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strafe muss sein?!?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von freeheart, 30. September 2004.

  1. freeheart

    freeheart Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2003
    Beiträge:
    531
    Ort:
    Nürnberg
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    hallo leute!

    sexualverbrecher, mörder, kinderschänder, terroristen, entführer...

    verdient jeder eine zweite chance?
    alle zum "psychologen" schicken?
    was ist mit wiederholungstätern?

    gibt es eine gerchte strafe für solche straftäter?


    ist schon spät...ich lass es einfach mal so stehen *g*

    lg blindheart
     
  2. Reinhold001

    Reinhold001 Guest

    Wie kommst du auf das Thema, liegt es an deiner Situation?

    Es ist schwer einen Mörder, Kinderschänder, Terroristen usw. zu verurteilen.
    Was ist eine gerechte Strafe? Ist es gerecht einen Mörder zum Tode zu verurteilen? Ist es gerecht über einen Kinderschänder den Stab zu brechen? Ist es gerecht einen Terroristen zu jagen, weil er für seine Überzeugung kämpft?

    Und die Höchststrafe für alle wäre der Psychologe.

    Ich habe viel erlebt in meinem Leben, ich habe verzweifelte Menschen kennen gelernt die zu alles fähig wären, was sie vorher verurteilt haben in bestimmten Situationen.

    Deshalb ist es sehr schwer Menschen die andren Böses antun zu verurteilen, weil man sich immer selbst ein Stück mitverurteilt. Warum zeigen wir mit den Fingern auf andere die nicht so sind, wie wir uns selbst sehen.

    Jeder glaubt doch kinderschänden, morden, usw. das würde ich nicht tun und das ist eine Lüge, jeder von uns ist zu solch einer Tat fähig.

    Deshalb sage ich, seit froh das ihr nicht morden müsst, seit froh das ihr keine Terroristen seit, aber Sexualverbrecher sind wir alle.

    Und anstatt sich zu Fragen warum mordet der Mörder, warum schändet jemand Kinder, warum ist jemand zu einem Terroristen geworden, warum entführt der Entführer. Diese Fragen stellen sich die Menschen nicht mehr, sie schreien lieber nach dem Scharfrichter.

    Wir Menschen tun uns gegenseitig so viel Leid an, die Frage ist nur, wer ist dabei der dritte Lachende?
     
  3. akutenshi

    akutenshi Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2004
    Beiträge:
    2.209
    ich bin mir sicher ich könnte einem menschen töten - dafür sehe ich gewisse gründe. ob ich es tun würde weiß ich nicht - aber in der lage wäre ich wahrscheinlich, wenn man mir alles wegnimmt und mir eine neue regierung vor die nase setzt. ich bin der meinung über die meisten terroristen sollte man sich nicht wundern sondern man sollte überlegen was man in der situation tun würde.

    aber einem widerspreche ich auf jeden fall. lieber reinhold ich würde nie im leben einem kind soetwas antun. zumindest sicher nicht mehr nach der geburt meiner kleinen geschwister und das ist etwas das ich nie im leben verstehen werde. ich rede noch nicht mal von 14jährigen mädchen die vergewaltigt werden sondern von kindern - 4, 5, 6jährigen. wie kann man denen sowas antun. wer zu soetwas in der lage ist hat es meiner meinung nach verdient sein leben lang eingesperrt zu verbringen, weil wenn er es einmal getan hat sollte man ihm nicht die chance geben es zu wiederholen. vergewaltigung verjährt - mord nicht? wieso eigentlich? der schaden ist oft annähernd der selbe.
     
  4. Reinhold001

    Reinhold001 Guest

    Hi,

    wenn ich von Sexualverbrechen rede, meine ich nicht, dass jeder Kinder vergewaltigen könnte. Sexualdelikte haben viele Gesichter. Und Gewalt hat da schon jeder ausgeübt. Ein Sexualverbrechen hört ja nicht bei Kindern auf, sie gilt auch unter den Erwachsen.
     
