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Studien und Alternativmedizin vs. Schulmedizin

Dieses Thema im Forum "Gesundheit allgemein" wurde erstellt von Joey, 24. Mai 2006.

  1. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
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    Hallo,

    im Unterforum "Allegemeine Diskussionen" gibt es ja einen Thread über Impfungen. Die Diskussion da wurde im Eifer des Gefechts ein wenig allgemeiner, drum will ich einen sehr allgemeinen Aspekt hier aufgreifen.

    Ich will nicht behaupten, die Alternativmedizin wäre falsch. Diese Aussage will ich mir weder anmaßen, noch glaube ich sie komplett. Die hier oft sog. "Schulmedizin" hat aber gegenüber der Alternativmedizin meiner Meinung nach einen entscheidenden Vorteil: Viele (nicht alle) ihrer Behandlungsmethoden sind in medizinischen Studien überprüft und ihre Wirkung nachgewiesen.

    Wie solche Studien möglichst nach dem Doppelblindverfahren ablaufen wurde hier schon mehrfach berichtet; dennoch nochmal in Kurzform. Es gibt zwei Gruppen von Patienten: Eine wird mit der zu testenden Methode behandelt, die zweite mit einer wirkungslosen oder alten bereits bewährten Methode. Sofern möglich sollte weder der Patient noch die Personen, die direkten Kontakt zum atienten haben, wissen, zu welcher Gruppe besagter Patient gehört.

    So weit wie möglich ist also der einzige Unterschied zwischen den Gruppen die Behandlung. Der Placebo-Effekt ist in beiden Gruppen gleich. Auch andere Unterschiede, Lebensstandard oder Gesundheitszustand, sollten in beiden Gruppen etwa gleich aufgeteilt sein. Im Rahmen weiterer Studien können natürlich auch weitere Korrelationen untersucht werden, was auch geschieht.

    Bietet die zu testende Behandlung eine signifikante Verbesserung gegenüber der Placebo-Behandlung oder der alten, gilt die Wirksamkeit als nachgewiesen.

    Das ist kein medizinisches Detail, sondern ein sehr wichtiger Standard. Man kann dieses Verfahren als objektivierte Erfahrung deuten, denn etwas anderes ist es nicht, als Erfahrungen unter kontrollierten Bedingungen zu machen.

    Auch für Alternativmedizinische methoden wurden schon solche Tests durchgeführt. Mir ist keine Doppelblindstudie z.B. homöopathischer Methoden bekannt, die eine signifikante Wirksamkeit zeigte.

    Eine Freundin von mir ist mit Hilfe der Homöopathie eine tückische Sehnenscheidenentzündung losgeworden, die Ärzte nicht behandelt bekommen haben. Das ist gut, aber hat die Homöopathie das verursacht?

    Im Impfthread wurde ich gefragt, ob ich lieber eine Behandlung eines erfahrenen kompetenten Menschen oder einer Studie hätte. Mir ist die Studie lieber, denn, woher hat der kompetente Mensch seine Erfahrung, und was ist an der Erfahrung der Studie falsch? Die Studie liefert eine deutliche Statistik über die Wirksamkeit. Erfahrung ohne eine solche Statistik ist fragwürdig (nicht unbedingt falsch).

    Natürlich sind Ärzte auch nur Menschen, die Fehler machen, und Pharmaunternehmen wollen Geld verdienen. Aber ist das ein Grund, dem allen von vorn herein zu misstrauen und sich komplett der Alternativmedizin zuzuwenden? Pharmaunternehmen sind mächtiger als Heilpraktiker, aber auch letztere haben finanzielle Interessen. Warum kann man ihnen mehr trauen?

    Mich würde vor allem die Meinung von Heilpraktikern hier interessieren. Zugegeben, ich bin voreingenommen, und ich möchte versuchen zu überzeugen, dennoch kann eine sachliche Diskussion entstehen, oder?

    Viele Grüße
    Joey
     
  2. *arianrhod*

    *arianrhod* Guest

    Joey, ich könnte Dir sehr genau erklären, weshalb ich mich von der Schulmedizin abgewandt und andere Wege gesucht habe. Aber dann sprenge ich dieses Forum ;-)

    Und ich bin kein Einzelfall. Ich habe ständig mit Menschen zu tun, die arzt- und pharmageschädigt sind.

    Ich will die Schumedizin nicht verteufeln, sie hat nur einfach den Menschen als ganzheitliches Wesen aus den Augen verloren. Und deshalb passiert in diesem Bereich so viel Unsägliches.

