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Sohn von Regisseur tötet sechs Menschen in Kalifornien, weil er noch Jungfrau war

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Tarbagan, 26. Mai 2014.

  1. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
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    In den Deutschen Medien wird das Thema momentan kaum behandelt, aber in Amerika ist es seit gestern überall als Schlagzeile zu lesen:
    Der 22jährige Elliot Rodger, Sohn des Hollywood-Regisseurs Peter Rodger (Co-Produzent von "Die Tribute von Panem" aka the Hunger Games) hat gestern in Kalifornien 6 junge Leute ermordet und 13 weitere verwundet, teilweise schwer.

    Der Fall ist sehr interessant, weil Elliot in seinem 137-seitigen Manifest sehr offen über seine Probleme spricht, auch einige Youtube-Videos online stellt er online. Er spricht davon, dass er von Frauen immer abgelehnt wurde, egal, was er probierte, obwohl er reich, gutaussehend und klug, ein Gentleman war und einen nagelneuen BMW fuhr. Er fantasierte auch davon, Sex zu verbieten und Menschen dafür einzusperren.

    http://www.augsburger-allgemeine.de...gisseur-toetet-sechs-Menschen-id29963902.html

    Hier das Video des Jungen:
    https://www.youtube.com/watch?v=5EVEq-NikxA

    Bin gerade dabei das Manifest zu lesen und muss sagen, es ist so skurril, dass es schon fast lustig wäre, wenn die Umstände nicht so tragisch wären.
    Was ich aber ganz schrecklich finde ist der Umstand, dass diese Geschichte von diversen politischen Gruppen jetzt rein auf den "Frauenhass" reduziert und damit instrumentalisiert wird, obwohl sein Frauenhass ja nur ein Symptom seiner Probleme war, nicht der Auslöser. Sowas finde ich schon abartig, wie man jeden Mist dafür verwenden kann, seine Agenda voranzutreiben.
     
  2. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
    wo gibts das Manifest?
     
  3. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Hier ist das volle Manifesto:
    http://www.scribd.com/doc/225960813...s-shooting-suspect-My-Twisted-World-manifesto

    Um dich mal geistig auf das skurrile Zeug einzustellen, das da kommt, kannst du dir diese Diskussion auf bodybuilding.com angucken, wo er ganz kurz vor seinem Attentat noch einen Thread eröffnet hat:
    http://www.docdroid.net/ckku/im-tir...h-hot-chicks-bodybuildingcom-forums-.pdf.html
     
  4. Grey

    Grey Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. Oktober 2007
    Beiträge:
    2.305
    Ort:
    -
    Ich finde es eher schade und problematisch, wie die eindeutig anders gearteten psychischen Probleme des jungen Mannes erst einmal über sein Asperger-Symdrom zu erklären versucht worden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Mai 2014
  5. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Ja, ich glaube diese Geschichte wird viel zu einseitig betrachtet. Wobei sein Asperger wohl eher eine Rolle spielt als die anderen Dinge, die auf den Tisch geholt wurden.
    Die einen sagten sofort: Wieder mal ein Fall, wo die laschen Waffengesetze in Amerika Schuld sind (obwohl 3 der Morde mit dem Messer begangen wurden).
    Die anderen sagen sofort: Ein eindeutiger Beleg dafür, dass Frauenhass Menschen tötet.

    Dass weder Frauenhass noch Waffengesetze im Zentrum dieses Problems lagen, wird dabei ignoriert. Elliot war schwer psychisch krank. Entweder hat er es wegen dieser Krankheit verpasst, eine gesunde Beziehung zu seinen Mitmenschen (und damit sich selbst) aufzubauen oder umgekehrt - er wurde krank, weil er das verpasst hat. Jedenfalls ist sein Frauenhass nur ein Ausfluss der Demütigung, die er ertragen musste und der Unzufriedenheit mit seinem Leben, aber nicht der Grund dafür und damit für den Amoklauf.

    Interessant finde ich in seinem Manifest eine gewisse Diskrepanz: einerseits stellt er sich erhaben über alle anderen Menschen dar ("I am a supreme gentleman"), andererseits ist er sich seiner Minderwertigkeit bewusst und detailliert, wie sehr er sich wünschte, ein Leben wie die anderen Menschen zu haben. Sehr interessant alles.
     
  6. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.505
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    Es kann der Anlass sein und das sogar ohne Demütigung. Meiner Beobachtung nach ignorieren junge Mädels komische Typen, Außenseiter und gehen ihm weiträumig aus dem Weg.

    LG
    Any
     
  7. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Aber die Mädels ignorierten ihn eben, weil er ein massiver Creep und offensichtlich sozial völlig unfähig war und NICHT, weil er ein Misogynist war.
    Man kann ganz unproblematisch ein massiver Misogynist sein und gut bei Frauen ankommen.

