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Staat will Spenden für Flüchtlinge von Geldern für Hilfsorganisationen abziehen

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Loop, 5. April 2016.

  1. Loop

    Loop Überaus aktives Mitglied Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    28.871
    Ort:
    Wien
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    Hallo!

    Hier in Österreich bezahlt der Staat Hilfsleistungen von gemeinnützigen Organisationen für Flüchtlinge, möchte aber davon die Spenden für Transitflüchtlinge abziehen. Wenn man also Geld spendet für die Versorgung von Flüchtlingen, die weiterreisen wollen, dann erspart sich der Staat das.

    Was haltet Ihr davon? Ich nichts, um ehrlich zu sein. Was wird das für Auswirkungen auf die Spendenfreudigkeit haben? o_O


    http://diepresse.com/home/politik/i...Staat-will-Spenden-von-der-Forderung-abziehen


    http://derstandard.at/2000033283916/Fluechtlingshilfe-Bund-will-Spenden-abkassieren

     
  2. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    22.154
    Ort:
    VGZ
    Da hilft nur 1.

    Keine Geldspenden mehr leisten.
    Und wer Hilfe leisten will, der tu dies persönlich.

    Sonst kommt jedes Geld nicht an.

    Exakt: Es kann nicht sein, dass nun Spenden offiziell für Bomben und anderes Kriegsgeschirr herhalten müssen.
     
  3. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.285
    ich spende eh nur für Tiere.....:D

    da wird es Reaktionen geben bis man sie vergisst, machen kann man da eh nix....
     
  4. Lincoln

    Lincoln Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Januar 2013
    Beiträge:
    22.154
    Ort:
    VGZ
    Du spendest auch für die Großtiere ohne es zu merken, wenn du den Tieren nicht persönlich spendest. (Gibt ja auch Flüchtlingstiere)
     
  5. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109

    Ich hab in den Nachrichten davon gehört, finde es gruselig. Der Staat hat Verantwortung und wälzt sie einfach auf die Bürger ab. Ich finde das schäbig.
     
    Loop gefällt das.
  6. GrauerWolf

    GrauerWolf Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Juni 2014
    Beiträge:
    13.914
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    :dontknow: ???
     
  7. Shania

    Shania Guest

    Ich verstehe diese ganze Aufregung ehrlich gesagt nicht.

    Die NGO's haben Aufwendungen für die Flüchtlinge, die sie dem Finanzministerium in Rechnung stellen und auch refundiert bekommen. Zusätzlich erhalten diese Organisationen zweckmäßige Spenden......
    Dh sie halten 2 x für die gleiche Sache die Hand auf.
    Dazu fällt mir nur das Wort "Bereicherung" ein.

    Wenn man jetzt bedenkt, dass sich die NGO's gerade mit der Flüchtlingsbetreuung eine goldene Nase verdienen und das Ganze mittlerweile schon ein sehr gewinnträchtiges Geschäft ist bei zum Großteil ehrenamtlicher Tätigkeit der Mitarbeiter vor Ort, kommt eine sehr schiefe Optik auf.

    Was passiert mit den Spenden?
    Haben diese Spender kein Recht auf eine Offenlegung der gespendeten Gelder?
    Wieviel von dem zweckmäßig gespendeten Geld wird auch zweckmäßig verwendet?
    Oder umgekehrt: Was soll mit der Nicht-Offenlegung verheimlicht werden?
    usw

    Die NGO's haben sich im Herbst bei Vertragsunterzeichnung mit der jetzt durchgeführten Vorgangsweise einverstanden erklärt.
    Also was soll jetzt das Geschrei?

    Abgesehen davon finde ich die Vorgangsweise vom Innen-/Finanzministerium völlig ok.
     
    regen..., Anevay und GrauerWolf gefällt das.
  8. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
    Grundsätzlich bin ich für Transparenz bei den NGOs. Womit ich aber nicht einverstanden bin, ist die m.E. ziemlich freche Gegenrechnung der Spenden mit den Zuwendungen, die der Staat beim Thema Flüchtlinge meines Wissens nach zugesichert hatte. Flüchtlingskosten sehe ich in der Verantwortung des Staates, die NGOs sind nur Dienstleister. Dass NGOs ehrenamtliche Helfer beschäftigen, kommt nicht zuletzt dem Staat zu Gute. Was offenbar gerne vergessen wird ist, dass auch Vereine, und insbesondere auch die NGOs Unternehmen sind und nicht nur Geld-, sondern auch Sachspenden als Einnahmen gelten, die zu versteuern sind. Insofern ist diese Gegenrechnung ein doppelter Griff des Staates in die Taschen.
     