    Keinesfalls sind alle Alternativmediziner Engel. Auch diesbezügliche Erfahrungen habe ich. Das größte Problem sehe ich in der oft sehr mangelhaften Fähigkeit zur Diagnose. Da hilft nur suchen, bis man den Menschen gefunden hat, der wirklich kompetent ist.

    Mein Ideal wäre ein Mediziner, der tatsächlich ein Studium absolviert hat und sich dann mit ganzheitlichen Methoden weiterbildet. Davon gibt es sehr wenige, leider.

    Was mich stört, ist, daß Du so viel Wert auf Statistiken legst. Die sagen nichts aus über die Schicksale, die dahinter stehen.

    Und Doppelblindversuche bewahren sicherlich nicht vor einer falschen Medikamentisierung. Abgesehen davon - was für Medikamente? Mit welchen Nebenwirkungen? Symptomwegdrücker, ohne dem eigentlichen Problem auch nur nahe gekommen zu sein.

    Die homöopathischen Mittel werden allesamt über lange Zeit hinweg von vielen Menschen getestet, nur so kommt man zu den Erfahrungswerten. Eine Methode, die mir wesentlich besser gefällt als gequälte Tiere, die in der Pharma IMMER und bei JEDEM Medikament herhalten müssen.

    Kann aus Qual und Tod Heilung entstehen?

    Ich denke, das ist ein Irrweg...und da kann mich keine noch so positive Statistik davon abbringen.

    Aber ich finde es gut, daß Du dieses Thema hier ansprichst und bin gespannt auf die Antworten.

    Danke!
     
  3. Joey

    Joey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2005
    Beiträge:
    18.909
    Ort:
    Hamburg
    Ein Uhrmacher kennt auch jedes Zahnrad einer Uhr und ihren Aufbau. Ist die Uhr kaput, liegt es an einem Zahnrad. Da ist es nicht sinnvoll die Uhr ganzheitlich zu betrachten.

    Der menschliche Organismus ist um Größenordnungen komplizierter als eine Uhr, und ich persönlich zweifel (im Gegensatz zu einigen Ärzten) auch daran, dass der Mensch nur aus seinem Körper besteht. Dennoch aber zu einem Großteil. Der Körper ist nonmal auch eine materielle Zusammenballung biologischer und chemischer Reaktionen. Und Behandlungen haben einen Einfluss auf diese Reaktionen. Dieser Einfluss kann negativ sein (Gift) oder positiv. Natürlich ist jeder Mensch ein Individuum, aber die Aufgabe von medizinischen Studien ist es die hauptsächlich positiv wirkenden Behandlungen auf die Gemeinsamkeiten des menschlichen Organismus herauszufinden.

    Nein, tun sie nicht. Das ist auch nicht ihre Aufgabe. Sie zeigen allerdings sehr gut Tendenzen, mögliche Gemeinsamkeiten im Ansprechen des Körpers auf eine Behandlung. Und sie sind die einzige Möglichkeit, Erfahrungen objektiv zu machen. Ich will das Einzelschicksal nicht ignorieren.

    Natürlich auch das nicht. Aber das liegt mehr an den Mediziniern als an der Medizin.

    Mal ein Extrembeispiel: Leukämie. Mit Hilfe einer Chemotherapie und manchmal auch einer Stammzelltransplantation ist es heute je nach Leukämieuntertyp in 10% bis 90% der Fälle möglich, die Krankheit zu überleben, ohne, dass sie wieder auftaucht. Man verstehe mich nicht falsch, das sind hammerharte Behandlungen, die ich niemandem wünsche. Aber sie sind die einzige nachgewiesene Chance. Ich habe eine Zeit lang in Foren über Leukämie rumgelesen. Es haben da viele Menschen geschrieben, deren Behandlung bereits Jahre zurück lag, und
    denen es heute weitgehend gut geht; die Spätfolgen können auch unangenehm sein, aber sie leben, was sie ohne die Behandlung nicht täten. Es hat kein einziger geschrieben, der/die durch Alternativmedizin geheilt wurde. Ich werte das als einen großen Erfolg der Medizin. Und das war nur mit der Hilfe solcher statistischen Studien möglich.

    Und was spricht dagegen, diese Erfahrungswerte in Form einer Statistik darzustellen? Und warum beharren einige Menschen auf der Wirksamkeit einer Behandlung, wenn sie in einer Statistik nicht besser als die Placebo-Behandlung abschneidet (wohlgemerkt im Doppelblind-Verfahren)?

