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Stoppt den Ilisu-Staudamm

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von opti, 17. August 2008.

  1. opti

    opti Guest

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    Der Ilisu-Staudamm ist ein Wasserkraftwerk, der in der Türkei, genauer gesagt, in Südostanatolien am Fluss Tigris, an der Grenze zu Syrien und Irak gebaut werden soll (siehe: Bild 1). Der Ilisu-Staudamm soll den Fluss Tigris 50 km vor der Grenze zu Syrien und Irak im überwiegend von Kurden bewohnten Gebiet im Südosten der Türkei aufstauen. Weltweit werden mittlerweile die Hälfte aller Flüsse mit Staudämmen versehen, so das etwa 45.000 Staudämme mit einer Höhe von mehr als 15 Meter in Betrieb sind. Die katastropalen sozialen und ökologischen Folgen dieser Staudämme sind mittlerweile hinlänglich bekannt. Das neueste Beispiel dieser verfehlten Staudammpolitik ist der Ilisu-Staudamm in der Türkei, der auch unter dem Namen GAP (Güneydoğu Anadolu Projesi = Südost Anatolien Projekt = SAP) bekannt ist. Nachdem das Projekt nach internationalen Protesten bereits 2002 gescheitert war, wurde es 2005 erneut aufgegriffen und 2007 unterzeichnet.

    Durch das Fortschreiten der Industrialisierung in der Türkei wird auch der Energiebedarf immer größer. Man rechnet mit ener jährlichen Steigerung des Energieverbrauchs von etwa 6 bis 7 Prozent. Dieser zusätzliche Energiebedarf soll durch Staudämme und Elektrizitätswerke gedeckt werden, die die Wasserkraft nutzen, um Elektrizität zu gewinnen. Bisher wurden in der Türkei an den Flüssen von Euphrat und Tigris, im Gebiet des biblischen Mesopotamien, 22 Staudämme und 19 Elektrizitätswerke gebaut. Die Türkei baut den 135 Meter hohen Ilisu-Staudamm, durch den ein 313 km² großer Stausee entsteht, der eine Länge von 135 km hat, nicht nur zur Energiegewinnung und um Wasser für die Bewässerung der Landwirtschaft zu gewinnen, sondern auch um seine Präsenz im mehrheitlich von Kurden bewohnten Ostanatolien weiter auszubauen. Ausserdem kann man den Ilisu-Staudamm als machtpolitisches Objekt gegenüber den arabischen Nachbarstaaten Syrien und Irak, die ebenfalls vom Wasser des Tigris abhängig sind, betrachten.

    Doch weder durch die sozialen, ökologischen oder politischen Schwierigkeiten, die durch das Projekt entstehen, lässt sich die Türkei von dem Projekt abbringen. Trotz der katastrophalen Auswirkungen des Projektes, bei dem mindestens 52 kurdische Dörfer und 15 kurdische Kleinstädte in den Fluten begraben werden, bei dem wertvolle Kulturdenkmäler für immer verloren gehen, bei der 7 Millionen Hektar fruchtbares Ackerland überflutet und mehr als 70.000 Menschen in eine ungewisse Zukunft übersiedelt werden sollen, schreitet die Planung weiter voran. Obwohl die Weltbank das Projekt wegen der unabsehbaren Folgen für die Umwelt und Gesellschaft ablehnt, trotz massiver weltweiter Proteste und obwohl die Türkei fast alle 153 Auflagen, die sie vertraglich zugesichert hat, ignoriert, rückt der Baubeginn immer weiter heran. Finanziert wird das Projekt übrigens durch eine deutsche, eine österreichische und eine schweizerische Gesellschaften. Die deutsche Euler Hermes Kreditversicherung (Hermes), die österreichische Kontrollbank und die schweizerische Exportrisikogarantie (ERG) haben Ende März 2007 entschieden, Exportkredite in Höhe von über 450 Mio. Euro für das Ilısu-Staudammprojekt zu übernehmen.

    Video zum Beitrag
     
  2. opti

    opti Guest

    Prof. Ismail Duman von der Universität Istanbul sagt in seinem Buch „Schätze im nassen Grab.“:

     
  3. Blue-Bliz

    Blue-Bliz Mitglied

    Registriert seit:
    2. März 2006
    Beiträge:
    600
    Ort:
    Proxima Centauri
    Ich bin sowieso für Atomkraft.
     
  4. opti

    opti Guest

    Ich auch, aber nur auf dem Proxima Centauri.
     
  5. cloned

    cloned Mitglied

    Registriert seit:
    6. März 2008
    Beiträge:
    203
    Ort:
    wien
    leider ist es so in sehr vielen bereichen,
    der mensch verwechselt leben mit wirtschaften...
    weitsichtiges denken ist "out", bietet zu wenig "action"
    der mensch, das wahre "faultier" wird immer wieder nach
    energiequellen suchen um ja nicht viel von seiner eigenen aufzubrauchen
    dazu werden sowohl die natur wie auch andere mitmenschen
    gerne und rücksichtslos "angezapft", konsequenzen verdrängt
    und irgendwann mit "irren ist menschlich", der globalen ausrede, entschuldigt..

    homo sapien, das wissende/vernünftige lebewesen *LOL*
     
  6. opti

    opti Guest

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    Die Eckdaten des Ilisu-Staudamms

    Quelle: Der Ilisu-Staudamm
     
  7. eva07

    eva07 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. April 2007
    Beiträge:
    5.949
    Ort:
    WIEN
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    Hallo,

    Es gibt doch Weltorganisationen (UNO, EU,..?) die sich mit dem allgemeinen Wohl der Menschheit beschäftigen und dafür Verantwortung tragen, dass kein Staat durch die Willkür des anderen einen Schaden erleidet.

    Wieso kümmern die sich nicht darum, dass das Wasser, ein Lebensquell, nicht von einem Staat, der näher der Quelle ist, im wahrsten Sinne des Wortes abgegraben werden darf, abgesehen davon, dass Menschen ihre Domizile und Freunde verlieren und auch wertvolles Kulturgut verloren geht.

    Wo sind die Verantwortlichen, wenn es um so wichtige Fragen geht? Diese müssten sich doch automatisch einschalten und eine dementsprechende Kontrolle und Forschung zur Verfügung stellen. :schmoll:

    Ach ja,

    Das Völkerrecht fordert die Benachrichtigung, die Konsultation sowie den Abschluss von Verhandlungen mit den Anrainerstaaten flussabwärts. Die Türkei ist dieser Verpflichtung bisher nur eingeschränkt nachgekommen. Von irakischer Seite kam es bislang zu Protesten des irakischen Wasserministers und vom österreichisch-irakischen Freundschaftsverein IRAQUNA.


    Der Damm darf so lange nicht gebaut werden, bis alle Auflagen erfüllt sind.
    Die wichtigste meines Erachtens ist, was gewährleistet sein muss, dass die von diesem Wasser abhängigen Staaten nicht darunter leiden dürfen.

    Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass jemals diese Auflage bei so einem riesigen Damm von der Türkei erfüllt werden kann.

    Demnach müsste dieses Bauvorhaben der Türkei verboten werden.

    Wenn es ein Völkerrecht gibt, ist dieses beim Internationalen Gerichtshof einklagbar.

    So gesehen wäre es gut, wenn die Türkei in der EU wäre. Sie könnte es verbieten, indem sie die Türkei unter Druck setzt, denn freiwillig wird sie dieses Projekt bestimmt nicht aufgeben.

    Was tun? :confused:

    eva07
     
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