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spirit vs religion

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von intrabilis, 23. Februar 2005.

  1. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2005
    Beiträge:
    1.541
    Ort:
    ungefähr da
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    Erstmal ein Hallo an Alle
    Bin das erste mal da und will gleich eine Frage aufwerfen die mich brennend interessiert. Ich komme von der Theologie und bin umgesattelt auf Geschichte (Klassik un frühes Mittelalter, liegt ja nahe) Sagenkunde und Linguistik. Bei allen Büchern die ich gelesen, Gespräche die ich geführt habe komme ich zu dem Schluss, dass allen religiösen Erfahrungen, denen sicherlich ein spirituelles Erlebnis zugrunde liegt, ein wahrer 'Turmbau zu Babel' folgt, in dem sich theologische Gebilde im Lauf der Zeit immer weiter vom Ursprung enfernen. Jede Art von organisierter Religion strebt nach Macht un Einfluss. Das geht soweit, dass Personen die ein spirituelles Erlebnis hatten, oder dieses theologische Gebilde nur anzweifeln, mundtot oder sogar beseitigt werden (katholische Spezialität). Fakt: Jede spirtiuelle Erfahrung stellt eine potentielle Gefahr für die etablierten , auf theologischer 'Fantasterei' basierenden Religionen dar. Vieleicht habe ich zu einschlägiges Material gelesen, deswegen würde mich Eure Meinung und spezielletwaige Contras sehr interessieren.
     
  2. Bijoux

    Bijoux Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10. August 2004
    Beiträge:
    2.383
    Hallo Intrabilis,
    ich habe mit der etablierten Kirche auch nichts im Sinn, bin aber mit meiner Kritik an ihr vorsichtiger geworden.
    Das liegt zum einen daran, dass ich Menschen kenne, die charismatische Gottesdienste besuchen und beseelt und mit leuchtenden Augen von ihnen berichten.
    Es scheint da so etwas wie ein mystisches Erleben mit vielen Menschen zu geben, aehnlich wie ich es von Gemeinschaftsmeditationen kenne.
    Ich glaube, die Kirchen oeffnen sich heute schon ein bisschen!
    Obwohl ich dir in der Grundtendenz recht gebe. Das spirituelle Erlebnis, die Vereinigung mit dem Goettlichen, scheint an sich nicht sehr gefragt zu sein ;)
    Das liegt am exoterischen Gottesbegriff.
    Er wird in den Religionen als eine personifizierte Einheit, als "Gott" verstanden, dem gegenueber der defizitaere Mensch von Anfang an eine Bringschuld hat und um dessen Gnade er flehen muss.
    Im Spirituellen geht man ja den esoterischen Weg, man moechte das Goettliche in sich selber freilegen und sich mit ihm verbinden.
    Aber wie ich anfangs schon sagte, kann man spirituelle Erlebnisse sicher auch in der Geborgenheit einer christlichen Gemeinde (viele Menschen brauchen das!) finden.
    Was ist denn das Beten des Rosenkranzes rauf und runter anderes als eine Mantrameditation?
    Das ist nur EIN Beispiel.
    Ich gehe sehr gern in Kirchen, setze mich hin und lasse die Atmosphaere auf mich wirken.
    Einmal stiess ich dort auf einen Gebetskreis von Frauen, die laut und wiederholt "Gegruesset seist du, Maria ..." beteten.
    Ich setzte mich hin, schloss die Augen und lauschte.
    Ich geriet sehr schnell in eine Trance und einen anderen energetischen Zustand.
    Mein Inneres oeffnete sich, ich war beseelt, hatte ein spirituelles Erlebnis und wer sagt denn, dass diese katholischen Frauen nicht auch eins hatten?

    Bijoux
     
  3. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2005
    Beiträge:
    1.541
    Ort:
    ungefähr da
    Hi Bijoux,
    Dem kann ich natürlich nicht widersprechen. Im Endeffekt 'schnitzt' sich wohl jeder seinen Glauben zurecht, der seinen individuellen Ansprüchen angpasst ist.
    Auch ich besuche Kirchen, wenn auch eher wegen ihrer Architektur oder einem Konzert (vor allem wenn es sich um Barocke Musik handelt).
    Aber ich möchte noch einen Schritt weiter gehen.
    Spätestens Moses hat aus Gott eine Art 'Schlächter der Ungläubigen' gemacht.
    Der selbe Gott hat Massen von anders Denkenden in einer Flutkatastrofe ermordet. Die 'Idee' Gott duldet offenbar nichts anderes neben sich.
    Und es ist schon merkwürdig, dass das nur unseren 'lieben Gott' (alias Jahwe, alias Allah) betrifft. Unter dem Deckmantel Religion (und auch der Nationalsozialismus im III. Reich ist als solche zu bezeichnen) ist unendlich viel Leid über die Menschheit gekommen. Die Greueltaten unter dem römischen Pontifex werden wohl nie in Vergessenheit geraten. Diese Art der Religion stellt einen potentielle Gefahr für alle Menschen dar und ist als solche schlichweg abzulehnen.
     
  4. markus_7

    markus_7 Mitglied

    Registriert seit:
    21. Februar 2005
    Beiträge:
    41
    Ort:
    Tirol
    Hallo Intrabilis!