  5. romy_hexe

    romy_hexe Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. September 2003
    Beiträge:
    1.368
    Ort:
    Plauen/Sachsen
    Hallo an alle

    Ich denke, es ist kein guter Ansatz über Strafe zu reden. Meiner Meinung nach sollten die Ursachen der ganzen Geschehnisse beseitigt werden.

    Ich stell hier einfach mal einen Text rein, den ein hoch angesehener Medizinmann aussprach, der 1974 gestorben ist. Ich denke dieser Text spricht für sich. Und Täter wird man nicht von jetzt auf nachher, man wird zum Täter erzogen. Aus den verschiedensten Gründen.

    Das sollte nachdenklich stimmen.

    Alles Liebe und nachdenkliche Grüße
    Romy
     
  6. freeheart

    freeheart Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juli 2003
    Beiträge:
    531
    Ort:
    Nürnberg
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    wer ohne sünde ist soll den ersten stein schmeissen....

    ich bin auch der meinung, dass man zum verbrecher erzogen wird.
    und ich finde es auch nicht richtig auf einen verbrecher mit dem finger zu zeigen und sich an seinem leid zu erfreuen.
    ich möche das eben auf die delikte beziehen, die ich am anfang erwähnt habe.
    nicht auf die kleinen verbrechen, die tagtäglich in (fast) jedem haushalt
    passieren.

    ich stelle diese fragen hier, weil mich die antworten aus der sicht der "esoteriker" interessieren.
    denn wenn in anderen foren solche fragen auftauchen, sind die antworten darauf meistens voller wut und hass für solche straftäter. vorallem für kinderschänder.

    meint ihr also, die justiz macht sich die sache zu leicht, in dem sie sie alle ins gefängnis steckt?
    was ist mit nicht therapierbaren wiederholungstätern? hatten die einfach nur den falschen psychologen?
    es könnte aber auch sein, dass sie gar nicht wirklich "gesund" werden wollen.
    dass sie sich gar nicht bewusst werden wollen, wieso sie immer wieder morden z.b. was macht man mit solchen menschen?
    einfach frei herumlaufen lassen? wäre nicht die beste lösung. in die psychiatrie stecken und mit medikamenten vollpumpen?...ich weiss nicht so recht...

    sehr schwierig das thema...

    lg blindheart
     
  7. esperanto

    esperanto Guest

    ist ein wirklich schwieriges thema!

    denke auch, dass man zum verbrecher erzogen wird! es gibt immer eine vorgeschichte, welche erklären kann, wiso es zu diesem verbrechen gekommen ist! ...schlussendlich muss man sagen: der kann ja eigentlich gar nichts dafür - dass er so geworden ist!

    ...nur dies ist keine lösung! everybody needs a second chance!
    therapie vielleicht?

    hätte ich eine tochter und jemand würde sie vergewaltigen - dann würde ich diese person töten! ich bin ein ruhiger - liebevoller mensch! aber ich würde es tun!
    stünde ich dann vor dem richter und er fragt mich, ob ich es bereue, dann würde ich ihm sagen: nicht eine sekunde! ich würde es wieder tun! und kommt es nocheinmal vor, ich werde es wieder tun! keine therapie kann mir das ausreden!

    in wirklich gorsser liebe....esperanto
     
  8. Asathiel

    Asathiel Mitglied

    Registriert seit:
    15. Juni 2004
    Beiträge:
    598
    Ort:
    Nähe Hamburg / Germanien
    ursache --> wirkung

    in einer gesellschaft gibt es regeln, deren nichtbeachtung mit konsequenzen geahndet wird. jeder hat die möglichkeit, sich diese (in gesetzesbüchern) anzusehen. also kann jeder wissen, welche rechtlichen konsequenzen ihn erwarten. wer sich also frei willentlich zu einer straftat entscheidet, entscheidet sich damit auch für die konsequenzen.

    zum lamedeer zitat: gut und schön. in deren kontext. auf diese gesellschaft nicht übertragbar. ist vielleicht ne gute idee, solche vorschläge mal in UNSEREM gesellschaftlichen kontext zu betrachten, bevor man versucht, lösungsvorschläge aus komplett anderen kulturen zu übernehmen. das ist in etwa so, als würde man nem hungernden eskimo sagen: "ey, dann bau doch bananen an, bei uns in südamerika funktioniert das ganz toll!"