    Loop gefällt das.
  9. Shania

    Shania Guest

    Man kann davon halten was man mag. Tatsache ist jedoch, dass dieser Passus vereinbart und von jedem einzelnen NGO schriftlich anerkannt wurde. Vielleicht hätten sich diese Herrschaften die Vertragspunkte auch nach dem €uro Zeichen einverleiben sollen.

    Der Staat stiehlt sich nicht aus dieser Verantwortung. Die Kostenübernahme ist gewährleistet und wird je nach Aufwand abgerechnet.

    http://diepresse.com/home/politik/i...Staat-will-Spenden-von-der-Forderung-abziehen
    Abgegolten wird übrigens der gesamte Aufwand für die Flüchtlingsbetreuung, inklusive der anteiligen Personal- und Infrastrukturkosten der Hilfsorganisation.

    Es ist richtig, dass die NGO's viele Einnahmen verbuchen können.
    Jedoch sind diese Einnahmen aufgrund der anerkannten Gemeinnützigkeit steuerbefreit (BAO ab § 35) und könnten somit theoretisch zur Gänze zweckmäßig verwendet werden.
    Auch das stimmt so nicht.
    Der Spender kann einen Teil seiner caritativen Spende steuerlich geltend machen und für den Empfänger - in diesem Fall NGO's - ist diese Spende zu 100 % steuerbefreit. In diesem Fall gibt es nur einen Gewinner und das ist nicht der Staat.

    Ich finde diese Vorgangsweise der NGO's sehr plump und durchsichtig, wenn sie jetzt noch einmal die Spender vor ihren Karren spannen wollen. Die NGO's haben durch die Bank sehr schnell gewittert, dass mit der Flüchtlingsbetreuung sehr viel Geld zu scheffeln ist und haben diese Gelegenheit wahr genommen und den großen Kuchen unter sich aufgeteilt. Aber sicherlich nicht aus reiner Mildtätigkeit.....:sneaky:

    Die Verträge werden jetzt neu ausgehandelt und dann schauma mal, ob unsere Regierung Rückgrat zeigt oder wieder umfällt.




     
  10. Lichtpriester

    Lichtpriester Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. April 2012
    Beiträge:
    19.109
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    Sobald der Staat Spenden und staatl. Zuwendungen bzw. Aufwandsentschädigungen gegenverrechnet, reduzieren sich die Kosten des Staates. Und genau das ist ja geplant.

    Das halte ich zumindest teilweise für ein Gerücht. Ein Verein ist ein Unternehmen (wenngleich auch ohne Gewinnabsicht) und hat Steuern zu bezahlen.

    https://www.bmf.gv.at/services/publikationen/Vereine_und_Steuern_2_Auflage_2013_2.pdf

    Um steuerliche Absetzbarkeit von Spenden geht es mir nicht. Sobald ich (oder wer auch immer) einer Organisation, einem Verein Spenden zukommen lasse - und der Staat rechnet einfach seine zu leistenden Zuwendungen dagegen und reduziert sie - dann ist weder der Steuerzahler der Gewinner, noch der Verein - sondern einzig und allein der Finanzminister. Denn mit Zuwendungen Bürger + Zuwendungen Staat kann der Verein mehr Wohltätigkeit tun als mit verminderter oder nicht vorhandener Zuwendung vom Staat. Ergo ist wieder der Bürger - in dem Fall (wenn wir mal die Flüchtlinge ausnehmen) der Schwächste der Gesellschaft - der Verlierer.

    Einen Spender kann man gar nicht vor den Karren spannen, es entscheidet immer der Bürger selber, ob und wem er spendet. Ich finde es ehrlich gesagt auch nicht sehr fair, gegen die NGOs zu wettern, wie sie sich (sinngemäss) bereichern - aber die Rund-um-die-Uhr-Arbeit dabei völlig ausser Acht zu lassen. Auch hier ist der Staat Nutzniesser und nimmt, ohne mit der Wimper zu zucken.
    Abgesehen davon gibt es auch noch ganz andere, die an der Flüchtlingssituation Geld scheffeln, das interessiert nicht? Da ist es ok? Aber nur weil Menschen ehrenamtlich arbeiten und für die Mitmenschen unentgeltlich was tun, haut man ihnen Knüppel vor die Füsse? Finde ich nicht in Ordnung.

    Transparenz - ja, selbstverständlich. Bin ich dabei. Aber alles andere halte ich für unfair. Klingt eher nach "blauer Partei" denn nach Mitmenschlichkeit. Sorry.
     
    Palo, Loop und Lucia gefällt das.
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