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Solche Angst vor dem Tod und Krankheiten

Dieses Thema im Forum "Trauer" wurde erstellt von Cat1977, 16. Dezember 2011.

  1. Cat1977

    Cat1977 Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2006
    Beiträge:
    48
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    Hallo, ich bin hier bestimmt falsch, da ich niemanden verloren habe aber ich muss mich mit dem Thema beschäftigen um nicht krank zu werden und ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll. Vielleicht kann mir ja jemand helfen... ich bin 32 Jahre, habe eine kleine Tochter und grundsätzlich ein sehr solides Leben. Allerdings bin ich sehr emotional und äußerst familiengebunden. Viele Jahre habe ich damit verbracht, meine Großeltern und teilweise Eltern im Krankenhaus zu besuchen nach schwierigen OP´s, verbringe viel Zeit damit zu "prüfen", ob alle gesund sind, sich wohl fühlen... Ich tue alles für meine Familie damit alle alles haben und sich wohl fühlen. Meine kleine Tochter ist sehr infektanfällig. Nicht schlimm aber es kommt halt immer wieder und ist sehr nervenaufreibend, wenn man alles tut und nichts diese Infekte verhindern kann. Aber auch das krieg ich normalerweise hin.
    Nun ist es aber seid einiger Zeit verstärkt zu Situationen gekommen (Notarzt etc.) die mich jetzt regelmäßig in Angst versetzen. Vor einigen Tagen war es schlimm: ich mußte anhalten an der Straße weil ich nur noch geweint habe und mein Herz gerast ist und ich der Situation nicht mehr gewachsen war. Ich verspüre fast schon eine Zwangshandlung, ständig anzurufen und zu fragen ob alle ok sind. Konkret heißt das: ich habe ein sehr großes Problem mmit dem Tod meiner Großeltern. Sie sind schon alt und krank aber ich kämpfe schon immer für sie, damit ich sie solange wie möglich um mich haben kann und mit jedem Notarztauftreten, jedem Unwohlsein verfalle ich zunehmend in Panik. Mittlerweile bringt mich eine laufende Nase meiner Tochter schon aus dem Konzept und ich könnte nur heulen.
    Ich muss was tun, denn es wird schlimmer und ich habe Angst, dass ich, wenn ich nicht von Anfang an was tue, die Kurve nicht mehr bekomme und ich muss für meine Tochter und Familie da sein und stark sein. Was kann ich tun?
     
  2. gloria66

    gloria66 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Mai 2010
    Beiträge:
    1.235
    solch eine belastung würde ich mit einem arzt besprechen und eventuell mir auch medikamentöse hilfe holen das du nicht vollends einknickst.lass dir helfen.dir und deiner familie alles gute.
     
  3. enna

    enna Mitglied

    Registriert seit:
    26. März 2011
    Beiträge:
    548
    Ort:
    Niedersachsen
    Liebe Cat,
    lass Dich erst einmal drücken. :trost:

    Auch ich würde Dir zu einem Arztbesuch raten. Du hängst in einer Angstschleife und mit jeder Bewegung schlingt sie sich stärker um Deinen Hals.
    Du hast Dich so in Deine Angst hineingesteigert, da bedarf es unbedingt ärztliche Hilfe, da Dein Leidensweg auch der Leidensweg Deiner Familie sein wird.

    Du scheinst nur noch in der Zukunft zu leben und Dir auszumalen, wie schlimm alles werden könnte. Woher stammen diese Ängste, hast Du Dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?
    Meist entstehen unsere Probleme in der Kindheit und je nachdem wie schlimm sie waren oder wie schlimm wir sie empfunden haben, hängen sie in einem dunklen Sack auf unserem Rücken und begleiten uns als Schatten durch unser Leben.

    Schau mal zurück und versuch an die Wurzel Deines Problems zu stoßen. War Deine Kindheit so, wie sie hätte sein sollen, bekamst Du die Liebe, Aufmerksamkeit und Berührungen die Dir zustehen? Hattest Du in der Zeit unter Verlustängsten zu leiden durch Tod, Scheidung oder Trennung?

    Wie sieht es bei Dir mit der Eigenliebe aus? Wertschätzt Du auch Dich mit der gleichen Intensität wie Du es bei Deiner Familie handhabst?

    Liebe Cat, Du musst nicht immer für Deine Familie stark sein, Du darfst auch mal schwächeln, nicht immer parat stehen und ganz bestimmt nicht immer helfen. Du nimmst ihnen damit ihre Selbständigkeit und die Möglichkeit zu wachsen.
    Genauso ist es mit Deiner Tochter. Je mehr Du sie in Watte packst, je anfälliger und unselbständiger wird sie werden. Kinder müssen durch ihre Kinderkrankheiten, sonst bekommen sie diese im Alter. Dann sind die Auswirkungen meist viel schlimmer, als sie im Kindesalter je sein werden.
    Auch Deine Großeltern. Sie sind alt und irgendwann einmal müde und würden gern gehen. Dann kann Deine Angst und Traurigkeit ihnen diesen Weg erschweren und sie plagen sich weiterhin in diesem Leben.
    Wir sterben nicht, wir wechseln nur die Räume. Sie werden auch dann noch in Deiner Nähe sein, viel stärker und intensiver als bisher und wenn Du dann ganz still bist, wirst Du sie fühlen, hören, riechen oder anders bemerken.

    Geh bitte zum Arzt und sprich mit ihm, lass Dir dort helfen. Tu es für Dich und Deine Familie.

    Fühl Dich umarmt. :umarmen:
    Lg enna
     
  4. naninia

    naninia Mitglied

    Registriert seit:
    6. Februar 2011
    Beiträge:
    191
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    liebe cat,
    ich würde auch zum arzt raten - denn in diesem zustand, in dem du dich nun befindest, ist es nur sehr mühsam, alleine das ruder wieder in die hand zu nehmen.
    sobald sich das etwas stabilisiert hat, kannst du auch andere methoden in erwägung ziehen, aber derzeit ist wirklich ein arztbesuch angezeigt.
    und habe bitte keine scheu.
    alles liebe dir :)
     
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