    wer ohne sünde ist, schmeiße den ersten stein? das hängt mal wieder an den definitioner der erfinder des begriffs "sünde". und das waren gewiefte marketing-strategen. nach deren ansicht hat ein neugeborenes kind schon n dicken batzen-erbsünde. also wäre niemand ohne sünde, keiner dürfte über andere urteilen. also wäre man den "verbrechern" komplett ausgeliefert, denn man müßte ihnen freie hand lassen. und dann wären wir wieder in der steinzeit: der mit der größten keule gewinnt.

    schlechte kindheit, psychische krankheiten etc? ist vielleicht ne erklärung, aber es entschuldigt nichts. was haben die opfer davon, daß sie von einem kranken mißhandelt wurden und nicht von nem gesunden? macht das für sie irgendeinen unterschied?

    klar, kann man verbrechern mit verständnis begegnen. aber nicht auf kosten/gefahr (zukünftiger) opfer.
     
  9. Syndra

    Syndra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.263
    Hallo zusammen,

    *Strafe muss sein!* über diese Aussage denke ich schon fast mein ganzes Leben lang nach. Ganz am Anfang hörte ich wie ein Mörder und Vergewaltiger bei der Beerdigung seines Opfers auf Bitten der Eltern im Trauergottesdienst in den *Segen* miteinbezogen wurde und konnte nicht verstehen. Müsste er nicht verdammt und genauso misshandelt werden wie das arme Mädchen?
    Dann im Studium fragte ich mich, wie ich als Anwalt einen solchen Menschen verteidigen sollte? Würde es mich nicht zu seinem *Komplizen* machen?
    Schließlich wurde ich Mutter und wäre bereit gewesen jeden zu töten, der meinen Kinder zu nahe kommt... Mittlerweile habe ich einige neue persönliche Wahrheiten, an die glaube und aus denen ich handle. Gesellschaftliche Strafen (ich meine jetzt das Strafrecht) *müssen* sein. Die Konsequenzen sind jedem Bürger klar, mordet er und wird überführt/verurteilt, geht er ins Gefängnis. Ich selbst strafe nicht mehr, meine Kinder haben es mir abgewöhnt. Was auch immer sie tun, sie glauben es ist richtig. Ich bin oft anderer Meinung, aber was nützen Strafen in solch einer Situation. Sie halten sie nicht vom Handeln ab. Ich kann ihnen die Konsequenzen ihres Handelns aufzeigen, wie sie dann wählen ist ihre Sache. Wenn ich persönlich nicht betroffen bin, kann ich mittlerweile mit Straftätern einigermaßen bewußt umgehen. Würde es meine Familie betreffen, wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht würde es mir mit meinem esoterischen *Wissen* etwas leichter fallen mit Wut und Trauer umzugehen, aber die *objektive* Justiz würde mich selbst vor dem Ausleben von Rache schützen, solange ich nicht in der Lage bin zu lieben, was ist....

    Viele Grüße,

    Syndra
     
  10. fckw

    fckw Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juni 2003
    Beiträge:
    5.803
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    Hach, wie herrlich, die Schweizer erkennt man immer wieder an der wundervoll blumigen Ausdrucksweise ihrer Sprache. *smile*

    (Kürzlich sagte ich - als Schweizer - zu einem Deutschen, ich könne ihm ein Buch nur schwer empfehlen. Worauf jener zu meiner Verblüffung zurückfragte: "Wieso, was ist denn mit dem Buch nicht in Ordnung?" Worauf ich für 5 Sekunden die Welt nicht mehr verstand. Dann wurde mir der Unterschied in den Sprachen klar: Im Schweizerdeutschen heisst "etwas schwer empfehlen", dass man eine Sache "äusserst empfehlenswert" findet. Im Deutschen meint das natürlich genau das Gegenteil!)

    Nur mal so nebenbei...
     
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