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Stille versus “Empört euch” ?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von sosein, 31. Oktober 2011.

  1. sosein

    sosein Neues Mitglied

    Registriert seit:
    31. Oktober 2011
    Beiträge:
    1
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    Stille ?
    -Sollten wir uns gerade jetzt nicht eher empören und laut unsere Stimme vertreten?
    Was meint er mit „Stille“ ?


    Immer wieder lese und höre ich von intelligenten und sozialen Stimmen, die das Engagement im Außen und die Sicht nach Innen, die Meditation gegeneinander ausspielen wollen. Sowohl auf der „esoterischen Lichtfront“ als auch auf der Seite der „zivilgesellschaftlichen Akteure“ scheint eine Polarität zwischen Meditation und gesellschaftlichem Engagement für Irritation und Zweifel, und auch für Umut zu sorgen. In einem alternativen Magazin, der neuen Generation stand Annehmen oder Kämpfen gegenübergestellt. Es werden diese zwei Pole auf eine Weise gegenübergestellt, als ob man entweder nur das eine oder das andere machen könne oder vielleicht eben österreichisch handeln müsse: “… von jedem halt a bisserl. Dann wird’s schon irgendwie passen.” Aber der scheinbare Widerspruch bleibt aufrecht. So als ob einfach die Kraft und die Emotion fürs Kämpfen und sich Wehren und Verteidigen fehle, wenn man zu viel annehmen und akzeptieren würde.

    Stopp-Still- Aufwachen, raus aus dem Kopf oder Sie werden nachhaltig verrückt. Und noch verrückter in diesen nächsten Wochen und Monaten! Das Problem ist nicht, dass wir nicht richtig denken können, sondern, dass wir nicht aufhören können zu denken.

    Die meisten Menschen halten es für ganz normal, dass sie die ganze Zeit denken. Im Wechselspiel mit mal starken, mal eher diffusen Gefühlen und Sehnsüchten bauen sich immer wieder die selben Gedanken auf. So ist es stinknormal andauernd Pläne zu schmieden und logische Lösungen zu entwerfen. Sobald wir aber begonnen haben, unsere Gedanken zu beobachten (Meditation) und uns nicht gleich 100%ig mit diesen Gedanken zu identifizieren, werden wir bemerken, dass etwa 80-90% (nicht bestätigt, nicht gemessen) unserer Gedanken oder zumindest ein Großteil unserer Gedanken nicht entscheidend für das Gelingen unseres Lebens sind. Im Gegenteil, diese Vorherrschaft der Gedanken ist oft schädlich, sie zermürbt uns, führt uns in eine Art Lust/Schmerz Abhängigkeit vom Denken: Dieser Großteil der Gedanken sind Wiederholungen von Mustern, von zwanghafte, aber eben vertrauten Gedanken. Sie sind uns so vertraut und geben Gewissheit, Bestätigung, ja sie geben uns eine Existenzberechtigung. „Das bin ich ja !“

    - Achtung trügerisch. Das ist eine kurzfristige, falsche Gewissheit. Es folgt ein Evolutionary Update: Wir sind alle viel mehr als unsere Gedanken, mehr als diese trügerische Gewissheit des Verstandes. Das macht uns erstmal Angst und immer wieder wird uns diese Ungewissheit über uns und das, was wir wirklich sind auch in Zukunft noch mehr oder weniger Unbehagen bereiten. Wir meinen dann, es würde uns nicht mehr geben ohne den Verstand. Panik bricht aus in uns, doch dann stellen wir fest: Es gibt uns doch noch und der Verstand ist mehr zu einem nützlichen Mittel geworden, das wir immer mal wieder gut gebrauchen können. Nicht mehr als das. Es fühlt sich gut an, fühlt sich friedlich an.

    Willkommen in einer neuen Phase der Evolution: Dein Selbstgefühl „Ich bin“ muss nicht mehr mit deinem Verstand gekoppelt sein.
    Um ganz direkt und platt nochmals die Polarität des Denkens heraufzubeschwören, sage ich: Du hast nur zwei Möglichkeiten:

    1)Entweder du versteckst dich hinter der falschen Gewissheit deiner Gedankenmuster, dann musst du aber damit rechnen, dass dir dein wahres Sein durch sich schockhaft anfühlende Impulse der Außenwelt präsentiert wird, da es keinen Unterschied zwischen dir und deiner Außenwelt gibt. – Dem Kollektiv passiert das gerade, indem ihm z.B. sein “sicheres Geldsystem” weggenommen wird-.

    2) Oder du kapitulierst und gibst dich hin, begreifst, dass du mehr bist als dein Verstand und lässt dich auf das Abenteuer abseits, jenseits von Gedankenwelten ein, konzentrierst dich auf deinen Atem, deinen Körper und beginnst dem Nicht-Wissen, dem reinen Existieren und dem (So-)Sein mehr vertrauen zu schenken. Glaub mir, dort bist du nicht verloren, sondern sogar besser aufgehoben als zuvor. Dein Sein betrifft nämlich viel mehr als deine Emotionen und dein Denken. Der Grad deines inneren Friedens nimmt zu. Du erkennst: Bewusstsein benötigt keine Gedanken. Wir haben Descartes Paradigma „Ich denke, also bin ich“ überwunden.

    Auf deine dir entsprechende Weise wirst du dich für deine Umgebung engagieren. Natürlich wirst du noch denken und fühlen. Mit viel mehr Kraft ,Klarheit und nachhaltiger Entschiedenheit als damals, als du noch dachtest, dass du allein dein Verstand bist. Dann schwankst du auf praktische Weise zwischen Gedanken und Stille hin und her. Nein, das ist keine Trance oder Hypnose, sondern im Gegenteil viel bewusster und auch aufmerksamer dir und deiner Umgebung gegenüber als je zuvor. Darum meine ich, lasst uns ruhig unsere rasenden Emotionen oder sicheren Überlegungen für die Gesellschaft im Wandel feiern, aber gründen wir uns immer wieder in der Stille, in der Meditation. Dort trainiert sich die Abkoppelung von der alleinigen „unkreativen Überlebensmaschinerie des Verstand“ (Zitat Eckehart Tolle) hin zu deinem ganzen Sein nämlich am besten. Eine zusätzliche, freudvolle Bewusstheit neben dem Denken wird spürbar.
    Falls du jetzt nicht nur Lust zu meditieren, sondern auch Lust auf zivilgesellschaftliches Engagement bekommen hast, könntest du u.a.unser Projekt auf respekt.net unterstützen:

    „Hotline Stille – zum Err-IE-chen: A Day to Smell the Inbetween Gaps“
    Ein Tag, an dem der Effekt von “zu zweit in die Stille tauchen” für den Mainstream erschnuppert werden kann.

    Danke !
     
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