchen Postens natürlich Bruder, Neffen und Onkel nachkommen, wenn das möglich ist. Das reichlich fließende westliche Geld wird regelrecht vernichtet, zumal im Westen viele Menschen ihr stark belastetes Gewissen durch Spenden für „spirituelle Zwecke" entlasten möchten.

    Ich spreche mich nicht gegen Geldspenden für soziale Zwecke, Entwicklungshilfe und medizinische Versorgung (etwa der oft aus chinesischen Folterlagern entkommenen Flüchtlinge), schon gar nicht gegen Spenden an buddhistische Meister aus, aber man muß wirklich genau sehen können, was mit dem Geld passiert, um nicht unerquickliche Erscheinungen zu fördern.

    Die Übertragung der tantrischen Lehren steckt im Westen trotz scheinbar großer Zahlen von Übenden in den Kinderschuhen, was man auch daraus ersehen kann, daß es nach dreißig Jahren Vajrayana in Europa und USA keine zehn Europäer und Amerikaner gibt, die diese Lehren völlig gemeistert und verwirklicht haben.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  7. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
    Danke für den hervorragenden Link und den Text. Ich muss mir die Homepage unbedingt mal genauer anschauen, da scheint einiges endlich einmal aus einer ziemlich nüchternen Perspektive dargestellt zu sein.
     
  8. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
    Hallo fckw

    Ich bin von den Seiten auch zienlich begeistert. Endlich einmal jemand, der wirklich Ahnung vom Tantra hat. Ich habe mir vorgenommen, alle Seiten von ihm zu lesen. Nur mit seiner Einstellung zur Enthaltsamkeit bin ich aus verständlichen Gründen nicht einverstanden. Helmut P. wird aber in diesem Punkt mitunter etwas unsachlich. Dabei gibt es selbst im Tantra zölibatäre Strömungen.

    Alles Liebe. Gerrit
     
  9. kleinhobbit

    kleinhobbit Guest

    @fckw

    ich sehe tantra nicht als irgendwelche sexspiele.

    ich habe nach einem weg gesucht, ohne gleich zu einem therapeuten zu laufen, der mir zeigt wie ich mich öffnen kann und innere blockaden lösen kann.

    als ich dazu bereit war, endlich etwas zu ändern, kam mir tantra in den sinn und ich besorgte bücher und hab mich endlich verstanden gefühlt und bestärkt, dass ich den richtigen weg wählen würde.

    laut deinem mail, bin ich wieder etwas desillusioniert.

    gehe ich den falschen weg? weißt du vielleicht den richtige, der für meine probleme ratsamer wäre?

    kleinhobbit :danke:
     
  10. Lotusz

    Lotusz Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. Oktober 2002
    Beiträge:
    3.338
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    Hallo

    Ich habe auf den Tantraseiten noch ein bischen weiter gelesen:

    Leider oder vielleicht auch selbstverständlich, baut Tantra auf die gleichen Begriffe wie der Buddhismus/Hinduismus. Auch im Tantra spricht man von feinstofflichen Energiekanälen, den sogenannten Energiewinden und was es da noch alles gibt. Für mich ist das alles purer Humbug.

    Und zu guter letzt wird dann auch noch gesagt, dass die sexuelle Vereinigung ohne gegenseitige Anhaftung erfolgen soll. Das ist natürlich vollkommener Unsinn. Eine sexuelle Vereinigung ist IMMER mit einer Verhaftung verbunden. Ohne die sexuelle Erregung, ohne einen erregierten Penis ist eine sexuelle Vereinigung nicht möglich. Die Errektion aber beruht immer auf einer Verhaftung an die Sexualität.

    Alles Liebe. Gerrit
     
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