    Hier muss man auch irgendwo differenzieren, es gibt ja offensichtlich zwei verschiedene Formen von Misogynie:
    1. Der "Macho", der Frauen in ihren Rechten halt ignoriert und missachtet, Stichwort Slut-Shaming etc.
    2. Leute wie Elliot, die anfangen Frauen zu hassen, weil sie von ihnen nicht das bekommen, was sie begehren, und diesen Umstand rationalisieren müssen.

    Die Frage ist halt: Wäre Elliot ein Frauenhasser gewesen, wenn er besser angekommen wäre bei den Mädels? Wohl eher kaum. Seine Probleme lagen viel eher darin, dass er kein sozialer Mensch war, dass er nicht wusste, wie man Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut und erhält.

    Ich hab keine Ahnung von Psychologie, aber man merkt schon, dass dem Jungen Gefühle wie Liebe und Dankbarkeit fremd sind. Er schreibt zwar davon, er würde gern eine Frau "lieben", aber das halt auch nur im "Gegenzug" gegen sexueller Zuneigung. Wäre er mit etwas mehr echter Zuneigung an Menschen herangegangen und mit etwas weniger "quid pro quo", hätte er vielleicht echte Freunde gefunden, und über echte Freunde sicher auch ein Mädchen, das ihn gemocht hätte.
     
  8. Anevay

    Anevay Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. September 2012
    Beiträge:
    32.505
    Es ist bereits misogynes Denken, überhaupt davon auszugehen, ein Recht auf z.B. Sex (hier den Körper einer Frau) haben zu können.

    Im Fall von Soziopathie wäre das dann eher symptomatisch. Aber das zu beurteilen ist im Nachhinein und über ein Forum alles nur wilde Spekulation.

    Mir tun die Opfer leid und der Junge selbst auch.

    Lg
    Any
     
  9. Moliere

    Moliere Mitglied

    Registriert seit:
    10. September 2011
    Beiträge:
    580
    Ich kann den Typen zwar irgendwie verstehen, aber andererseits dachte ich mir warum hat er nicht einfach drauf gesch.
    Soziale Probleme hatte bzw. habe ich immer noch, auch eine gewisse Abneigung gegen Frauen. Nachdem mich meine Eltern von einem Psychiater zum nächsten geschleppt haben, und unter anderem Borderline, bipolare Persönlichkeitsstörung, Asperger, und noch diverse andere Anfallsleiden diagnostiziert wurden, unter anderem auch ausgeprägter Menschenhass, konnte ich überhaupt nichts damit anfangen. Ich habe jede weitere Therapie bis heute gemieden und nehme auch keine Medikamente.
    Als Kind war ich eher schüchtern, den ersten Sex hatte ich mit 25, also wurden mir noch weitere 3 Jahre "gestohlen" als dem guten Herr Rodgers.

    Ich habe kein Problem damit, mich mit einem oder zwei Personen zu unterhalten, aber sobald mehr hinzukommen, und über Themen reden von denen ich keine Ahnung habe, und daher nicht mitreden kann, wars das mit mir, dann will ich einfach nur weg, vorallem Small Talk ist etwas mit dem ich überhaupt nicht klarkomme, obwohl er bei fremden Personen extremst wichtig wäre, um zumindest einen Warmlauf im Gespräch zu bekommen.

    Insofern kann ich den Jungen verstehen, aber das er trotzdem so ausrastet und Unbeteiligte tötet, das entzieht sich meinem Verständnis.
     
  10. Behind me

    Behind me Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. Mai 2012
    Beiträge:
    11.365
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    Es kommt zu solchen Katastrophen, Tragödien, weil die Entwicklungen gestört sind.Dieser Fall ist ja wieder ein weiteres Beispiel dafür. basierende Entwicklung beginnt von Geburt an bis zum Erwachsenwerden, d.h. Kindheit und Jugend sind sehr prägende Lebensabschnitte.
    Die Fähigkeit des empathischen Umgangs ist noch immer Mangelware, vorallem in Gesellschaften, wo Geld, Macht, Schönheitsideale,Erfolg, künstliche Rollenbilder,zur Norm definiert, Menschen in krankhafte Wege führen.
    Wer diesem Druck nicht standhalten kann, wird auf individuelle Weise ventilhaft Druck ablassen bis hin zur möglichen schlimmsten Art.
    Mich wundert es nicht, daß es zu solchen Ausbrüchen kommt.
    Ob dadurch ein Lerneffekt in der Gesellschaft entsteht zeigt sich anhand der Reaktionen und wo, wie angesetzt wird in Bereichen, die Auslöser sein können für Katastrophen.
     
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