    Ich sehe das ganze etwas anders. Spirituelle Entwicklung ist unabhängig von vorgefestigten religiösen "Gebilden". Religionen streben künstliche (illusorische) Macht an, Menschen, die sich spirituell entwickeln ernten wahre Macht. Ich bin der Meinung, dass man seine eigene Natur pflegen muss, um Veränderungen bewirken zu können. Andererseits bieten Religionen auch gewisse Vorteile: Am Ende geht es um die Entwicklung der gesamten Menschheit, und Gruppen sind leichter zu führen als einzelne Individuen.
    Was die Machtkämpfe in der Kirche angeht muss ich dir Recht geben, das spür ich schon seit Wochen sehr intensiv, dass da einiges abgeht.
    ...Und.. Mein Beileid zum Verlust deines Kollegen...
     
  5. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Februar 2005
    Beiträge:
    1.541
    Ort:
    ungefähr da
    hallo !!
    Ich glaube, die Wurzel allen Übels liegt im "wir sind besser als die Anderen, unser Glaube ist der wahre, und zum Gipfel noch Rassismus".
    Damit lassen sich Menschen immer noch allzuleich einwickeln.
    lg
     
  6. markus_7

    markus_7 Mitglied

    Registriert seit:
    21. Februar 2005
    Beiträge:
    41
    Ort:
    Tirol
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    Hi!

    Die Phase, in der so gedacht wird, kann sich nicht mehr lang halten. Heutzutage ist alles so forciert und global, dass sich so grundlegend falsche Ansichten einfach nicht mehr lang gegen die große masse behaupten können...
    Das ganze System kann dem Druck, der auf seinen Schwachstellen liegt, nicht mehr lang stand halten. und so wird alles mehr oder weinger langsam zusammenbrechen - und damit mein ich nicht den Weltuntergang, sondern ein massives Umdenken bei den Menschen aus allen Kulturkreisen.
    Es arbeiten bereits viele Menschen und andere daran, den Plan in die richtige Richtung zu lenken...
     
  7. Damura

    Damura Guest

    Ich denke, dass die Kirche im Grunde nichts mit "Gott" zu tun hat. Es gibt in den Kirchen sicherlich genauso viele spirituelle Menschen wie überall anders auch. Also mehr so aus dem Gesichtspunkt: Kein Unterschied ob nun eine katholische Glaubensgemeinschaft oder die BMW-Werke. Ich vermute mal, dass es in allen Religionen dasselbe ist. In jeder Religion findest Du Menschen die stur an den Büchern hängen, an Ritualen und Vorgesagtem, dass sie aber keineswegs verinnerlicht oder verstanden haben.

    Es mag darauf zurückzuführen sein, dass die ursprünglich Wissenden ja Menschen anzogen, lehrten, die selbst aber nicht wirklich dieses Wissen erlangen konnten (warum auch immer) und somit sich etwas daraus bauten, was sie für wahr hielten. Ich glaube nicht, dass es ursprünglich darum ging, die Menschen wissentlich in die Irre zu führen, sondern sie waren selbst in die Irre gegangen und hielten dieses "Irren" für die "Wahrheit".

    Und wenn nun natürlich wiederum jemand kommt, der eine "echte" spirituelle Erfahrung gemacht hat und dadurch plötzlich in der Lage ist, aus der Bibel keine Märchenstunde zu machen, sondern ihr Sinn und Logik zu geben, dann müßten sie auf ihren Irrtum schauen.

    Somit bricht ein Glaubenssystem in sich zusammen und wer will das schon erleben ? Es sagt sich immer so leicht: Umdenken. Aber je nach dem wie stark und tiefverwurzelt ein Glaubenssystem ist, so geht das "Umdenken" mit starken Schmerzen einher, mit Angst und noch so ein paar unschönen Emotionen, die zum Teil lebensbedrohlich wirken.

    Und eh man selbst sich diesen Emotionen aussetzt, die man zudem ja nicht versteht, da setzt man doch lieber diesen Störenfried den Emotionen aus und erklärt ihn schlichtweg als "Lügner". In schlechten Zeiten wurden solche Menschen sogar zu Tode gefoltert und auch das geschah mE aus dieser Angst heraus, sich zu infizieren :D ... somit preßte man dem armen Menschen doch lieber (wenn auch völlig unlogisch) ein Geständnis raus und verbrannte ihn danach auf dem Scheiterhaufen, als sich selbst einzugestehen, dass alles woran man geglaubt hatte (oder auch nicht) zusammenbrach.

    Selbst die, die in Wirklichkeit gar nicht an Gott glauben und sich nur an der Religion bereichern (und davon gibt es sicher immer noch viele), was müssen die denken/fühlen, wenn sie erfahren, dass es diesen "Gott" wohl doch gibt :D :D :D

    Ja. Vielleicht ist das wirklich der Hauptaspekt. Das der Großteil der Bevölkerung, der Mächtigen nicht im geringsten an so etwas wie Gott glaubt und deshalb muss einfach jeder, der auch nur den Anschein erweckt, das Gegenteil beweisen zu können - "beseitigt" werden.
     
  8. markus_7

    markus_7 Mitglied

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    Interessant an dem Ganzen ist, dass die Werke der Hl. Hildegard v. Bingen, in den meisten Fällen vom Papst anerkannt wurden. Dabei hat sie behauptet, dass Gott männlich und weiblich ist :escape: !! Und sie empfand Homosexualität als nichts negatives :kiss3: !! etc. etc. etc. ... und das im 12. Jhd.!!!
    Wo ist diese Toleranz heute?
     
  9. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

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    Möge es sehr, sehr schnell gehen

    Ist mir durchaus bekannt. Ich wünsche ihnen alles gute, und viel erfolg (und das mein' ich genau so)
     
  10. intrabilis

    intrabilis Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Damura
    genau da wollte ich hin
     
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