    Über das Pro und Kontra von Tierversuchen... das ist so die "Kehrseite der Medaile". Natürlich mag ich sie nicht, und ich bin der Meinung, dass sie in einigen Fällen stark eingeschränkt werden können und sollten (ohne das belegen zu können). Ich hörte mal von einem Medikament gegen Wechseljahrsbeschwerden, deren Herstellung mit Hilfe schwangerer Stuten erfolgte, die eigens dafür geschwängert wurden und sonst nicht viel vom Leben hatten. Finde ich eine Riesensauerei. In anderen Fällen sehe ich das wiederum anders.

    So bitter es auch klingt: Ja. So wie aus Qual und Tod auch Nahrung entstehen kann (ich war deswegen mal eine ganze Weile Vegetarier. Inzwischen nicht mehr).

    Viele Grüße
    Joey
     
  4. *arianrhod*

    *arianrhod* Guest

    Joey, für den Moment sage ich mal nichts mehr dazu, weil wir sonst Gefahr laufen, uns im Kreis zu drehen.

    Es wäre schön, wenn sich noch andere zu Wort melden würden, gibt doch sicher noch ein paar Impulse?

    "Für den Moment" heißt allerdings nicht, daß ich nichts mehr sage...das war übrigens eine konkrete Drohung ;-)

    Aber heute verschone ich Dich, mir rutscht schon der Kopf auf die Tastatur.

    Schönen und interessanten Abend wünsche ich Dir!
     
  5. Pelisa

    Pelisa Guest

    Für mich stellen sich die Fragen:
    Warum wird den Statistiken misstraut? Immerhin versucht die Schuldmedizin auf nachvollziehbaren Weg Beweise zu bringen. Dass diese Studien manipulierbar sind, stimmt wohl. Aber die Alternativmedizin kann nicht einmal das bieten. Warum wird hier nicht misstraut? Denn auch Homöopathika, Bachblütentropfen, getrocknete Kräuter etc sind ein riesiger Markt. Auch hier gibt es wirtschaftliche Interessen. Bitte versteht diese Frage nicht polemisch, mich interessiert die Antwort wirklich. Doppelblindstudien kann man leicht ablehnen - aber warum wird dann nicht ein anderes Prüfverfahren entwickelt? Als die Konsumenten anfingen, bei Tierversuchen aufzuschreien, begann man auch, mehr mit alternativen Testmethoden zu arbeiten.

    Ihr schreibt immer wieder, dass man sich Zeit lassen muss bei der Suche nach einem guten Alternativmediziner oder Homöopathen. Warum wird den Alternativen dies zugestanden, nicht aber dem gewöhnlichen Schuldmediziner? Ich habe fast schon den Eindruck, wenn der Schulmediziner schlecht ist, wird das der Schulmedizin zugeschrieben, wenn der Homöpath schlecht ist, dem Menschen. Da wird mit zweierlei Mass gemessen.

    Ich habe meine Migräne mit homöpathischen Tropfen wegbekommen, nachdem ich es satt hatte, dass mit den normalen Medikamenten zwar der Schmerz bekämpft wurde, mir es aber am nächsten Tag mies ging. Zufall? Vermutlich. Ich kann inzwischen auch mit Stress viel besser umgehen, und das ist bei mir der primäre Auslöser.
     
  6. Aragon

    Aragon Mitglied

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    Ich komme immer mehr zu der Überzeugung das Prävention die beste Medizin ist. Die Leute geben viele tausend Euro aus um ihren Körper ( oder Teile davon ) gründlich zu ruinieren, und wollen dann die Wunderpille um das wieder zu Richten..................... das ist natürlich ein Schuß der nach hinten losgeht.

    Ich kenne nur wenige pharmazeutische Mittel die eine Krankheit wirklich Heilen.Es geht darum das Symptom - ( den Bluthochdruck, Diabetes,Kopfschmerz, Schmerzen allgemein,Leber, Nieren, Lungen, Magen -Darm oder was auch immer ) - zu Unterdrücken.

    Satistiken sind da nicht wirklich aussagekräftig weil sie in der Untersuchung ein Ziel vorgeben das nicht Heilung sondern möglichst erfolgreiche Symptomunterdrückung heist.

    Es wird ja im Grunde auch nicht verlangt die Wirksamkeit nachzuweisen sondern das etwas nicht schädlich ist ! Bzw. das Nutzen und Risiken in einem verträglichen Verhältnis zueinander stehen.
    Die Entscheidung ob das so ist liegt bei dem Hersteller. Und da wissen wir halt das der oft genug daneben liegt - ob wissentlich oder nicht lassen wir mal dahingestellt................

    Oder wie es immer so schön heist : trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
     
  7. auf|gefädelt

    auf|gefädelt Aktives Mitglied

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    Ort:
    Unterwaltersdorf
    Hast du dich schon mal gefragt, wieso etwas passiert!?!?!?
    Die Ursache ist einfach von der Schulmedizin nicht erfassbar, auch noch leider nicht von den meisten Alternativmedizinern (es werden aber immer mehr die Mut beweisen und hinter die Geschichte blicken). Es gibt für alles es einen Grund wieso es so ist - ebenso für diese o.a. Uhrengeschichte!
     
  8. *arianrhod*

    *arianrhod* Guest

    Pelisa, da ist bei mir vielleicht etwas falsch 'rübergekommen...

    In den ersten 30 Jahre meines Lebens kannte ich gar nichts anderes als Schulmediziner. Nach meinem 16. Lebensjahr suchte ich einen guten. Was ich alles dabei erlebte, will ich hier nicht näher erläutern. Es reichte auf jeden Fall voll und ganz, mich nach Alternativen umzusehen.

    Wenn ich schreibe, daß man auch in diesem Bereich suchen muß, so wr das als Warnung gemeint, nicht jedem Alternativmediziner uneingeschränktes Vertrauen entgegen zu bringen. Meine Kritikfähigkeit geben ich auch in deren Wartezimmer nicht ab.

    Was für mich persönlich ausschlaggebend ist, die Alternativen zu bevorzugen, ist die Tatsache, daß Schulmediziner in der Regel nicht nach dem Prinzip der Ganzheitlichkeit behandeln (auch nicht alle Alternativen, deshalb die Suche...!). Sie lernen, den Körper als etwas Isoliertes zu betrachten, eine Uhr (um dieses Beispiel aufzugreifen), bei der man nur ein Rädchen austauschen muß, damit sie wieder richtig tickt.

    Aragon, Prävention ist sicher gut und wichtig. Aber Krankheiten sind auch Lernprozesse. Und wenn wir auf anderen Wegen nicht lernen wollen, laufen sie über den Körper, denn einem "Aua" können wir nicht mehr ausweichen.
     
  9. Pelisa

    Pelisa Guest


    Ich habe nicht dich direkt angesprochen - schau dich im Forum um, wie oft ähnliche Sätze vorkommen! DEINE Krtikfähigkeit stelle ich nicht in Frage.

    Krankheit als Lernprozess... ja, schon, aber. Ich hatte regelmäßig nach großen Prüfungen Migräneanfälle - Ruhe war dringend nötig. Aber einem Krebskranken zu sagen "Du bist selber Schuld" und in einer extrem belastenden Situation noch eine weitere (unnötige) Belastung hinzuzufügen, das ist nicht in Ordnung.
     
  10. *arianrhod*

    *arianrhod* Guest

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    Pelisa, da stimme ich Dir uneingeschränkt zu! Das ist so ziemlich die größte Gemeinheit, die man einem schwer kranken Menschen antun kann!

    Ich bin mal an die Decke gegangen, weil die Lebensgefährtin eines Freundes zu ihm sagte: "Setz' Dich hin und denk' Dich gesund." Er hatte einen Bandscheibenvorfall, irre Schmerzen, und sie blickte völlig ungerührt auf ihn herab.

    Schlimm finde ich auch dieses Schulddenken bei Krankheit. Da sind wir ganz schnell bei den bösen Schwulen, deren Gottesstrafe Aids ist, nicht wahr?

    Nein ich sehe Krankheit nicht als Schuld, eher als Aufgabe. Jedes körperliche Symptom findet seine Entsprechung im seelisch-geistigen Bereich. Ich denke, daß wir hier auch die ersten Warnschüsse bekommen, aber sie halt gern überhören. Erst dann wird der Körper angesprochen, denn dann müssen wir reagieren.

    Oft wird ja davon gesprochen, daß die Seele den Körper krank mache. Das sehe ich nicht so. Ich denke, daß Krankheit immer auf allen drei Ebenen existiert und somit auch auf allen drei Ebenen behandelt werden sollte. Es ist eine Frage des Sich-seiner-selbst-Bewußtseins, inwieweit man dafür Hilfestellung von außen braucht.
     
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